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als jemand, der die offenbare momentane bereitschaft im rathaus, das
fördersystem f. medien/netzkunst zu reorganisieren, ernstnimmt, denke
ich, dass eine öffentlichkeitswirksame 1%kampagne insofern im laufenden
prozess nützlich sein kann, als es sehr wohl auch gilt das bewusstsein
der bevölkerung auf die situation zu lenken - so kann man der willigen
politik helfen, einen ausbau der fördermittel zu verkaufen.
insofern sehe ich den gestern angeklungenen widerspruch/ das
entgegenlaufen der initativen “netznetz-partie-gespräche” und
“netbase-partie-kampagnisieren” nicht; eher ist es im interesse aller,
sowohl konstruktive gespräche geführt zu wissen, als auch selbst der
öffentlichen meinungsbildung nachzuhelfen, odrr?
magnus Don Mar 31 15:40:56 CEST 2005
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kann man nicht einfach mal was gemeinsam auf schiene bringen,
und dann gerne mehr geld fordern? nein, stattdessen lieber fordern
fordern - aber ob der vergabemodus apparatschick as ever bleibt ist
wurscht.
…
“kleinzeug ohne relevanz?” -
“Taschengeld für die kunst des vernetzens” - BITTE erpar mir das! das
ist doch unter unserer wuerde.
zB auch bin ich es ECHT leid, staendeig Deine bissigen Wiederholungen
lesen zu muessen.
> (Stichwort: warum soll denn Kunst nicht Stadtteile gentrifizieren,
> wenns gebraucht wird, und das bitte gratis).
ich habe Dir “live” schon MEHRFACH gesagt, dass es hier darum geht,
endlich mal entlohnung fuer diese leistungen zu erhalten (x-fading!!!).
batsch, schon steht´s wieder in deinem mail, dass es angeblich gratis
sein soll. gnade! bitte!
…
ich zitiere jetzt nur das:
> Das ist in etwa was die Netbase oder ein/e anderwaitige
> InfrastrukturbetreiberIn fuer einen laufenden Betrieb minimal pro
Jahr > braucht.
eben auf ein solches egoistisches verstaendnis von infrastruturarbeit
scheiss ich einen grossen krapfen. auf derlei relevanz auch.
eSeL esel at esel.at
Don Apr 28 13:33:32 CEST 2005
aber bis jetzt gibt es kein
offizielles kommittmänt zu einer konkreten summe die über das modell
abgewickelt werden soll,
über die nächsten jahre.
da macht es ja wohl sinn, das mit fantasiezahlen mal durchzugehen … um
als modellentwickler zu wissen was das zu erwartende ergebnis eines
durchlaufs ist.
es geht also darum wie das konkrete, erarbeitete modell finanziell
auszustatten ist um die anforderungen zu erfüllen.
(und nicht darum über die medien forderungen zu stellen.)
drum sollte man spätestens, wenn das modell fertig und offiziell gekauft
ist, wissen, was es über die nächsten jahre kosten muss, um nicht als
misserfolg wahrgenommen zu werden.
…
> ich antworte fragend:
> kann man nicht einfach mal was gemeinsam auf schiene bringen,
> und dann gerne mehr geld fordern?
im obigen sinne hab ich das daher so verstanden, dass man sich möglichst
bald darüber klar werden/ verständigen sollte, was “genug geld” für
dieses modell ist.
das ist doch ein teil von “auf schiene bringen”?
Magnus Wurzer magnus at shifz.org
Don Apr 28 19:23:13 CEST 2005
Lieber Esel, Johannes, Thomas und Stefan,
alle, die sich da so angegriffen fuehlen und ein paar Dinge so persoenlich
nehmen, nicht weil sie sie nicht verstehen koennten, sondern weil sie genau
deswegen so zweifelsfrei dafuer sind, weil sie fuer sich selbst darum
kaempfen, Infrastrukturbetreiber und Kontrolleure eines Reputationssystems
zu werden, das - noch dazu, das muss man sich einmal bei der
Modellentwicklung fuer die Vergabe von oeffentlichen Foerdergeldern
vorstellen (ja Esel, ich wiederhole mich) - wie befuerchtet, offenbar als
ein geschlossenes gedacht wird - zitiere:
“The netznetz reputation system is for a closed and known userlist only as
far as I understood it. There’s just a small group of official “netzkunst
vereine” in austria who wants support from the vienna city council.”
Und es stimmt, solche Auffassungen koennen zwar gerne von jenen vertreten
werden, die - wie Fer es richtig beschreibt - um den oder die paar ersten
Platz/Plaetze bei den Entscheidungstraegern buhlen, aber der Punkt ist das
nicht:
>ich antworte fragend:
>kann man nicht einfach mal was gemeinsam auf schiene bringen,
>und dann gerne mehr geld fordern? nein, stattdessen lieber fordern fordern
>- aber ob der vergabemodus apparatschick as ever bleibt ist wurscht.
und die finden hier statt - “kleinzeug ohne relevanz?” -
“Taschengeld für die kunst des vernetzens” - BITTE erpar mir das! das ist
doch unter unserer wuerde.
Esel, es stimmt, ich wiederhole mich, und dies gerne oeffentlich und mit
ganz lieben Gruessen eben genau deswegen, weil EntscheidungstraegerInnen
hier mitlesen - genau durch den von Euch gewaehlten Weg unterstuetzt ihr
als diejenigen, die da so um eigene Budgeterhoehungen kaempfen, die
Reduzierung des Ressorts Neue Medien in der Stadt Wien zum
Giesskannenprinzipverteiler. Und im Giesskannenprinzip geht sich nun mal
nur mehr Kleinzeug aus.
Ohne deutliche Erhoehung der Forderung rechnet das von allen offensichtlich
doch lieber Reputation System genannte System nicht, und wenn ich mir eine
Verdoppelung vorstelle, so macht dieses Reputation System naemlich als
ausschliesslich offen denkbares System zum Ziele transparenter
Foerdervergaben, und da brauchts - ja, ich wiederhole mich, sicher den
Parameter Projekt - nur wirklich dann, wenn man den Budgetanteil fuer
Infrastruktur - gemaess der von Euch bevorzugten dezentralen Infrastruktur
- in das Slate Funding im Rahmen des Reputation Systems hineinrechnet, und
- ob’s nun cross- oder x-fading heissen soll, komplett aus der Diskussion
und den Vorschlaegen herauslaesst.
Dies koennte bedeuten:
Micro Grants: 10% von 600.000 = 60.000 = 20 Menschen/Initiativen á 3.000,–
oder 15 á 5.000,–
Slate Funding/Jahresfoerderung: 90% von 600.000 = 540.000 = zB. 5 á 102.000
od. 10 á 54.000 oder 20 á 27.000,–
Jetzt koennte man sicher noch das Verhaeltnis zwischen Micro Grants und
Slate Funding diskutieren, jedenfalls aber waere dies ein Budgetvolumen,
das die komplexe Weiterentwicklung von Neuen Technologien in der Stadt Wien
in relevanter Weise ermoeglichen wuerde.
Ich persoenlich glaube auch nicht an die Sinnhaftigkeit einer zentralen
Infrastruktur, diese kann - wie diskutiert - ganz woanders angesiedelt
sein - es sei denn es geht wirklich um Remmi Demmi, Netzkultur als
Vernetzungskultur und damit das Aushoehlen des Ressorts Neue Medien. Ich
verfechte das sicher nicht, und dazu fuehrt’s, solange Infrastruktur,
x-fading mit Begeisterung mitdenkt, dagegen erhebe ich Stimme -
Auch wenn ich hier gegen eine etwaige Politik der Stadt Wien spreche, auch
wenn ich dafuer von den zukuenftigen Reputationsvergebern verdammt werde,
das ist dann sicher auch die genau richtige Abgrenzung, ja, ich bleibe mit
Liebe bei der Jelinek’schen Positionierung, und ich stimme Dir zu, Esel,
ich gehoere zwar dem Kulturrat nicht an, aber ich wuerde vermuten, dass
solche Fraktionen in Wien tatsaechlich genau ueber meine Argumentation
nachdenken wuerden.
In diesem Sinne moechte ich mich tatsaechlich nicht unter jenen
wiederfinden, die sich absehbaren Konsequenzen BEREITWILLIG, UNTER
EINVERSTAENDNIS und SELBST VORGESCHLAGEN hingeben.
> > (Stichwort: warum soll denn Kunst nicht Stadtteile gentrifizieren,
> > wenns gebraucht wird, und das bitte gratis).
Es tut mir leid, aber es bleibt tatsaechlich noch oeffentlich - das bringt
ja so ein Reputation System mit sich, diese Transparenz, die der Bewertung
von Kreditwuerdigkeit dienen soll, und der Ausbildung eines besseren
Charakters:
Ich moechte eine Frage stellen: Stefan, vertrittst Du in der
Infrastruktur-Debatte Soho in Ottakring oder ausschliesslich Dich selbst?
>ich habe Dir “live” schon MEHRFACH gesagt, dass es hier darum geht,
>endlich mal entlohnung fuer diese leistungen zu erhalten (x-fading!!!).
versteh ich gar nicht ????
>auch verschone mich bitte in zukunft mit dem wort “neolieberal” (ist das
>falsch geschrieben - oder ist das gar KUNST???)
Das ist kUNST:
>netznetz ist fuer mich ein weg innerhalb eines gewissen milieus mit
>gewissen einstellungen (die ich nicht vordefiniern kann) kulturelle praxis
>anzubahnen, umzusetzen, und zu beginnen auch die mittel zu rekrutieren.
>
>bei dir sehe ich das einfach nicht.
Nur weil Du’s nicht siehst heisst es nicht, dass ich’s nicht tue. Aber ich
stimme Dir zu, die gewissen Einstellungen habe ich nicht.
>ist das ein generationenproblem?
Mit Sicherheit.
>(indirekt zwingst Du naemlich dadurch mich oder thomas und andere, denen
>daran gelegen ist, dass derlei ein-synchronisiert wird, Deine Kritikpunkte
>in den wiki einzuarbeiten - aber daran denkst Du wahrscheinlich nicht )
Ich denke genau daran.
>ich glaube, dass du grundlegend nicht uebereinstimmmst, dass so anzugehen.
>das nehme ich zur kenntnis, die konsequenzen musst aber du ziehen
Laengst getan in diesem Reputation System.
>eigene meinung verabsolutiert abzusondern wird auch beim wiederholten mal
>nicht sinnvoller.
Bin ich froh wenns keine eigenen Meinungen mehr geben darf und soll.
>sascha, magst Du Dich lieber woanders einmischen und dort deine
>foerdertopfe sicher stellen?
schon laengst getan. Und sollte ich mir leisten koennen, wieder um
Kunstbudgets in Ressorts wie Neuen Medien oder Video einreichen zu koennen,
dann kann ich das sicher nicht in einem Ressort tun wie Ihr es anstrebt.
>bist Du ja jetzt eh eine “NGO for new media”.
und dies seit 10 jahren.
und derzeit verstaerkt im migrantischen Bereich.
Lieber Johannes,
“”Unter dem Motto: „Be a Mensch!“ feiert Willi Resetarits mit seinem
Integrationshaus
10. Geburtstag. Das Rabenhof Theater feiert mit!
Die Wiederaufnahme des Rabenhof-Erfolgsmusicals „UDO 77“ bietet dem
Gemeindebau Theater Gelegenheit abzukassieren für das Integrationshaus.
Der Reinerlös der Wiederaufnahmepremiere kommt zur Gänze dem
Integrationshaus zu gute, ganz im Sinne Udo Prokschs, dessen Leben ja auch
ganz im Zeichen der Umverteilung stand…
Solches Wording stoert mich tatsaechlich, “abzukassieren” ist wohl ganz das
falsche Wort, “kommt zur Gänze dem Integrationshaus zu gute, ganz im Sinne
Udo Prokschs, dessen Leben ja auch ganz im Zeichen der Umverteilung
stand…” halte ich als VertreterIn einer NGO wirklich fuer das Letzte.
Gegen Taxiwerbung hab ich gar nichts.
Ich wuerde als Veranstalter eher genauer darauf achten, was die
Presseabteilung veroeffentlicht; und ich muss mich aber doch fragen, wie
eine Presseabteilung auf solche Ideen kommt.
“wer schleimt sich da bei wem ein?”
“ich wuerde dich echt gerne bitten deine konstruktiven energie freizusetzen.”
Ich denke, ich habe genug an konstruktiven Vorschlaegen eingebracht, ich
habe sie auch gerne oeffentlich zur Verfuegung gestellt, und ich halte es
tatsaechlich fuer integrer, Euch alleine Foerdertoepfe aushoehlen zu lassen.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Sam Apr 30 17:55:53 CEST 2005
2.1. PERSPEKTIVE EINER DISKURSGUERILLA
—-
ohne widerrede gegen hegemonie div. art, ohne “krieg als
sprechakt”, kurzum ohne perspektive einer diskursguerilla verkommt
netznetz.net ganz schnell im permanenten (!) kampf um oeffentlichkeiten
= um diskurshoheit in der bedeutungslosigkeit.
—-
—-
Ja, ich sehe es auch, dass diese Widerrede gegen die Hegemonien im
eigenenFeld getan werden muß - mir greift es aber zu kurz dass über das
Vehikel Fördersystem abzuwickeln. Deshalb eine Fragenliste: Was wären
geeignete Foren dieser Widerrede? Ist der “Krieg als Sprechakt” immer
eine Abriß-birne, oder gibts da auch die Umbauvariante?
—
—-
2.1.
—-
kann/soll/vielleicht: muss es eine gemeinsame “pressure-diskurs” fuer
ALLE NETZNETZer_innen geben?
wie sehr braucht man sowas um tatsaechlich politisch druck zu machen
(zB um mehr geld zu fordern?)
oder waere das ausreichend als teil-diskurs-cluster, die im
reputation-system sehr wohl repraesentiert sein muessen? (siehe mail 2.2.)
…
Ich persoenlich glaube uebrigens SEHR WOHL, dass auch die KUNST-DISKURSE
im Reputationsystem repräsentiert werden koennen - aber halt nicht mit
Alleinanspruch, sondern als Teil von vielen - mit zahlreichen
Querverwebungen.
ist es moeglich, dass die QUALITÄT der von netznetz beanspruchten
Diskurshoheit darin liegt, heterogene Cluster von unterschiedlichen
Diskursen zuzulassen?
un schließe die frage an, ob durch diese Sichtweise (1. KUNST waere sehr
wohl teil von reputationsystem 2. es gibt auch andere fördertöpfe -
genug?) etwaige Angst vor “QUALITÄTSverlust”, fuer jene vermieden werden
könte, die sich zB an entsprechenden KUNST-Diskursen orientieren wollen?
und: hab ich damit zB Dich, Sascha, richtig verstanden?)
disclaimer:
- weiterhin BLEIBT die frage offen (siehe Mail 2.1.) ob es eine
GEMEINSAME diskurs-Perspektive aller netznetz “diskursguerrilla” geben
soll oder ob die “nur” ein sub-system sein können/dürfen/sind?
- weiterhin darin enthalten, ob genug geld dafür gefordert wird/werden
soll/usw (auch dies eher in 2.1.)
eSeL esel at esel.at
Fre Apr 29 12:56:03 CEST 2005
Betrifft: “Spinnen im Netz” von M. Dusini, Falter 29/05
Mit fragwürdigen Bildern und schlechter Recherche beschrieb Matthias
Dusini die Pläne eines neuen Fördermodells für Wiener Netzkulturvereine.
Der Nachwuchs wolle den Netzveteranen den Platz an der Subventionssonne
streitig machen. Public Netbase erhob niemals einen
Alleinvertretungsanspruch, sondern forderte einen kräftigen Impuls zur
Etablierung eines vielfältigen Sektors. Dafür sind 500.000 Euro
bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Wiener Kulturstadtrat
stimmt mit uns darin überein, dass auch die künstlerische Netzpraxis bei
der Auseinandersetzung mit Fragen von Öffentlichkeit, digitalen
Grundrechten und Partizipation geeignete Strukturen benötigt. Das
derzeit geplante Instrument zweifelhafter Computerprogramme wird uns
diesem kulturpolitischen Ziel nicht näher bringen.
Martin Wassermair, Konrad Becker (Public Netbase)
r ralf at nethack.at
Mit Jul 27 14:28:17 CEST 2005
Die generelle Grundanahme des ganzes Fördermodelles ist es, das vieles
möglich wäre, sobald die entsprechenden Gelder dafür vorhanden wären.
Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Sam Aug 6 21:01:20 CEST 2005
egal ob die netbase-menschen oder sonstwer von netznet - macht euch nichts
vor: mit kuscheln ist da nix zu holen. die medienkompetenten kraefte in
dieser stadt muessen sich endlich zusammenschliessen und eine summe
fordern, die nur einen bruchteil der durch die korruption verscheuderten
gelder ausmacht. das wahljahr ist eine chance, die es zu nutzen gilt.
FER f.e.r at sil.at
Die Jan 10 21:14:33 CET 2006
nochmals zur erinnerung: network-grants sind zwischen 7.000 - 28.000,–
euro angesiedelt, wobei es nicht zielführend ist unter 7.000,- zu
posten, aber durchaus erlaubt sein muss über 28.000,– zu gehen; das mit
dem risiko, dass die network-grants zwar nur 28.000,– ausschütten
können, der bewerber sich also nach zusätzlichen geldquellen umschauen
muss (bund, sponsoren, eu-födergeld, stiftungen?)
also: keine unnötige scheu - her mit der forderung nach förderung.
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Sam Jan 21 12:27:30 CET 2006
Sehr richtiger Ansatz; nicht umsonst wurden ja schon vor Monaten
einfache Rechenmodelle angestellt, die aufgezeigt haben, dass das
Giesskannenprinzip wie jetzt noch immer verfolgt, letztlich zu Kürzungen
und Einsparungen und einem strategischen Andocken an EU-normierte und
durchgängig auf Gewinn machen müssende GmbH-Gründungen - vgl. impuls,
departure, equal u.ä. Programme - führt.
Nicht umsonst wurde von einigen VertreterInnen der Szene - gemeinsam mit
der netbase - die sehr legitime 1%-Forderung mit rd. 1,9 Mio. erhoben,
wenn es nur irgendwie zu einer qualitätsvollen und mit markt- und
innovationsgerechter technologischer Ausstattung versehenen
experimentellen Medienproduktion in Wien kommen soll statt zu einem
privatkonkurstreibenden Aussieben von Kleininitiativen zugunsten
opportunistischer Kleincliquen mit nur aufgezwungenem Zusammenhalt statt
inhaltlich gerechtfertigtem, der nämlich nur von alleine entstehen kann
und der de facto immer dann entsteht, wenn es entweder die Not gibt,
nämlich kein Geld, oder eben ein Grundstock an Finanzierung vorliegt,
der die Freiheit ermöglicht, sich eben genau inhaltlich
zusammenzufinden, weil es von allen Beteiligten leistbar ist. Das sind
Rahmenbedingungen für funktionierendes Networking, und insofern reden
wir nicht von “ein bissl was”, sondern von einer nur legitimen
Minimalforderung, wenn wir von der 1%-Forderung sprechen.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Mon Jan 23 10:49:35 CET 2006
wien.gv.atAndere Motoren: Anlässlich des 150ten Geburtstages von
Siegmund Freud hat man 2006 einige Aktivitäten geplant
(eine Sofa-Ausstellung, eine Film- und Hörfunkreihe, ein
Symposium). Kostenpunkt 15 Millionen Euro. Als
“Geburtstagsgeschenk” hat die Stadt Wien bereits 5,5
Millionen Euro zugesagt.
http://www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020040604018
Armin Wagner armin at medien.akbild.ac.at
Mit Feb 15 19:12:18 CET 2006
solange netznetz&consorten hier um unsinn streiten, regt sich wenigstens
keiner bei der ma7 auf, dass z.b. das budget ein schlechter witz ist.
joerg piringer
Mit Apr 19 16:19:05 CEST 2006
>>>>>>>>>>> stimmt
>>>>>>>>>>> aber darum geht’s ja wohl gar nicht
kanonmedia
Mit Apr 19 18:40:45 CEST 2006
>solange netznetz&consorten hier um unsinn streiten, regt sich wenigstens
>keiner bei der ma7 auf, dass z.b. das budget ein schlechter witz ist.
na dann fang doch gleichmal an. bis jetzt haben Grenzi und die diversen PKs
der MA7 nur demutsvoll ´aus der hand gefressen´ und alles brav umgesetzt,
was diese verordnet hat.
und schon vor mehr als einem jahr wurden jene kritiker/innen von den
damaligen PKs in der liste als miessmacher niedergemacht, die schon damals
diese summe als witz bezeichnet haben.
FER
Don Apr 20 01:00:36 CEST 2006
> wenn wir seipels gehalt zu verteilen hätten, dann könnten wir auch
> vielleicht CKs UND machfelds anspruch eher befriedigen.
vielleicht ist diese erkenntis der bleibende nutzen dieses chaos …
das bewusstsein, dass MEHR geld in das segment reingehört und der wille
das als community zu verlangen ist zumindest geschärft worden, meine ich
…
abgesehen davon möchte nur nochmal aaron zitieren: “nase zu und durch”
durch die erste runde -
bon chance an alle professionellen und hobbymässigen selbstausbeuter
magnus magnus at shifz.org
Sun Apr 23 13:44:00 CEST 2006 mond-discuss
hat ziemlich lange gebraucht … und ob’s endlich soweit ist sei
dahingestellt
Alexandra Reill alexandra.reill at kanonmedia.com
Sun Apr 23 14:31:13 CEST 2006 mond-discuss
abgesehen von der tatsache, dass netzwerkkünstler keine ausgehungerten
raubtiere sind, ist ein demokratisches verfahren selbst unter
hungerbedingungen noch die bessere variante im kunstbereich, denn alles
andere wäre im besten fall eine art kabinettsjustiz (kennt man aus dem
vorvorigen jahrhundert, ist aber im kunstbereich noch heute das mittel
der wahl). den worst case muss ich hier nicht nennen.
es ist schade, dass ihr hier zwei wesenliche tatsachen unzulässigerweise
miteinander vermischt, und zwar das wahlverfahren und die zur verfügung
stehenden mittel.
ihr seid herzlich aufgerufen an beiden “fronten” konstruktiv
mitzuwirken, und besonderen (hier auf der liste traut sich ja niemand
konkrete zahlen zu nennen) erfolg wünsche ich, für das vorhaben, den
jahres- gesamt-förderbetrag auf die nötigen (und auch von euch
angedachten) 3 millionen euro anzuheben. ab dieser summe liesse sich die
einrichtung eines grundeinkommens andenken vorher sind das wunschträume.
wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Don Apr 27 10:38:54 CEST 2006
> WE ARE BORG. RESISTANCE IS FUTILE.
in kombination mit der forderung nach einem groesseren geldtopf fuer die
netzkulturen: gar kein schlechter slogan.
aber was ist dann die ma7? die foederation oder die cardassianer?
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Mit Mai 3 15:09:54 CEST 2006 in Antwort an katjes at abwesend.de
die verdoppelung des netzkulturbudgets!
yeah.
ach, wie schön, dass es unseren kleinen spielplatz gibt.
oder: eher ein zoo mit erdnussautomaten.
joerg piringer joerg at piringer.net
Sam Mai 20 17:21:39 CEST 2006
sozialer sprengstoff resultiert meines erachtens weder aus den peanuts
noch aus dem community game, sondern aus der unzureichenden dotierung
der netzkultur.
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Don Mai 25 12:44:32 CEST 2006
mehr geld bedeutet im endeffekt nur mehr leute die sich um den topf toegeln,
das wird ein de facto nullsummenspiel.
CK chris at lo-res.org
Don Jun 1 12:07:57 CEST 2006
Mir schient, dass der ganze Verwaltungskram den
dauernd wechselnden Koordinatoren einfach über
den Kopf wächst.
Ich denke, die Trennung der reinen
Vealtungsagenden von den mehr
organisatorischen/politischen Agenden des/der
KoordinatorIn wäre vielleicht hilfriech.
Eine unabhängige kaufmännische Person sollte
kontinuierlich die Verwaltungsarbeit machen damit
sich der/die KoordinatorIn auf die mehr
politischen und organisatorischen Probleme
konzentrieren kann. Dass jedE neue KoordinatorIn,
die nur 3 Monate werkelt, sich jedes Mal neu in
die Materie einarbeiten soll, ist ja nicht gerade
eine effiziente Orgnaisationsform …
Wie das bei der Deckelung der Vealtungskosten mit
5 % gehen soll, eine professionelle Vewaltung
kostet einfach auch Geld und da der Top noch
recht klein sind, sind die 5 % schon recht
optimistisch schliesslich solte auch mal eine
professionelle Informations- und
Kommunikationsarbeit gemacht werden und wohl
sonst noch einiges …
Ohne zusätzliche Mittel wird das wohl kaum
machbar sein, den Laden ordnetlich zu
orgnaisieren …
departue bekommt viel mehr Kohle und verschlingt
- wenn ich mich recht entsinne - so rund 30 % für
den Overhead (im Vergleich zum departure-Sumpf
ist MANA ja noch geradezu ein Vorbild ;-)).
Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Don Sep 21 21:38:46 CEST 2006
bmf.gv.atmdw.ac.atsumme der ausgaben des bundes: 66.172 mEuro
[https://www.bmf.gv.at/Budget/onesheeter.dt.06.pdf]
grundmittel kulturausgaben 2005: 737 kEuro
[http://www.mdw.ac.at/I124/html/Docs/Kulturfinanzierungsbericht2005.pdf]
waer ja schon mehr als ein prozent. 1,11%.
karl karl at balag.org
Mit Sep 27 23:09:12 CEST 2006
Mich interessieren einfach Relationen, die ich als Laie intuitiv
erfassen kann: a) 3,8 Mill Euro für Kulturinitiativen 2005 X 10 = 38
Mill Euro oder b) - rund - eine 1/4 Mrd (ca. ein Viertel) mehr für
alles, aber bei einem Verhältnis von 0,5% Anteil für Kulturinitativen
am Gesamtbudget (unter 5 Mill Euro).
Fazit: beide erhöhen das Kulturbudget des Bundes, aber die LIKUS-
Kategorie ‘Kulturinitiativen’ - im Wesentlichen neben ‘Sonstige’ jene
Kategorie, die uns hier interessieren sollte - schneidet in einem
Fall deutlich besser ab.
…
1,12% (Anteil allg. Haushaltsausgaben)
Siehe IKM Kulturfinanzierungsbericht S. 6
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Don Sep 28 01:23:39 CEST 2006
Es gab sehr wohl eine bereits geplante (und beinahe realisierte)
Initiative, die hiess ‘1%’: 1% des Wiener Kulturbugdets fuer
Netzkulturen, eine gemeinsame Aktion von Public Netbase und NetzNetz.
Gescheitert ist diese Aktion final an gewissen Leuten, die juengst
hier auf der Liste wieder mal zum Tod der Netbase obligatorisch
einige Krokodilstraenen vergossen haben. Johannes Grenzfurthner - hi!
- war uebrigens damals einer der wenigen Tapferen, die mit mir
gemeinsame Sache mit Martin und Konrad gemacht haetten.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Okt 25 14:41:48 CEST 2006
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eine 1prozent forderungs-campaign halt ich fuer naiv und
kontraproduktiv, da fuer politik und finanzler nix leichter ist als
budgets entsprechend zu trimmen — die inhalte muessens fuer mich sein,
die zaehlen auch eine neuere form der mittelausschuettung — wie mir vom
donnerstag-treffen berichtet wurde scheint mir das fuer mich in die
richtige richtung zu gehn
jedenfalls wird sich die quintessenz bei einer wie immer gearteten
campaign eher heraushalten, da wir ja aus unabhaengigkeitsgruenden keine
subventionen beantragen.
Doris Kaiserreiner dk at quintessenz.org
Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 12:19 pmMit Apr 6 16:54:42 CEST 2005