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[netznetz.net] Wie funktioniert NetzNetz?
Andreas Trawöger Fre Dez 3 12:53:47 CET 2004
Nachdem ich leider keine Zeit habe beim Chat mitzumachen, hier mein
Kommentar zum Thema was ist NetzNetz bzw. wie funktioniert NetzNetz.
NetzNetz ist ein kontinuierlicher Prozess mit wechselnden Beteiligten
mit unterschiedlichen Motiven und Handlungsweisen. Insofern sind
Beschreibungen von NetzNetz eine sehr temporäre Angelegenheit. Die
Gleichzeit dass bisher geschehene als auch die potentiellen
Möglichkeiten des NetzNetz Prozesses beschreiben und selbst diese
Beschreibung ist nur aus der jeweils ausgesprochen subjektiven
Sichtweise von kollektiven Prozessen möglich (Die Ansichten, wie solche
kollektiven Prozesse funktionieren können divergieren innerhalb von
NetzNetz ziemlich stark).
Die Bedeutung und Wichtigkeit von NetzNetz abzuschätzen ähnelt daher
einer Aktienanalyse, bei der man ohne wirklich gesicherte Daten und ohne
tiefere Verständnis der beteiligten Akteure Aussagen darüber trifft, was
in der nächsten 6 Monaten passieren wird.
Daher hier zuerst die sozusagen buchhalterischen Daten über NetzNetz:
NetzNetz ist ein loser Zusammenschluss unterschiedlichster Personen aus
den Bereichen wie Audio, Visualisten, Technikern und Philosophen. Einer
der besonderen Merkmale von NetzNetz ist das fehlen einer offiziellen
Struktur (z.B. eines Trägervereines) und die Möglichkeit bzw. die
Notwendigkeit innerhalb von NetzNetz seine eigene Identität als
Einzelperson oder Gruppe beizubehalten.
Der Begriff NetzNetz steht jedem offen und kann von jedem benutzt
werden. Es gibt jedoch innerhalb von NetzNetz den kollektiven Konsens,
dass der Begriff nur für Aktionen benutzt werden darf, an denen mehrere
Akteure des NetzNetz Prozesses beteiligt sind.
Insofern ist jeder Beteiligte berechtigt sich als Teil von NetzNetz zu
bezeichnen und in dieser ‘Funktion’ über NetzNetz zu sprechen.
Eine wirkliche Repräsentation von NetzNetz durch eine Einzelperson im
Sinne einer klassischen Delegationsmodells gibt es bei NetzNetz nicht
und könnte Aufgrund der NetzNetz Strukturen niemals funktionieren.
Die ‘Vertretung’ von NetzNetz ist daher entweder nur im Kollektiv oder
unter Verwendung der jeweiligen Einzelidentität möglich. Bei Aussagen
unter der Einzelidentität muss jedoch klar sein, dass diese nur für
einen Teil von NetzNetz bzw. einer bestimmte Sichtweise auf NetzNetz
gültig sind und nicht als Aussagen über NetzNetz als Ganzes zu verstehen
sind.
Was kann NetzNetz bewirken?
Durch die lose Struktur, fehlt NetzNetz die Schlagkraft und einer großen
Organisation, wenn es darum geht imposante Aktionen (= hohe
Medienberichterstattung) zu organisieren. NetzNetz wird daher mitunter
vorgeworfen harmlos zu sein.
Andererseits ermöglicht aber die Vielfältigkeit von NetzNetz eine enorme
Bandbreite verschiedener Aktionen und die Verwendung von viel
differenzierteren und subtileren Strategien als sie bisher üblich
waren.
Innerhalb von NetzNetz ist es normal, dass ein Teil von NetzNetz ein
Förderungsansuchen an eine Person oder Institution stellt und diese am
nächsten Tag von einem andern Teil von NetzNetz öffentlich geteert und
gefedert wird.
Eine große Organisation müsste sich in solchen Situationen als Ganzes
auf einen Kompromiss einlassen, während innerhalb von NetzNetz diese nur
punktuell erfolgen müssen und wichtige Aufgaben von anderen Akteuren
innerhalb von NetzNetz übernommen werden können.
NetzNetz hat daher das Potential zum heimlichen Rückgrad der Wiener
Netzkultur zu werden. Das unabhängig von bestehenden Strukturen die
Basis für alle Aktionen bilden und ohne direkte Förderungen bzw.
Abhängigkeiten von diesen agiert.
Das bedeutet nicht den Vollkommen Verzicht auf jegliche Förderungen, nur
sollten diese gezielt an die einzelnen Akteure innerhalb von NetzNetz
gehen. Die Förderung eines einzelnen Vereins oder Akteurs führt zu einer
Monopolisierungsgefahr und der Gefahr Aufgrund zu großer Abhängigkeit
als Ganzes erpressbar zu sein.
cu andreas
Warning:
This Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of
NetzNetz Operations and other parts of this email contain
forward-looking statements that involve risks and uncertainties.
Forward-looking statements can also be identified by words such as
“intends,” “anticipates,” “expects,” “believes,” “plans,” “predicts,”
and similar terms. Forward-looking statements are not guarantees of
future performance and NetzNetz actual results may differ significantly
from the results discussed in the forward-looking statements. Factors
that might cause such differences include, but are not limited to, those
set forth below under “Forward-Looking Statements” and “Risk Factors”
and elsewhere in this email. The following discussion should be read in
conjunction with other consolidated statements made on the NetzNetz
mailinglist and the www.netznetz.net Wiki. All information presented
herein is based on the personal opinions of qayamat. We assume no
obligation to revise or update any forward-looking statements for any
reason, except as required by law.
41 Comments so far
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habe mich dabei ertappt, netznetz “an sich” zu denken, anstatt - wie die
gestrige diskussion gezeigt hat -
netznetz als eine verknuepfung von menschen, ressourcen (technik,
content, kultur, wissen, öffentlichkeit, zeit, ideen, undundund) und
moeglichkeiten, die mitunter zu projekten, mehr moeglichkeiten, immer
wieder zum gemeinsamen nachdenken (und ja, immer wieder gerne auch
geselligen beisammensein) führt.
dementsprechend hat sich punkto UPDATE ohnehin längst gezeigt wie
netznetz tatsächlich “funktioniert”.
durch wechselseitiges interesse - wie bei jeder kollaboration - haben so
manche projekte/vorschlage/gruppen längst in der ausstellung fuss
gefasst. und das ist gut so, weil netznetz so funktioniert.
[netznetz.net] netznetz bei update
eSeL esel at esel.at
Mit Dez 22 10:52:11 CET 2004
“Was soll das Softwareframework für die Netznetzpublikation können?” Das
war gestern die Frage bei Netznetz17
(http://netznetz.net/wiki/index.php/17.Treffen). Das hier hab ich mir
diesbezüglich gemerkt, und soll auch als Basis für einen kleinen
Wunschzettel (großspurig: Lastenheft) dienen –>
http://netznetz.net/wiki/index.php/software
a) Sammeln von TeilnehmerInnensteckbriefen anhand eines vorgefertigten
Templates (vordefinierte Felder)
b) Sammeln der Abstracts des Symposions (analog A)
c) Management des Kapitels “Netznetz ist für mich / meine Gruppe” in Form
einer “carte blanche”. Jeder soll seine Texte weiterentwickeln können,
und aber zu einem Forum andren Kommentare ermöglichen (die dann als
Fußnoten in die Printversion einfließen können)
d) Gemeinsames Schreiben eines kollektiven Textes (ein bissl wie C)
e) Fotoredaktion
So ungefähr. Bitte vervollständigen!
thomas at teichenberg.at thomas at teichenberg.at
Son Feb 20 15:13:04 CET 2005
„Nach dem Sieg der modernen Abstrakten im 20. Jahrhundert formierte sich
im Übergang zum 21. Jahrhundert die Bewegung der ultramodernen
Fraktalen, der heute als Medien- und Netzkulturen in den Prozessen der
Virtualisierung des Sozialen in zivilgesellschaftlicher Hinsicht eine
relevante Rolle zukommt.“ (F.E.Rakuschan)
kurator.orgFakt bleibt, dass die Fördersituation ‘Netzkultur’ in Wien eine Tragödie
ist. Und das liegt sicher nicht an der NETBASE, die, wie ich nicht müde
werde zu wiederholen, Spitzenarbeit - speziell im Kontextsystem Netzkunst -
leistet und in den vergangenen 10 Jahren geleistet hat.
Sondern vielmehr am ebenfalls nicht von der Hand zu weisenden Wunsch der
Verteilungsgerechtigkeit seitens NETZNETZ, denn entgegen manchen hier und
anderswo vorgetragenen Behauptungen gibt’s hier eine ganze Reihe von
engagierten und hochmotivierten Initiativen, die ebenfalls einen Anspruch
auf die Anerkennung ihrer netzkultivierenden Arbeit im ‘elektronischen
Grossraum Wien’ haben.
Das grundsätzliche Bekenntnis des Wiener Kulturstadtrats Mailath-Pokorny zu
einer Erhöhung der Mittel ist daher richtig.
Ich sehe auch keinen plausiblen Grund, interessierte GemeinderätInnen oder
qualifizierte BeamtInnen vom hier stattfindenden Diskurs auszuschliessen.
Denn nach meiner Auffassung erfüllen KünstlerInnen und Kulturschaffende
einen öffentlichen Auftrag, der - wie FER richtig anmerkt - sicher alles
andere beinhaltet als unreflektiertes Arschkriechen, Eierkraulen und die
Absonderung von affirmativem Gewäsch.
Die Bemühungen um eine positive Veränderung werden dann Früchte tragen, wenn
a) NETZNETZ die Stadt Wien nicht für völlig verblödet hält: die haben eine
Menge über die Grenzen ihrer Kreativität gelernt (seit der GLOBAL VILLAGE im
Jahr ihres Exodus 2000) - und
b) die Stadt Wien NETZNETZ nicht für völlig verblödet hält: kein Fussbreit
der politischen Instrumentalisierung (dann lieber kein neues Dach für’s
RONACHER, wenn das Geld knapp ist)
Weiters halte ich den Einsatz von Software entgegen FER’s Meinung für
durchaus interessant, um, wie Esel richtig schreibt,
>
um über diese komplexen zusammenhänge kontinuierlich gemeinsam zu
reflektieren und zu experimentieren und zu arbeiten.
‘und hoffentlich auch darüber hinaus zu weiterer gemeinsame
zusammenarbeit anzuregen, wie es der prozess mE schon bisher gschafft hat.
um über diese komplexen zusammenhänge kontinuierlich gemeinsam zu
reflektieren und zu experimentieren und zu arbeiten.
und hoffentlich auch darüber hinaus zu weiterer gemeinsame
zusammenarbeit anzuregen, wie es der prozess mE schon bisher gschafft hat.
>
Dazu gehört aber, lieber Esel, auch die Wahrnehmung der / und Anbindung an
internationale(n) Diskurse:
In der Tat interessiert ein solipsistischer “Wiener Schas” hier auch
wirklich niemanden. Ich frage mich, warum sich meine doch mehrmalige
Anregungen, die Leute aus London und der CZ, die http://www.kurator.org
entwickeln, für eine ‘F+E’ Kooperation zu gewinnen, so schnell von FER’s
Generalkritik abwürgen liessen (eigentlich wurde meine Anregung nur von FER
wahrgenommen und qualifiziert kritisiert) -
Wenn schon kulturpolitisches Scheitern, dann zumindest im Grossen!
Genau diesen Schritt fordert FER auch ein: die Anbindung an internationale
Diskurse, wie das die NETBASE eben auch immer getan hat. Sonst bleibt
NETZNETZ eben provinziell - übrigens FER, kann ich mir für den 24. deinen
Ferrari für einen Abstecher auf’s Land ausborgen?
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Mit Jun 22 15:49:34 CEST 2005
Wenn es etwas gibt, was die derzeitige Diskussion rund um das NetzNetz
Fördermodell so mühsam macht, dann ist es der Druck sich unbedingt einigen
zu müssen. Irgendwie hängt das Ziel und der Anspruch in der Luft, wir als
NetzNetz Kollektiv müssten uns als Kollektiv auf ein einheitliches,
eindeitiges und allgemeingültiges Bewertungssystem für Netzkunst zu
einigen. Inkl. der Gefahr dieses System würde zum unantasbaren
Bewertungsdogma für die nächsten paar Jahre werden.
>>> yap
Dadurch entsteht, zusammen mit der Deathlinie im November und der relativ
hohen Geldsumme um die es geht, ein enormer Druck, der dazu führt, dass
Dissenz meist niedergebügelt und nicht wirklich ausdiskutiert wird. Wenn
man dann noch anfangt, sich persönlich anzugreifen und zu beflegeln,
können wir gleich einen Beleidigungs & Untergriffsmarathon starten und die
Überlebenden zu Netzkunst Kuratoren auf Lebenszeit ernennen
>>>> das ist ja auch die grosse eigenmotivation und damit die schieflage
>>>> die im Modell SuperTrust genannten Trustees als MentorInnen
entsprechen hier KuratorInnen, Beiratsmitgliedern o.ä.
>>>> und solange sich - ich wiederhole mich - die Betroffenen selbst voten,
bleibts eine üble Sauce, jenseits jeglicher demokratisch ernstzunehmender
Erfahrungswerte.
…
Das NetzNetz Förderungssystem ist eine unglaubliche Chance, die wir Nutzen
sollte und wenn wir es als Kollektiv nicht schaffen ein besseres
Vergabesystem als bisher auf die Beine zu stellen, darf sich bei einem
Scheitern der Ganzen Sache, ab nächsten Jahr niemand über die
Vergabepolitik der MA7 beschwerren (wenn wir es selbst nicht besser
schaffen, sind wir auch selbst schuld).
>>>> das stimmt eben so nicht, denn FördernehmerInnen tragen nicht die
Verantwortung der FördergeberInnen - diese tragen jene schon selbst, und so
wie jenen nicht erspart bleibt, dafür einzustehen, so bleibt es KulturarbeiterInnen
auch nicht erspart.
Alexandra Reill in Antwort an Andreas Trawöger
kanonmedia office at kanonmedia.com
Fre Aug 5 10:12:32 CEST 2005
so absurd es scheinen mag, aber genau daraus besteht ein großer teil der
arbeit, denke ich. halt aber auf eine andere, kreativere weise als nur
zur versuchen sich möglichst immer um ‘töpfe’ zu scharen. klar, wenn’s
irgendwo dezitiert was zu holen gibt, wird’s immer einen andrang rund
herum geben und ich meine auch nicht, dass man diese möglichkeiten
auslassen soll/muss. darüberhinaus sind aber ganz wesentlich - für mich
jedenfalls - jene künstlerischen und kollaborativen allianzen, die ich
mir - letztlich auch zum eigenen vorteil - in meiner praxis aufbaue.
der übertitel ‘netznetz’ ist für mich in seiner ursprünglichen bedeutung
für einen kollaborative versuchsanordnung gestanden (netznetz im khaus,
okt. 2004). von einem neuen förderungs-vergabe system war dabei noch in
keiner weise die rede. das war sicher nicht meine motivation
mitzumachen. zumindest 2004 war es die möglichkeit des mitgestaltens in
einem freien, nicht hierarchischen dialog.
das neue fördermodell für netzkultur ist da sicher eine ewas andere
baustelle. skepsis mag angebracht sein, aber auch gelassenheit. ich
weiss selber noch nicht wie ‘mana’ sich im einsatz bewähren wird. anders
formuliert: dass es sich um eine software handelt, halte ich nicht für
das kritische. ich denke, es waren gute programmiererInnen am werk, und
das system wird seinen zweck soweit erfüllen. schwieriger: wer letztlich
mir förderungen bedacht wird, wird der besonders kritischen beobachtung
durch jene ausgesetzt sein, die leer ausgingen. da liegt der sprengstoff
drinnen. wie ’sozial’ verhalten sich die ‘gewinner’ gegenüber den
‘verlierern’? wird es gelingen das ‘kollaborative prinzip’ (das sich
netznetz ja irgendwann einmal auf die fahne geheftet hat)
aufrechtzuerhalten? …
Stefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Die Okt 11 13:44:09 CEST 2005
> mensch muss kein googler sein, um zu wissen, dass MANA (polynes.) nach der
> vorstellung der suedseeinsulaner eine geheimnisvolle, uebernatuerliche kraft
> in menschen, tieren und dingen bezeichnet, die aussergewoehnliches bewirkt.
> !?!?!?
vorschlag kam von stefan lutschinger und wurde am sprint durch wahl
angenommen.
ist also schon lange auf dem tisch.
als alter gurps-spieler find ichs ja sehr gut.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Mit Okt 5 23:47:55 CEST 2005
GURPS++
Thomas Klausner domm at zsi.at
Don Okt 6 11:34:05 CEST 2005
Damit das Problem der Inkontinenz nicht zum alles dominierenden Thema
für die Community wird: die Wahl des Zitats ist unglücklich, wenn man
bedenkt, welchen Stellenwert das Mana-Konzept in den
Kulturwissenschaften/Cultural Studies hat. Ich sage: Nelson Goodman,
Ernst Cassirer, Theodor Adorno oder Sigmund Freud - bitte kein
aufgesetzter Anti-Intellektualismus (im Zweifelsfall googlen).
Die Mana-Vorstellung als kulturanthropologisches Konzept trifft das
sog. “Reputationssystem” von netznetz.net im Kern seiner hier
verstandenen Bedeutung meiner Ansicht nach sehr gut. Auch mit der
Kehrseite von Mana, dem Tabu, lässt sich über die holprigen
Software-Reputations-Diskurse (vgl. Monika Mokres Beitrag im Malmoe)
hinaus viel erklären - Stichwort: Kannibalisierung.
(Dass Mana auch ein Terminus technicus für “Reputation” aus dem
Game-Design ist - Stichwort: Score - weiss ja sowieso jede/r.)
Übrigens, noch was:
Wer hier glaubt, Sylvia Fassl-Vogler anpissen zu können, die wahrhaft
keine Schuld an den zeitweiligen Verwirrungen auf dieser Liste trägt,
dem schlage ich solange auf die Fresse, bis meine Faust nur mehr
Hirnmasse und Knochensplitter in den Asphalt massiert.
So, Beleidigungen erreichen mich vollinhaltlich erst wieder ab Sonntag,
ich hab jetzt eine ur-neoli(e)berale, voll auf der Creative Industries
Schiene fahrende Expo im MQ aufzubauen.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Don Okt 6 10:01:00 CEST 2005
³mana² als software-name
wurde m.W.
am sprint in reichenau vorgeschlagen und in einem der ersten
voting-experimente abgestimmt.
es entspricht damit der mehrheit des willens derer, die mit ihrem einsatz
für den erfolg
der netznetz.net- entwicklung verantwortlich zeichnen. damit ist das für
mich gegessen und ich versuche,
unserem herrlichen narrenschiff unter dieser semiotischen flagge zum erfolg
zu helfen. punkt.
soviel zu ³mana² als titel von einem projektrahmen, an dem ich mitwerke.
natürlich habe ich dazu auch persönliche assoziationen, als ideenhistoriker
/ medientheoretiker, als
eher protestantisch-heidnisch als katholisch-heidnisch geprägter aufklärer
usf. :
jeder melodiöser klingende name ist mir lieber als dieses geschmacklos
systemtheoretisch gestrickte
³netznetz.net². was unter diesem alten namen in den letzten 1 1/2 jahren
entstanden ist, finde
ich beachtlich und erfreulich und unterstützenswert, auch wenn meine
qualitätsbedürfnisse des öfteren herausgefordert
wurden. (gerade fällt mir ein, dass wir uns ja sogar im künstlerhaus zum
ersten mal unterhalten haben,
stimmts?). was die Form von ³netznetz² und den inhalt von ³netznetz²
betrifft, bin ich also dankbar
für verbesserungen. was ³mana² für ausreichend viele zu sein scheint.
stefan lutschinger, der bildungsfreak, hat zum diesem namen ja in auch eher
affirmativer tendenz
gepostet ( 6.10. 10.01 Uhr), dass er für die hier und heute drängenden
zwecke qualitäten birgt, :
INFO lutschinger ³… wenn man bedenkt, welchen Stellenwert das Mana-Konzept
in den Kulturwissenschaften/Cultural Studies hat.
Ich sage: Nelson Goodman, Ernst Cassirer, Theodor Adorno oder Sigmund Freud
- bitte kein aufgesetzter Anti-Intellektualismus
(im Zweifelsfall googlen). … Die Mana-Vorstellung als
kulturanthropologisches Konzept trifft das sog. “Reputationssystem” von
netznetz.net im Kern seiner hier verstandenen Bedeutung meiner Ansicht nach
sehr gut. Auch mit der Kehrseite von Mana,
dem Tabu, lässt sich über die holprigen Software-Reputations-Diskurse (vgl.
Monika Mokres Beitrag im Malmoe) hinaus viel
erklären - Stichwort: Kannibalisierung. … (Dass Mana auch ein Terminus
technicus für “Reputation” aus dem Game-Design
ist - Stichwort: Score - weiss ja sowieso jede/r.)²
Das bringe ich hier kurz noch einmal, weil ich seine kommentare, wie ich
glaube, alle verstehe,
lustigerweise aber für zu umständlich halte, um die wahrscheinliche wirkung
des namens auf z.B. kunst- und
soziologiestudierende etc. in europa, blog-leserInnen in us-amerika usf. zu
umschreiben (um erste und m.E. wahrscheinliche
gruppen von an unserem experiment voll-und-auf dauer-interessierten leuten
zu umreißen).
warum? tabu kennt jede und jeder, mana (in stefans wissenschaftlich
richtiger umschreibung) nicht. in immer noch jüdisch-christlich
angeprägten kulturen wird man und frau deshalb (ich behaupte einfach mal: zu
über 90% ) MANNA hören und darunter die
arbeitsfrei und quasi durch wunderkraft erzeugte, wie im schlaraffenland als
tau am morgendlichen boden liegende Nahrung
für hungergeplagte Exilanten (süß und in kleinen körnchen, vergleichbar den
heutigen ³smacks²) assoziieren.
also nicht esoterisch, sondern alt-monotheistisch.
nun, ich finde beide sematischen wortfelder, polynesisch-animistisch und
jüdisch-monotheistisch, für das netznetz.net projekt
unpassend. die dort geförderten leute haben tendenziell wenige euro zu
futtern und zu shoppen, weil sie es so wollen (und ihre vielen
fähigkeiten eben NICHT v.a. für geld und am jeweiligen markt feilbieten
möchten) und alle mit näher bekannten
arbeiten ohne irgendwelche notwendig untergefütterten religösen motivationen
mit, ein vager ³glaube an die kunst² einmal
ausgeschlossen.
Andreas Leo Findeisen a.findeisen at akbild.ac.at
Mon Okt 10 12:37:11 CEST 2005
Ich würde den Eintritt der Mana-Vorstellung in die Ökonomie der knappen
Werte der Wiener Netzkultur nicht allein durch (Über- oder negative)
Affirmation erklärt haben wollen, sondern vor allem als Produkt der
sog. phänomenologisch-eidetischen Epoché - also einer
Beobachtungstheorie, die auch bei Kommunikations- und
Systemtheoretikern wie Niklas Luhmann Gültigkeit hat und Anwendung
findet.
Lest Husserl, ihr Heerscharen der intellektuellen Finsternis!
Seit Jänner habe ich alle Ansätze der Modellbildung mitverfolgt - ich
erinnere an den sehr bedenklichen Diskurs “The Flavour of Money”, bei
dem GELD/WÄHRUNG als Mittel der demokratischen Entscheidung (!!!)
verhandelt wurde, an diverse Reputationssysteme, Votingsprozeduren u. ä
- und die Invariante all dieser Vorstellungen zur Gewinnung einer
Prozedur, eines Verfahrens, liegt - soziologisch gesprochen - in der
Mana-Vorstellung begründet. Also nur ein Auf-den-Begriff-Bringen, kein
Er-Finden liegt diesem simplen Vorschlag zugrunde.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Mon Okt 10 15:09:05 CEST 2005
was mana angeht, da gibts sicher schon etwas bei Claude Lévi-Strauss zu
finden (uebrigens nicht alle menschen mit doppelnamen sind spoe-beamte) -
und so wie bei diesem namen heute eher die meisten nur an bluejeans denken,
so eben bei “mana” - wenn ueberhaupt - an die beschwoerung hoeherer maechte
(im konkreten fall ist ohnehin nur die wiener spoe gemeint
aber du
kannst es drehen und wenden wie du willst - Stefan - der eso-schwachsinn
ist ´die religion´ im ultrakapitalismus - und “mana” liegt jetzt vollends
schwer auf netznet und macht das ganze erst so richtig neTT.
FER f.e.r at sil.at
Fre Okt 7 10:27:50 CEST 2005
http://en.wikipedia.org/wiki/Netznetz
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Son Okt 9 12:17:32 CEST 2005
Module probieren. Das ist nun der nächste Schritt in der Weiterentwicklung
von MANA. Wir nützen gerne die Gastfreundschaft der Leute von PooolPlays
im Freiraum und finden uns am 15.10.2005 um 18:00 zum Labortest von MANA
zusammen. Nachdem SPRINT in Reichenau hat die Developmentgruppe
weitergemacht und nun sind erste Puzzlestücke des Ganzen zum Angreifen da.
Der Abend steht dann unter dem Motte “statt rumreden - mal ausprobieren”.
Also 15.10. um 18:00, Freiraum
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mon Okt 10 18:33:01 CEST 2005
Warum angesichts dieser postmodernen
Ausgangslage gerade Husserl? Warum nicht seinen erbitterten Gegner
Adorno mit seiner Negativen Ästhetik? Warum nicht den frühen oder späten
Wittgenstein oder einen logischen Empiristen? Warum nicht statt Husserl
seinen Vorläufer Kant? Warum nicht Hegel, oder die Dialektik bei Marx,
warum nicht Nietzsche oder Foucault? Warum nicht Deleuze oder Serres?
Warum nicht Heidegger oder einen modernen Konstruktivisten? Warum nicht
die Kommunikationsansätze bei Apel oder Habermas? Warum nicht einen
Postmodernen wie Lyotard oder Welsch? Warum nicht alle nebeneinander
und gleichzeitig, was ja eigentlich der Fall ist?
Es bleibt weiterhin die Frage für netznetz: Wie verwaltet wer eine
theoretische Vielfalt von Ansätzen, Paradigmen, politischen und
erkenntistheoretischen Differenzen, die heterogene Pluralität, das
Inkommensurable, die originäre Vielzahl, die Dimension der
Verflechtungen und Übergänge? Wer garantiert die **Pluralitätsicherung
unter diesen Dissensbedingungen**? Sollen wir dafür das Konzept der
“transversalen Vernunft” von Welsch oder jenes der “responsiven
Rationalität” bei Waldenfels benützen, oder eines der vielen anderen
modernen Konzepte von Rationalität?
>
Ja, Waldenfels, das ist ein guter Hinweis: ein Merleau-Pontyaner
(”Phänomenologie in Frankreich”) mit Musil’scher Schlagseite (”Der
Stachel des Fremden”), da ist Husserl sozusagen die fundierende
Grundlage. M.-P. war ja auch der erste, der sich über das emigrierte
Husserl-Archiv hergemacht hat.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Don Okt 13 12:44:18 CEST 2005
in Antwort an Or-Om
ManaSprint 2005: Interview Doris Kaiserreiner 1
Mein Name ist Doris Kaiserreiner, ich bin die Obfrau von Quintessenz und habe Kunst- und Kulturmanagment studiert. Daher auch mein persönliches Interesse an dem ganzen Prozess.
Sobald ich von Netznetz gehört hatte war ich auch sozusagen „dabei“, was viele nicht so mitkriegen, denn ich bin hauptsächlich im Hintergrund aktiv und schaue, dass ich Kontakte halte. Dass ich in letzter Zeit auf der Liste … (lacht) nicht wirklich aktiv war hat auch mit Urlaub zu tun.
ManaSprint 2005: Interview Doris Kaiserreiner 2
Ich würde NetzNetz als eine Ansammlung von interessierten Kunst- und Kulturschaffenden betrachten, die sich formiert haben, um im Bereich Netzkunst und –Netzkultur etwas zu ändern – einerseits. Andrerseits, um sich gegenseitig kennenzulernen, Synergien abzuwägen und aufzutun, Projekte miteinander zu machen und auch eine Sichtbarkeit nach außen hin zu erreichen.
Mit dem Fördersystem sind viele unzufrieden, weil sie zu wenig Kenntnis darüber haben, wie sie an Kohle herankommen oder wie sie sich finanzieren sollen, oder weil sie einfach immer wieder durch den Rost fallen und. Das Ziel ist hier, dass man dies für sich verbessert.
Mana (lacht) Mana … ich bin mit dem Titel nicht sehr zufrieden. Er wurde in einem Testwahlverfahren abgestimmt, wo ich das nicht ganz so mitgekriegt habe, dass gewählt wird. Mana ist mehr oder weniger ein Software-Tool, das wir diese Woche im Sprint entwickeln und das uns dabei hilft, gegenseitig – statt einem Kuratorensystem, wie es bisher üblich war – uns selbst und die Projekte zu wählen, die förderwürdig sind.
Ich denke, alleine schon die Tatsache, dass wir u.a. Software zu Hilfe nehmen, erweckt Kritik und Unverständnis. Da liegt einerseits das Problem, andrerseits aber auch die Chance, denn es ist ja nicht so, dass wir mit „Software“ irgendetwas von oben herab aufsetzen, sondern das hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, indem wir uns mit dem gegebenen Fördersystem auseinandersetzten und auch ein Echo bekommen haben und eingeladen wurden, uns darüber Gedanken zu machen und es besser zu entwickeln. Das ist ein Prozess, der von vielen Leuten getragen wird, wo viele involviert sind und wo wir sehr wohl auf die Probleme auch eingehen oder sie feststellen.
Andrerseits denke ich, dass dieses Mana nur einen Teil des Vier-Säulen-Modells ausmacht und eben auch als Teil zu betrachten ist. Es ist nicht das Fördermodell, das nur durch Software umgesetzt werden würde – das ist ein Blödsinn.
Ich denke, es ist möglich, dass man scheitert, ja (!). Wo Menschen aktiv sind, da menschelts und da treten eben spezifische Probleme auf. Nichtsdestotrotz finde ich es wichtig, das einmal auszuprobieren, die Freiheit dafür zu haben und sich die Freiheit dafür auch zu nehmen. Meine persönliche Meinung ist, dass auf jeden Fall jede Bemühung, es zu verbessern Sinn macht; und auch wenn nur Teile davon übrig bleiben, ist es besser als das Modell, das es bisher gab. Also, wir haben eigentlich nichts zu verlieren!
Man kann sich ja die Landschaft derer anschauen, die sich zu Netznetz zugehörig fühlen: wir haben alle dasselbe Problem festgestellt, dass es nämlich immer zuwenig Förderungen gibt für das, was wir machen, dass viele eben unter den Rost fallen … und wenn es jetzt eine Chance gibt, eine berechtigte Chance, dass mehrere Arbeiten, mehrere Labels, mehrere Künstler gefördert werden – dann ist es das auf jeden Fall wert.
Was sich im Netznetz–Prozess für mich herausgestellt hat ist eine sehr spannende Entwicklung, nämlich Synergieeffekte auszunützen und gemeinsam zu arbeiten. Ich glaube, dass das System – eben Mana – dies durchaus unterstützen kann.
Ich sehe „Kannibalismus“-Vorwurf in dem Fall eben nicht als Gefahr, weil es im Sozialgefüge ein Regulativ gibt. Wir haben uns das durchaus überlegt und glauben … – bzw. ich glaube – sehr stark daran, das wir das sehr gut vermeiden.
Und wenn es sozusagen jetzt für das Jahr 2006 einmal eine Förderausschüttung gibt, aufgrund des Systems, das wir erarbeitet haben, dann wird man überprüfen und analysieren, wer Förderungen bekommen hat, wo sozusagen das Geld möglicherweise zusammengeflossen ist und wird dann in einem zweiten oder in einem dritten Durchgang immer wieder darauf reagieren.
D.h., für mich regelt sich das System eben durch die Leute, die mitmachen. Es gibt also eine soziale Kontrolle.
Ich glaube, dass wir aufgrund dessen der Tatsache, dass wir seit eineinhalb Jahren, - ohne Kohle zu kriegen! -, uns zusammengesetzt und zusammengetan haben, um etwas zu bewirken, das wir auch dadurch ein großes Selbstbewusstsein haben. Wir lassen uns nicht über den Kamm scheren oder ausboten, und wir wissen aufgrund dieses Prozesses sehr wohl, was für uns wichtig ist.
Findeisen, Andreas Leo A.Findeisen at akbild.ac.at
Mit Okt 12 09:31:33 CEST 2005
Die Rolle die ein Teilnehmer beim NetzNetz Votings einnimmt ist nicht die
eines einfusslosen Wähler aus einer anonymen Masse. Die Position die er
einnimt ist die Rolle eines Politikers, der entscheidet wie Geld vergeben
wird.
Dementsprechend hat er auch die Aufgaben eines Politikers auszuführen:
Meinungs & Konsensbildung, Beschaffung von Mehrheiten, … und vor allem
aber die Pflicht für die eigene Entscheidung Rede und Antwort zu stehen.
Das kann mühsam sein und man handelt sich die Gefahr ein, es sich mit der
einen oder anderen Person zu verschertzen, dies sollte aber der Preis
sein, um bei Mana mitvoten zu dürfen.
Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Fre Okt 14 12:24:03 CEST 2005
Naja. Vereinfachtens geantwortet. Rechtfertigungsdruck sollte wohl nicht
rauskommen, aber diskussion um projekte und tätigkeiten schon. also nur
stilles kämmerchen gehen und wählen kann nicht der sinn einer social
software sein - weil ohne feedbackschleife durch die realwelt funktioniert
das ding einfach nicht. aber scherbengericht auf der agora ist halt auch
keine befriedigendes modell. aber das ist ja auch der knackpunkt an dem
teil: es handelt sich hier nicht um ein system, dass hergebrachte formen
von wahlmechanismen in’s netz abbildet. es ist ein selbstorganisations-,
selbstbewertungs- und selbstkontrollsystem, dass ein mass an
verantwortlichkeit einfordert, dass die hergebrachten systeme nicht mehr
einfordern. lass’ mich’s post-demokratisch nennen, in dem sinn, in dem es
demokratische mechanismen - die längst in großen strecken in die “ecke
gefahren” sind - in frage stellt.
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Fre Okt 14 16:02:37 CEST 2005
Die Frage ist: Wie schaffe ich ein Vergabesystem, welches von den
Betroffenen (=Ansuchern um Förderungen) so weit akzeptiert wird, dass sie
an dessen Erhaltung und Verbesserung interessiert sind. Der Konsens bzw.
Mehrheit muss nicht im Ergebenis herschen, sondern darin wie es zu dem
Ergebnis kommt.
Mana betritt absolutes Neuland, dementsprechend wackelig steht es sowohl
auf theoretischen Boden als auch, was die generelle Akzeptanz betrifft.
Wenn es aber NetzNetz gelingt mit Mana ein System zu entwickeln, welches
zwar fehlerhaft und unausgegoren, aber in Summe besser und offener als die
bisherige Vergabe Praxis ist, kann man an diesem rumfeilen und versuchen
dieses optimal auszubalanzieren. Wenn das nicht gelingt wird Mana
Schiffbruch erleiden.
Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Fre Okt 14 17:47:13 CEST 2005
die aufgabe von netznetz sehe ich dabei vor allem beim versuch, die teilnehmerInnen sichtbar zu machen, und so den
prozeß des votings zu erleichtern (in form einer erweiterung des netznetz wiki, die arbeit der gruppen und
die aktuellen projektvorhaben vorstellt, ev. mit einer schätzung der benötigten ressourcen)
es gibt wahrscheinlich viele, die sich nicht ständig als politiker produzieren und rechtfertigen wollen,
nur weil sie für ihr kunstprojekt geld brauchen.
Christoph Veigl chris at shifz.org
Mon Okt 17 12:13:04 CEST 2005
fuer parlaments of arts, find ich, dass das ganze zeimlich wenig mit kunst
und politik (und den strategien zur ueberlistung von totalitaeren
systemen, wie es die politik im internet auch ist) zu tun hat, nur alte
und etablierte leute unter den gaesten, kein underground, kein hoax,
hacktivism etc…
carla salva neues at gmx.at
Fre Dez 9 19:44:34 CET 2005
>genau! wenn uns einer aus reiner selbstvermarktung staendig nervt dann
>werfen mir ihn ausse. aber unseren projekte werden mir schon weiterhin
>ankuendigen duerfen sollen.
was ist mir dir - mausi? wie waers wenn du auch mal eine meinung zu etwas
posten wuerdest - oder stehst du drauf, von der hegemonie gefickt zu werden?
switch
was “Revolution macht gluecklich und spass” anlangt - ja Martin Mair, wenns
um ´das politische´ geht, dann ist netznet - so denke ich -
bedauerlicherweise kein idealer diskussionspartner. das kuschelmonster
eSeL war dafuer schon quasi signifikant und so gesehen der ideale
ansprechpartner fuer politikerinnen, die eben auch ihre muttergefuehle
haben. ja ja - mit parteipolik (!), da kennen sich die netznet-funktioanere
schon aus.
zur aktuellen situation !!!
ungeachtet der beschwichtigungs- und ablenkungsmails seitens der aktuellen
lenkungsriege - hi Stefan! -, wird weiterhin damit spekuliert, diese
community vor so genannte vollendete tatsachen zu stellen.
der Mailath-Pokorny redet sich darauf aus, order vom rathauschef selbst
bekommen zu haben und er demnach ´gebundene haende´ haette; ungeachtet des
umstands, dass er doch vor den gemeindratswahlen im glaskistl die klappe
aufgerissen hat. ergo, auch nur eine marionette ist.
jetzt laesst man uns wissen, die netznet-sache liegt ganz in den haenden
der staatsdienerin mit den muttergefuehlen - Fassler-Vogler -. und die hat
- ich schwoer es euch (!!!) - schon seit wochen einen typen auf die szene
angesetzt, der pruefen soll, ob diese ueberhaupt foerderungswuerdig ist.
da schaust du wieder Math-mausi! also bevor noch ein cent an irgendeinen
netzkuenstler/aktivisten gegangen ist - bislang haben nur funktionaere fuer
kontrolle und repraesentations-spektakel wie “parliaments of art 05″
kassiert - gibt die frau schon wieder geld ´fuer kontrolle´ aus.
“parliaments of art 05″ war uebrigens kein wunsch der community, sondern
eine auftragsarbeit der Fassler-Vogler, die ja ebendort das so genannte
symposiums durch den hinweis bereichert hat, dass in jedem
´subventionsantrag´ ein wien-bezug vorkommen muss.
koennt ihr euch menschen mit so einem gehirn vorstellen?
weiters will die lenkungssriege zwar das abstimmungsergebnis ´als
lippenbekenntnis´ respektieren, aus dem siegerprojekt aber ein hybrid
machen - d.h. ein kontroll-tool quasi durch die hintertuer.
kein politiker muss ein kunstfoerderungsgesetz aendern, wenn nach dem
versprechen des kulturstadtrates - lt. presseaussendung - die community auf
dem selbst erstellten programm, ihre (!) spiele spielt - “partizipatorisch
und egalitär” - und ´die gewinner´ an die ma7 weiterleitet. erst dann gibts
auch die erforderlichen papierln fuer die ablage der ma7.
FER f.e.r at sil.at
Sam Jan 14 00:06:18 CET 2006 in Antwort an Norbert Math
At 18:01 24.01.06 +0100, Thurner wrote:
Hallo!
FER macht auf Konstruktiv. Da lachen ja die Hunde. Da hat wer sein
Troll-Projekt ausgesetzt - wie’s scheint. Was bleibt ist jedoch nicht ein
überragendes Kommunikationsexperiment, sondern ein gar jämmerliches
Psychogramm.
LGT
At 22:48 25.01.06 +0100, Grenzfurther wrote:
>jaja, aufwind und abwind
ausgerechnet ihr beide - flackernde lichter im weiten land - solltet euch,
wenn es um psychogramm geht, voll bedeckt halten.
Thurner hat zusammen mit dem langohrigen als wortfuehrer und anderen durch
untertanen-haltung und kriecherei der netznet-initiative schweren
image-schaden zugefuegt.
was glaubwuerdigkeit anlangt, habt ihr ohnehin verdammt schlechte karten:
ihr wollt geld - mir geht es einzig um das ansehen von netzkulturen.
und das heisst zugleich: gegen die weitere einvernahme und kontrolle der
stadt wien (der hegemonie) ueber diverse heimischen szenen. mir ist
friedhofsruhe in wien ein greuel - fuer euch zombies freilich nicht
nachvollziehbar.
gerne bin ich auch mal ein tierfreund und lasse in artikel eure
namensnennung weg.
froehliches weiterkriechen!
FER f.e.r at sil.at
Don Jan 26 14:04:34 CET 2006 in Antwort an Thomas Thurner und Johannes Grenzfurthner
> Gerade diese von wechselstrom geforderte (kommunikative) Offenheit des
> Gesamtkunstwerkes muss aber auch alle anderen möglichen Ästhetiken und
> Ethiken zulassen, die IHR SELBST (der Ästhetik und Ethik
> wechselstroms) WIDERSPRECHEN, ja sie sogar ausschließen oder
> beseitigen wollten. (Wieder das Problem der selbstreferentiellen
> Inkonsitenz, da wechselstrom ja will, dass seine Position für *alle
> anderen als Grundlage gelten soll*). Der Grundsatz, dass die Community
> das Recht hat, sehr wohl etwa durch Mehrheitsbeschluss zu entscheiden,
> dass bestimmte Teilnehmer nicht mehr in der Liste kommunizieren
> dürfen, MÜSSTE EBENFALLS IM RAHMEN DER OFFENHEIT DES SYSTEMS
> ZUGELASSEN WERDEN! Damit entsteht das triviale praktische Problem,
> dass beide Positionen gleichzeitig gelten müssen.
>
hallo or-om,
abseits der tatsache, dass der begriff des gesamtkunstwerkes eine linie
von bayreuth (über darmstadt?) zu netznetz zieht, die ich so nicht sehe,
schließen sich positionen immer dann und nur dann aus, wenn die jeweils
dazugehörigen vektoren im komplexen raum der ideen zueinander im
180-grad-winkel stehen.
eine position, die das komplexe feld selbst kollabieren lässt, kann in
diesem zusammenhang schon vom mathematischen standpunkt aus nicht
möglich sein, da dann sowohl die widersprüche als auch die
konsens-positionen nicht mehr existent wären.
> Die Frage, ob die Community darüber entscheiden darf (oder muß), ob
> Teilnehmer unter bestimmten Umständen nicht mehr an der Liste
> teilnehmen sollen (dürfen), oder nicht, kann nicht durch eine
> Einzelperson verfügt werden, sondern müßte sich auf einen Konsens
> stützen, der in der Community erst durch eine “Verfassung”
> herbeizuführen wäre.
>
da bin ich dafür erst einen konsens zu erzeugen, und dann diesen zur
verfassung gerinnen zu lassen. - das habt ihr, denke ich, auch so gemeint
> Selbst in einer Verfassung füfr netznetz müßte verankert sein, dass
> mit bestimmten Mehrheitsbeschlüssen, *alle Inhalte der Verfassung
> wieder geändert werden können*.
>
und das ist definitiv falsch, denn eine verfassung kann nicht zulasssen,
dass “alle Inhalte der Verfassung wieder geändert werden können”, dann
müsste auch zulassen sein, dass beschlossen wird, die verfassung (und
damit die möglichkeit die verfassung zu ändern) ausser kraft zu setzen
und diese änderung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
in modernen verfassungen wird diese möglcichkeit (also die möglichkeit
die demokratie selbst ausser kraft zu setzen, selbst wenn 100% der
parlamentarierInnen dafür wären) durch die sogenannten
ewigkeitsparagraphen (sie betreffen auch die grundlegenden prinzipien
und verankerungen der menschenrechte) ausgeschlossen
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Fre Feb 10 11:03:26 CET 2006 in Antwort an Or-Om
bopsecrets.orghttp://www.bopsecrets.org/CF/structurelessness.htm
Erinnert mich irgendwie an Netznetz:
During the years in which the women’s liberation movement has been
taking shape, a great emphasis has been placed on what are called
leaderless, structureless groups as the main — if not sole —
organizational form of the movement. The source of this idea was a
natural reaction against the overstructured society in which most of us
found ourselves, the inevitable control this gave others over our lives,
and the continual elitism of the Left and similar groups among those who
were supposedly fighting this overstructuredness.
The idea of “structurelessness,” however, has moved from a healthy
counter to those tendencies to becoming a goddess in its own right. The
idea is as little examined as the term is much used, but it has become
an intrinsic and unquestioned part of women’s liberation ideology. For
the early development of the movement this did not much matter. It early
defined its main goal, and its main method, as consciousness-raising,
and the “structureless rap group” was an excellent means to this end.
The looseness and informality of it encouraged participation in
discussion, and its often supportive atmosphere elicited personal
insight. If nothing more concrete than personal insight ever resulted
from these groups, that did not much matter, because their purpose did
not really extend beyond this.
The basic problems didn’t appear until individual rap groups exhausted
the virtues of consciousness-raising and decided they wanted to do
something more specific. At this point they usually floundered because
most groups were unwilling to change their structure when they changed
their tasks. Women had thoroughly accepted the idea of
“structurelessness” without realizing the limitations of its uses.
People would try to use the “structureless” group and the informal
conference for purposes for which they were unsuitable out of a blind
belief that no other means could possibly be anything but oppressive.
If the movement is to grow beyond these elementary stages of
development, it will have to disabuse itself of some of its prejudices
about organization and structure. There is nothing inherently bad about
either of these. They can be and often are misused, but to reject them
out of hand because they are misused is to deny ourselves the necessary
tools to further development. We need to understand why
“structurelessness” does not work.
Paul Boehm paul at boehm.org
Fre Feb 10 00:08:13 CET 2006
einige leute zermartern sich hier den kopf, und dann findet man bei
wikipedia unter dem eintrag netznetz
nur die gruppennamen:
Ubermorgen, Quintessenz, monochrom
find ich nicht sehr super.
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Fre Feb 10 10:43:47 CET 2006
das duerfte ja wohl kein problem sein, ist ja wikipedia.
kann man ja veraendern…
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Fre Feb 10 11:18:36 CET 2006
hast recht, eine überarbeitung des artikel ist schon seit jänner
ausständig.
vermute dahinter sicher nichts böses, führe das eher auf die
chaorderic structures von netznetz zurück …
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Fre Feb 10 16:08:53 CET 2006
hier mein Vorschlag, wie weiter Vorgegangen werden soll um das “Wiener
Foerdermodell Neu 2.0″ zu einer nachhaltigen Struktur zu formen, die
Vorteile bringt und Machtbündelungen weitgehend vermeidet.
1. Loesungs-Intervention: Alle SUPER Probleme MUESSEN jetzt erst mal in
weiteren intensiven Gesprächen gelöst werden. Nicht die einfachen, aber
die schwierigen Fragen wie sie vor allem auch im Optionen Democrator
http://or-om.org/netzoptionen.pdf beschrieben sind & VOR ALLEM die
Einwände & Ängste von Seiten der Anonymen Schreiber und offenen
Kritiker MUESSEN nochmals an den runden getragen werden.
Meiner Meinung nach in einem ganz offiziellen, eigenen Depot Termin!
Es wird mitunter keine 2.0 Version geben, wenn wir nicht JETZT,
parallel zur weiteren Ausarbeitung eines laufenden Betriebs diesen
Leuten zuhören sie zu Wort kommen lassen, und ihre Kritiken konstruktiv
aufnehmen.
Noch einmal der Hinweis an die Kritiker: netznetz sieht sich NICHT als
Interessenvertretung! Es handelt sich um einen losen Zusammenschluss
von Personen die ähnliche Dinge tun. Eine Gruppe von Personen, die sich
aus Netznetz heraus gebildet hat, hat eine Schnittstelle zur Stadt
Wien, respektive zu Fördergebern geschaffen. Jetzt versuchen wir
500.000 Euro die es vorher NICHT für diesen Kunst-, Kultursektor
gegeben hat, SO GERECHT WIE MÖGLICH unter den TeilnehmerInnen zu
verteilen, die sich dieser Subkultur zugehörig fühlen.
Es ist definitiv keine leichte Aufgabe Gelder gerecht zu verteilen! Wir
suchen schon seit Monaten, in grossen Gruppen, nach Wegen dies zu tun.
Jede Kritik, jeder Vorschlag und jeder Einwand ist willkommen, vor
allem dann, wenn er dazu beiträgt noch mehr Menschen / Meinungen unter
den Hut zu bringen. Wir sind sehr um Konsens sehr bemüht. Auch ich bin
nicht mir allen Entscheidungen der Gemeinschaft glücklich, akzeptiere
und repetiere sie aber trotzdem als solche. Gegenseitiges Verständnis
und vor allem Respekt in den Konflikten rund um Netznetz und das Geld
ist umbedingt notwendig und von allen Seiten dringend einzufordern.
Untergriffige Meldungen bitte jedenfalls vermeiden. Meinungsäußerungen
sind wichtig und ausgesprochen erwünscht. Dankesehr, an alle
Beteiligten für die sachliche, konstruktive Auseinandersetzung.
bIn/Sh binsh at sonance.net
Die Feb 14 13:19:49 CET 2006
3. Klarheit schaffen, was Begrifflichkeit betrifft.
z.B:
NETZNETZ ist NICHT das “Wiener Foerdermodell Neu” SONDERN ein loser
Zusammenschluss von Kunst- und KulturproduzentInnen.
MANA ist NICHT das “Wiener Foerdermodell Neu” SONDERN ein Teil davon.
[Die Software zur Vergabe von Network-Grants]
und vieles mehr ……..
Es muss ein netznetz GLOSSAR entstehen……zusammen mit den FAQ’s die
gerade in Arbeit sind.
4. Neue Identitaet schaffen:
Wenn wir so weit sind, dann sollten wir uns vielleicht mal einen neuen
Namen für diese Gesell- oder Genossenschaft überlegen, eine Neue
Identität dafür schaffen. “Wiener Foerdermodell Neu 2.0″ ist mir
persönlich ein bisserl zu Fad. Die Lage um Netznetz ein wenig zu
vertrackt ( unklar, vernebelt )
bIn/Sh binsh at sonance.net
Die Feb 14 13:19:49 CET 2006
Einer der spannendsten Dinge bei NetzNetz ist das vollkommen unklar ist wer wir eigentlich sind?
Dementsprechend passieren Dinge, weil einzelne Personen diese für gut, richtig bzw. für Aufgrund der Situation und Rahmenbedingungen für notwendig erachten.
Darum ist es ausgesprochen unpräzise einzelnen Personen Vorwürfe für etwas zu machen, was auf dem Mist von jemand anderen gewachsen ist.
Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Son Jul 2 12:06:45 CEST 2006
>>Erwünscht von wem?>Einer der spannendsten Dinge bei NetzNetz ist das vollkommen unklar
>>ist wer wir eigentlich sind?>Dementsprechend passieren Dinge, weil einzelne Personen diese für gut,
>>richtig bzw. für Aufgrund der Situation und Rahmenbedingungen für
notwendig erachten.>Darum ist es ausgesprochen unpräzise einzelnen Personen Vorwürfe für
>>etwas zu machen, was auf dem Mist von jemand anderen gewachsen ist.
> Eine Community soll definiert sein als temporär geschlossene Menge von
>
> Personen, die sich mindestens einer Idee zugehörig fühlen.
>
> Die Community der NetzkünstlerInnen ist somit die Gesamtmenge der Personen,
>
> die von sich behaupten Netzkunst zu betreiben; dabei ist es unerheblich, was
>
> jede/r einzelne unter Netzkunst versteht, wichtig ist nur, dass jede/r eine
>
> Vorstellung davon entwickelt, was Netzkunst ist. Es genügt also die
> Definition
>
> fühle mich zugehörig , um Mitglied innerhalb einer Community zu sein.
> Temporär
>
> geschlossene Menge bedeutet, dass eine Community zwar wachsen, schrumpfen
>
> oder in der Anzahl der Personen stagnieren kann (Personen kommen dazu,
Andere
>
> verlassen das Feld) , im Entscheidungsfall jedoch für einen definierten
> Zeitraum
>
> geschlossen sein muss. Dieser Entscheidungsfall tritt immer dann ein,
wenn es
> um
>
> die Verteilung von Ressourcen geht.
> Date: Tue, 04 Jul 2006 19:18:31 +0200
> From: wechselstrom
> To: office at transmitter-x.org, x-x at grafzyx.at
> Subject: fragen von graf und zyx, die alle interessieren
hallo graf+zyx,
vielen dank für den ausführlichen versuch,
einige der aspekte von netznetz, die ich für die
experimentellen basisqualitäten des projekts halte,
für ungerecht, machtmotiviert, intransparent und von langer
hand und bäser absicht geplant darzustellen.
das ist euer gutes recht - am Freitag dagewesen zu sein, wäre
auch euer gutes recht gewesen. solange keine verlässliche und
akzeptierte vorgehensweise+softwarelösung die netznetz-prozesse
mitregelt, - und, warum auch nicht, noch darüber hinaus -,
gehen “wir” eben auf nummer sicher = nummer real und verlassen
uns auf die hinlänglich erprobten formen der plenardemokratie, wo
körperliche anwesenheit voraussetzung ist.
genau, um der transparenz willen (die wurde auf dieser liste
von leuten, die dort waren, m.W. nicht angezweifelt).
und weil echte voting-software so ab 70.000 euro kosten würde und die z.Zt.
sicher niemand von unserem jahresbudget loseisen will. (kennt ihr mögliche
sponsoren, graf+zyx? das wäre eine große hilfe!)
die gewollte nebenfolge ist schon mehrfach, in meiner erfahrung, dass man
und frau neue leute aus wien kennenlernen, von deren projekten erfahren und
sich über den austausch von infos auch verbinden und verbünden. nicht, um
netznetz zu beherrschen, sondern um ihre projekte, die zwischen netzkunst
und -kultur beheimatet sind, nach vorne zu bringen.
darf ich an dieser stelle, ganz ernst gemeint, fragen, ob ihr einmal eine
zeitlang erfahrung als mitglied einer projektorientierten
free-software-community gesammelt habt? in diesen rezenten und aufgrund der
neuen tools auch wirklich neuen kollaborationsmöglichkeiten, die zu
erfolgen wie linux, typo3, wikipedia u.a. führen können, sehe ich nämlich
das role-model für die idee netznetz schlechthin. auch wenn netznetz viele
und interdependente übersetzungen in den lokalen und realen raum
bewerkstelligt, bzw. wagt, teilweise scheitert, und trotzdem weitermacht.
diese erfahrung ist übrigens ziemlich leicht nachzuholen und ob ihr sie
schon habt wird mir aus euren lebensläufen noch nicht wirklich ersichtlich.
eure netikette, die tendenz eurer mitarbeit, scheint mir dagegen zu
sprechen. (da mag ich mich, das will ich betonen, aber gründlich irren und
eure doch ziemlich aufwändigen postings haben andere motivationen, die mir
noch fremd bleiben, daher die frage.)
denn dass ihr hier namen von leuten auflistet, die sich nicht nur den
Freitag abend freigenommen haben, sondern teilweise auch über viele dutzende
vorhergegange meetings hinweg erreicht haben, eine ausreichend erfolgreiche
form von netznetz und mana zu erarbeiten und damit die stadt wien den topf
für unseren kulturbereich vorerst einmal verfielfacht hat, dass ihr die hier
so vorzuführen versucht, das stößt mir auf.
da wären “mitbringsel-personen” eingebracht worden?
und stimmenthaltungen sind bei euch “verweigerungen”, statt einfach die
möglichkeit zu neutralem verhalten, und nicht etwa die klar artikultierten
“nein”-stimmen?
und jemand, der für einen job so attraktiv wie eine heiße kartoffel antritt
und als einziger kandidat dann auch gewählt wird, will hier der “führer”
sein? das projekt steht immer noch am anfang und ist dementsprechend
ungemütlich, die erste convention wird erst vorbereitet, der sommer ist heiß
- ich wundere mich keineswegs über die anzahl der kandidaten, und ihr macht
euch über den gewählten nicht nur lustig, sondern unterstellt ihm
herrschaftsansprüche. (kennt ihr monochrom? kennt ihr johannes grenzfurtner?
sind die in einer “führer”-struktur organisiert? danke für etwas umhören und
recherche).
das es kein einfaches “wir” gibt steht seit anfang aller mails und meldungen
fest.
das hier ist eine “meta-community”, die sich ihre gesteigerte geldförderung
samt methodenentwicklung unter die vielen nägel gerissen hat, in unser aller
interesse, behaupte ich einmal (und erwarte mit spannung gut begründeten
widerspruch).
franz ablinger beschreibt das m.E. in seinem heutigen mail sehr gut, wie
kern und umkreis solcher “communities” changieren können und sollen.
eure so höflich als “mitbringsel” betitelten leute würden in meinen
community-erfahrungen “newbies” heißen,
die ihre berufserfahrung und zeit freiwillig einbringen und in die
eingeweide einer struktur vordringen SOLLEN, um sie morgen am leben zu
halten. stellt euch halt selber auf beim nächsten mal, eure cv´s sprechen ja
von viel erfahrung in vielen projekten
Und warum zählt ihr, wenn euch soviel an gerechtigkeit liegt, nicht genauso
einmal nach, wieviele leute in backbone-projekten und den ersten
network-grants gefördert wurden und NICHT zu diesem hochengagierten
kern gehören? und deshalb wohl ausreichende transparenz und neutralität
unser neuentwickelten instrumente GEGEBEN gewesen sein könnte?
eure sprache wird den motivationen dieser hochengagierten kernleute, von
denen ich die meisten mittlerweile ganz gut kennengelernt habe und zu denen
ich wohl auch, mit zyklisch auftauchenden starken ambivalenzen, - weniger
aus mangelnder freude über das projekt, sondern weil die bei mir anstehenden
aufgaben nicht ausreichend zum zug kommen -, gehöre,
sicher nicht gerecht.
sie ist denunziatorisch, weil anprangernd, und am pranger ist
ausgestellt-sein schon die strafe, nicht etwa die einleitung einer
untersuchung, wie ihr das vorgebt.
und das ist nicht o.k., denn ohne wirklich VIELE freiwillige arbeit von
mehreren dutzend leuten in den letzten zwei jahren hättet ihr hier garnichts
zum aussetzen.
dass es schwierig und ohne konstruktive kritik wie auch die mitarbeit neuer
kräfte (”newbies”) sogar unmöglich ist, die netznetz-selbstverwaltung,
thematik und organisation und ausgestellte und
locations der annual convention, modell-entwicklung und durchführung von
mana- und backbone-vergaben durchzuführen, das wundert mich KEINE MINUTE.
dass jetzt der finanzplan offenliegt (sicher ein paar tage arbeit gewesen)
erleichtert die situation sicher, zeigt aber auch, dass eure an- und
vorwürfe dann doch nicht weit genug reichen.
denn eure anspielung auf den “großen bruder” ist m.E. ein bisschen ein
eigentor, netznetz als system ist dann schon eher ein regelwerk der kleinen
brüdern und kleinen schwestern, die sich rationelle mittel zur
kollaboration, d.h. auch: beobachtung geschaffen haben.
das scheint euch als hauptmerkmal dessen, was m.E. an diesem geilen projekt
zu bemerken ist, noch nicht wirklich angenehm aufgefallen zu sein,
denn:
der versuch einer “dominanz über das system” wird kontrolliert, bei jeden
wahlgang, bei jedem call, merkt ihr das??
der versuch, ein einseitiges mana-modell auf dauer zu installieren, wird
kontrolliert, durch die bewusste option auf dessen weiter- oder
neuentwicklung, merkt ihr das??
der versuch der “dominanz über die szene” wird kontrolliert, durch die
kleinteiligen förderungssummen, merkt ihr das??
und dass dies alles kein zufall ist, sondern instrumente der freiwilligen
selbstkontrolle bei verteilung von fördergeldern, instrumente, die “wir”
selbst gebaut und gewollt haben und dabei die jahrlange weiterentwicklung
zur verbessung gleich eingebaut haben, meta-merkt ihr das nicht langsam
auch?
also zu eurer frage im betreff gebe ich die antwort:
wer sind die -kontollierten-, taeter? werdet welche!, dann merkt ihrs am
eigenen leib.
und es ist euer gutes recht, euch auch in dieser form einmal zu engagieren.
nichts für ungut
und einen schönen abend an alle
leo findeisen
Andreas Leo Findeisen a.findeisen at akbild.ac.at
Don Jul 6 22:09:19 CEST 2006
goeh bitte, herr findeisen, bitte erzaehl der liste noch mehr, wie
viel du von open source projekten verstehst.
Schoen langsam ist das echt NLP hier. (auch wenn martin meint,
man soll das nicht sagen). Geld macht anscheinend bloed.
…
> neuen tools auch wirklich neuen kollaborationsmöglichkeiten, die zu
> erfolgen wie linux, typo3, wikipedia u.a. führen können, sehe ich nämlich
> das role-model für die idee netznetz schlechthin. auch wenn netznetz viele
nein!
diese projekte haben ein GEMEINSAMES ZIEL. Netznetz hat nur das ziel
/optimalitaetskriterium “wie gewinn ich am meisten foerderung”
(und nehme sie hierbei den anderen weg, weil der topf konstant ist)
Grosser fundamentaler unterschied!
So. Und jetzt noch ein fuer alle mal:
—————————————————————————-
>>>>>>>>> NETZNETZ HAT NICHTS MIT OPEN SOURCE MODELLEN ZU TUN.
Hier wird ja nicht nur mit dem “Erweiterten Kunstbegriff” hantiert (Stichwort:
Netzkunst), sondern meiner Beobachtung nach, auch noch mit einem erweiterten
Software-Begriff (ungeliebtes Stichwort: Social Software), einem erweiterten
Text-Begriff usw. usf.
Wo die jeweiligen Erweiterungen anfangen und aufhören sollten, das wurde auf
der Mailingliste schon durchaus öfters andiskutiert - leider aber meist nicht
sonderlich tiefgründig, möglicherweise der schlechten Aussichten wegen, bei
derartigen Grundsatzdiskussionen gerade HIER ein Ende oder zumindest einen
vorläufigen Kompromiss finden zu können.
Armin B. Wagner armin at medien.akbild.ac.at
Sam Jul 8 23:44:23 CEST 2006
was ist eine community? wie funktioniert sie?
meine meinung dazu:
- eine community ist eine sich selbst definierende gruppe,
deren grösse mit sich ändernden definitionen variiert.
- jeder mensch entscheidet durch sein handeln, seine
geäusserten meinungen und sein verhalten in abstimmungen
selbst, ob und in welcher form er dazugehört.
- daraus folgt: eine community ist von der anzahl her
undefiniert. im unterschied zu anderen mitgliedschaften kann
man auch “ein bisserl” dabei sein.
es gibt keine liste von gruppenmitgliedern. es ist ein
schalenmodell, bei dem einige mitglieder im kern stehen und
gut vernetzt sind, andere nur am rand mitspielen. mitglieder
können pro und contra arbeiten, konstruktive und destruktive
beiträge zur meinungsbildung der community leisten.
- da es daher keine “wählerevidenz” geben kann, greifen alle
formen der wahlbeteiligungsanalyse nicht. es müssen andere
mechanismen gefunden werden, wie communities sich selbst
regeln geben und vor allem: sich legitimieren.
eine - die bereits praktizierte - möglichkeit ist, pro- und
contra-stimmen aufzuwiegen. irgendwie müsste da auch eine
gewichtung hinein, die stimmen aus dem kern oder aus dem rand
der community schwerer wiegen lässt. in der annahme, dass
sowohl befürworter als auch ablehner eines votingpunktes ein
vitales interesse daran haben, die community-meinung zu
beeinflussen und daher mitstimmen, ist es nach meinem
empfinden zulässig, wenn eine minderheit über die mehrheit
bestimmt.
vorausgesetzt, es steht jedem menschen frei, jederzeit teil
der community zu werden und sich auch in den kern zu bewegen
oder wieder zu gehen, wenn es beliebt.
- die netznetz-community muss offen sein. die regeln müssen so
geschaffen werden, dass jeder mensch, der sich berufen fühlt,
netzkunst zu schaffen, auch teil der community werden kann.
es darf nicht nur historisches kunstschaffen als kriterium
gelten, sonst haben wir eine verschlechterung gegenüber
kuratierten vergabesystemen.
- daraus folgere ich: der wichtigste teil der netznetz-
grundregeln müssen die einberufungs- und veröffentlichungs-
richtlinien sein. diese müssen klar und stabil sein. also:
+ EIN server, wo alle termine zentral zu finden sind. der
server sollte nach möglichkeit nicht wechseln und auf jeder
aussendung angeführt werden.
+ dort werden auch die kanäle gelistet, über die man
ausschliesslich termininformationen und wichtige
verlautbarungen aus dem kern der community erhalten kann.
+ dort werden alle kanäle gelistet, über die man die meinung
der community mit beeinflussen kann. es müssen
informationskanäle bereitgestellt werden, über die man auch
potentielle community-members erreichen kann. wer sich
für netzkunst interessiert, muss zwangsläufig mit netznetz
in berührung kommen, um über die möglichkeiten zu erfahren.
+ einen festgeschriebenen terminvorlauf von 14 tagen für jedes
voting, damit auch jedermensch, der daran interessiert ist,
teilnehmen kann.
Franz Ablinger fra at monochrom.at
Don Jul 6 19:11:52 CEST 2006
hallo pk,
> (dort fälschlicherweise “Mana Community Game” genannt.*
> Kern dieses Fördermodells bildet das Community Game, …**
1.
wenn es euch nur um das wörtchen “mana” geht, könnt ihr uns solche
veröffentlichungen ersparen!
fühlt ihr euch aber ungerecht behandelt, dann wisst ihr jetzt, wie es
vielen - leider nicht mehr aktiven communitymitgliedern - auf dieser
plattform gegangen ist.
2.
unter welcher adresse sind jetzt endlich alle eingereichten
fördermodelle zum nachlesen gelistet?
3.
verschiedene links auf mana funktionieren nicht. führen einfach wieder
nur auf sich selbst zurück!
ist das die neu entwickelte, persönliche informationsstrategie des pk?
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Sam Jul 15 10:36:18 CEST 2006
Art -ist: Forming Enterprises.
Status report from Vienna by Simon Haefele.
Simon Haefele ( bin/sh ) is the founder of the
sonance.artistic.network as well as one of the many founding
members of Netznetz, the Viennese artistic movement. Binsh
works as artist in the fields of conceptual, net- & media-art. For
many years he has produced and released artworks, exhibitions
& events by using the Internet as one of the basic materials in
his creations. Binsh is currently living and developing his art in
Tallinn.
Austrian Art-History or: Net-Art in the 90th.
This story about net-art starts in early nineties in Austria.
A powerful movement, indeed a success story, it arose out of
the Media-Art developments of the 1970s and is now showing
up in arts history.
Based on the roots of the Viennese actionism, Net-Art found
to its strongest forms through the media-hacking actions of
etoy & rt(mark). The public art-servers of public netbase,
mur.at, subnet and thing.net were international leaders in the
field for more than a decade, along side other major players like
the media-art-lab, rhizome, nettime, the zkm, V2 and the ars
electronica. At the end of the nineties the Viennese scene
seemed to stagnate within the general struggle that the media
art was doomed to pass through all over the world.
This crisis derived from one source - high tensions created by
technicians and lawyers due to the success of Linux and the
widespread acceptance of the “General Public License,” a
concept of sharing of works pioneered by Richard Stallmann.
The new art world was seemingly overtaken, overnight; It had
no answer to the one big question: “Where did all those
solutions suddenly come from?”.
Art watched the Millennium’s end with the realisation that it
was not art that had led us into the new era.
New Movements Arising or: Again, Making
History.
With the beginning of the new century, in awareness of the
past, with recognition of its failures, secretly and unrecognized
by the public, the scene was now set for a genesis of new
players, new scopes and new traditions. Funded on brand-new
bases, made up with the mind-shift created by “public domain”
ownership ideas, a school of the new avant-garde arose in
Vienna. A highly energetic process started with a number of
speeches at the “Coded Cultures” conference organized by
5uper.net at the end of 2004. Arousing dialogs lead to a new
movement in art, technology and science named “netznetz.”
The aim of “netznetz” was to network all networks and
individuals of net- & media-art producers within our city. The
most essential challenge was to inaugurate a meta-network and
at the same time avoid the foundation of yet another umbrella
organization.
The “Critical Mass” Trick or: Kicking Off
Things.
By showing a “critical mass” of active people and their
intention in public, a new era was started. Under the motto
“Bring Your Own Devices” more then 80 groups and over 200
participating people where gathered for 3 days. The generated
traction and attracted even city politicians. They came to us, in
order to ask what they could do, instead of the usual need for
artists to go there and ask for support.
After intensive dialogue, we managed to negotiate 500.000
euros from the art and culture funds of Vienna. We proposed
to split the money between our 80 participating groups by
means of our own decision processes, and created our own
digital-voting system to this end.
A long running series of sprints were begun on the development
of a “community-recommendation-system.” A long period full
of struggles.
The Trap of Money or: What we had to go
through.
Too late, we realized that the arrangement with the politicians
was only the beginning of the story. Together with the money
in total, another big issue had fallen into our laps. The question
of “HOW TO SPLIT THE FUNDS” had been delegated to
us, the producing artists. From the beginnings, the issues of
natural human responses to the sharing of funds were highly
underestimated by us. Within seconds the strategic move of
the social-democratic city leadership converted the “critical
mass” into an “unmanouverable spaceship” of individuals,
jealous and fighting for hidden powerful positions.
Blended and partly blind we stepped right into the money trap
and directly into the spotlight of local and national media. The
honey-pot laid out by the politicians would give them the easy
excuse they needed to get rid of a politically “unpleasant”
working art institution named “Public Netbase.” At the same
time, that move maimed the “critical mass” of Netznetz
protagonists. We were paralyzed by the unexpected internal
struggles, at least until the important national parliamentary
elections that took place in october 2006.
When you succeed or: The Power of
Resistance.
Resisting these very uncomfortable circumstances, we even
managed to develop a set of very new and innovative
possibilities in those two years. With Netznetz we funded
bases for very new structures. We have made up ideas of HOW
TO SPLIT PUBLIC FUNDING IN THE DIGITAL
MILLENNIUM.
Hence we have been researching and reflecting e-voting
systems, e-democracy and e-governance on broad bases, and
even analysing and evaluating alternative currency systems.
These developments, together with the struggles we had to go
through, were a very necessary time and task to grow our
artistic approaches and common topics of the future.
Assembling a large number of practical trials and experience
about functions of democracy, money and elections challenged
even our own conflict-culture to evolve. We are artistically
investigating fundamental techniques used to lead, direct and
involve innumerable numbers of subjects within contemporary
economical structures.
As well, a set of guidelines arose which can inform the most
important issues of community development. We created a
framework for complex collaborative production among
culture producers reflecting the flat hierarchical structures of
the internet. The visions expanded in the foundation and the 5
years of maintenance of sonance.artistic.network are one
principal source for the grown-up knowledge of Simon Haefele
about virtu-real collectives.
In the presentation at Polymer, organized by Martu.org at the
12.th of october 2006, binsh will point out the most important
bases and thoughts he overcame in the artistic disputes about
the development of artists unions.
Humanized Being binsh at sonance.net
Don Okt 12 15:25:36 CEST 2006
Ich frage, warum ist die Wiener Netzkultur nicht fähig, gemeinsam
über die internen Verteilungskämpfe hinaus politisch zu agieren?
Darin liegt für mich primär das Versagen von netznetz
Das elende an MANA ist, dass da gar kein Topf für gemeinsame
Aktivitäten, politische Veranstaltungen etc. vorgesehen ist.
Freilich: Auch diese Veranstaltung bleibt vermutlich im Rahmen des
bestehenden System kapitalistischer Verteilungskämpfe …
Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Die Nov 7 11:01:25 CET 2006
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> Dieses kollektive Wissen würde die Kommunikation innerhalb von
> NetzNetz wesentlich erleichtern, weil man im Polylog von einer
> gewissen Wissensbasis ausgehen kann.
>
> Es würde aber auch von allem Beteiligten die Bereitschaft erfordern,
> sich dieses Wissen im Laufe der Zeit auch anzueignen (= verpflichtende
> Kurzeinführung in Kant und Python für Alle ;-))
bin ich dafür, wenn’s nicht sozusagen als “eintrittskarte” ins netzwerk
gesehen wird (in dem sinn, das teilnahme an netznetz nur gestattet wäre,
wenn man den grundkurs absolviert hat).
– ist mir ja grundsätzlich wurscht, man kann es distributionspolitisch
präsentieren, wird aber niemand interessieren, sondern im selben geiste muss
mensch kommunikationspolitisch agieren.
btw ist die idee des kollektiven bewusstseins eine die die ganze identität
einer gemeinschaft, sei es eine nation unter schutz und schirm oder hier,
unter einem abstrakten begriff der synapsen im eigenen geist das
unterbewusstsein beeinflusst. solche können durch aktionen, symposien/irl
oder virtuell (und das passiert doch seit sommer bzw dem samen von und um
netznetz und das denken wie wir in unserem auch und bildet doch in der
schlussfolgerung die gemeinsame identität, sotosay ist das die
eintrittskarte in einem gemeinschaftssystem) und auch produkte (sprich
gebildete wissensergüsse von kommunizierenden) aus geistigen ergüssen mögen
dem hilfreich sein. letztendlich wird es auch dem längeren vermitteln einer
idee, einem emotionalen diskurs und der zeitweiligen gegenwart beständigkeit
geben, die in einem kollektiven [un]bewusstsein sprießen dürfen.
AW: [netznetz.net] wartung - reloaded
Comment by kanonmedia 11.24.06 @ 10:03 pmPaul Krimmer paul at krimmer.at
Don Dez 16 03:34:39 CET 2004
in Antwort an Andreas Trawöger und Stefan Nussbaumer, ebd.