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“ich bin aus einer kunst-szene, die in der kunst-szene nicht vorkommt”
[netznetz.net] festival materialien
netznetz.net kontakt at netznetz.net
Mon Nov 8 13:46:51 CET 2004
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>>Das ganze dient allerdings nur der Identifizierung von
>>Strong Sets, —- Die Reputation dient
>hier nur dazu um möglichst viele schwarze Schafe
>fernzuhalten, nicht aber um die weissesten Schafe
>durchzunummerieren.
>>>>> soziologisch gesehen, ein absolut fragwuerdiger, ja de facto aus
demokratischer sicht doppelt abzulehnender ansatz - eine welt in
schwarz/weiss mit boesen und guten, kuenstler die gut und brav zu sein
haben, kuenstler die anspruch auf foerderung haben und nur weil sie nicht
teilo einer szene sind offiziell als schwarze schafe bewertet werden
koennen, und die sogenannten weissen - schafe ist ja wirklich der richtige
ausdruck fuer diese neue generation von buergerInnen, geschweige denn
kuenstlerInnen - ja diese guten weissen also, die werden dann auch noch in
solider neoliberaler weise durchnummeriert - und alles nur, weil die
technik nicht anders funktioniert - hallo?
kanonmedia office at kanonmedia.com
Mon Apr 18 10:31:42 CEST 2005
> “The netznetz reputation system is for a closed and known userlist
> only as far as I understood it. There’s just a small group of official
> “netzkunst vereine” in austria who wants support from the vienna city
> council.”
Sure, but don´t read too much into that or take it out of context. We
are talking here about creating a system for “network decision making”.
These problems often involve distributed groups of people for whom it
is difficult to communicate, debate and decide. This is either because
of physical problems and expense of arranging meetings, the fact that
culturally they are more comfortable within their own groups or other
reasons.
In the netznetz sense these groups have been termed “labels”, in a
wider context they are often social groups based on language or
cultural differences, or in the World Social Forum sense assorted
groups of NGOs and other collectives.
Each “group” usually has some form of informal or formal membership.
membership can either be closed or as more usual in these situation
open.
NetzNetz itself is a “group” in this sense, and needs to relate to
other “groups”. These groups could be similar networks in other cities
and abroad.
It is the intention of everyone I have heard speak about netznetz that
it is to be organised in a non-hierarchical (but not simply
direct-democratic) way and so will be very different from “traditional”
organisational structures.
In practical terms “members of the network” will need a login to the
system. In use in other situations such a “login” could easily be
organised by holding a physical facilitated meeting, debating and
writing down the opinion of the group to be entered in at a later date
or on a single computer at the community centre. This is not an issue
for the netznetz community because of the nature of the interests of
the people who wish to participate.
I think a lot of confusion is caused by different subject areas using
terms slightly differently. “Groups”, “closed”, “reputation” are words
that mean quite technical things in terms of the mathematics of how you
would program a system - they do not entail the negative political
consequences that it is easy to conclude from taking the meaning out of
the context in which it was meant.
David Bovill david at openpartnership.net
Sam Apr 30 21:47:33 CEST 2005
transzendenzgeile linke, again.
als ob ein einzug oder nichteinzug jemanden in der szene “retten”
oder “verdammen” koennte.
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Mon Jun 27 19:01:10 CEST 2005
1. Kennzeichen einer Community
Das Hauptkennzeichen einer digitalen, vernetzten Community ist, dass
niemand wirklich weiß wer Mitglied der Community ist und wie groß diese in
Wahrheit ist. Meistens gibt es ein paar bekannte Kernpersonen, der
Großteil der Community bleibt aber relativ unbekannt bzw. taucht nur
sporadisch auf und verschwindet wieder. Manche Kernperson ziehen es sogar
vor, selbst anonym zu bleiben, ohne das es die Dynamik der Community
dadurch eingeschränkt wird (http://en.wikipedia.org/wiki/Pamela_Jones).
Dadurch entwickelt eine gut funktionierende Community ausgezeichnete Flash
Mob Fähigkeiten und kann punktuell unglaublich viel in extrem kurzer Zeit
auf die Beine stellen, läuft aber ständig Gefahr sich durch die mangelnde
Kontinuität aller Beteiligten, sich selbst auf Dauer lahm zu legen.
2. Organisation einer Community
Die wichtigsten Kennzeichen lauten Offenheit, klare Strukturen und die
Möglichkeit zu forken (
http://en.wikipedia.org/wiki/Fork_%28software_development%29). Bei einer
rein Web / Email basierenden Community ergeben sich diese Strukturen meist
automatisch durch die dahinterstehende Programmierung, welche eine klare
und für alle einheitliche Strukturen und sehr egalitären Hierachien
vorgibt. Maillingslisten und Wikis kennen keine Hierrachien und selbst bei
News bzw. Blog Seiten gibt es meist nur zwei hierrachische Stufen,
Personen die Artikel posten dürfen und Personen, welche diese
kommentieren. Eine ähnliche Form der Hierrachie findet man im Maintainer /
Programmierer System der Freien Software. Wo einzelne Personen das Recht
haben zu entscheiden, welche Patches angenommen werden und welche nicht.
Höhere hierrachie Stufen bedeuten aber automatisch mehr Arbeit und mehr
Verantwortung für den Einzelnen und es ist prinzipell, jedem gestattet die
Arbeit eines anderen zu forken . Vor allem darf aber ein Maintainer zwar
die Arbeit eines anderen kritisieren bzw. abzulehnen, er darf aber an
niemanden gezielten Arbeitsaufträgen delegieren, wie es in normalen
hierachischen Strukturen der Fall ist. Durch die Möglichkeit sich selbst
beteiligen zu können, es aber nicht zu müssen entsteht im Idealfall ein
ausgesprochen positiven Umfeld. In dem sich jeder gezielt beteiligen kann
und jeder froh ist, wenn es andere Akteure auf gleicher Ebene oder
hierrachisch über oder unter einem gibt, weil man selbst dadurch in Summe
weniger Arbeit, aber mehr Beteiligungsmöglichkeiten hat.
3. Wer ist Teil der Community?
Kurz gesagt: Jeder der will. Eine Community kennt keine starren
hierachischen Strukturen. Statt dessen sind die Strukturen und Hierrachien
einen ständigen Wandel unterworfen. Dementsprechend kontraproduktiv sind
selektive Auswahlkritereien, weil sie zu einem extrem hierrachischen
System, einer personellen Monokultur innerhalb der Community und einem
generellen erstarren der Strukturen führen würde. Gleichzeitig muss aber
jedem Mitglied der Community klar sein, das es innerhalb einer Community
eine Vielzahl von Beteiligungsmöglichkeiten gibt, man aber als Mitglied
der Community normalerweise keinerlei Zusatzrechte gegenüber einem
Nichtmitgliedern erwirbt. Wodurch die Frage ob man Mitglied einer
Community ist oder nicht, meistens in erster Linie eine Frage der
persönlichen Einstellung oder Identität ist und weniger eine rechtliche
Frage der genauen Entscheidungsbefugnisse eines Mitglied bzw.
Nichtmitglied ist.
Durch die Fokusierung auf Offenheit und Beteiligungsmöglichkeiten ist es
aber oft sehr schwierig Communities mit dem vorherschenden demokratischen
Grundverständnis in Einklang zu bringen. In einer westlichen Demokratie
und den entsprechenden Partei oder Vereinsstatuten sind die
Beteiligungsmöglichkeiten meist extrem eingeschränkt und stark
formalisiert. Im Gegenzug dazu sind diese Beteiligunsmöglichkeiten aber
rechtlich verbürgt und der Einzelne kann diese ohne größeren Aufwand in
anspruch nehmen. (Das schreiben einer einzigen Email an NetzNetz dauert
länger, als sich an Nationalratswahlen zu beteiligen).
Die einzige Möglichkeit die beiden Ansätze zu verheiraten besteht darin,
die Offenheit der Community beizubehalten (ansonsten stirbt diese), aber
ein klares, mit mehr oder weniger viel Aufwand verbundenen
Initationsritual einzuführen. Dadurch bleibt die Offenheit der Community
gewahrt, es besteht aber nicht die Gefahr, dass plötzlich ein Autobus
voller vollkommen unbekannter Personen vor der Tür steht, welche von sich
behauptet Teil der Community zu sein. Einer der bekanntestes dieder
Initationsrituale ist ein von Linus Thorvalds akzeptierter Patch für den
Linux Kernel und man müsste sich etwas ähnliches für NetzNetz einfallen
lassen (Ich schreibe gerade an mein Förderansuchen an die MA 7 in der Höhe
von 1 Euro),
4. Die Dynamik der Community
Eine Community muss damit sie sich selbst trägt relativ groß sein (mind.
100 - 200 Personen). Wirklich Spaß macht sie aber erst, wenn die Anzahl
der Beteiligten in die mehreren hunderte, wenn nicht tausende geht. Wobei
jedoch die Anzahl der Kernmitglieder meist sehr klein bleibt (1 - 20
Personen). Die oft enorme Dynamik einer Community entsteht aber durch den
Umstand, dass jeder der Kernmitglieder jederzeit durch eines der
Mitglieder ersetzt werden kann. Je breiter und offener die Community ist,
desto größer ist auch die Bandbreite der Kernmitglieder und die Community
ist den Anforderungen viel eher gewachsen, als wenn eine Community nur aus
einer Vielzahl von Personen mit dem selben können und Interessen besteht
(wie es oft bei klassischen Vereinen der Fall). Wenn aber die Community
als Ganzes zu klein wird, besteht die Gefahr, dass wichtige Funktionen
ausfallen, ohne das es adequaten Ersatz gibt, oder einzelne Akteuren gegen
ihren Willen zu Aktivitäten zwangsverplichten werden, was auf Dauer zu
enormen Frust bei allen Beteiligten führt, was früher oder später zum Tod
der Community führt.
Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Fre Jul 22 16:04:35 CEST 2005
Ungeschicktheiten wie das COME-TOGETHER-MEETING am 18.7, erst am 20.7
versteckt auf http://netznetz.net zu publizieren, verstärken den
Eindruck, es handle sich wirklich nur um ein paar personen die unter
sich bleiben wollen.
Dominik Hruza dominik.hruz at nextra.at
Don Jul 21 19:37:57 CEST 2005
ich selbst habe den eindruck dass so manche bei den treffen anwesende
person meiner ansicht nach nicht wirklich netzkultur macht -
geschweige denn net.art. dennoch würde ich jeden davon in so ein
system aufnehmen. punkte muss er/sie sich dann selbst erarbeiten.
ich verstehe ja nicht einmal in welcher hinsicht schubladen hilfreich
sein sollen. warum beschneidet sich die community selbst? was spricht
dafür? oder ist das wieder eine bedingung des ma7? damit nicht
heimlich gitarrenspieler und blßmalsowebsitebastler geld abzwacken.
martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mit Aug 24 17:10:20 CEST 2005
“Eine Entscheidung durch Los wäre durchaus diskussionswürdig - bloß
entspricht dies nicht der philosophischen und auch politischen
Grundhaltung im Sektor”
könntest du so nett sein, mir die “philosophischen und auch politischen
Grundhaltung im Sektor”
erstens: näher zu erklären
zweitens: näher zu definieren, wer in diesem ominösen “sektor” drin ist
drittens: mir den prozess aufzuzeigen, wie dieser “sektor” zu einer
olfaktorisch unerträglichen philosophischen und politischen grundhaltung
kommen konnte?
Christoph Teiler in Antwort an Thomas Thurner
wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Son Aug 28 12:15:19 CEST 2005
Ersteres (also, dass der Zufall durchaus ein guter Anwalt sein kann) sehe
ich genauso wie ich’s geschrieben habe. Zur Begründung über die
politischen und philosophischen Grundhaltungen kann ich nur bedingt
stehen. Das ist gar ein bissl arg geschludert. Hast Du richtig
rausgefischt. Was ich damit meinte, war, dass ich - und da kann man die
diversen Erneuerungskritiken in dieser Liste zumindest als Indikator
nehmen - im betroffenen Feld (sagen wir einmal die LeserInnen dieser
Liste) Widerstand gegen den Zufall als Fördergeber vermute.
Deine Versuche ein wenig Spieltheorie in die Diskussion zu impfen, finde
ich demnach ganz super. Weil ein bissl Würfeln ist nähmlich immer dabei
… Systeme ohne Zufallskomponente sind ja kaum als funktionabel denkbar.
Auch bei der Entstehung von neuem. Siehe Quantendefekt in der
Teilchenphysik.
Und Schluchzen, Heulen, Schneuzen … natürlich bin ich ein Böser.
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mon Aug 29 13:36:13 CEST 2005
taxi orange ist das community game sicher nicht, dann schon eher die im
sprit erarbeiteten ansätze; die sind eine wirkliche zumutung:
hier einige wahllos herausgegriffenen beispiele:
“Im System kann man angemeldet werden wenn man Bestimmt Kriterien
erfuellt. Alle die bereits Geld von der MA7 bekommen haben, Alle die
bereits Microgants erhalten haben. Weitere Auswahl, wer teilnehmen darf,
wird derzeit von Mag. Fassler Vogler (MA7) bei der Anmeldung getroffen.”
- - - total von taxi orange abgekupfert
“Prinzipiell kann sich jemand zu einem Label zugehörig erklären, ohne
wiederum von diesem Label als zugehörig „akkrediert“ worden zu sein.”
- — jetzt befinden wir auf der zuschauertribühne/ vor dem fernseher.
“Zusätzlich zu konkreten Projektzusammenhängen, soll das Kriterium
„fühle mich zugehörig“ insbesondere zu Communities möglich sein.”
- - - jetzt wird´s glitschig (wir sind im containerdorf): wenn “fühle
mich zugehörig” in den rang eines kriteriums gehoben wird, bedeutet das
dann, dass ich einen ehevertrag auf zeit abschließe?
“Personen voten über Entities (Personen/Labels/Projekte) … Sonderfall:
communities”
— welcher pausenclown hat den “sonderfall: communities”
hineingeschrieben — jetzt hab ich schon den ehevertrag unterschrieben
(”fühle mich netznez zugehörig”), bin also in einer community mit meinem
1-personen-label “wechselstrom” heisse mit bürgerlichem namen christoph
theiler, bin also eine einzelperson, gleichzeitig mitglied einer
community, in der ich (was genau?) mitbestimmen kann, möchte ein short
term projet machen (keiner hat eine ahnung, was damit konkret gemeint
ist, aber long term projekt dauert mir einfach zu lange) … ich werde
den text weiterentwickeln, aber in einer community veröffentlichen, die
sich mit comedy beschäftigt.
“Aufgrund von sprint-beschluss sind die voting-Entities in drei
unterschiedlichen Tabellen abgebildet. (Personen, Labels, Projekte).
Prinzipiell aber über eine Tabelle mit Voting-Entities (die über
Attribute genauer bestimmt werden können) technisches Problem: Wie
Fehler vermeiden, wenn ein container (zB label) wiederum sich selbst
enhält (bzw. andere container, in denen er/es/sie anteil sind), bzw.
somit „vererbbare“ votes? Problem von Metagruppen in Subgruppen in und
dann wiederum Zugehörigkeit von den Metagruppen innerhalb von denselben
Subgruppen stellt technisch ein Grosses Problem dar! ( z.B. bei
vererbter Weitergabe von Votes )”
— das problem versteh ich schon, mir graut aber vor der komplexität
der lösung — auch das eine methode, um den teilnehmerkreis möglichst
eng und geschlossen zu halten, obwohl man das eventuell gar nicht will.
“Parameter sind fix oder flexibel?”
— diese frage ist ein schmarren (entschuldigt bitte die
ausdrucksweise) ein parameter ist eine variable, die (z.b. in einem
gleichungssystem) für den zu untersuchenden einzelfall als fix
angenommen wird. also was ist genau gemeint, wenn man von parameter
spricht — noch was unklar? — (kann mir es nicht verbeissen: schauts
halt mal im duden nach)
“System ermittelt zunächst die “Top XX”, alle die nicht darunter sind,
und daher keine Mittel erhalten werden, wählen wiederum aus diesen Top
XX die Subventionsempfänger Idee von Prof. Peter Fleissner bei
Vor-Sprint-Besprechung”
— da fällt einem spontan das stichwort “pisa-studie” ein — das wollt
ihr doch alle gerade nicht, oder?”
und so weiter
selbst wenn nur die hälfte des sprint-systems halbwegs in den griff zu
bekommen wäre, käme ein system heraus, in dem sich nach kürzester zeit
nur noch haie tummeln - big brother lässt grüßen..
und auch, wenn du stefan, deine kritik in den falter prustest, verliert
sie nicht an ihrer unangenehmen politstrategie, wie man sie aus diversen
fernsehduellen kennt.
rhetorik allein ersetzt kein argument.
wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Son Aug 28 20:51:41 CEST 2005
On Mon, Oct 24, 2005 at 09:35:05PM +0200, carla salva wrote:
> warum nur krieg ich kein mail wenn ich mich auf mana registriere?
Weil zZ keine Mail-Interfaces geplant sind.
> (nichtmal wenn ich mein passwort anfordere)
Soweit ich das verstanden habe, wird die Account-Vergabe nicht von Mana,
sondern von der MA-sowieso durchgefuehrt.
Thomas Klausner domm at zsi.at
Die Okt 25 09:49:26 CEST 2005
d.h. ich kann nicht ansuchen, ausser ich kenn die leute von der MA-
sowieso?
Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Die Okt 25 13:20:57 CEST 2005
Snapperlott, hm, wie komm ich da nur rein, ich
weiss ja nicht einmal, was die URL von MANA sein
soll (oder ist die auf netznetz.at wo ich nimmer
rein schau, weils so unübersichtlich ist?
Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Die Okt 25 14:02:18 CEST 2005
Bisher musst man, wenn man Geld wollte, zur MA x. Und man muss auch
weiterhin zur MA x.
Das genau Prozedere steht wohl noch nicht fest, wird aber auf jeden Fall
sowohl hier als auch auf der Website ausfuehrlich dokumentiert werden.
Thomas Klausner domm at zsi.at
Die Okt 25 20:56:24 CEST 2005
Bisher hat man bei der MA 7 (?) angesucht und Geld bekommen oder nicht.
Jetzt bekommt man von der MA 7 (nach einer Pruefung, ob gewisse formale
Kritereien (zB Netzkunst/kultur vs Volkstanzgruppe (zB)) erfuellt
werden) einen Account fuer Mana. Dann kann man in Mana sich und
seine/ihre Projekte praesentieren. Und ueber andere und deren Projekte
voten. Die Entscheidung, wer das Geld bekommt, wird der Community
ueberlassen. Die Entscheidung, wer die Community (und also
“foerderwuerdig”) ist, bleibt bei der MA 7.
Wenn ich das richtig verstanden habe.
Thomas Klausner domm at zsi.at
Mit Okt 26 20:47:18 CEST 2005
Wahlen sind ein guter
demokratischer Entscheidungsprozess, man muss sich aber der Tatsache
bewusst sein, dass sie ein exklusiver ausschließender Prozess sind. Wenn
wir Wählen treffen wir bei der Wahl mehrheitsbasierende Entscheidungen und
es darf weder vor noch nach der Wahl eine andere Entscheidung getroffen
werden. Noch dazu laufen wir bei einem offenen Community Prozess wie
NetzNetz in die Frage hinein: Wer hat überhaupt das Recht zu entscheiden,
über welche Fragen in welcher Form abgestimmt werden soll. Bzw. wer
entscheidet wer eigentlich stimmberechtigt ist und wer nicht?
Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Mon Dez 5 12:18:38 CET 2005
genau! wenn uns einer aus reiner selbstvermarktung staendig nervt dann
werfen mir ihn ausse. aber unseren projekte werden mir schon weiterhin
ankuendigen duerfen sollen.
Norbert Math n at alien.mur.at
Don Jan 12 20:03:02 CET 2006
Schau, NetzNetz ist und waren immer ‘diese 10-20 Leute im Kern’, die jetzt
eben mit Personenkomitee betitelt sind. Das ist keine Chunta, das sind
einfach die Leute, die für NetzNetz seit dessen Geburtsstunde
regelmässig hackeln. Du kennst sie alle von Anfang an. Das PK ist
übrigens offen, jeder auch der Verantwortung tragen will (!), kann gerne
dazustossen, stand mehrfach auf der Liste.
Wir - das PK - versuchen, Entscheidung auf der Liste zu diskutieren, im
Option Demokrator zu erfassen und dann, je nach Art der Entscheidung
(kleine/grosse), dies entweder im Kreis des PK oder im Plenum abzustimmen.
Das ist das Procedere, ist doch integer, oder?
> Soll alles nicht persönlich gemeint sein, aber so wie NetzNetz derzeit
> läuft entspricht es nicht wirklich dem, was ich mir unter einer offenen
> Community vorstelle.
‘Offene Community’, da möchte ich nochmals auf dein erstes Mail
antworten: NetzNetz ist offen, muss sich aber - vor jeder Abstimmung -
temporär schliessen, daher Präsenz-/Konsensquorum.
Die von dir vorgeschlagene Lösung, das Konzept ‘Offene Community’ für
Wahlen anzuwenden, funktioniert nur mit entsprechenden digitalen
Mapping-Tools (’Friend of a Friend’ etc.), die aber unter
Datenschutzaspekten als bedenklich (’Controlling-Tool’) gewertet und von
vielen abgelehnt wurden.
Anonyme (oder teilanonyme) Wahl, die u. a. von deiner Parteifreundin Marie
Ringler gefordert wurde, bedeutet eben, dass Leute sich anmelden müssen,
und eine Hürde überspringen müssen - Feststellung der Identität im
Realraum sowie der Förderwürdigkeit (und diese immer nach Kriterien,
anders gibt’s keine Qualität).
Stefan Lutschinger a9306158 at unet.univie.ac.at
Mon Mar 6 05:51:49 CET 2006
Die Art wie das PK
Entscheidungen fällt jedoch für den Inbegriff von Intransparenz. Das
Hauptproblem beim PK ist das nicht bekanntgegeben wird, welche Entscheidung
als nächstes zum Entschluss ansteht.
Dadurch entsteht auf der NetzNetz Liste eine vollkommen diffuse und
unstrukturierte Diskussion, die solange vor sich hintröpfelt bis das PK aus
heiteren Himmel bekannt gibt welche Entscheidung getroffen wurde, was im
Nachhinein zu einer entsprechenden Empörung führt und erst durch diese
begonnen wird die Entscheidung ansatzweise durchzudiskutieren.
Was meist ergebnislos bleibt bzw. in einen ziemliche Flamewar ausarten.
Weil das PK naheliegender Weise auf seinem Beschluss beharrt, worüber die
an der Entscheidung Nichtbeteiligten bzw. Betroffenen entsprechend sauer
reagieren.
> Die von dir vorgeschlagene Lösung, das Konzept ‘Offene Community’ für
> Wahlen anzuwenden, funktioniert nur mit entsprechenden digitalen
> Mapping-Tools (’Friend of a Friend’ etc.), die aber unter
> Datenschutzaspekten als bedenklich (’Controlling-Tool’) gewertet und von
> vielen abgelehnt wurden.
Eine offene Community ist keine Frage der Technik, sondern eine
Einstellungssache. Dinge wie Mailingliste oder Wikis helfen nur sie
praktisch umzusetzen. Damit eine offene Community aber wirklich
funktioniert, reicht es nicht zu sagen “wir sind offen”, sondern man muss
sich auch überlegen, wie und in welcher Form dies geschehen soll bzw. kann.
Beim NetzNetz Festival ist dies mit den Teppichen im Wiki hervorragend
gelungen, ich weiß nicht wie das selbe im PK funktionieren kann, ohne sich
ständig gegenseitig aus dem PK herauszuschießen.
> Anonyme (oder teilanonyme) Wahl, die u. a. von deiner Parteifreundin
Marie
> Ringler gefordert wurde, bedeutet eben, dass Leute sich anmelden müssen,
> und eine Hürde überspringen müssen - Feststellung der Identität im
> Realraum sowie der Förderwürdigkeit (und diese immer nach Kriterien,
> anders gibt’s keine Qualität).
Ich habe nichts gegen Hürden, ich halte sie sogar für notwendig, nur
verstehe ich folgende Dinge nicht:
- Warum macht ihr extrem schwer zu überprüfende sachliche und nicht für
alle gleiche partizipative Hürden?
Mein Vorschlag war dazu immer: Wahlberechtigt ist, wer mit einem
Personalauweis in der Zeit zwischen 8.00-9.00 Uhr bei der MA 7 auftaucht um
sich registrieren zu lassen. Das wäre für alle Beteiligten mühsam, aber es
ist ein relativ leicht zu überprüfendes und für alle gleiches
Selektionskriterium.
Eine Vorauswahl der Stimmberechtigten mittels ‘objektiven’ Kriterien mag am
Papier nett aussehen, aber ich möchte nicht in der Haut der Person stecken,
die diese praktisch umsetzen muss.
- Warum bedeutet Wahlberechtigt = Subventionsberechtigt?
Wenn wirklich nur die Antragssteller von Subventionen wahlberechtigt sind,
läuft ihr in das naheliegende Problem hinein, dass sich jeder selbst wählen
wird.
Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Mon Mar 6 17:03:07 CET 2006 in Antwort an Stefan Lutschinger
ach
ich war zum beispiel von der ersten stunde an dabei
viele im personenkommitee nicht
bin aba niemals in dieses ominöse kommitee, dessen weibapräsenz wie
imma unter jeder kritik is…
gefragt oder geladen worde…..
hab mich jetzt a weile nimma zu wort gemeldet
aba schön langsam geht ma des wieda ziemlich auf die nerven
wenn ich da sätze lese : wie : x % werden sowieso rausfliegen
da frag ich mich : wer die raushaut und wie das in nonhierarchischen
strukturen möglich sein soll
und dieses ominöse personenkommitee is ma aüsserst suspekt !!
und ich hab das gfühl, die hierarchiker nehmen schon wieder ( die
kohle naht ) das ruder in die hand !!
und ham wohl noch imma nicht kapiert was nonhierarchisch heisst …..
schade
sehr schade
das zu sehn…..
genervt
juja starsky at silverserver.at
Mon Mar 6 22:49:56 CET 2006
Schliesse mich Deiner Meinung an, Juja, und zwar deutlich; dieses von
mir persönlich immer schon als letztlich ominösen Versuch betrachtete
community game muss jedenfalls und zumindest ein offenes System sein, in
dem jede/r, der/die glaubt, Medienkünstlerin oder sonst was in diesem
Leben zu sein, einreichen kann; bei einem voting zeigt sich ja
bekannterweise - wie von mir immer schon abgelehnt - die entsprechende
Reputation ohnehin;
und es muss einmal überhaupt offiziell und online gemacht werden, wer
hier überhaupt zugänge kontrolliert bzw. fehlen alle seriösen Grundlagen
und Kriterien, nach denen eine Zugangskontrolle wie auch eine
Votingkontrolle konzeptioniert, administriert und kontrolliert und
ausgewertet wird - wobei ich festhalten möchte, dass es speziell auch an
der Konzeptionierung letzter drei Faktoren vollkommen mangelt;
mir persönlich war aber schon vor Monaten klar, dass so wichtige
Elemente bis dato unklar sein werden; wie Du richtig gesagt hast,
Stefan, Partizipation heisst, dass man an etwas partizipiert; es heisst
nicht, dass sich Partizipation ewig im Kreis dreht aufgrund
unrealistischer Entscheidungskriterien;
von Details im Voting, ob und wie Personen und/oder Gruppierungen und
wer nun Anrecht hat, als KünstlerIn oder Kulturschaffende/r aufgefasst
zu werden oder nicht und ob nun ProgrammiererInnen solche sind oder
nicht, und welches qualitative Niveau, welchen Grad an
Institutionalisierung, welche Form von Organisation (bei grossen
Förderungen hin bis zu den Co KEGs und GesmbHs) und welche inhaltlichen
Zielsetzungen, welche angewandte Marktorientiertheit oder nicht man hat,
die volumenversehenen Technologieförderungen (wie auch andere
entsprechende Ressorts) brauchen jedenfalls eine Vernetzung mit jenem
Ressort der Stadt Wien, das Medienkunst fördert, wo kommen wir denn dann
sonst mit dieser giesskannenhaften Kleinmeisterei hin, zu einer
international relevanten Medienproduktion im experimentellen Bereich
jedenfalls nicht. Das ist doch lächerlich.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Mon Mar 6 23:21:21 CET 2006
hinzufügen möchte ich noch :
mir ist extrem wichtig die slbstbestimmung : sich zugehörig fühlen !
ist einstiegskriterium !!
das votinmg soll dann entscheiden…..
und :
diese scheiss einengung der hierarchiker scho wieda :
ich lass ma nicht vorschreiben mit welchem medium ich arbeit
und seis netzkunst in diesem jahr und im nächsten ein film und musik
dann eine band
und dann wieda nur bilda
und die ganze zeit : leben und kommunizieren ….
warum muss ich mich erst vorher so und so profilieren um netzkunst
oda was imma machen zu dürfen ?
was is des für a scheiss einkastlte art zu denken ?
faaaad ! und absolut !! uninovativ !!!!
in jeder hinsicht !!!
und für manche mag ja tatsächlich die fähigkeit formulare auszufüllen
und sich hierarchien zu unterwerfen ein gradmesser der
lebenstauglichkeit und künstlertums sein
ich aber hab gehofft, daß wir zumindest ein system entwerfen
das auch anderen, deren fähigkeiten eher im erfinderischen als im
befolgerischen liegen
zugang und möglichkeiten gewährt !!
oda is es tatsächlich so, die kohle in riechweite setzen sich wieda
die an die spitze und durch, die ohnehin nur hierarchiker und
verwalter, machtgeil und wichtigtuerisch sind ?
und alles inovative erstens : nicht verstehn ( hat ja noch ka hakal
von ana institution drauf )
zweitens : sofort abzusägen versuchen ?
verärgert
juja starsky at silverserver.at
Die Mar 7 00:16:14 CET 2006
danke juja! dem moechte ich mich auch anschliessen. auch ich bin schon
ein zeitl auf dieser liste, tu’ mir aber schon seit laengerem schwer,
die entwicklung hier nachzuvollziehen.
naja, man wirft wo geld drauf und macht es kaputt damit, waer ja nicht
das erste mal. das problem ist wie immer: die mit dem haertesten hintern
sitzens aus und teilen sich am schluss die kohle, alles wurscht,
neugierige haben sich laengst vertschuesst und schaun sich woanders um.
vielleicht ist das der sinn des ganzen seit politikgeld da ist, sehr
netz ist es aber nicht.
flo ledermann
Flo Ledermann ledermann at ims.tuwien.ac.at
Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 7:51 pmKurz, zum q21/electric avenue:
Von derzeit 24 Einreichungen stammen 3 von q21 MieterInnen, sowie 1
für eine jährliche Veranstaltung, die im q21 staffindet.
http://netznetz.net/wiki/index.php/Backbone-Project%20Submissions%
20Q2%263%202006
Fazit:
83, 33% der BP-Einreichungen stammen NICHT (!) aus dem MQ/q21 Umfeld.
Simon Häfele und Andreas Trawöger - das durchführende Team - sind
dort ebenfalls keine Mieter.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Son Apr 2 19:15:02 CEST 2006
erzählt mir aber trotzdem noch nicht wirklich viel
über indirekte einreichungen via allianzenbildung; und von der dichten
verflechtung zwischen entwicklerInnen und wählerInnen, die mir
insbesondere frage ist
kanonmedia office at kanonmedia.com
Son Apr 2 20:02:29 CEST 2006
wie hier nicht kommuniziert wird empfinde ich einfach als skandalös.
viele im beriech der netzkultur schaffenden dürften von der ganze chose
noch recht wenig wissen. da gehört schon eine aktivere
kommunikationspolitik her!
zum beispiel könnte via ig kultur und sonstiger institutionen und medien
kommuniziert werden!
schliesslcih sollen die gelder allen netzkulturschaffenden zur verfügung
stehen und nicht jnur jenen, die in der sogeannten “community” dabei sind.
es dürften ja gerade kunstschaffende sich ob der widerlichen zustände in
dieser szene sich weigern, da mitzumachen. ich kenne schon eingie, die
nicht dabei sind, noch nichts davon gehört haben (vowiegend frauen!).
da scheint recht viel schief zu laufen ….
Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Fre Apr 7 20:43:06 CEST 2006
Wohin senden alle die rechtzeitig und ausführlich eingereicht hatten nun ihre Zeichen?
Bitte genaue Adresse! Was gilt jetzt, die Mailadrese von damals, der Benutzername, das Passwort, oder die domain, oder alles neu?
Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Fre Apr 7 17:59:09 CEST 2006
Gute frage; ich dachte eigentlich ich habe laengst eingereicht – das
einreichen ist hier wirklich zur kunst geworden; jedenfalls hab ich noch
nie user id und password zugesandt bekommen, und warum ist nicht
eingeführt worden, die relevanten links, jeweils untig in der signatur
der liste mitzuversenden?
kanonmedia
Fre Apr 7 18:48:39 CEST 2006
ich kann mich kanonmedia nur anschliessen, was hats mit den problemen
in sachen login auf sich?
BernhardFaiss isebuki at gmail.com
Die Apr 11 00:50:41 CEST 2006
Ich möchte hier auf der Liste keinesfalls eine Diskussion anzetteln, ich
mag nur Informationen von den Verantwortlichen (direkte mails wie von
Stefan vorgeschlagen wurden leider nicht beantwortet)
Ich begreif es ja trotz Listen und manila-Studium noch immer nicht ganz,
wie es mit “Modul3 : network grants” jetzt weitergeht.
Was ich zu wissen glaube:
i) Alle alten Accounts (die vom netznetz-rechner und die vom manila)
sind aus diversen Gründen irrelevant und nichtig.
ii) um ein projekt für die network grants einreichen zu können, muss man
das über netznetz-mana at mond.at machen. (2x 500 zeichen, moderierte
liste, subscribeable, internes archiv) - dieser Punkt ist mittlerweile
hinreichend geklärt.
was ich überhaupt nicht weiss:
i) wer darf dann beim “softwaregestützen Auswahlverfahren Mana” dann
mitmachen? Alle “alten Moms” ? Alle Einreicher auf der mond.at - Liste?
Kann jemand einreichen, der gar kein Mom war und dann doch schon oder
nicht wählen? Oder können sich auf der mond.at-Liste auch nur personen
ohne projekte vorstellen = anmelden und bis zum 16.4 noch Moms werden.
ii) die Anmeldung auf http://mana.manila.at/member/signup ist wofür? Die
gibts seit 24.3 glaub ich und war mal kurz weg und man sollte sich aber
auch vorher nicht anmelden.
iii) gibt es *inhaltliche* Kriterien für die einreichenden Projekte?
iv) Wann wird das “softwaregestütze Auswahlverfahren Mana”
*voraussichtlich* stattfinden?
Ich finde es bedenkenswert, dass es selbst einem aufmerksamen Leser
dieser Liste wie mir nicht gelingt, drei Tage vor Ende einer Frist die
nötigen Infos für das Procedere zu erhalten.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Die Apr 11 09:54:57 CEST 2006
Franz XAVER wrote:
>
> ALLE DIE BEI MANA-NETWORKGRANTS MITMACHEN WOLLEN MUESSEN 500 ZEICHEN ZUR
> PERSON UND 500 ZEICHEN ZU PROJEKTEN AN
>
was heisst “mitmachen wollen” ???????
sind das die leute, die projekte einreichen wollen und dafür geld haben
wollen oder sind das auch die leute, die per eigentlicher definition des
spiels sich einfach der community zugehörig fühlen (=MOMS) und
mitspielen/mitentscheiden wollen, ohne eigene projekte gefördert haben
zu wollen?
In der module-beschreibung ist “network-grants” als spitzenförderung
beschrieben.
heute vormittag waren auf der mond-liste 7-8 projekte eingereicht. Die
subscriberliste war wegen techn. probleme nicht einsehbar und es hat
immer noch niemand beantwortet wer jetzt MOM ist im Sinne von
wahlberechtigt. (mein mail heute an die liste und gestern an die
Verantwortlichen privat, wie es stefan eingefordert hat)
Auch etliche andere Leute auf dieser Liste haben keinen Durchblick mehr
und noch mehr andere Leute lesen diese Liste gar nicht mehr und 7-8
eingereichte Projekte und die vielen Fragen hier zeigen, dass es
massives Informationsdefizit gibt, auf dass Ihr wohl oder übel eingehen
müsst.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Die Apr 11 12:33:55 CEST 2006 in Antwort an Franz Xaver
Da wir es anscheinend mit privatem Mailwechsel nicht schaffen meinen
Eintritt ins Personenkommitte anzuleiern - vielleicht funktioniert’s ja über
die Liste.
Also, wann und wo findet der nächste jour fix des PK statt? Ich habe schon
mehrmals bekräftigt, dass ich mich zur (ökonomisch-spieltheoretischen)
„Begleitung“ (Evaluierung, Analyse, Vorschlag von Alternativen etc.) des
Vergabeprozesses zur Verfügung stelle und es gibt eine Reihe von Leuten
–inklusive dir selbst wenn du dich erinnerst-, die in dieser Richtung Bedarf
sehen.
Ich frage mich wirklich warum sich die Umsetzung des Vorhabens so dermaßen
zieht. Ein Schelm, der Böses denkt.
Gib’ dir einen Ruck und lass’ mich wissen, ob ihr an meinem Mitwirken
WIRKLICH interessiert seit. Klar, ich bin ein bekennender Kritiker des Mana
Game (und damit nicht alleine…), nachdem ich aber dennoch wahrscheinlich
einer der wenigen Außenstehenden bin, die nicht in irgendeiner Weise von der
Förderkohle profitieren wollen – war nie Netzkünstler, werde es nicht werden
und habe deshalb meine Anmeldung für das Spiel zurückgezogen bzw. nicht
erneuert – würde mein Engagement der Sache doch gut zu Gesicht stehen, oder?
In gespannter Erwartung grüßt,
Wolfgang
Wolfgang Hoechtl
Research Assistant
Dept. Economics/Univ. of Innsbruck
Wolfgang Höchtl wolfgang.hoechtl at uibk.ac.at
Mit Apr 19 13:04:59 CEST 2006
monochrom macht genau das, womit eine stadtregierung so
ihre freude hat: alles nett und harmlos. sowas wird gerne mit subventionen
belohnt.
aber es kommt noch dicker:
in der edition mono/monochrom ist ein buch erschienen, dass diverse
beitraege versammelt. die autor/innen haben sich fraglos muehe gemacht.
aber umsonst - denn die herausgeber Günther Friesinger und Johannes
Grenzfurthner haben wochen - ja vielleicht monate darueber gegruebelt, wie
der titel des buches lauten soll - und damit die muehe der autor/innen
zunichte gemacht.
was glaubst du ist diesen beiden flaschen eingefallen - “Quo vadis Logo?!”
tja - das ist echt niederschmetternd. dass die monochroms in der okto-szene
als intriganten und schleimer bekannt sind, rundet gleichsam das bild ab.
weil das aber meist so zirka auf die haelfte der personen im netznet-PK
passt, passt Johannes Grenzfurthner bestens da rein.
die ´dreifaltigkeit´ teilt zwar meine ansicht, wird sich aber auf ihre
´tierliebe´ stuetzen und die monochroms zum game zulassen.
kurzum Michael - halte dich von den kraetzn fern. ihren untermieter, den
Thomas Thurner haben sie schon in das elend gestuerzt. und fuer das AUS der
netbase sind sie persoenlich verantwortlich.
FER f.e.r at sil.at
Mit Apr 19 14:27:13 CEST 2006
Raku, du machst mich schmunzeln
…
Da braucht so mancher gar nicht erst mit alibi-gender mainstreaming
ablenken …
die spielregeln taugen nur den eigenen konsorten
kanonmedia office at kanonmedia.com
Mit Apr 19 15:06:24 CEST 2006
wenn ich mit jemanden - nur kurz - ueber netznet rede, und er sich nicht
´dieser community´ zurechnet, wird er mit sicherheit den mund verziehen.
der clou ist, dass es nach wie vor anstrengungen gibt, die
netznet-community mit dem Q21 festzumachen, und da die community zugleich
publikum sein soll - so die vorstellung bspw. von Johannes Grenzfurthner
(dafuer gibts zahllose augen&ohren-zeugen).
nuechtern betrachtet: es gibt weder ´ausreichend´ publikum fuer netznet und
schon gar keine netznet-fans. ich bin also der einzige netznet-fan, der mit
zahllosen postings - und via diverser artikulationsmodi - immerhin dazu
beigetragen hat, dass in dem einen oder anderen fall diese community im
anspruch an selbstachtung (!) gegenueber dem subventionsgeber einen sieg
erringen konnte. ´siege´, die die diversen parteifunktionaere, zugleich in
den PKs mit einflussnahme vertreten, aus leicht nachzvollziehbaren gruenden
verbergen wollen. und das ist n.a. ein faktor, dass hier absolut keine
community-identaet aufkommt, es keine solidaritaet gibt (siehe
einzelkuenstler/in: wer schwach ist wird ueberrannt; hi Julia!) und alles
insgesamt weit weg von idealen ist, die in der regel netzkulturen formieren.
keine frage, um etwas zu erreichen, erfordert das eine grundsaetzlich
instrumentalistische orientierung - aber das allein ist eben fuer eine
community zu wenig, wie die befunde deutlich beweisen (eine community
schuetzt ´die schwachen´ und grenzt sie nicht aus).
kurzum, meine position ist vom anfang an von mir deutlichst deklariert:
fuer mich gibt es hier keine gegner (vermeintliche feinde sind mir
willkommen), ich nehme niemandem geld weg und scheisse(!) auf jedwede
´karriere´ im rahmen von netznet.
interssiert ´an der sache´, bin ich aber voll motiviert, jene eine
´reinzuhauen´, die vermeinen, sie koennten ´unbemerkt´ zum eigenen vorteil
die anderen verarschen.
FER f.e.r at sil.at
Don Apr 20 17:29:46 CEST 2006
Von den betreiberInnen noch viel schlimmer betrieben: wer
kritisiert oder wer dagegen ist, darf nicht mitmachen, sondern gilt als
outcast.
Und gegen die Meldung mafiotisch hab ich im uebrigen auch nichts, wenn
die betreiberInnen und entwicklerInnen ein system entwickeln und auf
eine art und weise pushen wie es geschehen ist, das dann beweist, dass
hochanteilig eben diese das meiste geld pro forma “gewinnen” - auf der
grundlage von kartellen - so halte ich das tatsächlich einfach für
mafiotisch und korrupt.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Don Apr 27 10:06:03 CEST 2006
And I learned there are troubles of more than one kind.
Some come from ahead, and some come from behind.
(Dr. Seuss, I Had Trouble in Getting to Solla Sollew)
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Don Apr 27 10:27:46 CEST 2006
Du gehörst sicher zu denen, die von behind kommen, ja und es stimmt, ich
sicher nicht.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Don Apr 27 13:22:03 CEST 2006
[..] until neither the Plain nor the Star-Bellies knew
Whether this one was that one or that one was this one.
Or which one was what one or what one was who.
(Dr. Seuss, The Sneetches and Other Stories)
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Don Apr 27 13:53:48 CEST 2006
Hab noch ein ps vergessen: nämlich dass eine konsequenz auch noch darin
besteht, dass die outgecasteten sich gegenseitig outcasten
Und das mit dem zug, für den es dann für die, die nicht zum kern-team
der betreiberInnen und entwicklerInnen gehören, die den zug einfach
weiterfahren, weil er schon eine zeitlang fährt - das war wohl im
faschismus nicht anders - oder auch in linksextremem bewegungen.
betreiberInnen sind betreiberInnen, und mitläufer sind auch läufer.
Und das argument, dass man spät nicht mehr auf den zug aufspringen darf
(oder vielleicht sogar nicht will), ist das typische argument der
sogenannten fleissigen.
Solche moral hab ich noch nie befürwortet, es ist die moral der
philister.
Ohne den mut, wirkliche evaluierung der meilensteine 31.03., backbone
wahl und cg wahl vorzunehmen und einmal innezuhalten, wohin dieser drive
wirklich führen soll, sondern einfach - entgegen einer vielzahl
kritischer stimmen - unreflektiert weiterzumachen, spricht MINDESTENS
nur dafür, dass es eine teilung, eine abgrenzung und die möglichkeit,
verschiedene interessen stehenzulassen bzw. diese jeweils unter anderen,
entsprechenden rahmenbedingungen, durch zugang zu ressourcen,
ermöglicht.
Das heisst konsens, und nicht, dass alle einer meinung sein müssen,
geschweige denn, dass alle in diesem zug fahren müssen.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Don Apr 27 13:20:53 CEST 2006
grenzfurthner:
>>> time out
und
>>> ich denke, dass wir langsam ins off-topic wandern.
ach so, denkst du.
na dann …
folgen wir deiner aufforderung von gestern und schlagen als vorrangigen
punkt für die diskussion ‘wie packen wir den herbst’ gleich die klärung
der frage ‘was tun, wenn ein mitglied des projekts die bodenhaftung
verliert?’ oder ‘wessen hirn teleportiert in der diskussion unter
gleichrangigen mitgliedern einer community autorisiert mit der lizenz
zum bescheid maulkörbe?’ vor.
ich sag dir jedenfalls:
1. wir diskutieren hier nicht freiwillig, aber zu recht und
2. wir diskutieren hier das spam-thema nicht mehr freiwillig, aber zu
recht, und zwar weil wir zu einem zeitpunkt, als die abstimmung vorbei
und unser projektthema hier für uns eigentlich längst nicht mehr zur
debatte stand, sondern der grundsätzliche umgang mit einreichungen,
plötzlich seltsam aggressiv attackiert wurden, und zwar (außer bei
gnauer) dezidiert wegen des spam-themas.
da hast du dir noch nichts gedacht, aber weil wirs nicht schlucken
schon?
lange leitung schlägt lizenz, fürchte ich.
transmitter-x.org office at transmitter-x.org
Die Mai 2 10:01:58 CEST 2006
Offenbar durften sich nur Personen beteiligen, die selbst auf eine
Förderung spitzen. Wer (so wie ich) nur mitstimmen aber kein Geld
wollte, wurde ausgeschlossen.
Das finde ich nicht gut.
Daniel AJ Sokolov daniel at sokolov.eu.org
Thu May 4 03:49:17 CEST 2006
bloedsinn. ich hab auch nur gewaehlt um mit zubestimmen, oder gab’s nen
passus der sagt “du musst unbedingt geld wollen?”;
ne, es ging/geht(?) um eine community-(gott wie ich das wort hasse)-interne
vergabe von den Geldern. Dazu musstest du beschreiben wer du bist und was du
machst. das ist, IMHO (die auch falsch sein kein), das Konzept von dem ganzen,
Teemu Schaabl teemu at lynix.net
Thu May 4 08:12:14 CEST 2006
Leider kein Blödsinn. Ich hatte extra keine “geplanten Projekte”
angeführt, auch damit niemand auf die Idee kommt, mir Punkte zu geben.
Dann wurde ich nicht zur Abstimmung zugelassen - weil ich keine
förderbaren Projekte angeführt hatte.
Jeder, der mitstimmen wollte, war automatisch als “Antragsteller”
gelistet. Es war im System einfach nicht vorgesehen, dass es nur aktiv
aber nicht passiv Wählende geben könnte. Und das ist schade.
Daniel AJ Sokolov daniel at sokolov.eu.org
Thu May 4 23:34:30 CEST 2006
für das validierungsproblem, hier mein zweiter vorschlag:
_stimmberechtigt ist jede/r, der im netzkulturenbereich tätig ist
_und dazu die zweite und unerlässliche “spielregel”:
_jemand, der/die ein einziges mal positiv als stimmberechtigt validiert
wurde, bleibt dies auf lebenszeit
und jemand, der/die nicht positiv validiert wurde kann sich dafür
beliebig oft wieder bewerben.
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Sam Mai 13 12:15:47 CEST 2006
habs eh gelesen. Finde ich auch gut
aber ich finde, dass die ganze
sache einfach nicht lösbar ist. Jedes dieser Systeme ist hackbar denke
ich. Weil keine mathematischen Regeln die Problematik von “Förderung”
und die damit verbundene Verantwortung abfangen können.
Der Hack sind immer die Regeln selbst. Jedes dynamische System ist
Optimierbar, hat Schwingungsverhalten usw. Und die besten Optimierer
gewinnen. Da gibt es kein System dagegen. Wenn du ein System durch
Regelerweiterung gegen Optimierer schützt, dann ist das neue System
wieder optimierbar usw. (Gödelschleife
Man kann ein System natürlich
mit einem chaotischen schwingungsverhalten ausstatten und es dadurch
unberechenbar machen und auf diese weise gegen optimierung schützen
*1)
Demokratie und Verantwortung aus meiner Sicht sehen zB so aus:
Die netznetz-gruppe um stefan lutschinger bekennt sich dazu, was sie
ist: Verwalter eines wichtigen 500.000€-Budgets, das sie möglichst
demokratisch und partizipativ vergeben wollen.
Dazu formulieren Sie jährlich Kriterien/Schwerpunkte usw., nach denen
diese Förderung vergeben werden soll und bestellen eine Jury aus
szenenahen und szenefernen Leuten, Leuten aus Wien und Leuten aus
weitwegland. geschlechterparitätisch und was weiss ich noch alles.
Dann veröffentlichen sie die Kriterien, die Jury, alle Fristen etc. ein
halbes Jahr vor dem ende der einreichfrist und dann trudeln Anträge ein,
die auch veröffentlicht werden und dann entscheidet die jury und
veröffentlicht ihre begründungen.
nextes jahr gibts neue jury, neue kriterien/schwerpunkte usw. und der
prozess ist offen für kritik, input von aussen, fluktuation auch
innerhalb der netznetzgruppe. Moderiert wird dieser Prozess von der
netznetz-gruppe.
Aber was wir jetzt haben, ist, dass stefan und andere von demokratie und
partizipation reden “alle macht der community - ich wasche meine hände
in unschuld” und damit verantwortung abstreifen, die sie aber einfach
durch ihre rolle innehaben und teilweise durchaus auch wahrnehmen (siehe
aussendung). Das ist einfach paradox und absurd.
die begriffe demokratie, partizipation sind für den aktuellen prozess
schon lange nicht mehr zutreffend. Egal wie die Regeln des CG auch aussehen.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Don Mai 18 15:12:04 CEST 2006
> tja, da scheiden sich die geister - “ma7 soll selbst mitmischen” -
> dasist
> eine politische grundsatzentscheidung, die die community beimsprintosium
> dez 05 einstimmig (100%) getroffen hat:
> das nein! - halten wir uns daran - und ziehen daraus diekonsequenzen.
tja, das war damals eine abstimmung einer gewissen gruppe. ich z.B. wusste damals noch nichts von dem ganzen unterfangen.
doch die zeit vergeht, jetzt handelt es sich bei der von dem Verfahren produzierten “community” um eine andere, auch groessere gruppe als damals.
wie dem auch sein, die konsequenzen werden ohnedies staendig gezogen, und da warten noch ganz viele konsequenzen, um gezogen zu werden oder sich selbst zu ziehen, und nicht nur resultierend aus der abstinenz der verantwortlichen politik……
–
katjes at abwesend.de
Don Mai 18 14:28:57 CEST 2006 in Antwort an Christoph Theiler
Es freut mich, dass zumindest das Modell Amaterasu Beachtung des PK
findet (ich selbst hatte noch keine zeit für ein intensiveres studium
des modells). Die Modelle von mir bzw. transmitter.org, die auch
Jury-Modelle sind werden ja leider von der PK-community eher ignoriert.
Diese Modell sind wie das neue Modell von domm (ala thomas klausner)
derzeit auch nur Gedankenspielereien und noch nicht bis ins letzte
ausgebastelt, enthalten aber dennoch schon sehr gute Grundideen. (mein
modell ist ehrlicherweise von einem anderen real existierenden und
funktionierenden modell abgekupfert
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Diskussionsbeiträge zu Domms
modell in irgendeinerweise unsachlich waren und es haben auch andere
mitdiskutiert. Es findet innerhalb der Community durchaus *auch*
sachlicher und konstruktiver diskurs statt. Ich frage mich, warum du das
nicht siehst und bei jeder Gelegenheit betonst, dass auf der Liste kein
sachlicher Diskurs mehr stattfindet und du selbst zB auf meine Frage, ob
ein Jurymodell überhaupt noch denkbar ist, nur eine inhaltsleere
Stehsatzanwort “wie sind community und ob wir das wollen ist sehr
fraglich” bestätigst.
welche community ist da jetzt noch aktiv ? , welche community ist
defacto entscheidungsträger geworden, indem sie Treffen so kurzfristig
anräumt, dass viele nicht kommen können und indem sie sachliche Diskurse
auf dieser Liste ignoriert oder boykottiert.
Wenn ihr eure eigene Community wollt, die ihr Modell durchzieht und das
Geld vergibt, dass sie mit der MA7 ausgehandelt hat, dann ist das für
mich ok, aber dann soll nicht “offen und netzcommunity” damit assoziiert
werden.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mon Mai 22 12:56:43 CEST 2006
Wann hast du dein Modell gepostet, kannst du bitte nochmals den Link
auf das Expose schicken?
Ganz allgemein, nochmals: als Koordinator - bis 30. Juni (!) 2006 -
teile ich keine Präferenzen für oder gegen einzelne Modelle, sondern
bin allein für die Umsetzung des jeweils gewählten Modells
verantwortlich. Wenn du also einen Vorschlag hast, ersuche ich dich
also diesen nochmals zu posten und dich für eine Mehrheit in der
Community zu bemühen.
Das ist der Weg, den alle Entwürfe beschreiten müssen.
Das Community Game ist übrigens das beste Beispiel für ein Modell,
das für ohne jede Lobby auf Einzelinitiative einer Person - Christoph
Theiler - gegen 2 existierenden Modelle entstanden ist und die GV im
Dezember überzeugt hat.
…
Du schlägst mit solchen Sätzen nicht nur jenen ins Gesicht, die sich
um diesen offenen Prozess bemühen und auch die Verantwortung
übernehmen und tragen, sondern bewirkst damit viel Schlimmeres: du
erzeugst wider besseren Wissens ein falsches Bild, das manche für
real halten könnten: alles ausgemacht, abgekartet, usf. - und täuscht
grade mal diese Handvoll Leute, die dir sowas auch glauben, darüber,
dass eine Beteiligung gar nicht möglich wäre - unverantwortlich;
überleg’s dir mal aus dieser Perspektive.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mon Mai 22 17:16:39 CEST 2006
> Ad ‘Vereinnahmung durch q21′: lass uns erstmal festhalten, dass es
> die Gruppen in und rund um’s q21 waren, die seit Frühjahr des
> vergangenen Jahres diesen Topf überhaupt mal erkämpft und ein erstes
> Fördermodell dazu entwickelt haben, und zwar mit all den
> Konsequenzen, die zu einer derartigen kulturpolitischen
> Auseinandersetzung gehören (und davon profitieren letztlich alle
> hier). Darüber gab’s im Dezember 2005 eine grundsätzliche Abstimmung
> im Semper-Depot (einstimmig angenommen), sowie eine Vertrauensfrage
> zu den Details am 31. März. Du hast dagegen gestimmt, das respektiere
> ich, und zählst somit zu jenen 16%, die nicht zugestimmt haben;
> dagegen stehen 84%, die dafür sind.
der lesarten auch eine koennte sein, das eine gruppe den foerdertopf an
sich gerissen und somit auch die verteilmacht nun darueber besitzt.
nachdem die ‘community’ noch immer nicht definiert ist, sind wahlen immer
ein wenig schlecht zu argumentieren. die 38 anwesenden abstimmenden sind
in relation zb. zu den (ich denke es waren 308) abstimmenden bei den
backbonegrants ca. 12% wahlbeteiligung, nimmt man die 139
manaeinreichungen (validierte netzkuenstler!) auch erst 27%. nicht zu
reden von denen, die nicht teil der ‘community’ sind/sein wollen.
im uebrigen war die vertrauensfrage auch verquickt mit dem feigenblatt des
validierungsgremiums, schelm denkt boeses
…
> im Semper-Depot (EINSTIMMIG angenommen),…
schelm denkt wieder boeses
…
> gebe dir zu, dass es wünschenswert gewesen wäre, die Presseaussendung
> von allen 120 EinreicherInnen einstimmig abnehmen zu lassen - das
> ist jedoch unrealistisch. Faktisch hing der _gesamte_Arbeitsaufwand_
> der Wahlen an einer Handvoll Personen, und ich bin sehr froh darüber,
(achja die handvoll. und nicht zu vergessen das validierungsgremium, die
wahlbeisitzer, die coder und die die das ergebnis berechnet haben, ein
schelm wer an groooosssee haende denkt)
…
freue mich nicht nur für Hans und Liz, sondern denke, dass die beiden
> (eigentlich: drei) die qualifiziertesten Personen sind, um das
> Projekt (wohlgemerkt: für einen gewissen Zeitraum!) nach aussen zu
> repräsentieren.
ah! die ‘community’ hat eine pr-abteilung! (und laege ich falsch wenn in
der pressemappe exakt 1 pressemeldung zu finden waere?)
…
> Zu den ‘Kräfteverhältnissen’ daher nochmals:
>
> 1) t0-nahe:18%
> 2) q21: 36%
> 3) Metalab: 17%
> 4) Andere: 29%
ah! politik - endlich. gibt’s da noch weitere umfrageergebnisse?
karl karl at balag.org
Son Mai 28 02:24:31 CEST 2006 in Antwort an Stefan Lutschinger
es wurde ja schon von verschiedensten leuten zigfach vorgeschlagen
endlich einen verein oder zumindest statuten oder konstitution ohne
rechtsgerüst zu aktivieren.
aber ohne diese statuten können wir das ja nicht einfordern. nur was vom
“PK” (oder in diesem fall stefan) beschlossen wird, ist wirklich der
wille der community.
ich sehe nach mehrfachen appellen an stefan, im moment keine möglichkeit
wirkliche verantwortlichkeiten oder entscheidungsstrukturen einzufordern.
bisher liess er sich auch in mehrstuendigen unterhaltungen nicht davon
abbringen, dass das bis zur annual convention zeit haben muss.
meiner meinung nach brauchen wir aber ganz dringend (=asap) klare
entscheidungsstrukturen, sowie die klassischen checks and balances.
selbst der standardentwurf nach vereinsgesetz neu 2002, wäre da besser
als das was wir jetzt haben (unklare, unlegitimierte strukturen).
wenn wir es nicht schnell schaffen vernuenftige entscheidungsstrukturen
zu etablieren, wird der nächste durchgang inklusive AC mangels
legitimation der entscheidungen, keinen rückhalt bei niemandem finden.
Paul Böhm paul at boehm.org
Son Mai 28 12:21:51 CEST 2006
On Wed, May 31, 2006 at 10:32:57PM +0200, peter pilsl wrote:
> Wobei ich bleibe und worums zT auch geht ist, dass alle Systeme/Modelle,
> die als Input die Stimmzettel der W?hlerinnen bekommen und dann daraus
> die F?rdersumme berechnen, optimierbar sind. Wenn sich eine bestimmte
> Anzahl der W?hlerinnen vorher absprechen, k?nnen Sie das Resultat f?r
> sich selbst optimieren.
U.a. deswegen macht ein potentielles System IMO nur Sinn, wenn
a) das “Wahlverhalten” offengelegt wird
UND
b) mehrere Interationen (im Sinne von Geldausschuettunge) mit den selben
Regeln gespielt werden.
Das wuerde allerdings nicht das Problem loesen, das eine gross genug
seiende Gruppe sich vom Rest absetzen und einen konstant gleich grossen
Teil vom Kuchen garantiert naschen kann.
Ausser wir machen “Negativvotes”.
Aber ann wirds echt brutal ..
> Dass sich F?rderungsnehmerInnen die existentiell von der F?rderung
> abh?ngig sind, die beschr?nkten und viel zu kleinen F?rdermittel unter
> sich ausmachen m?ssen und daf?r auch die verantwortung von der ma7
> aufgedr?ckt bekommen, dass ist das problem und der wahnsinn. Das ist
> nicht demokratie, das ist neoliberalismus der b?sesten und zynischsten art.
Ich seh da nicht wirklich einen Unterschied zum alten Modell (oder auch
zu einem Jury-Modell), das auch nur zu wenig Geld an zu viele existentiell von
den Foerderungen abhaengigen FoerderungsnehmerInnen verteilt.
Bis auf den kleinen Unterschied, das die Verteilung (wenn wir das
hinkriegen - was bis jetzt NICHT der Fall war) transparent und (das ist
zumindest die Idee gewesen) mehr den Wuenschen der Community
entsprechend (vs. wer schleimt am besten bei der MA7/Jury) erfolgen
koennte.
Thomas Klausner domm at zsi.at
Don Jun 1 08:03:49 CEST 2006
ich weiss noch immer nicht warum das ein problem ist (wenn’s eines waere
dann ist das CG halt einfach quatsch)
ck 01/06/06
Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 6:21 pmBezüglich PK-Wahl möchte ich gern präzisieren, weil ich offenbar nicht
genug klar war:
Wenn ich schrieb:
>> Es missfällt mir, dass Du immer von “das PK” sprichst. Dadurch
>> implizierst Du den Anschein einer geschlossenen autoritären Führung,
wie
>> es Euch dann gelegentlich unterstellt wird. Für eine Struktur, die
den
>> Namen demokratisch verdient, muss es Namen und konkrete
Verantwortungen
>> geben, nicht “das PK” = die oben und die unten…
dann wollte ich damit sagen - und habe ja auch wörtlich gesagt -, dass
eben durch diese Grosso Modo-Formulierungen “das PK” statt einzelner
konkreter Verantwortungen “der Anschein einer geschlossenen autoritären
Führung entsteht”.
Wenn Du darauf antwortest
> Ist jemand aus dem PK der Meinung, mein Führungsstil wäre ‘autoritär’?
dann halte ich fest, dass weder ich Dir autoritären Führungsstil
unterstellt habe, noch das von jemand aus dem PK gehört habe, sondern
ich auf dieser Liste diese Vorwürfe öfters erhoben wurden, und ebenso
beim letzten AC-Meeting.
Was ich sagen wollte, ist, dass schon durch die gegenwärtige
intransparente Struktur (ein gewähltes KoordinatorInnenteam vergibt ohne
Akkordierung mit der Community nach Gutdünken wesentliche Aufgaben) und
durch die Sprache (”das PK” als Kollektiv) der ANSCHEIN einer
geschlossenen autoritären Führung erzeugt wird. Und das ist aus vielen
Gründen schlecht:
- Weil dadurch die wirklichen Leistungen nicht seriös beurteilt werden
können, was Dir/Euch auf den Kopf fällt - deshalb habe ich von
Unterstellungen gesprochen.
- Auch eventuelle tatsächliche autoritäre Aktionen nicht geortet werden
können, weil die gesamte Struktur zu diffus ist
- Und aus diesem Grund - was Tatsache ist - übermäßig viel unnötige
Aggressionen in der Community und damit Reibungsverluste entstehen.
Ich POLEMISIERE damit überhaupt NICHT, sondern will Dich auf die in
Netznetz zu wenig beachtete Dynamik von Innensicht und Außensicht
aufmerksam machen:
Überall, in jedem Kontext, werden EntscheidungsträgerInnen, die man
nicht wählen kann, von denen man nicht klar weiß, wofür sie
verantwortlich sind, was sie selber machen und wobei sie von wem
unterstützt werden, zumal wenn sie in einem persönlichen
Freundschaftsverhältnis stehen, von den übrigen von ihren Entscheidungen
Betroffenen als “die da oben” empfunden.
Die weitere Folge ist, dass die sich “unten” Empfindenden negative
Gefühle und Reaktionen entwickeln, was wieder bei den mit der
Koordinationsarbeit Belasteten zur Frustration über mangelnde
Anerkennung ihrer Leistungen und nach und nach zu einer abwertenden und
mit der Zeit zynischen Haltung gegenüber denen, für die sie arbeiten,
führt.
Dieser Mechanismus hat weder mit Dir noch mit anderen Leuten aus dem PK
zu tun. Ich konfrontiere Dich mit der ganz normalen gruppendynamischen
Außensicht - die ja meist zu kurz kommt, weil die dabei entstehenden
negativen Gefühle sofort massiv personalisiert werden. Ich halte diese
Personalisierung von Strukturkonflikten für nicht zielführend.
Ich sage das, damit wir eben “in der Sache weiterkommen”.
>> Es geht aber auch um die demokratische Struktur IM PK. Wenn es bloß
>> diese KoordinatorIn- und StellvertreterIn-Funktionen gibt, die im
Grunde
>> eh nichts anderes ist als Vereinsobmann und Stellvertreter, und dann
>> eine unklare Anzahl von Leuten im PK, die von diesen beiden intern
>> “bestimmt” werden, dann sind die Verhältnisse nicht nur gegenüber der
>> Community intransparent, sondern innerhalb des PKs gibt es die
>> Schieflage zwischen denen, die das Sagen haben, und denen, die
>> unterstützende Funktionen haben und von Ersteren abhängig sind. Ich
>> braucht Dir, Stefan, der ja so gern geschichtliche Parallelen zieht,
>> nicht zu sagen, dass mir da die Gruppendynamik der Fürsten im
Heiligen
>> Römischen Reich einfällt….)
> Du solltest deine Prämissen, aus denen du deine Schlüsse ziehst,
erstmal
> einer Überprüfung aussetzen. Wenn du für ‘Leute aus dem PK’ spricht,
> die eine ‘Schieflage’ orten, wen zitierst du denn da?
> Mutmassungen, keine Tatsachen, Helga.
Wen ich zitiere? Überhaupt niemand. Ich habe KEINESWEGS geschrieben,
dass Leute aus dem PK eine Schieflage orten, sondern dass eine solche
Schieflage entsteht, WENN es einerseits die gewählten KoordinatorInnen
gibt und andererseits Leute für entscheidende Aufgaben in der Community,
für die sie nicht gewählt, sondern von diesem Koordinatorenduo bestimmt
sind. Es ist ein Unterschied, ob jemand für eine bestimmte Verantwortung
von der Community gewählt ist, oder ob jemand dann von einem gewählten
Verantwortlichen “bestimmt” ist (entsprechend der Rolle des Beamten..).
Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Mon Jun 12 14:09:27 CEST 2006 in Antwort an Stefan Lutschinger
Wenn Wahlen sind, wird wahlgekämpft. Wenn darüber hinaus der Wahlmodus
erst im Entstehen ist, wird auch um diesen gekämpft. Ein Disput zur
Stärkung der jeweils eigenen Situation ist dann der Modus. Und das ist ja
auch keine unmoralische Angelegenheit, solange da noch Gestaltungswille im
Sinne der Gemeinschaft dahinter liegt.
Manchmal passiert in diesem Disput um die Gestaltung, dass auf den (trotz
allem existierenden) außer Streit zu stellenden Basiskonsens vergessen
wird, oder der halt auch als Befeuerung des Diskurses herhalten muß. Da
gemahn ich zur Obacht!
Man muß nähmlich bei der legitimen Forderung nach Strukturentwicklung auch
die zeitliche Komponente miteinbeziehen. Netznetz hat schon einige
Entwicklungsstufen in seiner organisatorischen Verfassung durchlebt, die
aufeinander Aufbauen - und nicht auf die Kosten des (und der) jeweilgen
Vorhergeangenen hochziehen.
04/2004-03/2005 … Netznetz als lose operierendes Kollektiv mit Wiki und
Realraumtreffen als Strukturbackbone. Kein Entscheidungsmechanismus.
Moderation und Organisation per Nichtwiderspruch der Betieligten bzgl. der
Rolle von eSeL und Thomas.
04/2005-10/2005 … In der Verhandlung mit der Stadt hat sich eine Gruppe
von 12-15 Personen bereitgefunden eine Art innere Schale zu sein. Noch
immer gab es weder formale Organisation noch Mandatierung.
11/2005-01/2006 … Bei den Parlamenten der Kunst wurde erstmals
abgestimmt. Eine einfache Plenumsdemokratie. Die Idee eines “Developers”
wurde zu diesem Zeitpunkt beschlossen (= Koordinator für jeweils 3 Monate,
zuständig hauptsächlich für die MA7Netznetz-Kommunikation.)
Bestellungsmodus gibt es noch keinen.
02/2005-02/2006 … eSeL und Thomas ziehen sich aus der Koordination
zurück. Stefan übernimmt und strukturiert den Prozess vor allem bezgl.
Mana. Die Gruppe von 12-15 vom Frühjahr/Sommer 2005 findet sich abgespeckt
als PK wieder. mana.manila.at als offizielles Manainformationsinstrument
wird installiert.
03/2006-06/2006 … Stefan nimmt die Koordniationsfunktion ein zweites mal
wahr, und wird erstmals auch vom Plenum durch Abstimmung bestätigt. Das PK
wird für weitere an konkreter Arbeit interessierte geöffnet. Ein JourFixe
MA7Netznetz eröffnet für einen weiteren Kreis die Kommunikation und
Information. Ein Valdierungsgremium stärkt den Prozess bzgl. der
kniffeligen Frage des Who-Is-In-And-Who-Is-Out.
06/2006 … Wahl eines Koordinationspärchens und Legitimation eines
PK-Teams scheint mir ein nächster guter Schritt. Jedoch immer der Devise
folgend: Zuerst die Hose, dann die Schuhe, ansonsten verheddert man sich
und fällt.
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mon Jun 12 15:14:11 CEST 2006
1.
Aus dem Monopolanspruch und dem Zwangscharakter von netznetz entstehen
zahlreiche Unerträglichkeiten [und von einigen noch nicht erkannte und
als solche akzeptierte Ausweglosigkeiten], die bei Freiwilligkeit
wegfallen würden.
2.
Einige Mitglieder des Personenkomitees tragen die Begriffe
Selbstverwaltung und Basisdemokratie vor sich her, praktizieren selbst
aber bewusst oder unreflektiert ein veraltetes, hierarchisches System
mit Alpha-, Beta- und Gammawesen. Damit einher gehen Informationspolitik
und Diskussionsmethoden, wie sie oft undemokratischer kaum sein könnten.
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jun 8 22:11:52 CEST 2006
Wegen der schon erwähnten Nicht-Beteiligung der Mehrheit der Community
an allen Beschlüssen der vergangenen 2 Jahre ist nach der möglichst
kompletten Erfassung der Community eine neue Grundsatzabstimmung der
gesamten Community über die Einführung eines selbstverwalteten Systems
zwingend notwendig.
12
Wenn das zu beschließende System für alle Mitglieder der Community den
einzigen Zugang zu einer eventuellen Förderung bieten soll, muss bei
dieser Abstimmung gewährleistet sein, dass die einzelnen in der
Community vorhandenen Interessensgruppen ungeachtet ihrer Mitgliederzahl
gleichberechtigt dastehen. Da ein einfaches Mehrheitssystem dieser
Anforderung nicht gerecht werden kann:
Welches Verfahren bei Durchführung und Auswertung dieser
Grundsatzabstimmung schlägt das Personenkomitee vor?
13
Wenn es netznetz nicht möglich ist, ein von allen Communitymitgliedern
EINSTIMMIG akzeptiertes Verfahren anzubieten, muss jenen Mitgliedern der
Community, die einem selbstverwalteten Community-System eine kompetente
Beurteilung der Förderwürdigkeit ihres Projekts [noch] nicht zutrauen,
bei jeder Einreichung unter Aufteilung des Budgets eine noch zu
diskutierende Alternative geboten werden.
14
Wenn netznetz selbst diese Alternative nicht bieten kann oder will, muss
netznetz zwangsläufig auf seinen Monopolanspruch verzichten und die
Stadt Wien nach anteilsmäßiger Aufteilung des Budgets ihrerseits selbst
oder besser in Zusammenarbeit mit anderen ein alternatives Verfahren
bieten.
ALLGEMEINES, ZUKÜNFTIGES, GEPLANTES, DER WILLE DES AKTUELLEN KOMITEES
15
Wird das jeweilige Personenkomitee in Zukunft eine Gleichbehandlung
aller Diskussionsbeiträge [durch das Pk] in der an sich geeigneten und
zeitgemäßesten Plattform der Diskussionsliste garantieren und wie?
[Bisher wird hier in unerträglicher Weise manipuliert wie nur und
tatsächlich sind subjektive Vorlieben einiger weniger maßgebend, die
ihnen genehme Argumente mit Diskussion oder Antwort aufwerten und
Beiträge, die das System grundlegend in Frage stellen oder sie einfach
nur 'nerven', konsequent mit der wienerischen und ekelhaftesten
Ausformung des Mobbings - nicht einmal ignorieren, einfach aussitzen –
diskriminieren oder, auch in Off-Liste-Mails, versuchsweise lenkend oder
filternd vorgehen und rote oder andere Karten zeigen.]
16
Werden die Regeln für die Kooptierung von Komiteemitgliedern durch das
Komitee in der laufenden Periode zwischen den Wahlen über ‘nicht wählbar
weil offen’ hinaus genauer festgelegt und wie?
[Wie viele maximal, kann jede/r sofort ins Komitee und wieder hinaus,
wie's sie/ihn freut oder entscheidet jemand [wer], wie befristet, unter
welchen Bedingungen, mit welchen Befugnissen …?]
17
Plant das Komitee, in Zukunft das Wahlverhalten der Communitymitglieder
[Wahlbeteiligungsquote, Stimmenthaltung, ungültige Stimmen] bei der
Auswertung des Wahlergebnisses einzubeziehen und wie?
18
Wird das jeweilige Personenkomitee in Zukunft ausnahmslos alle Vorgänge
und Vereinbarungen mit der MA7 detailliert und ohne Aufforderung der
Community zugänglich machen?
[Sitzungsprotokolle, cc der eMail-Kommunikation, Scans der
Briefwechsels.]
19
Ist das Personenkomitee zur Vereinbarung bereit, in Zukunft ausnahmlsos
alle Unternehmungen im Namen von netznetz/mana detailliert zu
protokollieren und dieses Protokoll der Community zugänglich zu machen?
[Vereinbarungen, Interviews, Kontakte, Vorträge, veröffentlichte Texte
etc.]
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jun 8 22:11:52 CEST 2006
Bevor ich auf den Begriff „Elitizierung von Präferenzen“ eingehen möchte, muss ich mich allerdings auf die Selbstverständlichkeit der Einführung von „members“ beziehen:
- Auch dieser Punkt wurde schon zu sehr frühen nett.nett-Phasen eingehend diskutiert – ich möchte an dieser Stelle die Argumentationslinien nochmals kurz zusammenfassen:
- Die eine Seite der Betroffenen sprach sich dafür aus, dass eine Gruppe an AntragstellerInnen bei einem Förderressort identifizierbar sein muss, da ansonsten jede/r bei einem Ressort einreichen würde, der weder inhaltlich, noch formal, noch von der Reputation/Biografie her adäquate Voraussetzungen mitbringt; zweites Argument dieser Linie war, dass gerade KünstlerInnen im Feld Neue Technologien in einem Pionierfeld arbeiten, dass aufgrund gerade des experimentellen und nicht-kommerziellen Charakters von Projekten, bei gleichzeitig durchgängig prekären Einkommens- und Produktionsverhältnissen – v.a. im Vergleich zu NebenerwerbskünstlerInnen und privaten Personen, die ihr Einkommen aus anderen Quellen als der Kunst und dem experimentellen Kulturschaffen beziehen, aufgrund dieser Konstellation unterprivilegiert und mit schlechten Produktionschancen ausgestattet sind (z.B. auch im Vergleich zu Programmierern, die für grosse Firmen arbeiten oder auch in stabilen sonstigen Angestelltenverhältnissen leben und die aufgrund der in einer IT-Branche üblichen Gehalts- und Werkvertragsdotierungen andere Chancen auf Einkommen haben als KünstlerInnen zu 99,9%.
- Die andere Seite der Argumentationslinie – der ich im übrigen anhänge – hat vor allem mit 2 Punkten argumentiert:
- 1. mit dem rechtlichen Umstand, dass jede/r, die/der denkt, bei einem öffentlichen Förderressort oder sonst wo einreichen zu wollen, vorab erst einmal selbst zu entscheiden hat, ob sie/er dort richtig angesiedelt ist.
- Der 2. wichtige Punkt war, dass geschlossene memberships genau wieder eine Elite an etablierten FördernehmerInnen produziert, die aufgrund von Eigeninteresse sehr schnell daran arbeiten, dass junge, nachrückende Generationen oder auch Einreichende, die sich in einer Förderlandschaft gar nicht oder nur wenig vernetzt haben, ausgeschlossen werden. Also letztlich eine Situation, die sich von üblicherweise gegebenen Intransparenzen bestehender Förderstellen nur wenig abhebt – wenn überhaupt, dann - angesichts der aktuellen Entwicklungen – nur durch deklariertes privatwirtschaftliches Interesse an Gewinnorientiertheit.
- Und 3. war kein unwesentliches Argument, dass sich einige KünstlerInnen deutlich dagegen ausgesprochen haben, irgendwo „member“ sein zu müssen, um ihren Anspruch auf Förderung einbringen zu können.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Fre Jun 16 16:50:48 CEST 2006
Leute [wie z.B. in letzter Zeit Helga Köcher, Wolfgang Höchtl,
Kanonmedia, wir und früher immer wieder andere], die Texte ausarbeiten,
die - natürlich egal ob pro oder kontra - über die reine Diskussion
hinaus eher ausführlich Grundsätzliches formulieren, sollten diese
Beiträge unbedingt auch auf ihren eigenen Sites veröffentlichen
[versehen mit den nötigen Keywords für die Robots, versteht sich].
Das würde erstens bei kritischen Stimmen zur ausgleichenden
Gerechtigkeit denen gegenüber beitragen, die laufend, ebenfalls
off-Liste, in Werbeaktivitäten fürs System unterwegs sind und zweitens
bietet die verlinkte, externe Publikation allen Autoren bez.
Informationsaufbereitung u.a. durch Grafik und Strukturierung wesentlich
mehr Möglichkeiten als Textmails.
Das macht allerdings nur wirklich Sinn, wenn immer sehr schnell nach dem
Posting von den netznetz- und mana-Sites von einer zentralen
Informationsseite aus zu diesen Beiträgen verlinkt wird.
Dieses schlagen wir daher vor.
Diese Maßnahme wäre unserer Aufassung nach auch um einiges verträglicher
mit basisdemokratischen Grundsätzen, als die Gettoisierung in eine
‘Sonderliste’.
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mon Jun 12 18:35:35 CEST 2006
eine internetzeitung für diese problemstellung [als gegengewicht zur
schönfärberei] wäre ein erster schritt für eine projekteinreichung bei
mana itself.
allerdings ist eine zeitung diesen inhalts sowas wie ein »sich
selbstreferenzierendes« projekt.
siehst du hier konkrete chancen auf mana-unterstützung?
vorraussetzung wäre aber:
schreibstil und gestaltung müssten natürlich den standards einer
aggressiven/kritischen publikation gerecht werden und die site dürfte
nicht so unübersichtlich und beliebig wie die von netznetz und mana
anlatschen.
informationsdesign wäre gefragt [natürlich nicht in der üblichen
kommerziellen form].
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jun 29 12:48:54 CEST 2006
gratulation an den charismatischen symphatieträger, ex-stellvertreter
und nunmehrigen neo-hauptkoordinator-funktionärs-bürokraten
grenzfurthner[tm], der unser aller partizipatorisch-selbstorganisierten
magistratsabteilungs-prozess sicherlich ganz glänzend schupfen wird -
mit motivierendem lob, entspannter ironie und - wenn notwendig - mit
kurzangebundener rüge!
mangels einer zweiten bewerbung für den posten - nur ein einziger
auto-kuratorischer gewinner wie schon bei der “annual convention” -
erübrigt sich nun gott sei es gedankt das sogenannte “2. community
plenum” im “quartier für digitale kultur”, ha.
darum freu ich mich auf weitere drei monate mit “immer wieder fast am
aussteigen, dann doch wieder mitgemacht” und “ich sage. nicht aufregen”
und “hemdsaermel aufkrempeln” und “es ist UNSER budget” und “wie
koestlich”. ausserdem auf antworten genau dort, “wo sich tatsächliche
fragen ausmachen lassen” und nur dann, wenn sich die fragenden “auf dem
selben boden bewegen” - alles andere wär lähmendes rauschen in unserer
software-unterstützten und sich selbst korrigierenden innovativen
hack-maschine.
ich bin froh, dass sich wieder jemand gefunden hat, der für dieses
spannende, weltweit einzigartige und fruchtbar-paradoxe experiment einsteht!
wchr wchr at gmx.at
Mon Jun 26 01:54:14 CEST 2006
a. trawoeger ist der meinung:
> Wenn man konzilare Entscheidungen möchte, muss man
> dabei mithelfen konzilare Entscheidungsprozesse aufzubauen
> und kann nicht ständig den Papst nach seine Meinung
> fragen bzw. diesem vorwerfen das er Entscheidungen
> trifft (was die Hauptaufgabe eine Papstes, Projektmanagers
> und/oder Personenkomitees ist).
was ist das?
jetzt wirds gruselig und wir antworten darauf auch nur, weil wir wissen,
dass in der verpackung, die auf den ersten blick einfach nur hirnrissig
scheint, etwas autoritätsergebenes, systemweites steckt.
nimm bitte eines zur kenntnis:
wir und alle anderen, die hier viele längere diskussionsbeiträge
geliefert haben, helfen schon seit einiger zeit und mit einigem aufwand
mit, demokratische entscheidungsprozesse aufzubauen. mehr als jene
jedenfalls, die dann als reaktion maximal zwei blöde sätze
zusammenbringen, die mit der zur diskussion gestellten thematik null zu
tun haben.
wie wir mithelfen, musst du schon uns überlassen.
und die unterstellung von dummheit und infantilismus lass bitte bleiben.
wir fragen nicht den papst und auch keinen anderen papa; wir fordern von
der person, die für die hier einzige wählbare funktion kandidiert und
zur zeit diese funktion tatsächlich hat, eine stellungnahme zu genau
beschriebenen tatsachen.
und diese person ist genau wie ihr vorgänger nicht bereit, auch nur zu
einem punkt stellung zu beziehen und reagiert, wenn überhaupt, mit
abwimmelung auf leute, die zwar in der hier geltenden praxis was zu
sagen haben, aber nicht sozusagen de jure, und daher auch nicht
festzulegen sind [und im übrigen wie thomas thurner, obwohl angekündigt,
dann ebenfalls nicht reagieren].
stattdessen installiert er z.b. ohne die community vorher zu fragen
ständig neue personen ins ‘kernteam’ und damit an einflussreiche stelle.
das ist allerdings - wie alles was er tut, weil die mit der funktion
verbundenen vollmachten noch immer nicht definiert sind - sein recht,
und deshalb muss die verbindliche definition der rechte und pflichten
des koordinators noch vor der wahl diskutiert und installiert werden.
diese muster kennen wir alle vom kommunikationsablauf mit amtlichen
stellen - hier sind sie inakzeptabel.
aus der kirche trete ich aus, hier kann ich das nicht, außer wir
verzichten auf uns grundsätzlich zustehende fördergelder.
dieses ansinnen ist tendenziell bereits geäußert worden, es konkret zu
formulieren fehlt grad noch.
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mit Jun 28 11:55:16 CEST 2006
————–
Wahlberechtigt (Anm.2): Für das CG validierte Personen , sowie jene, die
über Projekte mit Ihnen nachweislich verbunden sind. Stimmdelegation
(proxy) ist nicht möglich.
Anmerkung 2: Bis zur Ausarbeitung eines effektiveren Systems stehen nur
die Daten des Validierungsgremiums bezgl. Wahlberechtigung zur
Verfügung. Als Übergangslösung wird der Kreis der Wahlberechtigten um
jene Personen erweitert, die zwar den Labels und Projekten der damalig
Validierten angehören, jedoch nicht namentlich aufgeschienen sind. Der
Einfachheit halber “bürgen” validierte Personen für die
Projekt/Labelbeteiligung dieser Personen.
——————–
und weil ich (es geht ja jetzt wieder um personen und nicht um projekte)
ja mit meinem antrag damals nicht durch das validierungsgremium gekommen
bin, darf ich auch nicht mehr wählen. wenn ich aber durchgekommen wären,
dürften alle personen aus allen meinen projekt wählen. und meine tante
dürfte auch wählen, wenn ich für sie bürgen würde
seid ihr eigentlich wahnsinnig? das ist backbone hoch 100. Jeder der
schon mal mitspielen durfte, darf jetzt alle seine Freunde mitnehmen,
damit sie die neuen Entscheidungsträger wählen. Und die nicht
mitspielen wollten oder durften, die müssen daheimbleiben.
cool: so zementiert man machtstrukturen
und - ich erinnere wieder
mal daran - über dem modell steht immer noch “demokratisch und
partizipativ”.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mit Jun 28 13:36:04 CEST 2006
das ist wahnsinn! alle aus der community, die dem CG aus verschiedensten
gruenden ferngeblieben sind, duerfen als “side effect” auch gleich keine
gremien mehr waehlen… mir bleibt die luft weg.
eigentlich ja nicht mehr notwendig, hier irgendwas zu kommentieren. aber
es wird munter weitergemacht. was kann man tun?
das positive, das ich der ganzen sache abgewinnen kann: noch nie war
(mir) strukturelle gewalt so deutlich, unmittelbar und unverschleiert
erfahrbar wie hier. auch was neues. danke.
Flo Ledermann ledermann at ims.tuwien.ac.at
Mit Jun 28 14:01:11 CEST 2006
die diskussion um die wahlberechtigung am freitag ist schon wieder vom
tisch.
insbesondere ist u.a. t. thurners anmerkung 3 zur wahlberechtigung auf
der mana-site immer noch gültig:
> Es werden die Ja,- und Neinstimmen erhoben. Enthaltungen finden daher
> nicht in das Ergebnis Einzug.
da es nach t. thurners und j. grenzfurthners postings nicht danach
ausschaut, dass die einzige möglichkeit einer gerechten wahl, nämlich
die vorherige erfassung der so genannten community und damit der
wahlberechtigten, auch nur angedacht wird, ist dieser punkt ganz
besonders brisant.
ES MUSS EINFACH ERGEBNISRELEVANT SEIN, WENN JEMAND J. GRENZFURTHNER +
TEAM WEDER WÄHLEN NOCH NICHT WÄHLEN WILL, SONDERN DAS WAHLSYSTEM ODER
DAS GANZE SYSTEM IN DIESEM ZUSTAND ABLEHNT UND DIES DURCH UNGÜLTIG- ODER
NICHTWÄHLEN KUNDTUT.
******
hier also folgende fragen an den/die für die wahl verantwortlichen, wer
immer das jetzt auch ist:
******
1.
wie bestimmt ihr jetzt, wer übermorgen wahlberechtigt ist und wer nicht?
[vorher - spätestens morgen - publiziert natürlich, ihr glaubt doch
nicht, dass man übermorgen hingeht und fragt, ob man wählen darf]?
2.
wie steht ihr zu unserem vorschlag, zusätzlich zu den am 30. geheim
abgegebenen auch freiwillig und offen hier in der liste abgegebene
stimmen mitzuzählen?
3.
gedenkt ihr, enthaltungen und ungültige stimmen relevant in das
wahlergebnis einfliessen zu lassen und, wenn ja, wie?
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mit Jun 28 19:52:07 CEST 2006
> Gewählt werden alle wählbaren Funktionen mit einfacher
> Mehrheit. Kommt für eine oder mehrere Funktionen keine
> Mehrheit zustande, bleibt der/die bisherige Verantwortliche
> bis zur nächsten Wahl im Amt.
das heißt: bekommt der jetzt ‘amtierende’ j. grenzfurthner eine
mehrheit, bleibt er koordinator. bekommt er keine mehrheit, bleibt er
ebenfalls koordinator.
drum tut er sich konzepte auch gar nicht erst an, weil er die wahl
jedenfalls gewinnt.
nebenbei täuscht die formulierung dieser regel auch darüber hinweg, dass
es nur eine wählbare funktion gibt.
mana-site:
> Zur Wahl stellen sich KoordinatorIn und Co-koordinatorIn,
> jeweils mit einem Team
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jun 29 11:06:49 CEST 2006
nein, dann ist es wieder stefan lutschinger.
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Don Jun 29 11:34:28 CEST 2006
Übrigens, Wolfgang, danke für Deine sachliche Rezipienz und
sachorientierten Bemühungen - aber wir sind noch immer an demselben
Punkt: wenn Du Dich mit Modi zur Vergabe von Fördergeldern
auseinandersetzen möchtest, dann ist die Zulassung zu einer Wahl einer
DER zentralen Faktoren, der nämlich - wie man sieht - Incasting und
Outcasting festlegt. Insofern ist es sicher auch im Rahmen einer
wissenschaftlichen Analyse nicht adäquat, diesen Faktor aus der
sachlichen Betrachtung auszunehmen. Soviel als Response zu Deinem
letzten Email.
Eigentlich müsste das PK asap eine Liste einrichten, die die Anzahl der
Wählenden/Enthaltungen per Anzahl der members sachlich definierbar
macht, denn auf der liste at netznetz sind ja auch BeobachterInnen
vertreten, die im Leben nicht ihre Stimme per Emailversand geben würden,
in welcher Meinung auch immer - und dies macht es natürlich schwierig,
einen tatsächlichen Kreis an Wählenden/Enthaltenden per Ziffer und damit
per Prozentsatz festzulegen.
Eine dementsprechende Evaluierung ist eigentlich nur anhand des CG und
der mond-discuss möglich, das Archiv ist aber dortigen members leider
nicht mehr zugänglich - halte ich - selbst unter der Annahme, dass diese
Daten in Verwaltung durch einen Host vertraulich behandelt werden - für
intransparent, da ja zumindest der Kreis der members öffentlichen Zugang
und daher auch Recht auf Einsichtnahme hat. FX?
kanonmedia in Antwort an Wolfgang Höchtl, 30.06.06
Comment by kanonmedia 12.30.06 @ 6:14 pmdas arbeitsteam
- grenzfurthner
- mikes
- fegerl
- findeisen
- hoechtl
(alle einzelpersonen sind unabhaengig)
wurde mit
- 18 stimmen pro
- 3 stimmen gegen
- 7 enthaltungen
gewaehlt.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Sam Jul 1 00:44:23 CEST 2006
tolle wahlbeteilung,
halte fest, das invalidenkomitee ist
von einem viertel der validierten
gewaehlt worden.
waere ich mailart backhorny wuerde
ich das wegen viel zu geringem
interesse und zustimmung caneln
die grenzfurtergang feiert bevor
sie gefeuert wird
Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Sam Jul 1 11:23:18 CEST 2006
eher von 1/6 - ein vierterl war bei der wahl …
CK chris at lo-res.org
Sam Jul 1 11:37:50 CEST 2006
in welchen foren ist das so? ich würde es bedenklich finden, wenn das
gleiche team, das den wahlmodus bestimmt, die wahlberechtigten und somit
die community definiert, die öffentlichkeitsarbeit bestimmt, auch noch
das recht hat, unliebsame personen zu sperren.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Sam Jul 1 15:34:46 CEST 2006
> ich rege an, dass die Liste für Leute, die mehrmals
> unsachliche grob aggressive Beleidigungen posten,
> nach Verwarnungen gesperrt wird, wie
> das auch in anderen Foren üblich ist.
diese liste ist in keiner weise mit anderen foren oder listen zu
vergleichen, die alle auf freiwilligkeit beruhen und daher regeln
aufstellen können, wie sie wollen.
hier sind wir in ein zwangssystem gepresst, das die verdammte pflicht
hat, den einzigen ‘kommunikationskanal’ für alle offen zu halten.
immerhin ist das bisher zumindest als ‘einbahn’ in richtung zum
‘kernteam’ so gewesen und muss in jedem fall mindestens so bleiben,
solange die beiträge keine strafrechtlichen tatbestände erfüllen.
wir haben uns vor einiger zeit zu krahbergers sexistischen ausrutschern
geäußert, stehen nach wie vor dazu und wollen das jetzt nicht
wiederholen.
abgesehen davon haben seine postings vom 30. neben form aber sehr wohl
auch inhalt, und den herauszufiltern und dazu stellung zu nehmen,
müssten wir doch in der lage sein.
krahberger hat uns schon alles mögliche genannt und wir haben
zurückgekeift.
so beleidigend wie die in zivilisiertestem hochdeutsch vorgetragenen und
mit herzlichst unterschriebenen ungeheuerlichkeiten, die wir [und du
schließlich auch] von anderen zu hören und lesen bekommen haben, haben
wir seine postings aber nie empfunden.
jedenfalls sollten wir nicht gar so empfindlich sein und uns in erster
linie darauf konzentrieren, was eine/r schreibt und nicht wie, überhaupt
wo wir uns hier in einem feld bewegen, das nocheinmal mit anderen
maßstäben an äußerungen jeder art herangehen muss. wir als künstler
jedenfalls bestehen darauf, uns äußern zu dürfen, wie wir wollen und
haben in dieser liste in letzter zeit immer wieder auf ‘explosionen’ aus
taktischen gründen verzichtet, nicht, weil wir sie nicht angemessen
gefunden hätten.
krahberger tut das nicht - sein gutes recht. aushalten tun wir ihn
allemal.
> Ein Mitglied des neuen Teams sollte diese Aufgabe wahrnehmen.
welche aufgabe genau? ermahnungen ‘zur mäßigung’ wären akzeptabel, wenn
in gleichem maß ermahnungen zur abgabe von eingeforderten stellungnahmen
ausgesprochen werden, aber eigentlich muss ich einen anstandswauwau
nicht auch noch hier haben.
> Die Abwicklung der gestrigen Wahl durch Thomas Thurner und Andreas
> Trawöger habe ich übrigens trotz der diffusen Ausgangslage und des
> chaotischen Settings als erfreulich seriös, geduldig und sehr um
> demokratische Offenheit bemüht empfunden.
> Der gute Wille zu einem anderen und adäquateren Stil war
> jedenfalls sichtbar vorhanden.
nach dem absolut unbefriedigenden verhalten thomas thurners in der liste
noch am wahltag kann ich mir das kaum vorstellen, war aber nicht da und
glaub dir das selbstverständlich; jedenfalls kommt aber manches so spät,
dass es nicht mehr gilt.
nebenbei: angesichts der leider noch immer nur abschätzbaren größe der
communitiy bei einem wahlergebnis von 18 ja-stimmen gleich ein ‘neues
team’ zu legitimieren, halten wir auch für etwas verfrüht und werden uns
dazu noch konkreter äußern.
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Sam Jul 1 16:41:54 CEST 2006
>Ich verstehe noch immer nicht, warum weder vom vorigen noch vom jetzigen
>Koordinator Versuche gemacht worden sind, ein Team nach konkreten
>Verantwortungen zusammenzustellen, sondern ausschließlich diese “ad
>personam”-Strategie verfolgt wird.
ok, stimmt.
ich habe eigentlich leute direkt angesprochen, die ich aufgrund ihrer
kompetenzen fuer qualifiziert hielt. vielleicht haette man eher “job
profiles” ausschreiben sollen.
ich werde beim treffen am donnerstag mal mit den leuten aus dem team reden,
was die von einer zusaetzlichen “ausschreibung” oder so halten.
vielleicht kann man ja noch was korrigieren.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Mon Jul 3 01:57:55 CEST 2006 in Antwort an Helga Köcher
Mich würde interessieren, wieviele leute auf dieser liste subscribed
sind. Die Mitgliedliste ist (vermutlich gerechtfertigt) ja nur für den
admin einsehbar, aber die grobe anzahl der mitleserinnen sollte
öffentlich sein. ich bitte darum.
Alleine die Anzahl der unterschiedlichen Poster auf der Liste bewegt
sich grob zwischen 150-200. (ich hab mich mittendrin plötzlich massiv
verzählt). Die tatsächlichen communities sind sicherlich grösser.
18 pro stimmen bei der wahl sind da ein … naja … plötzlich nicht
mehr sooo viel für die Legitimation der gewählten Regierung
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Son Jul 2 01:00:04 CEST 2006
ja, ich glaub so an die ca. 10%
und wenn wir 119 leute fuer die CG als validiert hernehmen, dann
ist 18/119 = ca. 15%
Diese niedrige Wahlbeteiligung/zustimmung schafft nichtmal die OeH
aaron aaron at lo-res.org
Son Jul 2 01:21:24 CEST 2006
>>Im uebrigen muss man sich um einen gerichtshof, die frage who is in
who is out etc kuemmern.
ich halte hier ausdruecklich fest, dass ich mit der gegenwaertigen
leitung nicht einverstanden bin, diese nicht akzpetiere,
dass ich mich an dieser wahl aus guten gruenden nicht beteiligt habe,
und beende meine validierten beziehungen zu netznetz unter diesen
unrechtmaessig wirkenden konstellationen von netznetz + mana,
bzw, stelle diese meinerseits bis zu einer aenderung meiner
meinung wegen grundlegender veraenderung des procederes
in ruhe und auf eis.
ihr sollt nicht noch die ausrede haben. es habe sich nur
ein grosser teil aus bequemlichkeit nicht beworben, damit ihr den rest
umso leichter unter euch aufteilen koennt.
viele haben dieser buehne bereits mit enttaeuschung verlassen.
vo einer fairen verteilung der mittel kann also ohnehin nicht
die rede sein.
die noetige chancengleichheit habt ihr von anbeginn an beschaedigt
bishin zum ruin diese sogenannten modells…………….
mich von der mailliste zu streichen hingegen rate ich, nicht zu
tun.
wenn, dann werde ich das selbst machen, wie im reglement
vorgesehen.
ansonsten koennten vorwuerfe gegen euch entstehen
wegen einschraenkung der informationsfreiheit, des
verstosses wider das recht freien meinungsaeusserung,
des verstosses gegen den verfassungsartikels der freiheit
der kuenstlerischen aeusserung. auch wegen
einschraenkung der freiheit der kritik usw.etc.fff
der verwurf des geplanten missbrauches oeffentlicher mittel
steht ohnehin schon im raum und wurde bereits von
mehreren seiten geauessert. dazu bedarf es meines
weiteren zutuns nicht mehr.
Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Son Jul 2 17:23:43 CEST 2006
viele von uns — einige davon waren auch am freitag bei der wahl –
aeussern sich auf dieser liste einfach nicht mehr, weil sie sich durch
dieses beleidigungsrauschen nicht mehr durchkaempfen wollen. sie fuehlen
sich hier in der liste nicht aufgehoben und angesprochen. das sollte aber
nicht damit verwechselt werden, dass sich diese leute in netznetz oder mana
nicht aufgehoben oder angesprochen fuehlen.
ich habe z.b. mit jana und helga ueber diese probleme auch am freitag schon
gesprochen.
helga hat mich auch in meiner meinung bestaerkt, dass realraumtreffen
einfach unumgaenglich sind, weil sonst vollkommen das gefuehl fuer
auseinandersetzung und auseinandersetzen-wollen verloren geht.
ich halte es fuer sehr schlimm, dass hier realraumtreffen quasi zum boykott
ausgerufen werden.
fuer meinen beobachtungsteil ist in den gespraechen und diskussionen
zwischen den 30oderso leuten am freitag (und da waren auch jede menge
kritische geister da) wirklich was weitergegangen. obwohl auch martin mair
einmal ein “mein gott, was fuer ein kindergarten” in den realraum prusten
musste. aber: ueber das konnte dann sofort und ohne ascii-rauschen
gesprochen werden. im plenum oder direkt. und sowas ist produktiv,
vermeidet verbitterung und erdet die gespraeche auch.
das soll nicht heissen, dass diese liste wertvolle kommunikation
verunmoeglicht, aber sie kann unter keinen umstaenden als repraesentativ
fuer die netznetz und mana kommunikationsprozesse im allgemeinen gesehen
werden.
hoffe demnach, dass am 6. juli einige leute kommen werden.
und wer da nicht kann (13 uhr, sorry), der/die wird sicher die moeglichkeit
finden, an einem der donnerstag festzulegenden abendtermine im sommer zu
kommen.
es ist deshalb wichtig (danke an andreas trawoeger fuer den tipp) einen
genauen terminplan fuer juli und august auszuarbeiten, da wir die termine
spezifischen problemen widmen wollen. so koennen leute, die sich speziell
fuer einen bestimmten wahlmodus interessieren, gezielt ein treffen
besuchen, und muessen nicht treffen besuchen, wo ueber ganz etwas anderes
gesprochen wird. ein beispiel waere etwa enki, der — wie er mir am freitag
gesagt hat — einige anmerkungen und fragen zu leos ‘deciding structures’
hat. deswegen wird es termine geben, wo wir uns nur mit leos modell
beschaeftigen.
was die fragen betrifft, die auf der liste aufgetaucht sind: wir werden uns
bemuehen, viele davon beim treffen zu beantworten. ich persoenlich habe
einen anderen stil als stefan lutschinger und auch andere vorstellungen von
arbeit. bin ein sehr kooperativer mensch. wer schon mal mit mir
zusammengearbeitet hat, der weiss das auch.
ich bin in vielen bereichen, die hier wichtig sind, kein spezialist, aber
ich denke, dass ich ein guter organisator bin. die leute in der
arbeitsgruppe (judith, leo, mela und wolfgang+team) sind bekannte
spezialist/innen… und zusammen (und da gehoert ihr alle auch dazu) werden
wir hoffentlich ueber den sommer etwas weiterbringen, das wir dann
überzeugend im september praesentieren koennen.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Son Jul 2 18:16:57 CEST 2006
am freitag waren fuer das zeitgleich stattfindende deutschland-argentinien
mit verlaengerung schon eine menge leute da. das meine ich gar nicht ironisch.
und zu deiner anmerkung zur freitagswahl: es war eine buerokratische
notwendigkeit, sie hat aber niemanden ausgeschlossen. alle, die freitags
kamen konnten im endeffekt auch abstimmen. niemand wurde ausgeschlossen.
…
was fuer mich derzeit wichtig ist, ist einen arbeitsmodus zu finden.
und bitte auch nicht vergessen: viele leute gehen zu den realraumtreffen,
weil sie sich die liste nicht antun wollen. diese kippeffekte gibt es also
in beide richtungen.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Son Jul 2 19:04:15 CEST 2006
die bei den ÖH-wahlen gewählten ÖH gremien sind
ja auch für die budgeterstellung zuständig im
gegensatz zum pk das ja sozusagen das
öh-sekretariat samt referentInnen ist und nur
beschränkte entscheidungsbefungnisse hat …
die grundlegenden fragen werden von der convention und den plenas festgelegt
wenns direkt ums knödel geht kommen doch eh viel viel mehr
wo soll da das grosse problem sein?
ich wünsche mir lediglich noch als notleine
> Dieses kollektive Wissen würde die Kommunikation innerhalb von
> NetzNetz wesentlich erleichtern, weil man im Polylog von einer
> gewissen Wissensbasis ausgehen kann.
>
> Es würde aber auch von allem Beteiligten die Bereitschaft erfordern,
> sich dieses Wissen im Laufe der Zeit auch anzueignen (= verpflichtende
> Kurzeinführung in Kant und Python für Alle ;-))
bin ich dafür, wenn’s nicht sozusagen als “eintrittskarte” ins netzwerk
gesehen wird (in dem sinn, das teilnahme an netznetz nur gestattet wäre,
wenn man den grundkurs absolviert hat).
AW: [netznetz.net] wartung - reloaded
Comment by kanonmedia 11.24.06 @ 10:01 pmStefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Don Dez 16 00:28:56 CET 2004
in Antwort an Andreas Trawöger, ebendort