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vielleicht is ja netz netz weniger eine struktur als ein prozess … aber
auch prozesse bewegen sich nicht kontext los. und der kontext ist viele
und hängt natürlich mit den handelnden personen zusammen. weil der prozess
kein apriori ist, kein wesen.
[netznetz.net] [Fwd: netznetzthoughts]
mela Don Okt 28 15:58:33 CEST 2004
29 Comments so far
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reflexionstheoretisch ist das freilich laengst ausgemacht. die praktischen
erfahrungen dazu sind oft teils schmerzliche prozesse: jeder soziale
zusammenhang bildet seine hierarchien aus und ´rueckt´
handlungstraeger/innen in ´machtpositionen´.
und jede/r, der/die bei netznetz.net mitmachen will, wird das zur kenntnis
nehmen muessen - denn es gibt keine alternative zu dem sachverhalt.
Re: [netznetz.net] KEIN PASSWORTSCHUTZ FÜR OFFENE NETZWERKE
FER f.e.r at sil.at
Die Nov 9 12:05:34 CET 2004
auch das Befuellen von begriffen ist ne machtsache, vielleicht weniger
offensichtlich als diejenige, die man verantworten muss um “einfluss zu
nehmen” - statt “zuzusehen”.
[netznetz.net] KEINE projektionen auf NETZWERKE
eSeL esel at esel.at
Die Nov 9 21:49:04 CET 2004
filosofia.unina.itaus hardt/negris empire:
“biomacht ist die produktion des gesellschaftlichen lebens schlechthin”
http://www.filosofia.unina.it/dimarco/links.htm
…
machiavelli - zugegeben, auch nicht mehr ganz taufrisch - kriegst um 5
euro im reclam verlag: “il principe/der fürst”.
…
ferner
giorgio agamben (ein erbe foucaults): homo sacer. die souveräne macht und
das nackte leben
AW: [netznetz.net] macht
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.org
Die Nov 9 17:19:50 CET 2004
Anhäufung von Macht ansich ist meiner Meinung nach nicht das Problem.
Die Hauptfrage ist wie schwer ist es den jenigen der Macht besitzt durch
jemand anderen zu ersetzen.
Die Machbefugnisse eines mit absoluter Mehrheit regierenden Kanzler
unterscheiden sich nicht wesentlich von denen eines Diktators. Trotzdem
macht es einen Unterschied, ob es zur Ablöse eines Machthabenden einer
einfachen Wahl oder einer Revolution bedarf. Je leichter es ist einen
Machthaber auszutauschen, desto vorsichtiger wird dieser in der Ausübung
seiner Macht. Weshalb trotz ähnlicher Machtfülle ein Kanzler seine Macht
ganz anders ausübt als ein Diktator.
Der Vorteil von Netzwerken liegt daran, dass jeder Teil des Netzwerkes
andere Teile jederzeit ersetzen kann. Selbst wenn einzelne Teile des
Netzwerkes wichtige Funktionen bzw. Macht übernehmen können sie
jederzeit von den anderen Teilen des Netzes ersetzt bzw. entmachtet
werden.
Wobei der Sinn eines Netzwerkes in erster Linie in der Gegenseitigen
Unterstützung besteht und die Möglichkeit zur gegenseitigen Entmachtung
nur ein Notfallsmechanismus ist, der in erster Linie dazu dient Akteure
abzuschrecken, denen es nur wichtig ist Macht an sich zu reißen.
Netzwerke deren einziges Ziel darin besteht die Machtbefugnisse der
anderen Teile des Netzwerkes zu beschränken, sabotieren sich damit
selbst und neigen dazu sich selbst zu zerstören
Re: [netznetz.net] KEIN PASSWORTSCHUTZ FÜR OFFENE NETZWERKE
Andreas Trawoeger qayamat at gmx.at
Mit Nov 10 11:44:31 CET 2004
monochrom.atequaleyes.org)monochrom.atD e r P r o f i (1981)
Vortrag von Stefam Lutschinger / 27. März 2005, 20:00 Uhr / monochrom-Raum
/ MQ
Danach Screening
http://www.monochrom.at/projektion/
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Versuch über die Rache und ihre Narrative
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“Warten und Hoffen” - das Motiv der Rache erfährt in der Erzähltheorie des
Abendlandes von Homers “Ilias” bis Alexander Dumas “Der Graf von Monte
Christo”
höchste literarische Würdigungen. Doch Georges Lautners Geschichte vom
Rachefeldzug des Top-Agenten Joss Beaumont (Jean-Paul Belmondo) gegen seine
Verräter und korrupten Vorgesetzten von den “Wilden Brigaden”, die im Diskurs
eines postkolonialen Konflikts im Frankreich der 80er Jahre situiert ist,
sperrt sich gegen Hermeneutiken der unteren Preisklasse.
Auge um Auge?
Wenn Rache süß ist, wie ein volkstümlicher Gemeinplatz nahe legt, dann wäre
die
apriorische Bedingung der Möglichkeit ihrer Erfahrung die postume (und nicht
posthume) Verkostung. Aber den Handlungen des Protagonisten Joss liegen im
hoffungslosen Kampf gegen seinen übermächtigen und tödlichen Feind, so gilt es
zu zeigen, vielmehr multipolare Strategeme zu Grunde, da innerhalb der
narrativen Matrix des “Profis” dessen eigenes “nacktes Leben” der Preis der
Vergeltung - und damit der Erfüllung des Narrativs - geworden ist. Gegen das
vordergründige Sujet des “Rachefeldzugs” müssen daher komplexere
Erklärungsmodelle zur Dechriffrierung der Storyline in Betracht bezogen
werden:
Eine Reflexion über relevante spieltheoretische Prämissen soll dies
verdeutlichen. Die bedeutendste Fehleinschätzung im strategischen Denken der
Spieltheorie der Militärs liegt nach Michael Wilson (”Nationale Sicherheit und
infrastrukturelle Kriegsführung”) in der Verwendung einer eingeengten
Spielterminologie, insbesondere des bipolaren Verständnisses von Sieg und
Niederlage.
Wargames als Narrative
Soll ein Spielmodell “die Realität” abbilden, so muss man zwei weitere
strategische Positionen hinzufügen: “Not Lose” (NL, nicht verlieren) und “Not
Let Them Win” (NLTW, die anderen nicht gewinnen lassen). Während nicht
verlieren (NL) genau das ist, wonach es klingt - das Hauptziel ist, am
Leben zu
bleiben, da Tote nicht zum Zug kommen - bedeutet die anderen nicht gewinnen
lassen (NLTW), dass man alles unternimmt, damit der Gegner keinen Sieg erringt
und dass er für seine Teilnahme am Spiel teuer bezahlen muss. Eine Art von
NLTW, “Mutually Assured Destruction” (MAD), war auch die Strategie der beiden
Supermächte USA und UdSSR während des Kalten Krieges im Atomzeitalter. “Der
Profi” und seine spieltheoretischen Narrative sind Produkte ihrer Zeit, die
als
hintergründige Parabel von einer Welt erzählen, in der Komplexität nicht auf
ein polarisiertes Weltbild reduziert wird, nicht auf den binären Diskurs von
“Gut” und “Böse”, des Narrativs der aktuellen politischen Konstitution der
Gegenwart, reduziert werden kann.
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Vortrag und Screening
Programmstart ist am Sonntag, den 27. März 2005, um 20:00 im monochrom-Raum im
Museumsquartier. Die Einleitung hält Stefan Lutschinger. Danach wird
Filmscreening.
Stefan Lutschinger ist Kurator der Equaleyes Sehschule
(http://www.equaleyes.org) und Mitglied des VisualistInnen-Kollektivs POOOOL.
[By the Way: Equaleyes 5: Analogue Night, 26. März 05, Ovalhalle,
Museumsquartier Wien.]
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das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Don Mar 24 18:00:03 CET 2005
“Ja, es ist mithilfe von Netzwerken möglich, in bestimmte Positionen zu kommen ohne die dafür nötige Leistung zu erbringen. Das funktioniert aber vor allem in Ländern, in denen derlei Elite-Netzwerke seit langem bestehen. Die Musterbeispiele sind Frankreich mit den Grandes Ecoles, die USA mit der Ivy League oder Großbritannien mit den Board and Public Schools.” - Michael Hartmann, Soziologe und Elitenforscher
wuestling at uboot.com wuestling at uboot.com
Die Mai 31 19:12:13 CEST 2005
un.orgdas Wesen einer Idee ist aber gerade, DASS frau/man sich auf allgemeine
- eindeutige, einheitliche - Kriterien einigt.
Ein Beispiel dafür gibt die philosophische Idee des GUTEN, das Destillat
eines über 2000jährigen Disputs einsehbar unter
http://www.un.org/Overview/rights.html
(Wir kennen auch alle Judith Butlers aktuelle Kritik in: Gefährdetes
Leben, Suhrkamp 2004)
Ideen schweben nicht in platonischen Sphären, sondern sind weitläufige,
komplexe - im wesentlichen intersubjektive - Vereinbarungen zwischen
Menschen, die sich symbolisch über einen gemeinsamen Kontext
verständigen wollen.
Das passiert auf der GRUNDLAGE der symbolischen Ordnung(en), die
anzuerkennen ist.
Die ‘Idee der Netzkunst und -kultur’ gründet auf bestehenden Ordnungen,
egal, ob und wieviel Kohle die Gemeinde X oder die Körperschaft Y für
was auch immer und warum auch immer zu bezahlen bereit ist.
Eine der grossartigen Leistungen in der Geschichte der Kunst war jene -
pardon, FER - Immanuel Kants, der den Geschmackssinn, also die
ästhetische Urteilskraft, die der Kenner und die Kritikerin in
langwierigen, kostspieligen Initiationsprozessen schulen muss, als
autonom und daher - entgegen dem Geniekult - schulbar, lehrbar erkannt hat.
Schul- und Lehrbarkeit wiederum erfordert eine METHODE, ein VERFAHREN.
Ein solches Verfahren - inkl. eines Grundrisses der dazugehörigen
Medienkunstgeschichte - beschreibt Gerhard Dirmoser.
Ein Beispiel:
Ich habe am 19.02. nach 15:00h - als die Idee dieses Fördermodells im
Künstlerhaus, Selbstdarstellungraum, zum erstenmal auf der Grundlage
eines Selbstbewertungsmodells diskutiert wurde, erstmals meine Bedenken
geäussert.
Zitiert habe ich damals Michel Foucaults Erkenntnisse zur Mikrophysik
der Macht und deren biopolitischen Techniken, also im Wesentlichen der
Diskurs, mit dem euch heute FER hier quält und euch allerlei
Kopfschmerzen bereitet.
‘Gehört’ hat mich von den Anwesenden insbesondere Christoph Nebel.
Hätte sich jemand die Mühe gemacht, und Gerhard Dirmosers Studien
verfolgt - gegen FER’s Nebelgranaten - wäre er oder sie draufgekommen,
dass Foucault in den letzten 10 Jahren der meistzitierte Autor im Ars
Electronica-Diskurs ist, was Dirmoser ausgewertet hat, und gerüstet - in
den 80ern war’s Jacques Lacan, so nebenbei.
Und das wirklich Schöne dabei ist:
Dass es - pardon - scheissegal ist, ob ICH das sage (freundlich,
wohlwollend) oder FER (weniger freundlich, vielleicht auch wohlwollend),
sondern dass es sich hier um eine Realität, na sagen wir Wirklichkeit
handelt, die einfach ‘pickt’. Die symbolische Ordnung hat METHODE, die
über VERFAHREN zugänglich - erlebbar, begreifbar - wird.
Prizipiell unterscheidet sich meine Auffassung von der FER’s dadurch,
dass ich selbstverwaltete Budgets - wie diesen Prozess hier insgesamt -
positiver beurteile. (Das allerdings möchte ich nicht der Beliebigkeit
preisgegeben sehen.)
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Don Aug 4 15:19:53 CEST 2005
ich finde ihr solltet die warnenden postings von julia zdarsky
und fer ernstnehmen.
was passiert wenn “charakterlich” fragwürdige personen die
gelegenheit wie johanns “subventionsclown Qu21″ grenzi
und der I-A Esel die gelegenheit bekommen sich mit den wurms
und madertahners an einen tisch, entschuldigung abendtisch zu setzen.
sie greifen zu. ebenso wird euer hochgepriesenes reputationssystem
aussehen. die reputation schieben “wir” mq avenue, esel und kohorten
und konsorten selbst zu und alleunabhängigen oder nicht freunde
finden dann im bewertungssystem keinen platz. ihr seid ja fast söhne
gedenus und kampls und dafür möchte ich euch gratulieren.
das netznetz- künstlerthaus testläfchen, wird dann wirklichkeit. ihr
werdet als netznetz ein äquivalent der konrad beckerschen
“public ……”. feste gratulation. euer stephan dom
tretttteeettt gleich aller der fpö entschuldigung bzö bei ihrer
scheinliberalen,scheintoleranten und scheintoten. österreich oh
österreich, leider ist schwab werner schon tot(d), aber über idioten
wie euch (ausnahmen julia zdarsky, machfeld, FER und kritische stimmen).
schwab hat den wurm erwin durchschaut und den herrn nitsch
durchschaut. und somit hätte er sich auch wunderbar am GRENZ”clown”
delektiert. “aber die würschtelresie , ja die resi holt uns schon die
scheiße aus der toilette, dafür haben wir sie doch die resi und sie
macht es gerne.
kunst ist immer polarisierung und emotionalisierung und dies sollte
sie auch blieben. ihr pseudosubventions, unabhängigkeitsidealisten.
nochmals eure kathedrale der .unst und schaut euch mal den “don
Justos” an und dann hört auf hier blöd, im quartier 21 und im
künstlerhaus pseudokunst aufzuführen.
Jürgen Thomann juergen.thomann at gmx.net
Fre Aug 5 04:06:17 CEST 2005
>
> na dann streng dich doch etwas mehr an. an den netznet-funktionaeren esel,
> grenzi und teichi (siehe ihre hilflosen postings) solltest du dir freilich
> kein beispiel nehmen.
wieso hilflos?
zeitoekonomisch.
Johannes Grenzfurthner in Antwort an F.E. Rakuschan
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Fre Aug 5 09:08:25 CEST 2005
nachdem mana nun angekuendigt ist, niemand reagiert hat und einige
zeit seit meiner letzten mail vergangen ist, muss ich ein schaeufelchen
nachlegen. denn ich glaube, wer schweigt, macht sich mitverantwortlich,
und wir muessen wieder fast 10 jahre warten bis es eine chance der
veraenderung gibt.
— kurz nochmal historie:
vor ca 10 jahren hatte das gelbe papier ein gewisses potential
versprochen, ich war grundsaetzlich mit dem einwand einverstanden, dass
neue leute und individualisten, wie man sie
haeufig im netz
trifft, zu kurz kommen werden. das war auch so. und nun gibt es netznetz,
die wiederum eine aehnliche allgemeine formulierung suchen.
ich werde meine einwaende von damals hier nochmal wiederholen, da ich
keine innovation sehe.
— ende historie
netznetz ist noch ein wenig schlimmer, man versteckt sich hinter einer
software, so dass die hierarchien und machtkonzentrationen verschleiert
werden. ich finde das feige und falsch.
es braucht mir auch niemand mehr mit dem argument des
demokratischen/(alle sind wir gleichberechtigt)-die software wirds schon
richten kommen. eine augenauswischerei.
diese konstellation in der netznetz-community hat auch nichts mit der
netzkultur zu tun, diese passiert woanders, und ohne foerderungen.
ich will halt immer diesen leuten ein stueck vom netzkunst/kulturkuchen
zukommen lassen, da sie meist auch nicht wissen, wie die butter aufs brot
kommt.
die letzten jahre schielt die netzkunst mit neid auf die netzkultur,
die sich vor allem ueber die opensource-community ihren namen gemacht hat.
dort agieren individualisten, leute die wirklich was machen, die keine
ruecksicht auf die netzkunst nehmen.
und das schaetze ich sehr hoch ein.
in der netznetz-community agiert ein haufen sogenannter netzkuenstler, die
glauben, irgendwann netzkultur zu werden, indem sie einige
veranstaltungen, die was mit dem netz zu tun haben auf der
netznetzliste posten…
wuergh!
es tut mir leid, dass sich die leute, die netzkultur wirklich machen,
still und heimlich aus der netznetzliste unsubscribt und davongeschlichen
haben, ohne ein statement abzugeben. es waere eine chance gewesen, die
beiden bereiche zu vereinen.
ich hab diese leute um ein statement gebeten, aber es war ihnen zu bloed.
schade eigentlich. (fragt sich aber, was der grund war)
ich bin mit dieser form von netzkunstfoerderung nicht einverstanden, bei
der niemand verantwortung uebernimmt, und trotzdem machtstrukturen
aufgebaut werden, und da man im MANA-abstimmungformular als einzige
definition der netzkunst nur einen link zu
broeckmann findet, halte ich diese konstruktion fuer nicht
sehr geeignet. Ich werde mich jetzt vom kritischen zum distanzierten
beobachter begeben.
lg
fx
PS
————
weiss nicht, wozu man diese elektronische abstimmung ueberhaupt braucht.
diese MANA-abstimmung haette auch ganz einfach auf dieser liste
durchgefuehrt werden koennen.
ihr koennt ja auch noch zur weibelausstellung “postmediale kondition”
verlinken:
__der geheime code all dieser kunstformen ist der binäre code der computer
und die geheime ästhetik sind algorithmische regeln und programme.__
harrharrrr
wie waers mit einem blick zu den Jedi-rittern — die Macht sei mit euch.
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Son Nov 13 17:08:47 CET 2005
Ja, es geht um eine Chance die nicht mehr so schnell kommt. Weder für von
Seiten der AkteurInnen noch von der Politik her. Ganz bei Dir Xav.
Jetzt liegen einmal 500.000 am Tisch, und die sollen der Netzkultur UND
der Netzkunst (in der Aufrechnung von Leistungen und Relevanz zwischen den
Beiden bin ich nicht bei Dir) zugute kommen. Nämlichen vielen die bis dato
keine Kohle gesehen haben, weil nix da war, bzw. weil bis dato nicht
nachvollziehbar (bedeutet nicht willkürlich) vergeben wurde.
So, das ist die Aufgabe. Und die muß erfüllt werden. Mit möglichst großer
Beteiligung jener, die es betrifft.
Es arbeiten da jetzt eine Gruppe von Leuten dran das einmal auf die Beine
zu bekommen. Das die das tun hat zumeist mit der positiven Lust auf
Veränderung und Gestaltung zu tun. Sei versichert, dass da nicht an eigene
Felle gedacht wird. Die soziale Kontrolle ist überdies viel zu massiv, als
das man da im verborgenen noch was sichern könnte. Und dann gibt es Fehler
und Ungeschicklichkeiten, die gar böße Intention vermuten lassen. Und
trotzdem steht der positive Veränderungswille - wie Du ihn gerade ja auch
einforderst immer als Ziel da. Soviel zur Befindlichkeit.
Wie soll das alles was werden? Damit das nicht zur Glaubensfrage wird,
sondern auch eine Meßlatte angelegt werden kann gibt es folgende Schritte:
A) Die Abstimmung auf
http://reichenau.lefant.net/web/phpESP/public/survey.php?name=MANA06 dient
zum Starten einer mehrteiligen Diskusssion um Charakter von MANA bzw.
dessen prinzipieller Einführungsstartegie. Die Abstimmung ist definitiv
kein Instrument des “schnell Durchdrückens”, weil schon diese Woche wird
der Prozess im Realraum erweitert, da ist …
B) der Thesenabend (18.11.) im Depot. Eine Veranstaltung in ernsthaft und
klar der Entwicklungsprozess eines etwaigen Systems mit der Kritik und dem
Input der Netzkultivierenden gekoppelt wird. Ein Prozess, der dann nicht
zuende ist, sondern mit …
C) einem Symposium von 11.12. bis 13.12. Ein weiterer auch international
angebundener Prozess der Entwicklung des Systems Mana. Wobei mit “System”
hier nicht zwingend eine Software gemeint sein muß. Rund um diesen Termin
ist auch das OB und WIE einer Einführung zu diskutieren.
Soweit einmal die Pläne wie versucht werden solle ganz ernsthaft den
Entwicklungsprozess zu verbreitern. Und das sind glaube ich jene Punkte an
der auch viele Deine Punkte angeknüpft sind. Und es hilft nix: Es ist die
Chance der Netzkulturencommunity die entweder ein Erfolg wird, oder
ungenützt verstreicht. Der Prozess ist offen … die Möglichkeiten sind
da. es zu nutzen gilt und nicht das Projekt einzelner.
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Son Nov 13 19:03:31 CET 2005
ist wohl eher die frage ob nicht netznetz die künstler bereits aufs
glateis geführt hat, wenn man bedenkt, wieviel
energie in den aufbau eines sehr fragwürdigen förderprojekts gegangen
ist und nicht, wie das eigendlich von
medienkünstlern zu erwarten ist in die pflege ihres künstlerischen
ausdrucks.
wir denken, das der diskurs in wien vor allem aus mangel an WERKEN
einen dermassen hohen stellenwert erreichen konnte.
und wir denke weiter das damit langsam aber sicher schluss sein soll um
endlich wieder an medienkunstwerke zu denken und nicht immer
nur darum wie man einen fördertopf entleert !
was das MANA voting betrifft müssen wir als kritische beobachter
folgendes feststellen:
- über künstlerisches schaffen zu voten führt kunst in eine dadurch neu
entstandene abhängigkeit,
nämlich der der stimmenmaximierung = gefälligkeitsmaximierung.
beides gehört in eine tv-show und hat mit seriöser geldvergabe nicht
viel zu tun.
wir werden nicht an der abstimmung zu MANA teilnehmen.
—//–machfeld–//— contact at machfeld.net
Mon Nov 14 15:30:16 CET 2005
brauchen wir in der netzkultur machtstrukturen? ich glaube nicht.
Und: sollen wir die demokratischen werkzeuge, so wie wir sie kennen auf
netzkultur eins zu eins übertragen oder finden wir intelligentere werkzeuge?
wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Die Dez 6 11:27:48 CET 2005
Die Option (1) von Christoph scheint zu sein: “Wer Kriterien bei der Vergabe
fordert (Kriterienkatalog oder Bindung an einen Auftrag) verletzt bereits
den Schutz des Grundrechtes auf Gewissensfreiheit. Durch diese Verletzung
der Gewissensfreiheit darf die Community die Frage nach der Einführung von
Kriterien für die Vergabe von Fördergeldern ÜBERHAUPT GAR NICHT ZUR
ABSTIMMUNG BRINGEN, WEIL SIE UNDEMOKRATISCH IST UND DIE GEWISSENSFREIHEIT
EINSCHRÄNKT. Daher sollte diese Option mit Kriterien überhaupt nicht zur
Abstimmung gelangen.”
Wenn man aber diese Option (1) vertritt, dann wird es umgekehrt auch
problematisch. Denn: Wie sollte man dann von den Cummunity-Mitgliedern
verlangen, dass sie für die Verteilung der Fördergelder den von Christoph
geforderten Modus “Community the Game” legitimieren können. Durch die
Vielzahl der Kriterien und Regeln des Spiels wird doch die Gewissenfreiheit
sehr wohl und zwar in sehr komplizierter Weise eingeschränkt. Warum sollte
der Kriterien- und Regelkatalog des Games nicht genauso als undemokratisch
gelten müssen. Die Diskussion zwischen Christoph und anderen Mitgliedern in
Netznetz belegt doch genau, dass viele andere dieses Game in vieler Hinsicht
auch für problematisch halten, vor allem in der Frage, ob hierbei die
Mitteln besser verteilt werden.
Christoph könnte noch sagen: “Ja, beim Game gibt es auch Kriterien und
Regeln, aber das sind andere, demokratischere, oder nicht auf die Inhalte
der Projekte (auf die künstlerischen Komponenten oder nur auf diese)
bezogene.” Das wäre aber eine Argumentation, nach der eine weitere
Diskussion nur schwer zu führen wäre.
Das Problem geht aber noch tiefer: Auch die Forderung, KEINE Kriterien zu
fordern, IST SELBST WIEDER EIN KRITERIUM, DAS MAN AUCH NOCH SEHR STRENG
BEACHTEN UND ADMINISTRIEREN MÜSSTE.
Eine VERKRUSTUNG und VERBÜROKTATISIERUNG liegt auf jeden Fall auch dann vor,
wenn man statt den bisherigen Systemen das Modell des Games nimmt. Auch
dieses ist überdies mit allen seinen dahinterliegenden Kriterien, Regeln und
Subtiliäten HOCH-RATIONELL (hat aber eben nur eine ANDERE VARIANTE VON
RATIONALITÄT ALS DER BISHERIGE CRITERIA STRUGGLE); da ja auch der Einsatz
des Zufalls in rationale Strukturen eingebettet ist.
Der NEUE Modus sei angeblich etwas, für Leute, die gegen autoritäre
Glaubenssätze sind, nicht mehr an Autoritäten glauben. Dabei wird übersehen,
dass dieses neue Game selbst autoritäre NEUE Glaubenssätze implementiert
(die, die wie im Option Democrator gezeigt nur EINE VARIANTE VON VIELEN
ANDEREN IST), ja dass dieses Game SELBST ZU EINER STRUKTURELLE AUTORITÄT
WIRD; DER SICH JEDER “auch mit seiner Gewissensfreiheit” unterwerfen muß.
Or-Om or-om at chello.at
Die Dez 13 10:13:55 CET 2005
re:macht
oder: warum ich immer noch bei netznetz.net tätig bin
———————-
dies ist ein kleines, relativ schnell (sorry: tippfehler)
runtergeklopftes gedankenkonvolut zum thema “macht” – ein thema das ja
direkt bzw. indirekt von juja bzw. flo — angesprochen wurde.
der untertitel “warum ich immer noch bei netznetz.net tätig bin” wird
vielleicht klarer, wenn ihr den text fertiggelesen habt… obwohl im
text netznetz kein einziges mal direkt erwähnung findet.
also…
———————-
die traditionelle lesart von macht (die konstitutiv für die
unterschiedlichen theorien politischer macht, vom historischen
anarchismus bis hin zur absolutistischen legitmiationstheorie bei z.b.
machiavelli) knüpft macht als ein attribute (in ermangelung oder
vorhandenheit derselben) an die jeweiligen politischen subjekte. das
heißt macht ist zwar weder eine fähigkeit noch eine eigenschaft
derselben im eigentlichen sinne, sie stellt aber ein potential dar, über
dessen möglichkeit für den/die einzelne/n und über deren verteilung
innerhalb einer politischen sphäre vereinbarung getroffen werden können.
macht als die frage nach dem machtpotential der politischen
tätigen/wirksamen subjekte lässt sich als im prinzip auf einer skala
verorten, deren duale pole macht und ohnmacht sind. die aktuelle (also
für ein bestimmtes subjekt in einem bestimmten kontext vorliegende
individuelle macht) bestimmt sich also innerhalb dieser skala graduell.
bedeutsam ist dies v.a., so banal es zunächst erscheinen mag, als folie
vor der sich die abendländische staats- und (politisch-ökonomische)
organisationstheorie jeweils konsolidiert haben, das dargelegte
verständnis von macht als fakultät ist solchen theorien, wie ich
annehme, eingeschrieben, wodurch sie ebenso diese wiederum in ihrer
konkreten behandlung und verteilung des faktums macht diese macht und
diese machtbeschreibung (beide sind partiell identisch) reproduzieren…
super ist daher (mal wieder) foucault, der //eine andere machttheorie//
vorgelegt hat, was von entscheidender bedeutung ist, will man/frau die
alte machttheorie und die von ihr (re)produzierte macht in frage stellen.
foucault setzt (wie auch immer zustande gekommen) einen bruch in der
begriffs- (und damit in der real-)geschichte der macht, vergleichbar in
etwa (gerade in seiner nicht-auf-den-ersten-blick-ersichtlichkeit) mit
der umkehrung von mangel und begehren im antiödipus und ähnlichen
quellen. meint: die welt kann danach prinzipiell anders gedacht werden,
während status quo-aussagen gerade dazu dienen, welt zu
essentialisieren, also sie unumdenkbar zu halten (siehe u.a. die
radikalaufklärerischen “skeptiker”-cluster)…
für foucault ist macht nicht die qualität, eigenschaft, möglichkeit
einer politischen subjektivität, sondern eine art fluidum, eine
existenzial-vitale bewegung, die die erscheinungen der welt
hervorbringt; so wie ich es sehe/verstehe knüpft foucault hier an
nietzsches (leben als wille zur macht) schopenhauer lesart (die welt als
wille und vorstellung) an. beide gehören wohl in die verborgene
traditionslinie einer philosophie des (dynamischen) werdens anstelle des
(statischen) seins.
was erscheint, erscheint nicht, weil sein erscheinen in einer wie auch
immer gedachten ideensphäre vorbestimmt ist, sondern es erscheint im
(vergleichsweise blinden) gegen- und miteinander von kräften, die wir
uns möglicherweise als chaotisch, kontiongent (=zufallsmäßig),
ungerichtet, ungeordnet vorstellen können. welt ist damit (obwohl dies
ja zunächst enorm metaphysisch klingt) nicht länger eine art: >>gott
liest aus eigenen werken
Liebe Freunderln der Wirtschaft!
Ich, der Urheber dieses Logos:
http://netznetz.net/wiki/themes/default/images/logo.png, verlange, dass
ebendieses Logo mit sofortiger Wirkung von der website, subsites- von wo
auch immer- eueres FörderCommunityGameFreunderlWirtschaftsDschungels
entfernt wird.
Weder will ich mit euch noch was zu tun haben noch mich beim Anblick der
Website weiter schämen müssen.
Was auf eurer MailingListe/bei netznetz abgeht is zum Kotzen. Wie ihr
euch das Geld zuschanzen wollts detto.
btw: “no’buro”, das “Büro für angewandte kommunikationsentwicklung”(wtf
anyway), das das Logo( rund, s. shirts&buttons) fabriziert hat/haben
soll, fladert und schreibt bullshit:
>”Als Schriftmarke eine Anordnung der Wortmarke. Dabei ist netz
gespiegelt. Das .net (Plattform) zentriert die gespiegelten Netze.”
WTF?.. da sag ich nur “küss mich im Tal der Winde”…
hauptsache unter creative commons lizenz, ha?
Also weg mit meinem Logo- Nehmts doch das Plagiat und gehts freundlichst
sch…, dagegen kann ich eh nix machen.
punkt.
bockigst
B
bock bock at esel.at
Die Mar 7 20:22:04 CET 2006
also ich war mit noburo (daniel, robert und ich, peter) verantwortlich
fuer die schoepfung der jetzigen netznetz logos. war ne schoene arbeit,
wir haben sehr viel theoretisiert, den netzbegriff im sinne von v. flusser
visualisiert und schliesslich eingebildet.
das logo ist adaptiv und wartet auf die einfuegung der netznetz deines
eigenen logos als ergaenzung.
> http://netznetz.net/wiki/themes/default/images/logo.png
wenn du mir jetzt bitte schluessig erklaerst wo da ‘gefladert’ sein
soll frag ich mich ein wenig.
finds auch lustig, dass du dich ueber die umgangsformen der liste
mockierst und selber grade das jenseitigste mail ever verfasst hast.
zumindest in meiner subjektiven wahrnehmung.
also, nix fuer ungut. fundamentalkritik hat noch nie gewirkt.
peter peter at tema.lo-res.org
Die Mar 7 23:53:52 CET 2006
Wurde am 10.3. ausgetauscht:
http://netznetz.net/wiki/themes/default/images/logo.png
Momentan auf Wissenstiefe 5
Lizenz: Creative Commons
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/at/
Siehe http://noburo.net/netznetznet/viskom.htm
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Mar 11 15:38:05 CET 2006
netznetz.at_ftpWer ist für http://mana.netznetz.net/ bzw.
http://mana.netznetz.net/web/images/logo.png
zuständig?
Bitte auch ausbessern:
=> /var/www/netznetz.at_ftp/wiki/themes/default/images/logo.png
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Mar 11 15:47:30 CET 2006
Kleine Anmerkung noch zum Nash-Ggw.: Der Wikipedia Artikel hat einen kleinen
Fehler gleich zu Beginn. Ein Nash Ggw. ist keine kollektiv optimale
Strategie. Ein Nash. Ggw. ist eine KOMBINATION von Strategien, die
individuell gesehen wechselseitig optimal sind. Ob das ERGEBNIS eines
Spieles im Nash-Ggw. kollektiv optimal ist oder nicht (gibt mehrere
Kriterien dafür -Pareto Effizienz, Hicks Optimalität- ist eine andere Sache.
Bei Mana ist direkt betrachtet JEDES Spielergebnis Pareto effizient - es ist
ja ein Nullsummenspiel (Fördermittel sind konstant). Dahinter steht die
Annahme, dass die Fördermittel von jedem Empfänger gleich
produktiv/unproduktiv eingesetzt werden. Relaxt man diese Annahme und lässt
zu, dass manche mit dem Geld was cooleres/besseres machen als andere (vom
Standpunkt eines jeden community Mitgliedes aus gesehen) dann wäre es
höchstens zufällig möglich, dass die soziale Wohlfahrt unabhängig von der
Geldverteilung ist.
Die Frage ist: welche Projekte sind die schönsten? Na die, von denen die
community glaubt, dass sie die schönsten sind. Wie bringt man die Mitglieder
dazu bekannt zu geben, was sie für das schönste, 2.schönste etc. Projekt
halten oder anders gesagt wie macht man aus einem Set von individuellen
Präferenzordnungen eine kollektive Reihung, für die gilt, dass die soziale
Wohlfahrt maximiert wird. Es geht um eine Aggregationsregel - Mana ist eine,
allerdings eine mMn denkbar schlechte, denn Mana ist nur in einem Bereich
wirklich gut: Kollusionsanreize (siehe dazu
http://en.wikipedia.org/wiki/Collusion) zu bieten. Sicher, man kann im
Kunstbereich Kollusion auch schönreden (oder vielleicht ist das teilweise
auch gut…).
Letzten Endes, ausgenommen die Kunstszene ist wirklich voller guter
Menschen, die Macht und strategische Vorteile nicht zu ihrem (materiellem)
Eigennutzen einsetzen, werden die gut organisierten Gruppen, die nicht so
gut organisierten über den Tisch ziehen, genau wie die Simulationen zeigen.
Da kann noch so viel von antineoliberaler, partizi-, emanzipatorisch,
basisdemokratisch, non-hierarchischer was weiß ich was Vergabe herumgeeiert
werden - die Künstler sind nicht anders als der Rest der Welt (außer den
Ökonomen, eh klar): es wird gestritten um Geld und Einfluss (= Geld in der
Zukunft…). Schlechte Menschen brauchen gute Regeln…
Mir scheint die gesamte Szene spielt ein “war of attrition” Spiel
(interessierte mögen googeln) - sehr ineffizient, aber so ist das Leben.
Wolfgang Höchtl wolfgang.hoechtl at uibk.ac.at
Fri Apr 21 11:36:00 CEST 2006 mond-discuss
stichwort staatstheorie, niccolo
machiavelli: der fürst:
“wer die ursache dafür ist, dass ein anderer mächtig wird, gräbt sich
selbst das grab.”
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Fri Apr 21 14:49:24 CEST 2006 MOND-DISCUSS
From: Lena Doppel
> > aber zur ergänzung tät euch ein bisl Nachhilfe politische Ökonomie,
> > machiavellische Machttheorie und simpler Gruppendynamik
ad machttheorie:
ich verweise gerne nochmal auf mein kleines essaychen
re:macht
oder: warum ich immer noch bei netznetz.net tätig bin
—> http://listen.esel.at/pipermail/liste/2006-March/002818.html
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Sam Mai 20 12:25:30 CEST 2006
>
> Es bringt nichts vorab auf der Liste alle Entscheidungen durchzudiskutieren
> und entscheiden zu wollen. Ebenso bringt es nichts im vorhinein genau
> festlegen zu wollen worüber in welcher Form bem Community Plenum abstimmt
> wird. Extrem wichtig ist aber am Freitag ein handlungs &
> entscheidungsfähiges Community Plenum auf die Reihe bringen, bei dem wir
> die anstehenden Fragen bzw. Personalwahlen auch wirklich entscheiden.
>
ABER HALLO !!!
was jetzt?
entweder das modell sind demokratisch und partizipativ. dann müssen die
entscheidungen vorab demokratisch und partizipativ durchdiskutiert
werden. Und zwar nicht bei kurzfristig anberaumten treffen, wo leute
wie ich mit beruf, kind und vielen anderen unentgeltlichen engagments
einfach nicht teilnehmen können.
Sondern in einem passendem rahmen.
oder wir sehen uns an, wie das modell seit langem in wahrheit
funktioniert und streichen der korrektheit halber die begriffe
“demokratisch”, “partizipativ”, “offen” und “diskussion” raus und nennen
die dinge beim namen :
ein kleine gruppe von leuten hat ein modell entwickelt und kontrolliert
modus und diskurs. Die netznetz-Regierung.
ist ja ok und nicht schlimm. Kommt in den besten Familien und
Organisationen vor. Man sollte es halt dann auch so nennen wie es ist
und nicht sich erdreisten, dann im Gegenzug plötzlich wieder von “wir
alle” zu reden und aussendungen im namen einer oder mehrere communities
machen.
> Wenn man konzilare Entscheidungen möchte, muss man dabei mithelfen
> konzilare Entscheidungsprozesse aufzubauen und kann nicht ständig den Papst
> nach seine Meinung fragen bzw. diesem vorwerfen das er Entscheidungen
> trifft (was die Hauptaufgabe eine Papstes, Projektmanagers und/oder
> Personenkomitees ist).
>
WOW !!
1)
Die demokratischen partizipativen wohlwollenden für uns alle im guten
Sinn entscheidungstreffenden entscheidungsträger,die ja eigentlich gar
keine sind, die machen mir ein bisschen angst. Vor allem wenn da wieder
steht “nicht meckern, sondern besser machen”. Das stimmt nämlich nicht,
wie mittlerweile ja jeder wissen sollte.
Wer ungefragt für alle entscheidungen trifft und das trotz massiver
anhaltenden kritik aus vielen ecken auch noch im namen aller, der darf
nicht nur : der muss kritisiert werden.
2)
du sprichst von den päpsten und bischöfen in den netznetz-konzilen und
dem undankbaren Pöbel auf der liste hier ?
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mit Jun 28 13:28:40 CEST 2006 in Antwort an Andreas Trawöger
> ein kleine gruppe von leuten hat ein modell entwickelt und kontrolliert
> modus und diskurs. Die netznetz-Regierung.
ich lache mit dir.
und freue mich ueber die macht, die mir zugeschrieben wird. das ist ja
allererste foucault-sahne.
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Mit Jun 28 13:44:59 CEST 2006 in Antwort an Peter Pilsl
jemand, der im namen der wiener netzkultur aussendungen macht ohne das
vorher hier auf der liste zu diskutieren und obwohl es hier auf der
liste zum thema der aussendung sehr kontroversielle meinungen gibt, so
jemand also:
würdest du sagen: dieser jemand übt macht aus oder nicht? würdest du so
jemand als “teil einer regierung” nennen oder nicht, wenn er das
wiederholt macht ?
Ich werde derzeit von euch in bezug auf netzkulturbelange regiert, weil
ihr für mich und in meinem namen entscheidet und auf meine Kritik kommt
keine oder eine ausweichende antwort und ich bin nicht mehr
wahlberechtigt. Das sind die Fakten. Und die sind nicht mehr zum lachen.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mit Jun 28 13:51:51 CEST 2006
es ist voellig egal ob du das witzig findest, ob du die macht die dir zu-
geschrieben wird hast oder das gefuehl hast sie zu haben - tatsache ist
und bleibt das leute hier als teil einer “community” zu der sie alle ge-
hoeren ob sie wollen oder nicht solche befuerchtungen hegen.
“hihihi ihr seid’s alle foucault bloed” zurueckschreiben ist unprofessionell
ohne ende und disqualifiziert dich leider voellig als koordinator (und damit
auch vertreter auch der kritischen stimmen aus der “szene”)
entweder du machst die die muehe und beziehst zu vorwuerfen stellung und
schaffst es mit sachlichen argumenten kritik zu entkraften oder du laesst
das mit der tastatur einfach und machst dir lieber noch ein kaeffchen.
CK chris at lo-res.org
Mit Jun 28 13:56:23 CEST 2006 in Antwort an Johannes Grenzfurthner
dieses dauernde gerede von offenheit zementiert doch nur den status quo,
den hier alle kritisieren:
es geschieht alles hinterrücks und informell.
warum drücken sich hier alle darum auszusprechen, was faul ist?
es geht doch hier nicht um zensur, sondern darum missbrauch abzustellen.
missbrauch von redefreiheit und missbrauch von macht.
bitte jetzt nicht wieder mit dem totschlag-argument kommen, was den
missbrauch sei und wo die grenze zu ziehen ist. das können wir hier
definieren. ich habe keine angst, dass hier wirklich substantielle
meinungsäusserung zensuriert wird. fks getippe war keine meinung,
sondern automatisches schreiben.
genauso muss es regeln für wahl und regierung geben, eine art
verfassung. sonst passiert alles ohne kontrolle. ist das besser?
joerg piringer joerg at piringer.net
Mit Jul 5 12:22:29 CEST 2006
Und nach langer langer beteiligung bei nn.n wird immer klarer, dass es
hier nur um macht geht, und jede kritik, ob gut oder schlecht oder hart
formuliert oder freundlich nur dann akkzeptiert wird, wenn das QDK von
einer verlangten aenderung profitieren kann.
die community ist schon lange wurscht.
Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Son Jul 9 13:43:31 CEST 2006
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Persönliches Resümee der NetzNetz Sitzung vom 28. Oktober
oder KEIN PASSWORTSCHUTZ FÜR OFFENE NETZWERKE
Wem der Text zu lang ist der soll ihn bitte nicht lesen. Für mich ist
er allerdings meine Ausgangsbasis für weitere
Nicht-und-Schon-Diskussionen und derzeitiges Resümee für den gesamten
NetzNetz Prozess, wie ich ihn erlebt habe. Es ist halt so ‘ne Art
kleine, traurige Geschichte, nicht weiter wichtig, und wohl auch noch
nicht ganz korrigiert.
Kurz bevor ich die Sitzung vom 28. Oktober 2004 verlies wurde mir ein
weiteres mal vor Augen geführt, dass auch dieser Versuch eines Aufbaus
einer dezentralen Struktur sicherlich (und leider) nicht ohne die
unerwünschten machtkonzentrierenden Positionen auskommen wird!
So leid es mir tut muss ich im folgenden diese Illusion zerstören, der
auch ich mich so lange hingegeben habe.
Wer nach diesen Ausführungen immer noch fest daran glaubt an einem
Netzwerk ohne “Machern” zu arbeiten, der soll es gerne weiter tun.
Glaube versetzt ja bekanntlich auch Berge.
Ich bin mir dessen bewusst, dass vieles von dem hier geschrieben auf
der Mailing-Liste bereits heftig diskutiert wurde und wird.
Entschuldigt allfällige Wiederholungen bitte. Anhand des kommenden
Beispiels werde ich versuchen zu erklären warum ich behaupte, dass es
auch innerhalb von NetzNetz (NN) der Fall ist, das Macht und
Schlüsselpositionen angehäuft werden.
Das Szenario ist in den unterschiedlichsten Bereichen zu beobachten und
nicht nur an dem folgenden Beispiel der Serverstruktur auszumachen. Ich
verwende dieses Beispiel deshalb, weil ich in den Fall selbst, aufgrund
meiner Kompetenz, in den Genuss einer Machtposition gekommen bin. Oft
ergeben sich diese Positionen einfach aus dem individuellen Können, dem
Wissen und den Ressourcen einzelner in den jeweiligen Kernbereichen, in
denen sie sich gegenüber der Gruppe auszeichnen. So entsteht “Macht”
quasi wie von selbst. Das “Mann” selber lieber die Augen zumacht, um
sich in stillem Genuss und mit einem: “Ich machs ja eh NUR für die
Gruppe” vor sich selbst entschuldigend, in der ehrenvollen Position
Stellung bezieht, fällt den anderen erst gar nicht auf.
In meinem Beispiel gehts auch “nur” um sogernannte “root-Rechte” in
denen anderer halt “nur” um Logokompetenzen, Philosophische
Überlegenheit, Polit- oder Förderkontakt -kompetenz um Raumverfüger,
ect.
Kurz bevor ich die Sitzung vom 28. Oktober verlies bekomm ich also,
quasi unter der Hand, so von von Mann zu Mann, ein für mich tolles
Angebot: “Hey Simon, biste dabei, bei den NetzNetz - Admins?” dringt es
aus dem Munde vom Quisse Chris an mein Ohr. ( Dem Sinne des “Open
Source” Gedanken folgend werde ich versuchen im laufe dieses Textes
alle meine Quellen offen zu legen, weil ja viele der hier vorkommenden
Ideen nicht mir entspringen, sondern oft von der Runde inspiriert,
quasi ein Echo in diesem Schreiben finden. )
Nach einem kurz in mir aufflammenden Gefühl, dass mir gerade einer
dieser kleinen täglichen “Ehren” zuteil geworden ist, antworte ich,
ohne viel zu überlegen, mit einem verzückten: “Ja, OK, gerne.” wobei
meine Augen vermutlich wie 2 kleine, neugeborene Sterne funkelten.
Schon beim runtergehen über die Treppe der Quisse-Bude wurde mir klar,
dass ich gerade wieder einmal meine Hand tief in das Fettnäpfchen
gesteckt und mir kräftig von dem Fett ins Gesicht geschmiert habe. Das
Fett der Macht, eine ehrenvolle Aufgabe, für die Gemeinschaft erledigen
zu dürfen.
Ok, ich sehe schon ein, für den einen oder anderen, scheint es gar
keine so tolle Aufgabe zu sein, eine Kiste zu administrieren.
Für mich ist es auch keine so ehrenvolle, sich um die Presse zu
kümmern, oder um das Logo (CI), das Sponsoring, usw. Sicher bin ich mir
aber, dass jede einzelne Position, ähnlich oder anderweitig “wichtige”
Aspekte beinhaltet, wie jene, die ich im folgenden für mein Exampel
weiter ausführe.
Nicht öffentlich aber von “Mann zu Mann” bekomme ich also
Administrations- “Rechte” zugesprochen. Da ja nicht so viele “Rechte”
im NetzNetz-Klan zu finden sind, könnte man es auch Administrations-
“Linke” nennen. Ohne das die Frauen jemals die Chance gehabt hätten
davon zu erfahren, bekomme ich also das Recht, Linke zu Administrieren
(Verwalten). Wie weit das in diesem spezifischen Job geht ist
vielleicht vielen von euch nicht bewusst, aber ich kann euch sagen
dieser Beitrag zur Gesellschaft (Netzwerk-Verwalter) beinhaltet schon
einige sehr machtvolle Aspekte.
Der Befehl “deluser” z.B. ist so ein Aspekt, durch den kürzlich einer
der Menschen, die an unserem Netzwerk teilnehmen wollten, um sein Recht
gekommen ist, das zu tun. (gel Chris).
“Mann” gibt also einen Befehl (muss diesen nicht einmal selber
ausführen, die Maschinen-Sklaven erledigen das schon) und schliesst
damit ein menschliches Individuum aus (löscht es) von der Partizipation
oder von dem Zugang zu dem zur Verfügung stehenden Wissen, dem benutzen
DER Ressourcen einer Wissensgesellschaft.
“Mann” kann diese Macht natürlich auch positiv anwenden (was ja der
Normfall ist, in dem “Mann” (meist nicht “Frau” - gel juJA) dem Befehl
adduser (Mitarbeiter aufnehmen) auf seinen Slave ([Sklave]: meist
Maschinen, oft auch menschlich) anwendet.
Abgesehen davon, dass der “Verwalter” exklusiv uneingeschränkten
Zugriff auf ALLE Daten inclusive der Mailing-Listen
(Haupt-Kommunikationseinrichtung) hat, sitzt er in einer ganz
speziellen Position.
Wenn’s ihn total ankotzt, was in der vorliegenden Struktur abgeht, dann
“macht” man einfach ” rm -rf / ” und die Sache ist Geschichte. (Stecker
rausziehen oder Kurzschlussstecker reinstecken sind da ja die bei
weitem gnadenvolleren Varianten. )
Wer’s nicht verstanden hat, muss jetzt in einer UNIX - Kommandozeilen -
Referenz nachlesen und outet sich gleichzeitig als technisch
Unwissender, also gesellschaftlich weniger relevanten ( weil nicht so
teurer ausgebildeten ) Menschen. [danke Aika] - Ja, vielleicht nicht
einmal als “User”.
Das beschriebene kann eben “nur” von der Position der Verwalter aus
erledigt und so gesehen werden. Ich gebe zu eine recht skurril, fast
schon seltsam anmutende Art von Macht, aber eben auch eine Ausbeulung
die man entweder in Schwarz/Weiss oder besser noch in allen Grautönen
betrachten kann und soll.
Mit dem Einbringen von Ressourcen ( in dem Fall dem Server ) treten
also auch bei NetzNetz zum wiederholten Mal Gatekeeper-Funktionen auf,
die Macht und damit auch Verantwortung über/für andere bekommen.
Es gibt nun unterschiedliche Herangehensweisen dem entstehen solcher
Positionen entgegen zu wirken. “Macht” Mann/Frau “Nichts” entsteht auch
keine “Macht”. Das Prinzip lässt sich allerdings im Falle von NetzNetz
nicht anwenden, denn wir wollen ja eine Struktur dafür schaffen, dass
wir “machen” können.
Am besten ohne Macht? Ist das Not-Wendig? Ist es effizient, oder kommt
nur mittelmässiges dabei raus? Wollen wir überhaupt effizient sein?
Ökonomisch?
Eine andere Möglichkeit ist es die Ökonomie aus dem Ganzen zur Gänze
herauszuhalten und NetzNetz als reinen Kommunikationsprozess zu sehen.
Als eine Art Stammtisch. Ein Tisch (Raum) an dem beispielsweise
erkundet werden soll wo die Probleme in der Kommunikation auftreten,
bei Fächerübergreifenden, nicht-hierarchisch strukturierten Gruppen. (
Danke Flo )
NetzNetz kann dazu da sein Lösungsansätze für transdisziplinäres
Arbeiten zu finden, doch das kann nur eines der Ziele des Prozesses
sein, da eine solche Forschungsaufgabe nur von wenigen Wissenschaftlern
oder vielleicht Künstlern behandelt werden kann.
Nicht zuletzt aus den Grund der Vielfalt der Interessen von den an
NetzNetz beteiligten müssen, meiner Meinung nach, unterschiedlichste
Produkte (Ziele) definiert werden.
Um den einzelnen Zielen nachgehen zu können reicht es auch wenn
NetzNetz nichts mehr ist als der Kommunikationsprozess selber. Wäre
NetzNetz eine Institution, die Ressourcen für die Umsetzung der
Splittergrüppchen-Ziele zur Verfügung stellt, kommt es wieder zu der
Notwendigkeit Verwalter zu benötigen.
Im Beispielfall des Netzwerk-Verwalters könnte die Entstehung der
Gatekeeperfunktion durch das Einführen einer banalen Regelung ganz fast
zur Gänze unterbinden. Bestimmt der polyloge ( danke juJA )
Kommunikations-Prozess, dass die zugeordnete Wissensinformation völlig
ungeschützt / offen gelagert werden ( siehe z.B. Funktion des Wikis )
benötigt es nicht mehr einen einzelnen, oder eine Gruppe von
Gatekeepern, sondern jeder bekommt die Möglichkeit sich gleichermassen
zu beteiligen und zu nutzen. Freilich schliesst das leider die Position
des technologisch Unwissenden nicht mit ein, dem die Partizipation als
auch der Nutzen eines so offengelegen Wissens nach wie vor unzugänglich
bleibt.
Das Kistchen ( Computer = Ressource ) offen zu legen würde bedeuten (
und da stellt’s jedem Administrator inclusive mir alle Haar auf )
KEIN PASSWORTSCHUTZ für gemeinsam genutzte Server. Vor allem nicht für
das root-(Wurzel) Passwort!!
Damit würden wir diesen, in unserem Prozess so oft diskutierten,
nicht-hirarchisch-geführten-Strukturen-Ideen, auch in der Realität
anfangen zu folgen!
Ein solcher “UNSCHUTZ” würde es damit auch jedem einzelnen erlauben in
dem Prozess mithilfe des bereits erwähnten ” rm -rf / ” zu wirken und
aus EIN PROZESS per Knopfdruck KEIN PROZESS, bzw. einen sehr kurzen
draus zu machen.
Und nicht EINER dürfte sich darüber muckieren das EINER seine Macht
ausgeübt und dem Prozess den Garaus gemacht hat, da er ja ein offener
war.
Hier wird die Dimension des UNSCHUTZES uneingeschränkt sichtbar und die
Frage wollen wir Gatekeeper oder nicht automatisch wieder eine
relevante.
Bei näherer Betrachtung des Szenarios springt mir sofort noch ein
weiterer Punkt ins Auge. Der Computer selbst, auf dem das Wissen um /
in und über den Prozess gespeichert ist ist eine Ressource, steht so
also im Besitz von wem und wird als solche verwaltet.
Zieht der Besitzer sein Angebot zurück, das Kastel zur Verfügung zu
stellen, steht der Prozess wieder ohne dem Wissen da. Ein weiterer
versteckter Gatekeeper also, der Besitzer oder zur Verfügung-Steller
der jeweils benötigten Ressource. Er hat mehr recht als andere über das
zu bestimmen was mit seinem Besitz geschehen darf / soll.
Gesetzt der Fall, dass einer Ressourcen in den Prozess einbringt, so
darf diese ausschließlich als Schenkung einbringen!
Der Hans z.B. hat die Sache mit den T-shirts mit eingebracht. An sich
ja eine tolle Sache, aber aus meiner Sicht dann nicht mehr OK, wenn
Geld das allen zustehen würde, in dem Fall das vom Essens-Verkauf übrig
geblieben ist ( danke für die Ehrlichkeit an die Küche ), ohne dass
jemals jemand die Möglichkeit gehabt hätte vorher darüber zu
entscheiden, ob Hans überhaupt so viel Geld für zu viele und zu teure
T-shirts ausgeben darf. Wenn Hans diese T-shirts einbringen möchte,
dann soll er das gerne machen, aber eben nicht von nichtvorhandenem
Gemeinschaftsgeld sondern als Schenkung! Schliesslich hat ja nicht die
Mehrheit auf T-shirts plädiert sondern in den Fall der Hans befunden,
T-shirts wären gut. So ist es auch sein Risiko eben jene produzieren zu
lassen und zu verkaufen oder darauf sitzen zu bleiben.
An dem Fall zeigt sich ein weiteres Mal ein möglicher Reibungspunkt
wenn Materialien in den Prozess mit eingebracht werden und er nicht
“nur” als einfach-polyloger-Dialog gesehen wird.
Ähnlich verhält es sich mit Know-How, Kontakten, Räumen, etc. die zur
Verfügung gestellt werden. Es kommt durch den Akt des Einbringens
selbst sowohl zu Machtkonzentrationspotential als auch zu potentiellen
Reibungspunkten.
Kein Strukturschaffensprozess, so möchte ich nochmals betonen, kann
NetzNetz sein, will es offen bleiben und weiter eine gute Basis sein
für temporäre Allianzen und eine hybride Kultur.
Die Nutzung der bereits reichlich vorhandenen Strukturen ( siehe die
vielen Einzelgruppen ) soll effektiver gestaltet und gestaltbar gemacht
werden. Es steckt wirklich unglaublich viel Potential in jeder der
beteiligten Gruppierungen, so das es quasi nur mehr nötig ist das
vorhandene zu konzentrieren, kanalisieren und es strebsam gemeinsam
definierten Zielen entgegen wirken zu lassen.
Eine “polyloge Struktur” bedeutet nicht ein zentrales Zentrum zu
schaffen sondern vorhandene Ressourcen nutzbar zu machen. ( ein
weiteres mal juJA ).
Diese gemeinsamen Ziele gilt es zu finden und zu definieren um diese
wirklich relevante Kritik des dem Lorenz bekannten Fördergebers
nachzukommen der sagt: ” Wenn ihr der Politik wieder die Möglichkeit
gebt punktuell und viele kleine Projekte zu fördern, dann verliert ihr
die gemeinsame Schlagkraft, das gemeinsame Auftreten.” Das ist doch
genau das, was wir nicht erreichen wollen, wenn wir uns schon
zusammenschließen und sei’s auch “nur” zu einer temporären Allianz.
Oder irr ich mich da? Wie das Wort Allianz ja schon sagt, geht es doch
darum gemeinsam Ziele zu schaffen und sich für diese Stark zu machen.
Und wenn viele kleine Nadeln immer wieder zustechen, dann tut das auch
weh. Ein zentrales grosses Ganzes ist jedenfalls gleich viel
angreifbarer wie viele zerstreute kleine, die dann doch am selben
Strang ziehen. Wird’s so in also kontrollierbarer oder unfassbarer?
Verlieren oder gewinnen wir an Stärke wenn wir splittern ?
(Gieskannengelder)
Wofür “machen” wir überhaupt “was” ?
Wo sind die Frauen hin ?
Was sind denn nun unsere gemeinsamen politischen, gesellschaftlich,
künstlerischen und nun auch noch ökonomischen Ziele ?
( danke an den Logomacher, dessen Name mir leider nicht bekannt ist)
Wofür und Wozu bilden wir temporäre Allianzen ?
Was machen wir den jetzt mit unseren ganzen Netzwerken ?
Gibt’s da Etwas ? ( danke niemand )
oder
Ist da niemand ? ( danke jemand )
Fazit: Alles in allem ist es doch ein grosser Lug und Trug ( -schluss )
wenn wir glauben an KEINER machtvollen Struktur zu bauen. Wir haben das
Zeugs dazu unsere Kräfte zu konzentrieren. Fragt sich nur ob wir auch
das Zeugs dazu haben, gemeinsam zu finden, worauf wir sie lenken
wollen. Oder eben NICHT.
Ich entscheide mich mal solange für das NICHT, bis ich davon höre, dass
es soweit ist und NetzNetz anfängt nach diesen gemeinsamen (Meta-)
Zielen zu suchen.
[netznetz.net] KEIN PASSWORTSCHUTZ FÜR OFFENE NETZWERKE
Comment by kanonmedia 11.24.06 @ 8:51 pm|bin/sh binsh at sonance.net
Die Nov 9 02:51:23 CET 2004