neoliberalismus und neuer faschismus
Friday November 24th 2006, 7:41 pm
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möcht mich für netznetz
symposium teilnahme bedanken, obwohl ich viele dinge auch als negativ und
gemein aufgefaßt habe, aber ich bin der festen überzeugung das jedem eine
meinung zusteht, wie elffriedes der turm sei schon tod und ein mazda
fahrzeugbeschuß xobarabs ignorierungs aufforderung und das die orangen echt
sauer waren und so weiter und so fort wie z.b. weltherschaft. ich besitze
nun mal aufgrund der vergangenen jahre die sozialitat eines francis bacon
nämlich so gut wie keine. nur ganz wenige menschen kennen mich wobei das
wahrscheinlcih nur eine frage der zeit und offenheit ist. jedoch möchte ich
nicht mit skins oder sonstigen rechten kräften verglichen werden. manche
meiner interpretationen reflektieren auch aus einem grad an schauspiel,
welches natürlich die selfullfilling prophecies bedient. ich möchte johannes
grenzfurther zu dieser guten inszenierung gratulieren. ich mag perfekte
dinge und trotz allem ist er mir und seine arbeit zutiefst sympatisch und
julia starskys projektionen aufs kanzleramt kenne ich schon lange und eine
spitzenidee. wahrscheinlich der in beste beitrag des ausdrucks der ablehnung
der fpöövp regierung. ich bin nunmal kein sonderlicher techniker- guter
beitrag war auch baldessaries smileys auf der secession. auch sehr gelungen.
liebe grüße von einem zwerg der auch bescheiden und schüchtern ist . und
nicht wie häufig interpretiert ichbezogen und egoistisch. also auf de
rückkehr der sozialität und das funktionieren der korrekturfiliale. ein
wenig zumindest. schaue das ich vorbeikomme , wenn bis dahin möglich. gruß
und ku´nochmals an liste vorallem machfeld und nussbaumer und flo harmer und
auch dem lorenz seidl und seinem verschmilzten lächeln. alles liebe und
verwehre mich gegen dies sinsache . ich habe wut aber versuche diese positiv
zu bündeln und freue mich auf kontakt über dieses mdeium und in echtzeit.

AW: [netznetz.net] anregung zur zerstreuung
Jürgen Thomann Die Okt 26 09:55:53 CEST 2004


42 Comments so far
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Liebe alle,

eine Anfrage in eigener Sache …

Elfriede Jelinek wird heute im Standard wie folgt zitiert:

“So genannte Entpolitisierung” bedeute “nichts Harmloses, auch wenn es
harmlos klingt. Es bedeutet, im Gegenteil, Politisierung im Sinn der
politischen Rechten, die gerade in Wien derzeit zum Angriff zu blasen
scheint. Man duckt sich schon im Vorhinein vor ihr. Mit der Austrocknung von
Public Netbase ist wieder ein Schritt im Sinn der populistischen,
aggressiven Rechten getan worden, den wir nicht zulassen sollten.”

Wer is’n das, der diese rechte Angriffsformation bildet? Unsere Walküren
(Doris, Julia …) und strammen WiderstandskämpferInnen sind’s ja ganz
offenbar nicht.

Kriegt netznetz unerwartet Konkurrenz?

Bis später,
Stefan

“Wenn man den Fächer des politischen Spektrums voll aufspannt,
trifft der rechte Rand auf den linken Rand.”

Josef Stalin

[netznetz.net] Neutralität der Kultur?
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.org
Mon Nov 8 14:55:47 CET 2004

Comment by kanonmedia 11.24.06 @ 8:43 pm

WAS FÜR AUFNAHMEBEDINGUNGEN IN DIE COMMUNITY????????

MUSS ICH IRGENDWAS SEIN UM VON EINER SZENE GEVOTET WERDEN ZU DUERFEN; UM
ANSUCHEN AUF FOERDERGELDER STELLEN ZU DUERFEN ???????????????

UND WAS UND WIE MUSS ICH DANN SEIN?????????????????????

KOMME MIR VOR WIE IM IDEOLOGIEKLUB !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

SOWAS HATS IN DEM LAND JA OFFENBAR WIRKLICH EINGEFLEISCHTE TRADITION
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

kanonmedia office at kanonmedia.com
Mit Jul 20 08:52:13 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:09 pm

Da Stefan Lutschinger des öfteren besonders Husserl und seine erkenntnistheoretischen Positionen zur Lektüre empfiehlt, hier (sehr kurz gefaßt) einige Überlegungen zur Frage von Grundpositionen und deren Diskurs mit anderen Paradigmen.

Netznetz ist kommunikationstheoretisch dadurch geprägt, dass eine Vielzahl inkommensurabler und inkompatibler und (wie es einer in netznetz bezeichnete) “inkommunikabler” Grundpositionen miteinander in einem entsprechend mühsamen Diskurs steht. Keiner kann bestimmen, wie der andere denken soll, jeder versucht seine Meinung - noch dazu in stilistisch unterschiedlichster Weise- gegen jene anderer zu verteidigen, diejenige des anderne oft äußerst hart und schonungslos zu entwerten. Keiner kann alles verwalten, es gibt kein Ganzes, über welches alle diese inkompatiblen hochdifferenten Vielheiten “administriert” werden könnten. Das ist aber gerade das Typische der postmodernen Lage! Die postmoderne Philosophie, selbst zweifelsohne die Nachhut und nicht die Avantgarde dieser Differenzierung, lehnt jeden Totalsierungsanspruch ab, hat aber das Problem, selbst eine bedenkliche Totalisierung zu sein!

Or-Om or-om at chello.at
Don Okt 13 00:22:02 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:31 pm

ich kann nicht an ein system glauben welches versucht gerechtigkeit
herzustellen indem es schuldigkeiten verteilt. denn genau das tut
mana in dieser ausformung. und durch ausschaltung von allen
vorschlägen die wenigstens zufall (als den tropfen auf dem heissen
stein) einbringen wollten ist endgültig die kontrollierbarkeit
sichergestellt.

ich war wohl anderer auffassung was die ziele des reputationssystems
sind. ich dachte es ginge um inhaltliche auseinandersetzung und
kommunikation und ich habe die aufgabe eines politikers und
teilnehmers einfach nicht in der “schaffung von mehrheiten” gesehen -
wie auch nicht in der konsensbildung (die meiner meinung nach weder
in der kunst noch in der kultur etwas zu suchen hat). und ich bin
auch nicht der meinung dass wir noch ein system bilden müssen in dem
dialektische und diskursive (qua rhetorische) fähigkeiten über denen
inhaltlichen bezuges stehen (ad “rede und antwort stehen”). ich halte
es sogar für das vordringlichste ziel der kunstförderung weg von
diesem habitus zu gelangen anstatt ihn zu betonieren - neue wege zu
finden anstatt alte zu automatisieren.

ich persönlich finde das konzept mana in dieser form totalitär und
hoffe dass ich nicht der einzige bin der freunderlwirtschaft nicht
hochgerüstet institutionalisieren will.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Fre Okt 14 13:03:28 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:38 pm

ich finde die entscheidungsfindung wie wir sie hier betreiben
eigentlich sehr gut und würde mir sehr wünschen dass sie in ähnlicher
weise auf dem system abläuft. deshalb muss diese software als social
software ja auch die kommunikation der teilnehmer bestmöglich
unterstützen. die direkte verknüpfung mit den votings überschreitet
aber hier eine grenze und ist auch nicht zwingend notwendig. ich
befürchte nämlich dass genau dadurch die inhaltliche diskussion
leidet. man schafft sich einfach zu viele verbindlichkeiten wenn
alles immer einsichtig ist. das soziale netz wird dann so dicht dass
man sich in den maschen nur allzuleicht verhedert (-hädert?). wem ich
reputation gebe sollte tunlichst meine eigene entscheidung sein und
verantwortung sollte im menschen liegen und nicht durch argusäugige
beobachter von allen seiten sichergestellt werden.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Sam Okt 15 12:10:48 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:25 pm

t0.or.atUrsula Hentschläger, 14 März 1996: Unter dem Deckmantel von Kunst und
Medientheorie werden unverblümt rechte Macht- und Gewaltphantasien
verbreitet. Die Spaltung der bisher freundschaftlich verbundenen
Medienkunstszene wird von Rakuschan programmatisch als Kunstprojekt
betrieben. Er mißbraucht offen seine Position als Medienkunstbeirat, um
persönlichen Angriffen auch übergeordneten amtlichen Nachdruck zu
verleihen. (http://www.t0.or.at/gbook/mail/msg00056.html)

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Die Feb 7 12:21:07 CET 2006

Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 5:01 pm

erstmal danke an jene, die hier mit mir fuer ´die waffe der kritik´
eintreten; wobei witz und esprit - in einer netzkultur (!) - keinesfalls zu
kurz kommen darf; die langeweiler wollen wir in den schreibstuben der ma xy
lassen.

Thomas Thurner ! - meine tierliebe erreicht ungeahnte hoehen.

Ursula Hentschläger war verwandtschaftlich (biologisch) der
hilus-unternehmung verbunden. das war in dieser zeit jene
medienkunst-truppe, die von mir als medienkunstbeiratsmitglied mit meinem
handheben solange unterstuetzung fand, solange die qualitaet gestimmt hat.
aber schon nach einem jahr der gruendung hat der von mir bis heute
weiterhin geschaetzte medientheoretiker (camera austria) Reinhard Braun und
der von mir ebenfalls geschaetzte kuenstler-theoretiker Christoph Nebel die
gruppe wegen fachspezifischer differenzen verlassen.

und als der traurige rest der truppe sich auch noch mit hilfe einer
ex-beamtin (!) im kunstministerium einschleimen und institutionalisieren
lassen wollte, habe ich im beirat das gemacht, was schon die mehrheit
meiner kollegen/innen bei abstimmungen pro oder contra im falle hilus
zumeist gemacht haben: auch ich habe mich zurueckgelehnt und die hand nicht
gehoben; ich war naemlich das quasi zuenglein an der waage, dass die truppe
in der zeit davor ueberhaupt kohle erhalten hat.

nicht nur Ursula Hentschläger geriet ueber den entscheid in rage, was
leicht nachvollziehbar ist.

bemerkenswert fuer heute: in unserer damaligen mailing-list digit-all gabs
keine politiker/beamten-lurker. und als der hilus-rest mit den ausdrucken
(!) meiner postings beim damaligen kunstminister vorstellig wurde, haben
mir beamte zu verstehen gegeben, dass sie sich beim lesen meiner falls
notwendigen tiraden blendend unterhalten haben. auch vor ca. zehn jahren
gabs beamte, die sich um die sogenannte autoritaet von regierung und partei
eben nix scheissen - bravo.

parteifunktionaer Thurner! - mit jedem versuch, von deinen taeuschungen
abzulenken, reitest du dich nur noch tiefer in dein wurzelwerk.

parteifunktionaere sind in einer netzkultur als ´lenkungsriege´
unerwuenscht, sollen aber unbedingt - schon wegen dem unterhaltunmgswert -
hier weiter posten

FER f.e.r at sil.at
Mit Feb 8 13:27:52 CET 2006

Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 5:02 pm

PS> Nützliche Hinweise zur Interpunktion bei der Abfassung von
Beiträgen für die netznetz-Liste

“Gelehrte lieben das Semikolon, das entschiedener ist als das Komma
und doch nicht ganz so abgegrenzt wie der Punkt. Der Skeptiker Renan
erklärt, man könne das Fragezeichen nie oft genug anwenden. Der Sturm
und Drang hat einen ungemeinen Bedarf an Ausrufezeichen. Der frühe
Naturalismus in Deutschland bedient sich gerne der Gedankenstriche [...]

Dagegen bedient sich die LTI [Lingua Tertii Imperii = die Sprache des
Dritten Reichs, meine Anm.] bis zum Überdruss dessen, was ich die
ironischen Anführungszeichen nennen möchte. Das einfache
Anführungszeichen bedeutet nichts anderes als die wörtliche
Wiedergabe dessen, was ein anderer gesagt oder geschrieben hat. Das
ironische Anführungszeichen beschränkt sich nicht auf solch neutrales
Zitieren, sondern setzt Zweifel in die Wahrheit des Zitierten,
erklärt von sich aus den mitgeteilten Ausspruch für Lüge. Indem das
ins Reden durch einen blossen Zusatz von Hohn in der Stimme des
Sprechers zum Ausdruck kommt, ist das ironische Anführungszeichen
aufs engste mit dem rhetorischen Charakter der LTI verbunden.”

Victor Klemperer, LTI. Notizbuch eines Philologen, Leipzig 1975

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Don Feb 9 00:02:24 CET 2006

Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 5:35 pm

Projekttitel: Offensive Verweigerung

Projekt:

Malmoe hat es aus erster Hand vor, während und nach dem Backbone-Voting
erfahren und nun sind sämtliche Zweifel beseitigt: Der Förderprozess der
Netzkultur wurde durch mana nicht demokratischer oder transparenter, im
  Gegenteil. “Community” und “Partizipation” steht drauf, drin ist aber
ein neoliberaler Umerziehungskurs, in dem die einzelnen Ich-AGs den
Wettbewerb direkt miteinander ausmachen sollen. Motto: Solidarität raus,
Competivity rein. Malmoe fordert deshalb zu einem offensiven Boykott von
Mana auf. Das ist auch zugleich unser Projekt. (Konkret: Wir beantragen
möglichst viel Geld, die wir an politische oder kulturelle Projekte
weitergeben, die in letzter Zeit von der Stadt Wien abgedreht wurden.)
Demokratie kann nicht serverseitig gelöst werden.
peter pilsl
Son Apr 16 22:45:51 CEST 2006 

Viele Artikel von malmö zeichnen sich durch pathetisches Gesülze uaf
Mittelschulniveau aus, bei dem möglichst oft mit Abscheu das Wort
“Neoliberalismus” in den Mund genommen wird aber recht wenig konkrete
Infromation recherchiert wird (wie zuletzt zum Thema
Prekarisierung/Arbeitslosigkeit, wo die “Betroffenen” auch nciht zu Wort
kommen, nur von oben herab lamentiert wird).

Beat Webers Auftritt bei der DISKUSSIONSveranstaltung zuletzt war ja
megapeinlich: Er beharrte wie ein kleines Kind auf seinen infantilen
Verschwörungstheorien (wo doch jedes Volksschulkind weiss, dass das
struktureller Antisemitismus ist - contextxxi lässt grüssen) und zeigte
sich keinesfalls bereit, sich auch nur irgendwie mit anderen Standpunkten
auseinander zu setzen.

Oh Du mein Österreich, wie sauber sind Deine Linken

Martin Mair
Mon Apr 17 14:24:04 CEST 2006 

- ist die aktuelle wahl eine geheime wahl? wenn ja, dann ist die
durchführung demokratisch gesehen regelwidrig und stellt eine bedrohung
der meinungsfreiheit dar.

in liberalen, demokratischen gesellschaften ist man in den letzten
jahrzehnten zu einem bestimmten consens [aus gutem grund] bezüglich
formaler vorgänge bei wahlen gekommen:

1. alle aktiv wahlberechtigten wählen innerhalb einer bestimmten frist,
2. nach ende der wahlperiode wird ausgezählt und dann erst wird
3. das wahlergebnis [die stimmenverteilung] veröffentlicht.

basisdemokratische begründung: wenn ich an einem der nächsten tage der
einzige wähler wäre, könnte durch diese partielle veröffentlichung ganz
genau festgestellt werden, wie ich meine wahl getroffen habe.
das letzte mal durfte österreich bei dieser art von »freier, geheimer
wahl« seinen führer fürs 1000-jährige reich wählen!

ergänzend muß ich auch noch einmal anmerken, dass dieses fördermodell
für mehr personen als nur für die momentan erfassten gedacht sein muß.
daher müssen im gesamten reglement noch gewaltige nachbesserungen
erfolgen. ich schätze, dass sich in österreich ca. 3-4 promille der
bevölkerung als künstler im hauptberuf definiert. davon rechnen sich ca.
20% den neuen medien zu – tendenz steigend. das sind für wien ca. 300
personen, wovon die hälfte sicher nicht bereit sein wird – nur des
geldes wegen – sich in gruppen oder stammtischen zu organisieren.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Tue Apr 25 09:54:40 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.12.06 @ 11:44 pm

klar
Viele haben sich abschrecken lassen von den ganzen diskussionen auf der
liste.

Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Tue Apr 25 10:13:33 CEST 2006 in Antwort an transmitter-x, mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.12.06 @ 11:47 pm

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: safari-bounces at esel.at [mailto:safari-bounces at esel.at] Im Auftrag
von eipcp
Gesendet: Donnerstag, 27. April 2006 14:44
An: contact at eipcp.net
Betreff: [Safari] neue ausgabe transversal: militante untersuchung

militante untersuchung | militant research | investigación militante
Seit Marx 1880 seinen ArbeiterInnenfragebogen in der Revue Socialiste
veröffentlichte, gab es (vor allem in den letzten 50 Jahren) eine
Vielzahl von Initiativen, die danach trachteten, die Welt nicht nur zu
interpretieren, sondern sie über eine neue Produktion des Realen zu
verändern. Allen diesen Initiativen militanter Untersuchung ist – unter
teils variierenden Begrifflichkeiten – gemein, dass sie die Hierarchie
zwischen Theorie und Praxis, Untersuchenden und Untersuchten,
Politischem und Persönlichem zu überwinden strebten. Damit setzten sie
nicht den alten Institutionen der Wissensproduktion einfach neue
entgegen, sondern erprobten kollektives Wissen produzierende Praxen, die
die Institutionen durchqueren.
Während die Mehrzahl der historischen Erfahrungen in den 1960er und
1970er Jahren aus einem Klima des sozialen Aufruhrs und der
Massenmobilisierung hervorging, ist der Kontext gegenwärtiger
Initiativen ein anderer: Im kognitiven Kapitalismus nimmt die
Wissensproduktion einen immer größeren Teil der gesamten Produktion ein;
das Gelände, auf dem sich die gegenwärtigen Formen militanter
Untersuchung bewegen, scheint zugleich fragmentierter, atomisierter und
wechselhafter.
Dieser Issue des Webjournals transversal versucht anhand von
Überblickstexten, historischen Aufsätzen und Reflexionen über aktuelle
Projekte eine Bündelung der verschiedenen Ansätze der militanten
Untersuchung.
http://transform.eipcp.net/transversal/0406

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 3:06 pm

wir hätten das spam-thema nach der abstimmung hier in der aktuellen
zusammensetzung des umfelds - so wie es sich zumindest in den listen
überwiegend darstellt - nicht weiterdiskutiert, wären wir nicht eben aus
diesem umfeld von ein paar sonderbar militant und sonst einfallslos
argumentierenden typen (siehe auch dein ‘bloedsinn’) unter der
gürtellinie angegriffen worden (wobei ich sokolov ausdrücklich
ausnehme). wir sind aber sicher, dass dein p.t. netznetz-publikum sich
weniger von einer jedenfalls legitimen reaktion auf aggression
abschrecken lässt als von deinen und anderen schulmeistereien. wenn ich
damit falsch liege, schließt sich der kreis: diskussion zuviel? _ delete
it!

transmitter-x.org office at transmitter-x.org
Mon Mai 1 09:54:33 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 11:44 am

Auch im Dritten Reich und in der Sowjetunion wurde permanent abgestimmt,
Abstimmen für sich alleine genommen ist kein Kriterium für Demokratie:
hier steht allem voran der (vorherige) Austausch des Arguments. Wichtig
dabei ist vor allem der Akzent auf ‘verständigungsorientierte
Kommunikation’; wer von einem gewissen Sprachgestus nicht runtersteigt,
darf sich nicht wundern, wenn ihm/ihr irgendwann niemand mehr antwortet.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mon Jun 12 13:15:02 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.30.06 @ 3:57 pm

Als Beleg wofuer ist dieser Literaturverweis gemeint? Ich kann aus diesem Interview eigentlich nichts herauslesen, was die Warnungen vor einer „Tyrannei der Strukturlosigkeit“ relativieren wuerde, im Gegenteil wird sogar positiv auf diesen Aufsatz Bezug genommen. Oder wolltest du das eh als Bestaetigung verstanden wissen?

Beat Weber virtual.beat at gmx.net
Mon Jun 12 15:17:41 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.30.06 @ 4:39 pm

> Ich finde es auch als undemokratisch, daß hier Kritiker sind, die
> sich nicht zur Wahl stellen. Macht manche ihrer Kritiken einfach nur
> zur launischen Moralpredigt, wenn sie nicht die Konsequenz ziehen
> sich auch zur Wahl zu stellen. Da kommt jetzt sicher “Aber das ist
> doch alles so schlimm da will ich nicht mitmachen”. Aber
> offensichtlich interessiert es ja viele und viele wollen das Ding
> veraendern. Wieso also sich nicht an die paar Regeln halten, die es
> gibt? Hab schon absurdere Regeln erlebt ;-)
>

Was soll dieses Argument? Man darf nur kritisieren, wenn man sich
selbst zur Wahl stellt.

Sorry, aber das ist Schwachsinn. gefährlicher Schwachsinn.

Ich kann einerseits ein System kritisieren, das ich so absurd finde,
dass ich mich dafür nie wählen lassen würde.
Andererseits kann ich selbstverständlich gewählte Personen kritisieren,
auch wenn ich selbst einfach nicht die Resourcen aufbringen kann oder
will, mich wählen zu lassen. (Schon die absolut notwendige Kritik hier
überschreitet meine Resourcen zum Teil)

Wer sich durch Wahl oder sonstwie in eine Macht/Entscheidungsposition
bringt, der muss natürlich verantwortungsvoll handeln und der darf und
soll kritisiert werden dürfen und der soll und muss auf diese Kritik
reagieren. Egal ob er das unentgeltlich oder bezahlt macht oder ob die
Kritisierenden selbst fähig/willens wären, diese Machtposition auszuüben.

Warum soll es undemokratisch sein, Leute zu kritisieren, ohne sich
selbst zur Wahl aufzustellen? Dieses Argument kommt mit einer gewissen
Regelmässigkeit hier vor und ich würde mir wünschen, dass ihr mal
darüber nachdenkt, was das eigentlich heissen würden und ich würde mir
wünschen, dass ihr mal nachdenkt, welche Richtung dieser ganze mana-zug
durch die derzeitigen Wahl-, Förder- und Diskursmodi geht.

Und mich würde ein Beispiel interessieren, wo du auf absurdere Regeln
gestossen bist. (zB in Bezug auf die Wahlberechtigung)

peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Don Jun 29 10:56:59 CEST 2006 in Antwort an ck

Comment by kanonmedia 12.30.06 @ 5:56 pm

google.atFranz Krahberger hat ja nur 985 Hits auf Google.

http://www.google.at/search?hl=de&q=franz+krahberger&meta=

Da redet man doch gar nicht mehr weiter ;-)

rego21 at gmx.at
Son Jul 2 12:07:09 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 12:43 pm

was sagst zu dieser stastistik, du medienfascho ?

zusatzfrage: was haeltst du von minderheitengesetzgebung
und von der freiheit der kunst, die die individualitaet
schuetzt.

du wirst nie die reichweite haben, die ich schon lange habe !!!

du technofaschistenzwergerl, medienfetischist, dessen
website nur von sich selbst angeschaut wird

und gib mal bei altavista oder google in der sparte link: ein:

ejournal.thing.at

du dilletierender quatschkopf

Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Son Jul 2 12:32:54 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 12:43 pm

> … es geht doch hier nicht um zensur …

aber natürlich geht es darum, weil durch die ermächtigung eines oder
mehrerer moderatoren, ohne kontrollmöglichkeit seitens der
öffentlichkeit beiträge abzufangen und zu blocken, gleichzeitig jede art
von zensur ermöglicht wird.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mit Jul 5 13:45:18 CEST 2006 in Antwort an Jörg Piringer

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 1:18 pm

> … missbrauch von redefreiheit und missbrauch von macht …
[abstellen].

wenn du diese reihenfolge, die man von totalitären systemen kennt,
umkehrst und als erstes der missbrauch von macht [= funktion an
entscheidungsrelevanten und richtungsweisenden schaltstellen des
systems] abgestellt wird, können wir über den missbrauch der
redefreiheit reden. vorher ist die ganze sache so faul, dass es auch
angebracht ist, hier zu schimpfen wie ein rohrspatz.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mit Jul 5 13:45:18 CEST 2006 in Antwort an Jörg Piringer

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 1:19 pm

die totalitären systeme beiseite lassend, ist vielleicht aber
funktionierende diskussionskultur für ein sich selbst organisierendes
gebilde eine voraussetzung.
und wie kann missbrauch abgestellt werden? durch regeln vielleicht? oder
durch die blauäugige forderung nach fairness wie beim CG?

joerg piringer joerg at piringer.net
Mit Jul 5 14:01:48 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 1:19 pm

jede menge regeln fordern wir schon lang, nur die
reihenfolge muss stimmen. je früher sich das pk als arbeitnehmer und
dienstleister an der community und die community als arbeitgeber
begreift und nicht umgekehrt, desto früher bringen wir alle die
entsprechende höflichkeit ganz freiwillig auf.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mit Jul 5 16:16:02 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 1:20 pm

> manipulativ ist jede meinungsäusserung denn sie versucht ja
gegenmeinungen zu
> neutralisieren und unentschiedene auf die eigene seite zu ziehen. das ist
ein
> merkmal jeder diskussion.
>
> …wäre vor der Einführung eines solch neuen Systems mit dem Anspruch auf
> Allgemeingültigkeit eine grundlegende Analyse des Status quo und eine
> Projektdurchführbarkeitsstudie durch Wissenschaftler und/oder Künstler nötig
> gewesen.
>
> als gegenargument kann ich euch selbst zitieren: …Was heute für viele
> scheinbar universelle kulturelle Gültigkeit besitzt, wird durch
> avantgardistische Unterströmungen oder die Einführung neuer Technologien
> bereits morgen ad absurdum geführt. —hmm?
>
> Projektdurchführbarkeitsstudien schaffen per se einen zustand (der zwar mit
> der zeit veraltet) an dem entlang gedacht werden muss, will man so eine
> studie nicht von vorneherein ignorieren. also zuerst studie (durch
> expertentgremium) und dann sind alle aufgerufen weiterzudenken? nicht sehr
> avantgardistisch und auch nicht sehr künstlerisch.

> Date: Tue, 04 Jul 2006 19:18:31 +0200
> From: wechselstrom
> To: office at transmitter-x.org, x-x at grafzyx.at
> Subject: fragen von graf und zyx, die alle interessieren

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 1:54 pm

da uns aber das neue, progressive zeitalter der “brot und spiele”
aufgezwungen wird, lösen wir dieses rätsel nicht mit hilfe der üblichen
wahlstatistischen methoden. wir zeichnen keine torten- oder ähnliche
diagramme für sie, noch lassen wir wählerstimmen für sie virtuell
kreisen, nein.
jeder soll sich das beiblatt [pdf] zum protokoll nehmen und selbst das
spiel spielen. beobachter der szene kommen sicher schnell zum richtigen
ergebnis. wenn sie dann noch aufgrund dieser erkentnisse die sozial
notwendigen schritte der verbrüderung setzen, gibt es beim nächsten
förderungsdurchgang als belohnung garantiert eine zusage.

resümee
es besteht bei einer bestimmten, gut organisierten extremen minderheit
das starke ökonomische interesse, einer unorganisierten mehrheit ihren
willen aufzuzwingen. dieses wird von dieser minderheit mit allen zur
verfügung stehenden mitteln durchgezogen und diese mittel bewegen sich
bereits seit längerer zeit in vielen bereichen - nicht nur
communityintern - am rand des organisierten betrugs [siehe fingierte
erfolgsmeldungen zum sog. communitygame in den medien, im internet und
bei vorträgen]. auch die anmaßung, eine auswahlmethode, deren anwendung
im bereich von kunst- und kulturförderung höchts fragwürdig ist und
nicht einmal wirklich für einen korrekten und gerechten
verteilungsmechanismus sorgen kann, bereits als erfolgmodell für den
sozialen bereich zu propagieren, ist ebenfalls unmoralisch und politisch
äußerst bedenklich.
die vorspiegelung, dass es angeblich eine “homogene community” gibt,
wird bewusst aufrechterhalten, um einigen wenigen die plattform für
selbstdarstellungen zu sichern und um sich organisiert an den
fördertöpfen zu bedienen zu können.
die frage, ob überhaupt ein bedarf an einer ständig intensiv
zusammenarbeitenden community in den netzkulturbereichen besteht, wurde
und wird überhaupt nicht gestellt, dieses wird vorausgesetzt.
die tatsache, dass in der letzten verteilungsprozedur 128 personen bei
mana eingereicht haben, kann nicht als stille zustimmung dieser 128 zu
einem system gewertet werden, sonders sagt nur etwas darüber aus, ob man
eine förderung benötigt hat bzw. sie einfach haben wollte. manche haben
dementsprechend dezidiert unter protest eingereicht.
die tatsache der extrem geringen wahlbeteiligung erinnert nochmals
dringend an folgendes:
es wurde und wird - obwohl mehrfach gefordert - auch weder erhoben, ob
jeder netzkultur-/netzkunstschaffende überhaupt zu so einem system
bereit wäre, noch wie viele netzkulturschaffende es wirklich gibt.
und auch die notwendige differenzierung bzw. zuordnung von kulturarbeit
versus bildungsauftrag, sozialarbeit, jugendarbeit etc. blieb aus.
alles im und um das system oder in seinem vorfeld ist für die
zwangsmitglieder unklar, unausgegoren, kurzsichtig, ungerecht und vage.
aber das system selbst und seine proponenten zeigen sich schon jetzt als
unflexibel und ausschließlich daran interessiert, die situation
unveränderbar einzuzementieren.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jul 6 11:10:32 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:10 pm

Liebe Grafs!

Alle Hochachtung! Permanente Präsenz in der Liste, und der permanente
Versuch Erregung zu erzeugen. Reife Leistungen Eurerseits - mit
Durchhaltevermögen. Jetzt hat sich die NLP-gebetsmühlenartige Wiederholung
Desselben (bereits Beantworteten) schon ewas abgenützt. Schade für Euch!
Guter Schachzug nun zur Konstruktion von angeblichen Tatsachen
überzugehen. Die sind natürlich nicht richtig. Das macht aber auch kein
Problem für Euch in der Erzeugung von permanenter Erregung. Funktioniert
schon. Na, bin gespannt in was Ihr die von Euch erzeugten angeblichen
Kräfte ummünzt. Fließen sie in den Vorwahlkampf ein? Oder werden sie zu
persönlicher Reputation umgemünzt?, Oder, oder, oder. Bin gespannt. Auf
jeden Fall, well done!

LGT

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Don Jul 6 11:58:55 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:11 pm

Lieber Thomas Thurner

Die Unterstellung, Graf + Zyx wuerden nur fuer ‘Erregungen’ sorgen,
ist eine sich selbst entlarvende Doofheit. Sie tragen legitime
Probleme vor, die dringender Antworten beduerfen.

Deine Email bestaetigt nur, was Graf + Zyx in ihrem resumee gesagt
haben. Der Vorwurf, dass hier Kritiker, die absolut legitime
Kritikpunkte vortragen, mundtot gemacht werden, betrifft vor allem
dich. Bist du nicht derslebe Thomas Thurnher, der sich von Netznetz
zurueckgezogen hat, nicht ganz freiwillig, weil es klar war, dass es
sich bei dir um einen intriganten Parteigaenger handelt? Und
sowieso, nach allem was ich von dir kenne, um eine untragbare
Person, wenn es um basisdemokratische und transpareente
Vorgaenge gehen soll. Schickst du mir jetzt wieder ein Sadie Plant
Zitat?

Ganz abgesehen von diversen Defiziten, was die
Realraumabstimmung im kleinen Kreis betrifft, denke ich, dass man
die Personen, die dabei ‘ernannt’ wurden, exklusive Thurnher, jetzt
erstmal arbeiten lassen soll. Gleichzeitig sollte aber ein
Aufgabenkatalog erstellt werden, gemeinsam und konstruktiv, damit
es klare Vorgaben gibt.

Sollte aber so wieter verfahren werden wie bisher, dann kommt der
Punkt, an dem der Stecker gezogen werden muss. Aller goodwill und
benefit of the doubt hat irgendwann ein Ende, dann naemlich, wenn
folgender Verdacht zur Gewissheit wird.

> > es besteht bei einer bestimmten, gut organisierten extremen
minderheit
> > das starke ökonomische interesse, einer unorganisierten
mehrheit ihren
> > willen aufzuzwingen.

Armin Medosch armin at easynet.co.uk
Don Jul 6 12:55:31 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:12 pm

Lieber armin,

es geht bei den überlegung die liste tw moderieren zu lassen, nicht
darum, jemanden mundtot zu machen, sondern untergriffige sprachliche
äusserungen, die nur noch persönlich und beleidigend sind, aus der liste
rauszuhalten, weil das den allgemeinen diskussionsprozess stört. wenn
sich intelligente menschen, die was zu sagen haben, nicht gepflegt und
sachlich ausdrücken können, ohne das forum zu missbrauchen um einzele
personen extrem persönlich zu beleidigen, dann finde ich es mehr wie
angebracht, dem einen riegel vorzuschieben.

nochmal, es geht nicht darum, kritik zu unterbinden, sondern darum ein
gewisses sprachliches und zwischenmenschliches niveau zu bewahren.

Judith jdth at jdth.net
Don Jul 6 13:07:11 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:13 pm

und es geht in der post von TT auf die sich armin bezieht nicht um eine
moderator oder nicht diskussion sondern um wesentlich grundsaetzlichere
probleme (die unbehandelt im raum stehen und somit moeglicherweise eine
stimmung beguenstigen die “sprachlichen entgleisungen” foerderlich ist)

CK chris at lo-res.org
Don Jul 6 13:32:17 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:14 pm

liebe judith!
dann waere es im sinne von versachlichung auch gut, mit diesem nlp-
unterstellungs-mist mal aufzuhoeren.
kann jeder im archiv nachschlagen:
NLP: thurner/grenzfurthner -> fer
NLP: thurner -> sascha reil
NLP: thurner -> graf/zyx

trotz nur oberflaechlicher kenntnis meinerseits ist nlp
1. eine rethorische technik, sich auf gespraechspartner einzustellen
und selbst focusiert zu bleiben. so irgendwie…
2. “umgangssprachlich” als manipulationstechnik von fplern
verschrien. weil die geschlossen in einschlaegige kurse geschickt
wurden.

irgendwie werde ich den verdacht nicht los, dass punkt 2 gemeint war/
ist. betroffene - verklausuliert - als “manipulateure mit fp-
rhetorik” qualifiziert werden. huch, netiquette? lieber gleich
“arschloch” schreiben. versteht wenigstens jede/r.

Alf Altendorf alf at sil.at
Don Jul 6 14:38:28 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:14 pm

meine Aeusserungen bezogen sich nicht auf die Diskussion ueber
Listenmoderation. Auch ohne Schimpf-Woerter und Beleidigungen
gibt es Wege, eine Diskussion abzuwuergen und ungeliebte Kritik zu
marginalisieren, siehe Thurner. Tatsache ist, dass auf dieser Liste
noch nie etwas konstruktiv diskutiert wurde, zumindest nicht,
seitdem ich subskribiert bin, und das ist jetzt schon bald ein Jahr.

Mir fehlt noch immer die Evidenz, dass den Schluesselüpersonen, zu
denen du seit juengstem auch gehoerst, klar ist, was die
Problemstellungen sind. Fass das jetzt bitte nicht als Angriff auf. Ich
wage nochmal einen Anlauf, obwohl es nicht meine Aufgabe ist, mir
euren Kopf zu zerbrechen.

Ich habe immer noch den Eindruck, hier wird an einem Voting-
System gebastelt, das nun auch noch Spiele-Theorie-technisch
optimiert werden soll. Das waere in meinen Augen eine klare
Themenverfehlung. Es geht darum, was gefoerdert werden soll, wer
gefoerdert werden soll und wie das alles vonstatten gehen soll. Dazu
gehoert nicht nur ein Voting-System sondern ein System, das
soziale Aspekte, kuenstlerische und kulturelle Aspekte usw.
beruecksichtigt. Irgendwelche Formen von Voting sind dabei, wie
sich laengst herausgestellt hat und inzwischen allen klar sein sollte,
das geringste Problem.

Also, was sind die Ziele von Netznetz? Wie definiert sich der
Teilnehmerkreis, um das schlimme Wort Community zu vermeiden?
Was muss eingereicht werden? Und wie wird schliesslich dann
entschieden? Was ich hier so salopp und aus dem Hinterkopf sage,
sollte von dem jetzigen Projektteam sauber aufgeschluesselt werden.
Was sind die Probleme/Fragen, was sind die Ansaetze? Damit
nachvollziehbar wird, woran denn ueberhaupt gearbeitet wird.

Von einem Projektteam erwarte ich auch, dass es komplexe
Probleme und Diskussionen pointiert und uebersichtlich
zusammenfasst, so dass es im Rauschen der Liste immer wieder
Haltepunkte gibt, an denen man sich orientieren kann. Ueber die
Dinge, die tatsaechlich zur Disposition stehen, kann dann auch auf
der Liste diskutiert werden, bzw. koennen Abstimmungsvorgaenge
digital und oder im Realraum erfolgen.

Insofern finde ich den Ruf nach Moderation ueberfluessig. Schreier
oder Kraehbergers oder Stoerschimpfer kann ich herausfiltern. Doch
was mir abgeht ist, dass sich z.B. mal jemand aus dem Kernteam
mit Formen demokratischer Selbstorganisation beschaeftigt.
Demokratien ist nicht einfach nur die Macht der Mehrheit (eher im
gegenteil). Es gibt genuegend Modelle gerade auch von
unabhaengigen Gruppen im Kulturbereich oder im Bereich Freie
Medien, wie z.B. Paper Tiger und andere. Es gibt Beispiele wie
Indymedia oder Wikipedia, die Mechanismen gefunden haben, wie
sich mit solchen Dingen umgehen laesst - nicht immer 100%
erfolgreich aber zumindest besser als Netznetz bisher. Das alles
kann man im Netz nachlesen und sich best-practice-maessig an den
Beispielen orientieren. Macht halt Arbeit, Zensur ist immer die
einfachste Loesung.

Armin Medosch armin at easynet.co.uk
Don Jul 6 16:36:41 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:15 pm

Lieber Armin Medosch,

dein letztes mail an Thomas Thurner
geht mir einfach zu weit, in der
unguten ad-personam Diktion, begleitet von
garnichts, dass es substanzialisieren würde.

Andreas Leo Findeisen a.findeisen at akbild.ac.at
Don Jul 6 23:34:01 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:15 pm

> Alle Hochachtung! … Reife Leistungen … Guter
> Schachzug … Funktioniert schon … Auf jeden
> Fall, well done!

keine komplimente bitte; in den 11 zeilen hättest’ schon wieder ein paar
fragen abarbeiten können.

> … Konstruktion von angeblichen Tatsachen überzugehen.
> Die sind natürlich nicht richtig …

ja ja; die basis zu unseren schlussfolgerungen ist ausschließlich dein
protokoll, dessen interpretation du uns ja wohl nicht verbieten willst.
jeder kann nachrechnen und du kannst ja hier zu jedem satz dieser
auslegung stellung beziehen.

aber eigentlich reagieren wir auf dein mail nur wegen zwei untergriffen,
die wir zuerst ganz überlesen hatten:
> … NLP-gebetsmühlenartige … in den Vorwahlkampf …

wir haben uns schon gefragt, wo sie bleibt, diese immer gleiche,
dämliche unterstellung parteipolitischer hintergedanken, die von leuten
deines schlags immer dann kommt, wenn ihnen alle anderen argumente
ausgegangen sind und die ich auch von grenzfurthner anderen gegenüber
schon irgendwo gelesen habe.
käme auf einen versuch an, wem parteipolitische verstrickungen früher
nachzuweisen wären. bei uns beisst du dir diesbezüglich jedenfalls die
zähne aus, da ist nämlich nix.

irgendewie wirds jetzt schön langsam wirklich ernst, lieber freund.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Don Jul 6 16:23:34 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:16 pm

bin ich normal? ich bin kein netznetz abhängiger, habe also eine
privilegierte position von aussen, der zufällig auch deutsch spricht.
mechanismen der aktualpolitik, die für jeden eindeutig als solche
identifiziert wurden, ist imho keine depperte argumentation. wenn die
liebe ig kultur sich in wien fortwährend mit ihrer klagsdrohung zum
kasperl machen will, sehe ich das als lustig-traurige fpö analogie, und
nicht als journalistische stellungnahme.

> dieses hereinnehmen kleinkarierter parteipolitik in größere zusamenhänge
> haben wir schon seinerzeit bei netbase/t0 - bei allen sonstigen
> verdiensten - unangebracht gefunden und das ist uns jahre danach im
> umfeld hier bislang nur bei thurner und jetzt bei dir aufgefallen.

die nazikeule kommt irgendwann unweigerlich in jeder längeren internet
diskussion. alte usenet regel. thurner und ich lassen uns gern gehen und
sind schlechte diskutierer.

> das denken von egal welcher in österreich zur zeit aktiven partei auch
> immer mit fragen von progressiver kunst und kultur in irgendeiner weise
> zu verknüpfen, ist abwegig - auf diesen gedanken kommen üblicherweise
> nur die, die mit der einen oder anderen in engerer verbindung stehen.
> von dir wissen wir diesbezüglich nichts.

nein, ich bin kein politik sympathisant, etwa der fpö oder der krone,
ich bin ein sogenannter “neoliberaler” (=> wikipedia) und
globalisierungsfreund, hab lediglich mal kurz für den orf gearbeitet und
bin ein fan von tendenziösen, verkürzenden und ungenauen statements, die
sich selbst ad absurdum führen. qed quasi. ich will aber niemanden
persönlich beleidigen, und wenn ich das tue, dann tut mir das sehr leid.
(das pdf drama zb)

zum thema:
zu bestimmten zeiten waren immer wieder politische parteien
wegbestimmend und auslöser in fragen der modernen kunst. das ist nicht
abwegig, sondern tatsache.
heutzutage seh ich nix dergleichen in Ö, aber es wird in absehbarer zeit
wieder so werden, wenn die gemeinde und landessäckel wieder voller sind
und jemand “frischen wind in den alten kunstmief” bringen will.
museumsdebatte, bundestheater, der öst. film nach der wende im herbst,
blablabla.
netzkunst und netzkultur hätte eine reelle chance und wäre sogar ÖVP
kompatibel.

in graz war zb ab ende der 60er die ÖVP die progressive kunstpartei um
intern aufzuräumen. die henne oder ei frage sehe ich eher bei der
infrastruktur und weniger bei den meist berühmteren frontmännern/-frauen.

Reini Urban
Son Aug 13 00:42:54 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:15 pm

TRANSMITTER-X.ORG wrote:
> mm,
>
> du als chefpsychologe wirst doch wohl die gut dokumentierten strategien
> vom zerfall bedrohter gruppen kennen, sich vor dem verlust der
> gruppenidentität durch katzelmacherisches herumhacken auf einem
> gemeinsamen feind zu retten und sich wieder zu einen - was meistens
> schief geht.

wenn so ein statement mit einem rassistischen schimpfwort versehen ist,
dann hat es natürlich auch noch doppelt gewicht, was?

joerg piringer joerg at piringer.net
Mon Aug 14 14:45:25 CEST 2006 in Antwort an transmitter-x

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:55 pm

jörg, jetzt wirds ja wirklich zu blöd oder auch zu widerlich, je nachdem
ob du weißt, was du da schreibst oder nicht.

ich kann doch in dieser runde ohne erklärende anmerkungen soviel
allgemeinwissen voraussetzen, dass jede/r fassbinders standardwerk
‘katzelmacher’ kennt, in dem eine gruppe frustrierter dorfjugendlicher
einen griechen (katzelmacher) fertigmacht.
und mit rassismus im eigentlichen sinn hat das sowieso nichts zu tun,
sondern mit fremdheit/verwandtheit, sie/wir, der sequenz: italienische
gastarbeiter im speziellen bzw. später fremde überhaupt (von so manchen
bayern und österreichern seinerzeit eben katzelmacher genannt) = stören
= gehören nicht hierher = müssen weg = fertigmachen.

ich stelle den vergleich klar: die katzelmacher sind wir, die dorfloser
ihr, nur die hanna schygulla hat sich noch nicht blicken lassen. (und
ja, du hängst mit drin, spätestens seit deinem rassismus-vorwurf jetzt.)

der vergleich mit dem film ist legitim, weil:
jede/r, die/der sich zum projekt konsequenter als durch ab und zu
aufmucken und dann gleich wieder einlenken kritisch geäußert hat und
argumentativ nicht wirklich widerlegt werden konnte, wurde, dann
meistens von den unbedarftesten - wobei sich immer dieselben leute ganz
besonders hervorgetan haben -, massiv diffamiert und versuchsweise
ausgegrenzt.
das fängt schon mit der immer wiederkehrenden idiotischen anrede für
künstler mit ‘die damen und herren künstler (müssen halt …)’ und setzt
sich fort mit von oben herab gegebenen technischen statements, meistens
an frauen gerichtet, bei denen nur die anrede ’schatzerl’ fehlt aber
unausgesprochen eh da ist und der forderung einer ‘rauschfreien’
eliteliste.
wenn sich die kritiker dann wehren, gehts weiter mit versuchten ‘time
out’-mails von jg (öffentlich und off-liste), ‘das nervt’, ‘hör mit dem
gesudere auf’, ‘beliebige arumentation’, krahberger wird zum ‘troll’,
rakuschan anders, aber ebenfalls unqualifiziert abqualifiziert, sascha
reills kritische argumente werden auf psychische krankheit, schon an
ihrer körperhaltung erkennbar, und persönliche seelische traumata
zurückgeführt und wir werden zu alteingesessenen, hinterhältigen staats-
und stadtgünstlingen und neuerdings dumpfbacken und rassisten. weg
gehören wir jedenfalls alle miteinander. weitere beispiele gabs sicher
noch, keine zeit, die zu recherchieren.

pech für die community ist nur, dass sie auf diese art (und wirklich
nicht wegen unserer kritik) gerade viele jener verloren hat, die sich
irgendwann bei aller skepsis für die - wie mittlerweile klar ist nur
vorgetäuschte - idee einer anderen form der fördergeldverteilung
tatsächlich interessiert haben und mit mehr aufwand als die meisten
anderen konstruktiv mitgearbeitet haben. nicht, wie die jetzigen
hauptbetreiber, um dem becker das geld wegzunehmen und es sich selber
unter den nagel zu reissen, sondern weil ihnen die bisherigen verfahren
nicht kompetent genug und auch nicht ausgeglichen genug waren (und schon
gar nicht weil sie etwas noch ungeeigneteres wollten).

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mon Aug 14 20:14:02 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:56 pm

ja die semantik ist ein hund. ich kenn “katzelmacherisch” &
“katzelmacher” aus dem sprachgebrauch von leuten, denen ich nicht
nachreden will. für euch bedeutet es, auf einer film aus den siebziger
jahren bezugnehmen. ok. nicht jeder kann euren verschlungen pfaden
folgen. muss ja auch nicht sein.
schön, dass es nicht so ist, wie ich geglaubt hab.
mehr zum thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Katzelmacher

joerg piringer joerg at piringer.net
Mon Aug 14 20:35:54 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:56 pm

ok, klar

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mon Aug 14 20:46:49 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:57 pm

Das Perfide an deiner rechtspopulistischen Rhetorik ist, dass du das
Gegenteil von dem sagst, was du meinst, und die wahren Motive deiner
Agitation verschleiern willst. Wir wuenschen uns alle volle
Transparenz, aber du selbst verhinderst sie, indem du eine korrekte
Uebergabe der Budgets durch deine kindische Verzoegerungstaktik
vermeidest.

Deine Motive liegen klar auf der Hand, das ist das Kickerl ’sauberes
Metalab’ gegen ”vermachtetes’ Q21.

Damit willst du nicht nur eure ungeheuerliche Abzocke im 1. Halbjahr
(alle erinnern sich) vergessen machen, sondern durch bewaehrte
Opferlogik einen Suendenbock fuer all das schaffen willst, was du
selbst nicht mehr realisieren koennen wirst.

Die Haelfte deiner Funktionsperiode ist bereits abgelaufen, ohne dass
du eine Bestaetigung deiner Person und deines Teams auf die Reihe
gekriegt hast. Selbst fuer die unwahrscheinlichen Fall, dass du am
16. November doch noch eine knappe Mehrheit erzielt, bist du schon
heute als Koordinator bloss noch eine ‘halbe Portion’.

> Ich bin kein Politiker, und hab auf diese ganzen Schlagabtäusche
> eigentlich null Lust.

Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert sterben.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Don Nov 2 13:06:39 CET 2006 in Antwort an Paul Böhm

Comment by kanonmedia 01.08.07 @ 6:33 pm

das wirklich perfide ist, dass du mich dazu provozierst mich wirklich
auf dieses ‘x vs. y’ einzulassen.

ich hab aber genau nix gegen das q21. einige der dortigen produktionen
sind wirklich gut.

ich hab nur was gegen doofe machtspiele.

wenn netznetz noch was wird, und wir nicht ständig streiten müssen,
haben wir alle mehr davon.

Paul Böhm paul at boehm.org
Don Nov 2 13:23:15 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.08.07 @ 6:33 pm

ein ´neuer faschismus´ - im sinne Felix Guattari -
gepaart mit den artikulationen eines ´neuen
gutmenschen-idylle-spiessertums´, das hier in steter regelmaessigkeit -
anstatt zu diskutieren - die ´boesen flames´ auf der liste beweint.

und an interessierte und an die adresse der geistig minderbemittelnden von
MONOCHROM und TEAM TEICHENBERG:

Butler, Judith (1998): Hass spricht. Zur Politik des Performativen.

das verhaeltnis von subversiver bewegungspolitk und staatlicher
zensurpolitik ist das thema dieser arbeit. eine mit Althusser und Derrida
reformulierte Austinische (John L. Austin) sprechaktheorie bildet den
theoretischen hintergrund, vor dem Butler sich in die damals aktuelle
US-amerikanische debatte um den stellenwert von redefreiheit, ´hate speech´
und staatliche zensur einklinkt.

FER f.e.r at sil.at
Mit Dez 6 13:28:06 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.11.07 @ 3:35 pm

wem makrostrukturell-analytische modelle nur kopfschmerzen bereiten, fuer
den ist das folgende vielleicht etwas verstaendlicher. “Ja, wie viele
andere kuendigen wir die entwicklung eines verallgemeinerten faschismus an.
(…) Entweder bildet sich eine revolutionaere maschine, faehig, den wunsch
und die phaenomene des wunsches in dienst zu nehmen, oder der wunsch bleibt
durch die beklemmenden, unterdrueckten kraefte manipuliert (!), und bedroht
die revolutionaeren maschinen sogar von innen.”

was Felix Guattari da einmal in einem interview ausgesprochne hat, das
trifft punktgenau auf netznetz.net zu: MONOCHROM & TEAM TEICHENBERG bieten
sich 2004 fuer datamining in der szene an, und setzen damit ein signal an
die wiener stadtregierung - das dieses zu nutzen weiss.

wie die fakten des begruendungszusammenhangs beweisen, ist netznetz.net
eine erfindung der stadtregierung selbst. das soziokulturelle modell
´netzkultur´, das aus dem anspruch hervorgegangen ist, die effekte
funktionaler differenzierung im zuammenhang ´neuer medien´ kritisch zu
thematisieren, verkommt im falle von netznetz.net - ganz im sinne von
Guattari - zu einer ´neu-faschistischen´ pervertierung. das panoptische
setting, das untrennbar mit den sog. neuen medien verbunden ist, wird in
diesem fall auch noch als repressionsmittel eingesetzt. indem das ganze
zudem noch als mogelpackung ´partizipatives modell´ verkauft werden
sollte, stellt es eine unueberbietbare verhoehnung von netzkulturen dar.

der ausbau ´struktureller gewalt´ im wiener subventionszirkus, zudem mit
den optionen der sog. neuen medien, ist - ganz im sinne Guattaris - von
einem neuen, informatischen faschismus angetrieben.

FER f.e.r at sil.at
Die Dez 5 22:42:15 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.11.07 @ 3:39 pm

hyperisland.seimaginaryfutures.netAm 05.12.2006 um 22:42 schrieb FER:

> wir haben hier letzthin ´erlebt´, wie die methoden des neuen
> faschismus bei netznet wirksam werden. schon ist es moeglich, dass
> Fassl-Vogler mit unterstuetzung von ihrem schoss-kettenhund Stefan
> Lutschinger eine person - die ihr nicht genehm ist, sprich: der
> nicht-vermachtet ist — also Paul Boehm zum ruecktritt zwingen konnte.

Richtigstellung zu völlig aus der Luft gegriffene Behauptungen, die
jeder Realität entbehren:

Ich habe niemals mit Sylvia Fassl-Vogler über Paul Böhm gesprochen,
präzise: sie seit Juni grade 1x - Paraflows Eröffnung - gesehen und
hatte auch keinen telefonischen Kontakt mit ihr oder sonst wem vom
Gegenüber. Meine Kritik habe ich ausschliesslich hier auf der Liste
vorgebracht, sonst nirgendwo.

Im Rahmen zweier Treffen mit Paul habe ich ihm auch noch meine Sorgen
hinsichtlich Unvereinbarkeit von Amt und Einreichung mitgeteilt, wie
dies auch Franz Xaver (der zugegen war) getan hat. Ich habe mich mit
Paul diesbezüglich mittlerweile längst ausgesprochen, zwischen uns
ist die Sache geklärt.

> netzkulturen machen - etwa auch im sinne von Richard Barbrook
> (HyperMedia Research Center) genau das: graeben aufreissen! - in
> permanenter konfrontation mit dem hegemon vulgo stadtregierung.

Eine derartig unsachliche Vereinnahmung von wissenschaftlichen
Positionen ist nur ohne die geringste Kenntnis von Fakten möglich.

Dr. Richard Barbrook, Politologe und Philosoph, kenne ich seit der
Ars 2006 - Memesis - und habe ihn während eines
Forschungsaufenthaltes im Herbst/Winter 2003 in London am Institute
for Democratic Studies im Rahmen des Projekts ‘Kosovo 2.0′ wieder
getroffen.

Richard Barbrook und Jonathan Briggs - der Initiator von Hyper Iland,
einer zum autonomen Medienzentrum ausgebauten Gefängnisinsel -
realisierten ein Projekt mit der Stadtregierung in Pristina, dessen
Zweck es war, komplett zerstörte Gesellschaftsstrukturen in ‘war torn
societies’ wieder aufzubauen. Fragestellungen wie beispielsweise ‘wie
organisiere ich eine Paketzustellung in einer Stadt, in der es keine
Hausnummer gibt’ wurden dort erörtert.

http://www.hyperisland.se/

Nach mehrfachen Treffen - u. a. im Cybersalon/Dana Center - erzählte
er mir, dass er mit seinem Vater in Wien zuletzt mit 7 Jahren gewesen
war. Als Mitglied der britischen Laborparty ist er ein grosser
Verehrer der österreichischen Sozialdemokratie, insbesondere des
‘Roten Wien’, sein politisches Vorbild ist der Sozialdemokrat Otto
Bauer. Wir haben Weihnachten 2003 vereinbart, dass, wenn sich die
Gelegenheit ergäbe, eine Einladung nach Wien folgen würde.

Im Rahmen von ‘Parliaments of Art’ im Dezember 2005 habe ich dann
Richard gebeten, sein ausgezeichnetes Book-Draft ‘Imaginary
Futures’ (erscheint Frühjahr 2007) über Technoimaginationen der
Linken, die kritischen Kybernetiker, von der ‘Cold War Left’ der 60er
bis zum ‘Third Way’ der 90er in Wien vorzustellen.

http://www.imaginaryfutures.net/

Die Lecture im Semperdepot 2005 gib’s auf DVD

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Dez 6 12:57:09 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.11.07 @ 3:41 pm

> Ars 2006 - Memesis

1996, sorry.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Dez 6 13:06:53 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.11.07 @ 3:41 pm



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