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koennten wir uns nicht darum bemuehen
einen andern begriff fuer das wort “netzkultur” zu etablieren. erstens
ist der begriff netzkultur schon sehr belastet und wenn man
beispielsweise den hans von uebermorgen fragen wuerde, dann so vermute
ich, wuerde er uns erklaehren koennen das “netzkunst” bereits in den
achzigern war und eigentlich heute schon “out of date” ist. vermutlich
wuerde er sogar sagen (und hans wiedersprich mir bitte falls ich dir
falsche dinge andichte) das netkunst tot ist. ich moechte so eine
behauptung auf den begriff “netzkultur” anwenden. ich finde netzkultur
schraenkt zu sehr ein, laesst quasi niemanden zu der nicht was mit
internet zu tun hat, oder sehe ich den begriff da falsch?
gut langer rede kurzer sind, das das wort “netz” (in kombination mit
“werk” als auch in dem titel des zusammenschlusses “netznetz” eh schon
oft genug vorkommt, koennten wir das nicht wenigstes das wort
“netzkultur” ersetzen durch sowas wie beispielsweise “digitale kultur”
“coded culture” oder vielleicht, wie ich mir von stephan kuerzlich
erklaehren lassen hab duerfen, durch so einen begriff wie “transversale
kultur” oder wie diese begriffe da heissen moegen
12 Comments so far
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oft ist’s wirklich fad für mich. immer dann, wenn von DEM netz, von DER
gesellschaft und von DER technik gesprochen wird. meta-theorie die zumeist
recht un-unterfüttert daherkommt und die großen entwicklungen vorhersagen
will. derweilen zahlt sich schon die fokusierung des blicks auf die
sub-prozesse, unterprogramme und mikro-entwicklungen aus. geschieht viel
zu selten … macht aber was her.
[netznetz.net] hinweis auf neues projekt von geert lovink
thomas at teichenberg.at thomas at teichenberg.at
Mon Okt 25 17:40:55 CEST 2004
wobei es fuer mich ein wenig eigenartig wirkt, diesen kritischen thread
auf geert lovink
aufzuhaengen.
immerhin ist GL nachwievor einer der profiliertesten verfechter einer
differenzierten (europaeischen) netztheorie,
die sich im gegensatz zur amerikanischen west-coast-weltbeglueckung
(siehe j.p. barlow) versteht.
vielleicht sollte vor lauter baden in mikroprozessen nicht gleich
meta-makrotheorie mitausgeschuettet werden,
die sich genau mit denselben beschaeftigt.
[netznetz.net] hinweis auf neues projekt von geert lovink
Alf Altendorf alf at sil.at
Mon Okt 25 19:21:46 CEST 2004
networkcultures.org”For example, there has long been a school of German media theory, with
Friedrich Kittler from Berlin as the most well-known thinker.”
http://www.networkcultures.org/index.php?page=pd&lang=en&ID=5
und ich dachte die kittler-schule (um die geht’s ja unter anderem
gelegentlich GL’s conference) wäre sehr robust unterbaut, mit diskursanalyse
a la foucault und so. in sachen meta-makrotheorie der diskursanalyse hat
sich sandro barberi mit “clio verwunde(r)t” viel mühe gemacht.
AW: [netznetz.net] hinweis auf neues projekt von geert lovink
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.org
Die Okt 26 12:31:28 CEST 2004
jetzt kommt mir die diskussion schon ein bissl eigenartig verschoben vor.
nicht dem inhalt nach, sondern der zentrierung nach. warum die
zentrumsdiskussion jetzt gerade auf personen (esel) aufgehängt wird ist
ziemlich eigenartig. nämlich, weil wir bereits viel in die richtung und
sehr viel mehr in die breite beim symposion disskutiert haben. da haben
wir schon über mögliche szenarien, über fehlstellen und über
chancenstellen gesprochen. netznetz scheint ein prozess zu sein, der zwar
nicht ohne personen auskommt, aber nicht an einzelnen aufgehängt, und
schon gar nicht repräsentiert ist.
…
ein paar gedanken zum
sozialen/persönlichen netzwerk hinter der kollaboration: ich habe netznetz
als etwas erlebt, bei dem a) freiräume für den/die einzelne akteur/in
bleiben, b) solidarität und zusammenarbeit nicht zum zwang wird, c)
fairness in diskurs und umgang besteht und d) interesse am anderen und
dessen/deren arbeit besteht. ich habe also eine kollaboration und kein
kollektiv erlebt.
…
haben wir herausgearbeitet, dass es kritische
Stellen in der Beziehung des Netzwerkes (das intern kollaborativ und ohne
Zentrum funktioniert) und der sogn. Außenwelt (Politik, Presse,
öffentliche Wahrnehmung, andere Szenen) gibt. Auf diese Stellen
(Repräsentation, PR … siehe Logodiskussion, Förderzirkus) muß man
aufpassen (s.o.). Aber probieren muß man es allemal.
[netznetz.net] Re: treffen.
thomas at teichenberg.at thomas at teichenberg.at
Don Okt 28 09:18:57 CEST 2004
repraesentiert wird netznetz automatisch von der person(oder institution)
ueber die eine oeffentlichkeitsarbeit geht. respraesentieren kann man sich
nicht aussuchen sondern diese person(institution) wird automatisch von
der oeffentlichkeit zu einer raepraesentationsfigur gemacht. das koennen
wir leider nicht beeinflussen.
…
also auch netznetz muss an einer person(verein) aufgehaengt sein und
repraesentiert werden, geht leider nicht anders! dazu steh ich …->
einzige alternative:
man konstruiert ein ganzes system (inklusive werte - und einem spielgeld
zur wertabgeltung…) und stellt dieses parallel und gleichberechtigt zu
den bestehen strukturen. aber das sind meist marxisischer hippiegedanke
der noch nie geklappt hat. nichts desto trotz wird immer wieder
in diese richung ueberlegt. es gibt immer wieder diese ansaetze und das
find ich auch interessant. wir haben sogar letztes Jahr schon so eine
virtuelle wechsel und rueckwechsel software in einer 6-monatigen
entwicklungsphase gecodet.
und bin/sh hat da auch einige gedanken dazu…..
aber falls man sich zu seo einen schritt entschliesst gehts dann auch
hop und drop…
…
stichwort: —- culture backbone — sektor 3 —- *wuerg* *argh*
*urghhhh* da war ich immer ein gegner, aber gegen den sektor 3 ist man als
individium ein a-loch, und ruckzuck ausgegrenzt, das will ich eben hier
vermeiden.
…
kollaboration… ich kann dieses wort einfach nicht mehr hoeren.
…
in manchen situationen hat man leider nur einmal die moeglichkeit sich zu
entscheiden - 20 moeglichkeiten um herumzuprobieren gibt es nicht immer.
“wenns nicht diese ideologie ist, nehm ich halt die anderen” das spielt
es nicht.
…
kooperationen sind in einem netzwerk unerlaesslich, eine notwendigkeit,
das ergibt sich aus dem begriff netzwerk… mindestens 3 punkte verbinden
und kommunizieren etc.. und durch so eine kooperationen ergibt sich auch
meine zukunft im umgang mit zeitgenoessischen medien. das wissen alle
die eine infrastruktur in einem netzwerk betreiben. ich weis
nicht warum manche netzkuenstler glauben fuer sie gilt das alles nicht und
in der kunst darf man sowieso alles tun.
in der kunst darf man auch alles - das ist ist schon richtig. aber diese
definition gilt fuer die kunst allgemein (”das wahre kunstwerk und fuer
die ewigkeit gemacht”, “kunstmark” und all dieses zeug), dieser ansatz
geht mir wirklich am arsch vorbei, den er hat mit zeigenoessischen medien
nix zu tun. wenn du dich auf das netz spezialisieren willst
dann musst du sehr wohl technik, updates und regeln beachten sonst wird
es nicht funktionieren, zumindest nicht lange.
falls das ( von dem du sprichst ) umsetzbar sein soll, musst du meiner
meinung nach sofort mit einem kompletten dialogfaehigem wertsystem bzw
cybermoney auffahren, dh. automatisch kreierte wechselkurse zu
realmoney……
die foerderstellen koennen so ein system mit
goldreserven backup-en, dann kann fast nix schiefgehen.
oder jeder der netznetzaktivisten gibt die haelfte der
foerderung fuer die goldreserven her…. der wechselkurs liegt zu beginn
bei euro:cyberling // 1:10 und der kurs erhoet sich je mehr umsatz mit
cyberlinge gemacht wird. (bitte dies nicht als modell nehmen, das sind
alles nur hausnummer)
[netznetz.net] Re: treffen.
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Don Okt 28 12:30:17 CEST 2004
das programm ist erst in der testphase, und war noch nicht im einsatz
es ist in python gecodet und kann:
echtes geld in cyberlinge tauschen - und umgekehrt(alle gaengigen
kreditkarten), wechselkurs festlegen, produkte einbringen, konten
verwalten, emailbenachrichtigungen verschicken.
mit den noetigen goldreservern koennten cyberlinge auch direkt in das
system eingebracht werden.
einzig rechtlich ungeklaerte frage war oder ist: ob eine
umsatzsteuer abgefuehrt werden muss, bzw wer das tun muss.
[netznetz.net] Re: treffen - cyberlinge
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Don Okt 28 13:31:03 CEST 2004
was erhofft man sich davon?
für mich stellt sich die sinnfrage bei dieser cyberling geschichte…
und ein ganzes system drumherum zu entwerfen ?
systeme haben bekanntlich einen beachtlichen nachteil (ob real oder
virtuell) sie schließen sowohl ein alsauch aus.
nicht besonders erstrebenswert. oder?
[netznetz.net] Re: treffen - cyberlinge
—//–machfeld–//— contact at machfeld.net
Don Okt 28 14:45:55 CEST 2004
zunächst warum da jetzt mühsam kontexte auseinanderdröseln? du spielst
dort mit und ich hab meine sandkiste dadrüben. und wir können uns alle gar
nicht sehen?
ein bisschen more sophisticated ausgedrückt … ich glaub nicht das es
eine “die netzkulutur” gibt … lauter nerds die nur programmieren und
sonst keine betätigungs felder haben … who’s that ?
[netznetz.net] [Fwd: netznetzthoughts]
mela at teichenberg.at mela at teichenberg.at
Don Okt 28 15:58:33 CEST 2004
aec.atUTOPIE(N) UND WIE WEITER?
“Digital Communities lassen Gemeinschaft, konstruktiven Kontext und
soziales
Kapital entstehen und treiben die gesellschaftliche Innovation voran. Eine
wichtige Voraussetzung dafür ist, die jeweils relevanten Technologien und
Infrastrukturen zugänglich zu machen oder überhaupt erst zu entwickeln.
Digital Communities setzen sich für eine umfassende menschliche Entwicklung
ein, zu der wesentlich auch die Neugestaltung des Machtgefüges zwischen
BuergerInnen und Politik, Staat, Verwaltung und Wirtschaft im Sinne von
groesserer Teilhabe, einer Staerkung der Rolle des zivilen Sektors und der
Gestaltung lebendiger Demokratie gehoeren.”
(siehe http://www.aec.at/de/prix/communities/communities.asp)
Subject: Einladung
Date: Fri, 5 Nov 2004 13:05:58 +0100
From: Kerstin Braun
To: esel at esel.at
December 6, 2006
Definition Netzkultur
Filed under: Uncategorized — kanonmedia @ 3:16 pm Edit This
es scheint sich >schon wieder/immer nochCultureculture
kanonmedia Says:
December 6th, 2006 at 3:30 pm e
die concept-art wie auch die medienkunst haben den begriff
´Immaterialitaet´ vor allem in abgrenzung zu traditionellen kunstwerken,
sprich: posthistorische positionen, ins treffen gefuehrt. aber selbst im
falle digitaler produktion, ist der begriff physikalisch verstanden unhaltbar.
womit wir bei ´naive realisten´ vers. ´radikale konstruktivisten´ gelandet
sind.
im zweiten, den von mir empfohlenen falle, wird mensch statt
´Immaterialitaet´ besser von ´Virtualitaet´ reden. diese laesst sich aber
keinesfalls auf digital produziertes zeug/ kunst einschraenken - sondern
bedeutet viel mehr, dass wir uns insgesamt nur in virtualitaeten bewegen.
nach einem gewissen konsens in den betreffenden diskursen schaut das so aus:
virtualitaet 1. ordnung: das, was wir gemeinhin als ´die natur´ bezeichnen.
virtualitaet 2. ordnung: soziale organisation, die industrielle technosphaere.
virtualitaet 3. ordnung: die elektronischen kybernetischen raeume, netz,
VR, cyborgisierung der gesellschaft.
FER f.e.r at sil.at
Sam Jun 4 00:08:07 CEST 2005
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ich will hier nicht ignorant klingen - aber irgendwie liest/hoert man
seit 10 jahren immer dasselbe ueber die sog. “netzkultur”… naemlich nix
konkretes; ausser eben dass jetzt jeder, der sich vor 5 jahren “webdesigner”
geschimpft hat, ein BLOG betreibt. fad.
[netznetz.net] hinweis auf neues projekt von geert lovink
Comment by kanonmedia 11.24.06 @ 7:43 pmchris j. mutter cjm at s2.enemy.org
Mon Okt 25 17:15:10 CEST 2004