Modellentwicklung Voting Systeme
Monday December 04th 2006, 11:44 am
Filed under: Uncategorized

moechte hier auch online festhalten, dass ich´s gut finde.
anmerkungen im mail.

I. MICROGRANTS
> ———–
> * die Gießkanne für Neue(s) und Kleine(s)
> * 20-30 mal € 1000,-
> * Vergabe durch Verwaltung
fixe einschraenkung auf bestimmte summe find ich fast schad.
duerfens auch 2-3k sein? waere ich dafuer.

der unterschied zu den bisherigen kleinstprojekten bei sylvia
fassl-vogler scheint mir hier, dass konkret mikroprojekte aufgefordert
werden, die sich sonst gar nicht “trauen”
(waehrend derzeit ja eher gruppen/projekte die im reloaded-vorschlag
unter II, IV abgedeckt wuerden, …äh… kleinere summe erhalten wuerden)

- vielleicht gekoppelt mit einreichungs-katalysator
(vereinfachte einreichung per formular - siehe stefans anmerkung das auf
der MA7 seite derzeit gar nix zu finden ist)

II. REPUTATIONS SYSTEM
> ——————
> * Punktevergabe in der community untereinander
> * für konkrete Projekte
> * Anhand eines Rasters (nicht nur Symphatie)
> * Evaluierung nach 2 Jahren

find ich gut.
lt. thomas hat sich enki boehm beim open space als experte punkto
reputation erwiesen…

III. ANNUAL CONVENTION
> —————–
> * Repräsentation der Szene einmal im Jahr (ähnlich Netznetz at kh)
> * kleine Kostenersätze für die TeilnehmerInnen
> * Organsiation wird eigens dotiert (Ausschreibung alle zwei Jahre)

yeah!

IV STRUCTURE GRANTS
> —————-
> Förderung von Infrastrukturen, die zwar durch einzelne Initativen gehalten
> werden, aber mehr als dieser nachweißlich zugänglich gemacht werden müssen

sind damit jene initiativen gemeint (the entities formerly known as
institutes), die sich durch strukturfuktion fuer andere und quasi als
“partizipations-provider” hervortun.

äh, und bitte auch diese regelmaessig neu. (mind. alle zwei jahre)

PS.
punkto “waehrungsreserve”-bestrebungen scheint mir der status quo zu
sein, dass “creative currency” nicht fuer vergabe von foerdermittel
eingesetzt werden soll, sondern jetzt mal experiment/spielerisch im
rahmen von vor-events zu “public intelligence”-projekt

 eSeL
Mon Mar 7 18:09:59 CET 2005


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5. X-FADING
———–
* Erlaubt für Initativen und Personen, die nicht mehr (oder weniger)
durch das obige System gefördert werden, dass in anderen Bereichen
Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Finanzierung für sie
erschlossen werden.
* Verwaltung, Politik und Community arbeitet daran tragfähige
Brückenszenarios zu Cultural Industries, Lehre, Forschung, Institutionen
etc. hergestellt werden.

Beim Netznetz17 hat sich ja eine Gruppe zur Entwicklung eines
Fördersystems für die Netzkulturen in Wien an die Arbeit gemacht.
Angedacht wird dabei ein fünfbeiniges Fördermodell, dass nur bei Umsetzung
aller Beine und genügend Dotierung Sinn macht.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Don Mar 17 14:25:54 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 11:51 am

Der letzte Woche ausgesendete Entwurf eines Fördersystems hat Interesse im
Rathaus erweckt. Es gibt demnächstens einen Termin mit den zuständigen
GemeinderätInnen.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mit Mar 23 17:16:02 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 11:51 am

am 15. 4. steigt im wiener rathaus (spö-club) die nächste runde eines
workshops zur neugestaltung der netzkultur-förderung in wien. auf dem
programm stehen diesmal die themen infrastrukturen (’structure-grants’)
sowie ‘x-fading’.

Stefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Fre Apr 8 00:01:55 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 12:21 pm

monochrom laedt zum netznetz reputation system meeting am naechsten
dienstag (12. april) um 18 uhr in den monochrom/quintessenz-raum.

mit ueberaus freundlichen gruesse
der grenz (szenealtspatz)

das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Fre Apr 8 12:37:49 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 12:22 pm

Stefan Lutschinger schrieb:
> Wie der modrige Platon schon in seiner ollen Politeia mahnte, sollten
> sich Philosophen in Mathematik, Geometrie, Astronomie und Dialektik
> üben. Ergo: ich komme zur Mono-Neigungsgruppe Rechnen!

Ich scheine hier doch falsch zu sein.
Ist das hier doch eine Philosophenliste oder geht’s um Netzkultur?
Vielleicht sollten wir ein bißchen, ganz unphilosophisch, beim Thema
bleiben. Oder?

Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Apr 9 11:48:32 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 12:25 pm

>Ich scheine hier doch falsch zu sein.
>Ist das hier doch eine Philosophenliste oder geht’s um Netzkultur?
>Vielleicht sollten wir ein bißchen, ganz unphilosophisch, beim Thema
>bleiben. Oder?

ACH BITTE!

a) stefans mail war ironisch. nur zur feststellung.

b) bin ich jedenfalls nicht bei netznetz dabei, damit ich mir
kontraproduktive szenebashings anhoeren muss.

also fordere ich unerbittlich die akzeptanz von anderen denkmodellen und
verfahrensmustern.

das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Sam Apr 9 13:28:41 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 12:26 pm

wenn ich vor meinem geistigen auge so durchspiele, was die
zukunftsperspektiven unseres fördersystems sein könnten, komme ich
drauf, dass es vermutlich nicht so sein wird, dass hier etwas
festgeschrieben wird und in den, sagen wir mal nächsten 10 jahren,
nichts mehr passieren wird. ein teil des ganzen ist wohl auch als
sozio-kulturelle studie zu verstehen, die sich auch mit dem phänomen der
sich nicht mehr so leicht festzuschreibenden definitionen beschäftigt >
interdisziplinäre durchdringungen.

Stefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Sam Apr 16 17:51:52 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.05.06 @ 5:36 pm

ped.fas.harvard.edulifl.frCitations:
* Nowak, M.A. and Sigmund, K. (1992) Tit for tat in heterogeneous
populations. Nature 355: 250-253.
* “The Arithmetics of Mutual Help”, by Martin Nowak, Robert M. May,
and Karl Sigmund, in Scientific American (June, 1995, pp 76-81).
* Fairness Versus Reason in the Ultimatum Game, Martin A. Nowak,
Karen M. Page, Karl Sigmund, Science, Vol 289, 1773-1775, 8 Sept 2000.
* Evolution of indirect reciprocity by image scoring, Martin A.
Nowak, Karl Sigmund, Nature 393, 573 - 577, 11 June 1998.

People:
M. Nowak
http://www.ped.fas.harvard.edu/publications.html
K. Sigmund
http://mailbox.univie.ac.at/karl.sigmund/publications.html
J. Hofbauer
http://mailbox.univie.ac.at/Josef.Hofbauer/mypapers.htm
J.-P. Delahaye
http://www.lifl.fr/IPD/ipd.frame.html
(der ist der java programmierer)

Reini Urban rurban at x-ray.at
Mon Apr 18 20:40:14 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.05.06 @ 5:50 pm

>wahrscheinlich (…) liegt die lösung tatsächlich darin über kurz oder
>lang in der entflechtung des konglomerats ‘medienkunst’/'neue
>medien’/'netzkultur’.

>>>> wenns konkret um das in entwicklung befindliche modell geht, bedeutet
eine klare trennung dieser begriffe und eine etwaige entscheidung fuer nur
einen dieser begriffe, dass es im rahmen der stadt wien/kulturfoerderung
fuer die beiden anderen projektbereiche 0,– Euro Foerdergelder gibt.

>>>> ich frage mich auch schon laenger, ob mit netz innerhalb des wortes
netzkultur “internet” oder “network” also “vernetzung” gemeint ist.

kanonmedia office at kanonmedia.com
Son Apr 24 12:54:11 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 11:28 am

Auf http://netznetz.net/wiki/index.php/FörderSystem habe ich eine
Übersichtstabelle zum System gemacht

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Fre Apr 22 14:36:19 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 11:33 am

Die vermeintliche Objektivität des Programmes wird auch nicht eintreten,
wenn Du Sie hier bezweifelst
bekanntlich würfelt nur Gott nicht.

angedacht ist drei messinstrumente gemeinbsam zu verwenden: statistik,
meaningful transactions und voting.
und diese tools (und deren verhältnis) STÄNDIG entsprechend zu adaptieren.

(selbst wenn wir dann die vorübergehend superste variante haben, müssen
wir sie schon alleine deswegen weiter entwickeln,
weil sonst - no na - entsprechend dieser software gevotet, verhalten
usw. wird.)

nein2: das programm wird gar nix “lösen”. es wird ein gemeinsames
werkzeug / anlass sein
um über diese komplexen zusammenhänge kontinuierlich gemeinsam zu
reflektieren und zu experimentieren und zu arbeiten.
und hoffentlich auch darüber hinaus zu weiterer gemeinsame
zusammenarbeit anzuregen, wie es der prozess mE schon bisher gschafft hat.

eSeL esel at esel.at
Die Jun 21 10:06:25 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 3:50 pm

(für mich im vordergrund steht, dass die parameter entwickelt werden
müssen, aber diese – genauso wie deren gewichtung untereinander – mit
dem vote gleichzeitig auch mitabgestimmt und verändert werden können.
Also das ding tatsächlich in der gewichtung (aber durchaus nach
jeweiligen grundsätzlichen reality-checks) ständig verändern muss das
wird – und wird - aber im entwicklungsporozess ausreichend zu klären
sein. recht klaren ueberblick scheint mir derzeit zB martin slunsky /
quintessenz zu haben.)

eSeL esel at esel.at
Son Jul 10 12:22:45 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 4:44 pm

mitp.deEntschuldigung, aber wenn ich euch so zuhöre schrillen bei mir alle
Alarmglocken hoch, weil euer Softwaresprint fast alle Anzeichen eines zum
Scheitern verurteiltes Softwareprojekt hat. Buchempfehlung dazu:
http://www.mitp.de/vmi/mitp/detail/pWert/1385/titel/Himmelfahrtskommando.%20Aussichtslose%20IT-Projekte%20%FCberleben

Einer meiner beruflichen Aufgabe besteht in der Definition von
Vergabekriterien nach dem Bundesvergabegesetz. Inkl. der entsprechnenden
Vorgaben bezüglich Objektivität, Nachvollziehbarkeit und rechtlicher
Rahmenbedingungen.
Mein Erfahrung dabei ist, es gibt ein wunderbares Tool, mit dem sich auch
die komplexesten Bewertungskriterien abbilden lassen: Microsoft Excel oder
als Alternative dazu Gnumeric

Selbst hochkomplexe Bewertungsschemas mit gesplitteter Punktevergabe,
unterschiedlicher Gewichtung und was einem sonst noch alles einfällt
reduzieren sich auf eine handvoll von Formeln welche man in 1-2 Stunden in
Excel zusammenklicken kann. Weshalb brauchen wir für die Modellentwicklung:
objektorientierter Programmierung (OOP), Datenbanken, Statistik,
Transaktions-Analysen,.. ????

Die Schwierigkeit ist der Konsensprozess, welcher notwendig ist um ein von
allen akzeptierten Bewertungssystem auf die Beine zu stellen. Die Umsetzung
ist vergleichsweise trivial. Natürlich können wir uns irgendwelche
hochgradig komplexen Wunderformeln aus dem Hut zaubern. Meine Erfahrung ist
aber, dass dadurch die Akzeptanz und die Nachvollziehbarkeit leidet, was zu
einer entsprechenden Ablehnung des Systemes als Ganzes führt. Vor allem ist
die Versuchung für Insider groß heimlich versteckte Schlupflöcher in das
System zu integrieren, die es einem ermöglichen erst recht subjektive
Entscheidungen zu treffen bzw. einzelne Personen oder Gruppen zu
bevorzugen.

Bei einer Ausschreibung nach dem Bundesvergabegesetz, habe ich als
Auschreiber freie Wahl bei der Definition der Kriterien, muss mich aber bei
der Bewertung der Angebote an diese halten. Dadurch wird die Bewertung der
Auschreibung objektiviert, was ich aber Ausschreibe und wie ich es tue
bleibt aber weiterhin allein mir überlassen. Mit etwas Übung definiert man
daher die Ausschreibungskriterien so, dass man genau bekommt was man haben
möchte und die Bewertungskriterien dienen in erster Linie dazu, den
Anbietern die man NICHT haben will zu erklären, weshalb man sie nicht mag.

Meine Befürchtung daher ist, dass niemand dumm ist, und gerne eine
Bewertungsschema haben möchte, welches ihn selbst oder ihm nahestehende
bervorzugt. Das Ganze aber auf dem Rücken von ein paar armen Programmieren
ausgetragen wird. Meine bitte daher: einigt euch bitte ZUERST auf ein
Bewertungsschema, bzw. überlegt euch wie der entsprechende Meinungs und
Konsensbildungsprozess aussehen kann und fangt erst dann an irgendetwas zu
programmieren.

Es wäre eine spannende Überlegung, inwieweit man diesen
Konsensbildungsprozess per Web technisch unterstützen kann, aber fixe
Zeitpläne vorzugeben, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was man
eigentlich GENAU machen möchte ist vollkommen unrealistisch.

Vor allem fangt bitte mit einem einfachen, für alle verständlichen System
an, welches man bei Bedarf verbessern und ausdifferenzieren kann und plant
nicht gleich die Lösung aller Community Probleme auf einmal. Die Gefahr
dabei ist groß, das man sich in tollen, bahnbrechenden Modellen verliert,
aber den ganz konkreten, aber extrem konfliktträchtigeb Fragen aus dem Weg
geht*

cu andreas

* Kann mir jemand erklären wie genau die Aufteilung zwischen 10%
Microgrants, 50% Project Accounts, 20% backbone projects und 20% Annual
Convention zusammengekommen sind? Bei 250.000 Euro potentiellen Budget
erscheinen mir 50.000 Euro für eine einzige Verstaltung doch etwas viel.
Vor allem angesichts der Tatsache, dass wir im Oktober noch Geld
zusammengelegt haben um und die Wäscheleinen für die Deckenbefestigung zu
finanzieren.

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Fre Jul 15 15:21:35 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 4:53 pm

mediabiz.atservus.atservus.atDirmoser und sein Team haben die symbolische Ordnung des Feldes
‘Medienkultur’ und ‘Medienkunst’ vor einem Jahr für die Ars Electronica
karthographiert - die Förderparameter-Debattierenden sollten vor allem
den vierten und letzten Link - Ars Cluster - ihrer gesteigerten
Aufmerksamkeit empfehlen.
_
http://www.mediabiz.at/online/themen/gedaechtnistheater.htm_ _
http://www.servus.at/kontext/ARS/_ _
http://www.servus.at/kontext/diagramm/00_Link_Plateau.htm_ _
http://mitglied.lycos.de/tristessedeluxe/ars_cluster_D_1_1.pdf_
>

Niemand ‘einigt sich’ hier auf irgendwelche Parameter, sondern es kann
nur darum gehen, kultursoziologische und kunsthistorische Realitäten
demütig anzuerkennen. Und damit produktiv zu arbeiten, wenn (Kunst- und
Kultur-) Wissenschaftlichkeit nicht bloss ein Feigenblatt für
(netz-)kulturelle Nackerbatzeln sein soll.

Mein Vorschlag: den ‘Cluster’ ausdrucken und auf die Innenseite der
WC-Türe kleben. In spätestens 14 Tagen hat jede/r zumindest ein
intuitives Wissen über die Komplexität des Feldes.

Wer hier dot-Mania (in Analogie zur Starmania) - oder Policris - spielen
will, hat sich geschnitten.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Fre Jul 15 16:12:44 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 4:54 pm

Protokoll netznetz.net
——————————————————-
Vorbereitungsgruppe Software-SPRINT
Doppel-meeting 11. und 13.7.2005
——————————————————-

11. Juli:
—-
1. Ziel: Bedarfsformulierung / Eckdaten Erhebung Softwaremodule &
Schnittstellen, Mini-Pflichtenheft erstellen
2. Uptodate bringen anhand der bestehenden papers?
3. Weiteres Vorgehen (Call 13. Juli 05)

Anwesend 11. Juli: Stefan Lutschinger, Marion Holy (bis 1830h), Mathias
Tarasiewicz, Simon Haefele, David Bovill, Lizvlx, Thomas Turnheer, Hans
Bernhard (Moderation), Magnus Wurzer, Mic Woldkoski, versp. julia starsky
——————–

Thomas: Module (Blackbox) benennen, Faktoren (Parameter) ausformulieren
(u.a. Eigenschaften/Buendel).

David Bovill hat vorgeschlagen Community TV Software-Entwicklung
Interface Parallel zu entwickeln, dazu soll ein eigenes Meeting
stattfinden auf betreiben von David und anderen Netznetz menschen. Zudem
hat er angedeutet das man den netznetz Prozess filmisch dokumentieren
koennte von community TV.

Stefan, wir unterhalten uns ueber Parameter-Abhaengigkeiten, wir sollten
heute die Parameter festhalten (und die Beziehungen, Referenz).

Diskussion
—————

Module & Parameter
—————————-

-Analyse Meaningful Transaction
——————————————–
(Interaktionen zwischen Partnern eines Netzwerkes via einer gemeinsamen
Web-sites, Wissensaustausch, z.b. etwas gemeinsam machen, herleihen, ich
schreibe an deinem Blog mit, etc.)

-Analyse Social Network
———————————
(Klassische Netzwerkanalyse innerhalb des Sektors erlaubt einen Blick
auf ein Feld das sich ansonsten jeder Definition verschliesst.
Netzwerkanalyse ermoeglicht Sichtbarkeit von verwandten und
interdependenten Projekten. Ermoeglicht Abbildung von gemeinsamen
Praktiken und Themen - via Clustering). Wer mit wem welche Themen
gemeinsam hat und wer mit wem packelt.. (semantische Analyse?)

-Analyse Recommandations
————————————-
(Zuschreibung, Erwartungen, Verhalten)
Es wird gevoted, aber die votes haengen von den anderen Modulen
zusammen, aber hier passiert der output und eine “Liste” der zu
foerdernden Personen wird ausgespruckt
–Anmerkung, beim Voting sollten auch negativ Stimmen moeglich sein.

-Gemeinsame WebPlatform
————————————–
Ausgabe/Eingabe-Interface (I-0 Modul), kein wirkliches Modul

Zusaetzliches Modul:
—————————–

-Gottes Modul (Arbeitstitel)
————————————
Jedes Mitglied kann die einzelnen Parameter individuell gewichten (an
den Parametern schrauben, z.b. Parameter internationalitaet rauf- oder
runterdrehen in der Wichtigkeit). Generell gesagt wird dieses Modul
eingerichtet und im SPRINT genauer definiert wie die Gewichtung gemacht
wird. Zudem sollte es moeglich sein ueber dieses Tool zusaetzliche
Parameter der Community vorzuschlagen.

Vorschlag Matthias, Controlling Modul, ExPerten-Gremium welches
Missbraeuche vorbeugen kann.

Parameter
————–

Arbeiten
(Zukuenftige, Vergangene, Aktuelle)
—-
- Interaktivitaet (Projekte, die als Objekte an die Personen gebunden
sind werden bewertet) - PROBLEM: Wenn jedes Projekt einer Person gevoted
werden muss ist dies unrealistisch (too many votes)
- connectivity
- globalitaet
- egalitaet
- multimedialitaet

Personen

- Haeufigkeit der Foerderung (Iterations-Parameter)
- Diskursivitaet (Arbeit, Personen, Kontinuitaet der Arbeit)
- internationalitaet (Ausstellungen im Ausland, Kooperationen mit
Gruppen und Kuenstlern im Ausland, etc.)
- Praesentation (Aesthetik, Verstaendlichkeit, etc.)
- Offenheit fuer kollaboration / kooperationswillen / Wissensweitergabe
(Know how, Sharing)
- Affinitaet (Faszination und aehnliches Thema)

Aufgeworfene Fragen:

- Muss ueber das Vergangene Werk abgestimmt werden
- Muss ueber das zukuenftige Tun (Projekte) abgestimmt werden
- Problem: zukuenftige Projektbeschreibungen werden geklaut
- Gewichtung der Darstellung Projekte Alte Projekte / Neue oder Kommende
Projekte

Datenbank:
—————
Es gibt:

1. Personen
2. Arbeiten
3. Konten (Foerdervorgaenge = Dokumentierte Foerderungen)

Wichtig: Benutzte Orte (z..b 5uper.net, medien.Kunstlabor), Frage,
sollen solche Orte eigene Datensaetze sein? Eventuell auch Veranstaltungen?

Zwischendiskussion

Personen-orientiertes Modell
Marion, auch nicht-front-Personen sollen erreichbar und foerderbar sein,
zudem spricht gegen Projekt-Foerderung Aktualitaet und
Beamten-Einschaetzung ob Budget Widmungsgemaess genutzt wurde.

CONCLUSIO!
Generell: In der Datenbank sollen Einzel-Personen mit Labels eingetragen
sein. Wir reputieren Personen und bilden Labels im Netzwerk ab.

————————————————————-

13. Juli
—-
1. wissenschaftliche/Inhaltliche Begleitung
2. database und parameter definitionen (oder delegation an 2er gruppe)
3. sprint moderator
4. sprint call
5. dokumentation

Anwesend 13. Juli: Matthias, Marion, Mic, Thomas, David, Simon, Stefan,
Magnus, Hans (Moderation)

Vorabdiskussion:
Es wird ein konkreter nicht-technischer approach benoetigt, es wird ein
wissenschaftlicher diskurs notwendig sein um den prozess zu “begleiten”,
wie koennen wir dies bewerkstelligen diese 2 streams parallel zu
“verwalten” und interagieren zu lassen?

1. Wissenschaftliche/Inhaltliche Begleitung
———————————————————
Stefan:: schlaegt Karin Harasser als wissenschaftliche Leiterin fuer
netznetz vor. Zudem Gerhart Tiermoser (Linz Energie) als Experte. Zudem
Martin Warnke (Uni Lueneburg, Inst. f. Kulturinformatik, Hypercult). Wie
koennen die eingebunden werden: Stefan wuerde Karin anrufen/einladen
hierher kommen, sie briefen und sie fragen ob sie die Moderation des
Diskurses machen koennte.
Thomas, hofft bei der Ars koennte schon was von Theorie da sein.
Funktionalitaet, Kreativitaet/personalitaet.

Budget, wie kann dieser prozess bezahlt werden, publikation?

Ablauf einer solchen wissenschaftl. Zusammenarbeit:
Vorgespraeche - Scientific Board - Symposium / Kolloquium
(Meinungsaustausch) - publikation
(David Vorschlag: Editorial structure, anstatt Scientific Board)

“Beschluss”: Stefan uebernimmt die Verantwortung fuer die Initierung des
Prozesses (Kontaktierung der wissenschaftler, Vorgespraeche,
Sondierungen, Information von netznetz, Advisory Board).

2. Database und parameter Definition
—————————————————
Hans, Magnus und Matthias setzten sich am Wochenende zusammen fuer
Datenbank-Felder und Parameter und praesentieren diese am 18.7..

3. SPRINT moderation
—————————
Thomas, SPRINT ist eine Methode, nicht nur eine Klausur. Eine
produktions-Methode mit SPRINT-Hosts die Einzel-Tasks ausdefinieren und
vergeben (Ziel, Zeit festsetzen).

Moegliche SPRINT-Moderatoren: Thomas Fundneider (Thomas Kontakt), Peter
Koger (Stefan Kontakt)

Diskussion: braucht es 2 verschiedene Moderatoren, jeweils 1 fuer Coding
und fuer Interface. WIR BRAUCHEN JEMAND DER DAS SCHON MAL GEMACHT HAT.
(der auch weiss was an vorarbeit benoetigt wird).

(Stefan: SPSS - statistik tool soll begleiten)
ERD- entity relation diagram

Entscheidung:
——————-
1 Moderator professionell (auf unseren grundlagen moderiert)?
gessplitteter prozess mit verschiedenen Moderatoren?
–>ES WIRD KEINE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN!

Ziele definieren:
———————
Ziel des sprints
Ziele der Module

Thomas: Fuer sprint, gleichzeitig Ars Dokumentations-Team einladen um
den prozess zu filmen / zeigen.

Software-dokumentation mit CVS

4. sprint call
—————–

PRE-CALL fuer 1. SOFTWARE-SPRINT
——————————————————
netznetz.net wants you!

“The process of preparing programs for a digital computer is especially
attractive, not only because it can be economically and scientifically
rewarding, but also because it can be an aesthetic experience much like
composing poetry or music.” (Donald Knuth, The Art of Computer
Programming, Vol. 1)

Nach monatelangen Vorarbeiten gehen wir in die nächste Phase der
Social-Software-Entwicklung: voraussichtlich im August wird ein erster
Software-SPRINT stattfinden, bei dem es darum geht auf der theoretischen
Grundlage des aktuellen Arbeitspapiers “Wiener Fördermodell der
Netzkultur/en” http://netznetz.net/wiki/index.php/FoerderSystem einen
lauffähigen ‘Social Software’-Sketch zu modellieren. Die Aufgaben des
Teams umfassen die Erarbeitung eines Kriterienkatalogs für
selbstverwaltete Kulturförderungen bis zur Konversion dieser
Bewertungsschemata in visualisierbare Modelle. Zudem wird ein erfahrenes
Dokumentationsteam gesucht.

Der SPRINT findet voraussichtlich in den ersten 2 August Wochen statt.

Wir suchen zur (bezahlten) Mitarbeit noch Menschen mit Erfahrung und
Kenntnissen aus den Bereichen: objektorientierter Programmierung (OOP),
Datenbanken, Statistik, Analyse, Visualisierung, Dokumentation,
Netzwerk-Analysen, Reputations-Systemen, Netzwerk-Visualisierungen,
Transaktions-Analysen, semantischen Strukturen und begleitender
kreativer Dokumentation.

Solltest du in einem oder noch besser mehreren dieser Bereiche sowohl
Erfahrung als auch Interesse haben, so melde dich bitte bei der liste
liste at netznetz.net und / oder komm zum diesbezüglichen Meeting:

COME-TOGETHER-MEETING: 18.Juli 2005, 18:00 - 20:30 Uhr

LOCATION: cuisinedigitale, FREIRAUM/transeuropa, Museeumsquartier

Zielsetzung des Come-together-Meeting:

• Kennenlernen
• Team-Zusammenstellung
• Präzisierung des Calls
• Vorstrukturierung SPRINT-Ablauf
• Organisatorisches

Hans Bernhard hans at ubermorgen.com
Fre Jul 15 12:51:13 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 4:56 pm

Das einzige was man aus dem Wiki herausoraclen kann, ist folgende Tabelle:

Bezeichnung Anteil Vergabemodus Evaluation
MicroGrants 10% Verwaltung Begleitfoschung
Project Acounts 50% ReputationSystem Begleitfoschung
backbone projects 20% Voting Begleitfoschung
AnnualConvention 20% Voting Begleitfoschung

Wenn man aber nachlesen will, wie genau sich die Verwaltung zusammensetzt,
das ReputationSystem oder das Voting funktionieren soll findet man exakt
Null Information.

Für mich, als durch diverse Managemententscheidungen gebrannten Techniker
ist das Ganze ein Zeichen dafür, dass entweder die konkrete Umsetzung
bisher kein Thema war, weil der Schwerpunkt beim Ideen sammeln gelegen
ist. Oder es innerhalb der Gruppe keinen funktionierenden
Konsensbildungsprozess gibt und daher um konkrete, meist extrem
konfliktträchtige Entscheidungen ein Bogen gemacht wurde.

Alles halb so schlimm und lässt sich alles lösen. Was mich aber verblüfft
hat, ist das ihr ohne konkrete Umsetzungspläne mit der Programmierung
anfangen möchtet. Weil dadurch eines von zwei verschiedenen Dingen
passieren wird: 1. Der oder die Programmierer entscheiden für NetzNetz wie
die konkrete Umsetzung aussehen wird und jeder ist mit dieser glücklich 2.
Der Programmerierer löst dadurch, dass er notgedrungen eine konkrete
Umsetzung schaffen muss, mit dieser die bereits schwelenden Konflikte
endgültig aus, gerät dadurch in das Schussfeld der Kritik und gibt
irgendwann einmal frustriert KO.

Für eine wirklich funktionierende Community ist eine gemeinsame Wissens
und Meinungsbasis enorm wichtig, für die Softwareentwickling ist sie sogar
essentiell. Wenn sich nicht jeder sich im Reputationssystem persönlich
wiederfindet wird rund um das System niemals eine Community, sondern ein
Haufen an Personen entstehen, welche sich die Köpfe einschlagen. Wenn
nicht klar ist, wie das System konkret umgesetzt werden soll, wird ein
Haufen von halbfertigen Programmen entstehen, welche nie 100%
funktionieren und in Summe niemals ein Ganzes ergeben werden.

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Mon Jul 18 16:23:19 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:00 pm

Es geht beim Sprint
nicht um die Ausprogrammierung des finalen Reputationssystems. Wir haben
vor dass dies ein Treffen von SoftwareexpertInnen und Leuten, die
mitdenken wollen wie Kriterien und Parameter aussehen können, wird, an
dessen Ende ein Modell eines Software/Communityframeworks steht. Natürlich
sollen einzelne Module auch zu laufen beginnen, um erste Simulationen
machen zu können. Also der Sprint ist ein Teil des Prozesses der
konkretisierung nach einer langen Phase der Abklärung mit dem Rathaus aber
sicherlich nicht der letzte finale Akt hin zu einer laufenden Software.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mon Jul 18 16:53:44 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:00 pm

Nachdem ich derzeit in einer großen Nachdenk & Grübelphase und gedenklich
noch immer mit EU Slogans verseucht bin, hier mein Beitrag zur Erreichung
der Lisbon Agenda und mein persönlicher Meilenstein für die Transformation
in Richtung einer wissenbasierender Gesellschaft: Das SuperTrust
Reputationssystem. Wobei SuperTrust in erster Linie als Prototyp und
Denkanstoss ist und nicht unbedingt als fertiges Reputationssystem gedacht
ist.

SuperThrust kennt 3 Arten von Akteuren, wobei es keine fixe Trennung
zwischen den einzelnen Rollen gibt.

1. Members:
Ein Member hat die Möglichkeit, mittels Voting einem Trustee bzw. Producer
sein Vertrauen auszusprechen, welches den Rahmen in welchen ein Trustee
bzw. Producer agieren kann bestimmt. Ein Member kann dadurch recht einfach
und ohne großen Zeitaufwand, die finanziellen Rahmenbedingungen unter der
Netzkultur passiert bestimmen. Hat aber nur indirekt Einfluss darauf, wer
welche Gelder bekommt.

2. Trustees:
Ein Trustee ist eine Person, welche direkte Verantwortung für die konkrete
Geldvergabe übernimmt, ohne selbst direkte finanzielle Interessen zu
haben. Diese Position ist potentiell mit sehr viel Arbeit verbunden und
der Trustee, muss seine Entscheidungen begründen bzw. persönlich dafür
gerade stehen. Dafür hat aber ein Trustee direkten Einfluss auf die
Vergabeentscheidungen. In welchen Umfang ein Trustee Geld vergeben darf,
wird durch das Trustee Voting der Members bestimmt.

3. Producers
Producer sind Personen, welche Netzkunst betreiben und dafür entsprechende
finanzielle Mittel benötigen. In welchen Umfang ein Producer Gelder
bekommen kann, wird zu mind. 50% durch das Producer Voting der Members
bestimmt. Die konkrete Geldvergabe wird aber durch die Trustees bestimmt.

Das Voting:
Es gibt in regelmässigen Abständen Trustees bzw. Producer Voting. Eine
Möglichkeit wäre es auch dieses Voting als kontinuierliche Prozess zu
gestalten und zu festgesetzten Zeiten, den Stand für die Zeitdauer der
Geldvergabe einzufrieren. Beim Voting kann jedes Member in beliebiger
Aufteilung jeweils 100 Points an andere Members für die Funktion des
Trustees oder Producer vergeben. Die Anzahl der erhaltenen Punkte
bestimmen in was für einen Umfang man als Trustee Geld vergeben darf bzw.
dieses als Producer erhalten darf.

Aus Gründen der Transparenz und Nachvollziehbarkeit erfolgt das Voting
öffentlich und nicht anonym, wobei jedes Member die Möglichkeit erhält
sein Voting zu kommentieren. Ein sicheres anonymes Voting mittels Internet
lässt sich derzeit technisch mit einem vertretbaren Aufwand nicht
realisieren. Sollte ein anonymes Voting ein Anliegen sein, könnte dieses
nur mittels einem klassischen Voting mittels Papier & Kugelschreiber
erfolgen.

Die Geldvergabe:
Jeder Trustee darf Aliquot zu den erhaltenen Trustee Points Geld nach
folgenden Schlüssel verteilen: 50% an Producer, welche die entsprechenden
Producer Points erhalten haben, 25% an Producer im Umfang von maximal 150%
der erhalten Producer Points, 25% frei ohne Bindung an die Producer Points

Auschlusskriterien:
- Ein Trustee darf sich selbst kein Geld geben
- Ein Trustee darf von niemanden Geld erhalten, den er selbst Geld gibt
- Ein Trustee darf von niemanden Geld erhalten, der Geld von jemanden
erhalten hat, dem der Trustee Geld gegeben hat
- Sonstige Geldflüsse bzw. Verflechtungen sind erlaubt, es sei den es
handelt sich um eine eindeutige A gibt B Geld, B gibt es C, C gibt es D
und D gibt das Geld wieder an A Variante

Falls ein Trustee bzw. Producer mehr Punkte erhalten hat, als er möchte,
kann er auf einen Teil der Punkte verzichten und diese welden aliquot auf
alle anderen Trustees oder Producer verteilt. Ein Abtreteten bzw. die
direkte Weitergabe von Trustee bzw. Producer Punkten ist nicht möglich.

Superthrust hat meiner Meinung nach eine Reihe von Vorteilen:
- Es ist relativ einfach und kennt nur 3 verschiedene Rollen, benötigt
aber keine magischen, schwer verständliche Formeln oder
Bewertungskriterien
- Es gibt für Members eine klassische Möglichkeit sich indirekt zu
beteiligen
- Durch die indirekte Vergabe über Trustees, gibt es konkrete Personen,
welche für eine konkrete Vergabe verantwortlich sind
- Ein Trustee ist daran interessiert, richtige Vergabeentscheidungen zu
treffen und diese zu begründen, ansonsten verliert er bei der nächsten
Wahl mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Teil oder alle seiner Trustee
Punkte
- Über die Producer Points können die Members den groben Rahmen der
Geldvergabe bestimmen
- Die Trustees haben aber genügend Spielraum um Dinge wie nur zu 90%
geförderte Projekte zu verhindern, bzw. hat die Möglichkeit in einem
gewissen Rahmen neuen unbekannten Producern Geld zu geben

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Fre Jul 22 16:14:02 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:19 pm

Meiner Meinung nach, ist was das Fördermodell betrifft das Verhältniss
zwischen Anforderungen und konkreten Lösungsvorschlägen extrem
unausgeglichen. Wir haben eine Vielzahl von Anforderungskriterien, haben
aber keinerlei wirkliche theoretische Grundlagen oder auch nur ansatzweise
funktionierende Modelle. Insofern bin ich ein wenig skeptisch, dass dies
beim Sprint jetzt plötzlich alles gelingen bzw. entstehen soll.
Andererseits nehmen am Sprint eine vielzahl begabter Leute teil und
dementsprechend stehen die Chancen auf ein positiven Ergebniss nicht
schlechtt.

Meine Hauptfrage aber ist und bleibt: Was genau soll das konkrete,
physikalische Endergebniss des Sprints sein? Die Bezeichnung Modellierung
eines ‘Sozial Software -Sketch’ ist so viel sagend, dass sie im Endeffekt
nichts mehr bedeutet. Ist damit die Erarbeitung der theoretischen
Grundlagen im Wiki gemeint? Die Ausarbeitung einer Bewertungsformeln? Die
Entwicklung eines Software Prototypen? Oder sonst irgend etwas?

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu sehr Besprechungs &
Selbsterfahrungsgruppen geschädigt und habe deswegen eine instinktive
Abneigung gegenüber Begebenheiten bei denen mehrere Personen zusammen
kommen und relativ unklar ist was dabei konkret herauskommen soll, bzw.
das Ziel so schwammig formuliert ist, dass sich erst vor Ort herausstellt
wie unterschiedlich die einzelnen Zielvorstellungen der teilnehmenden
Personen sind.

Wenn ein Teil der Personen in erster Linie theoretische
Anforderungskriterien formulieren, ein anderer Teil aber in erster Linie
PHP programmieren möchte, kann der Sprint eine ausgesprochen mühsame
Angelegenheit werden.

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Don Jul 28 16:07:46 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:21 pm

ich finde die fragen von andreas trawöger sehr entscheidend und immens wichtig
wie auch professionell und meine, daß man diese nicht mit ein paar halblustigen
bemerkungen abtun darf. darum bitte ernsthafte antworten und eingehen auf die
fragen, denn sonst sehe ich für die sw-entwicklung auch ein scheitern und schade
um die vertane zeit. das menetekel wurde von andreas wohl hinreichend
formuliert.

Christian Neugebauer christian.neugebauer at arbeitsraum.at
Don Jul 28 18:36:29 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.06.06 @ 5:22 pm

Eine der Gründe, weshalb ich subjektive auf Abstimmung basierende
Reputationssysteme gegenüber scheinbar klar formulierten
Bewertungskritieren bevorzuge sind meine Erfahrungen mit dem
Bundesvergabeamt.

Mir ist es bei einer Ausschreibung passiert, dass eine Firma eine
Ausschreibung von mir beeinsprucht hat, weil sie der Meinung war, ich
hätte die von mir selbst aufgestellten Bewertungskriterien, bei der
Bewertung falsch angewandt. Das Verfahren ist Gott sei Dank an einem
Verfahrensfehler der Beinsprucher gescheitert. Aber es hätte mir im
Prinzip passieren können, dass ein Gerichtsgutachter, meine Bewertung für
falsch erklärt hätte, obwohl sich der Gerichtsgutachter bei der Bewertung
an die von mir definierten Kritereien halten hätte müssen (Es ging bei der
Sache darum, ob ein Produkt NFS Version 4 unterstützt wie gefordert, oder
nur Version 3).

Sobald wir Kriterien haben, die in Stein gemeiselt sind, kann jeder deren
konkrete Anwendung kritisieren und im extrem Fall sogar versuchen diese
gerichtlich durchzusetzen. Vor allem ist aber, derjenige der die konkrete
Bewertung durchführt bzw. das konkrete Bewertungsprogramm programmiert
dadurch automatisch im Schussfeld der Kritik und mit Sicherheit einer
Vielzahl von Anschuldigungen (=das war so nicht ausgemacht) bzw.
Unterstellungen (=das Programm bevorzugt mit Absicht XY) ausgesetzt und es
wäre extrem arbeitsintensiv, hunderte, wenn nicht tausende Zeilen an Code
auf deren korrekte Funktionsweise zu überprüfen (denn möglicherweise
stimmt 1 von 100 Anschuldigungen wirklich).

Dementsprechend wäre ich sehr stark für ein offenes System, bei dem alle
Rohdaten verfügbar sind und jeder die Ergebnisse nachrechnen kann.
Eventuell würde es sogar Sinn machen das ganze Fördermodell ala Flugzeug
Bordcomputer zweimal zu implementieren, damit man überprüfen kann, ob
beide Implementationen zum selben Ergebnis kommen (z.B. einmal als
komplexe Multiuser fähige Online Version und einmal als simple Offline
Version, welche die Daten nur noch einmal nachrechnet).

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Mon Aug 1 16:48:48 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 11:11 am

Ich habe die Frage schon einmal gestellt (und habe keine Antwort
bekommmen). Wie genau ist die 50:10:20:20 Aufteilung zwischen Network
Grants, Micro Grants, Backbone Projekts und Annual Conventions zustande
gekommen? Die Aufteilung in diese Kategorien, vor allem aber die starre
Prozentaufteilung zwischen diesen erscheint ein wenig sehr willkürlich.

Meine Erfahrung mit starren auf viele kleine Bugetposten aufgeteilten
Budgets ist, dass entweder viel Geld liegen bleibt (weil die jeweilige
Kategorie nicht voll ausgeschöpft werden kann) oder man anfängt die Dinge
umzufärben um Geld aus Budgetposten zu erhalten, in denen dieses noch
verfügbar ist.

> kann aber sein, dass personen/gruppen/hier:planeten, die network grants
bekommen dann auch in solche projekte
> finanzieren, bzw. trotzdem durchziehen wenn ihre
backbone/annual-convention-projekte nicht als oben genannte projekte
> finanziert werden.

Häh? Dann sind wir aber endgültig im Bereich des kreativen
Förderungsansuchen schreiben angelangt. Wenn ich das Geld welches ich
erhalte so oder so für irgend etwas anderes verwenden darf. Wozu gibt es
dann die unterschiedlichen Kategorien überhaupt ???

Bei Micro Grants, wo die Höhe und die Vergabeart anders sein soll,
verstehe ich das Ganze. Aber bei den anderen Bereichen? Das einzige wozu
das Ganze motiviert ist Förderansuchen für jede der Kategorien zu
schreiben, um möglichst viel Geld zu erhalten und sich nachher zu
überlegen, was man mit dem Geld WIRKLICH macht.

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Sam Aug 6 21:01:20 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 11:52 am

Bisher trifft die MA 7 die Entscheidung wer Geld bekommt. In Zukunft wird
sie für die Gelder die über das Reputationssystem ausgeschüttet werden nur
prüfen, ob die Person prinzipell anspruchsberechtigt ist. Die Entscheidung
wer das Geld bekommt triift die Community über das Bewertungs bzw.
Reputationssystem.

Die Grundidee dahinter ist: Wir brauchen einen Mechanismus, um die
Identität eines Users zu überprüfen. Mein Vorschlag dazu wäre: Der
Benutzer meldet sich per Web mit Name & Adresse an und geht bei
Gelegenheit mit einem Personalausweis zur MA 7, welche die Daten überprüft
und dem User die Berechtigung gibt zu voten.

Das ist ein rein administrativer Vorgang, der im Prinzip auch von
irgendeiner Gruppe durchgeführt werden könnte die im Q21 sitzt (wenn sich
eine zur Verfügung stellt und das entsprechende Vertrauen da ist) und hat
mit der eigentliche Vergabe nichts zu tun.

Wobei die Frage WER prinzipell voten darf noch ein offener Punkt in der
Diskussion ist, die hoffentlich im Laufe des Sprints endlich geklärt wird.

Wer dieses Bit nach welchen Kriterien setzt ist eine politische und keine
technische Frage

Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Die Aug 9 12:41:12 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:03 pm

Andreas Trawoeger schrieb:
> P.S.: Die Erstellung dieses Datenmodells wurde partiell gesponsert von
> der:
>
> Stabstelle Technologie und Security
> Wiener Gebietskrankenkasse
> Ihr Partner in Sachen Gesundheit

chef auf urlaub? :)


Reini Urban in Antwort an Andreas Trawöger
Reini Urban rurban at x-ray.at
Die Aug 9 08:14:08 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:04 pm

wenn wir grundsätzlich davon ausgehen, das der/die nächste
(grundsätzlich) nicht vertrauenswürdig ist, na dann gute nacht! es ist
ist vielleicht ein gewisses risiko sich auf so etwas einzulassen, aber
um erfahrungen zu gewinnen, muss es so sein. für mich besitzt jeder
erfahrungswert einen ungleich viel höhreren stellenwert, als jedes noch
so durchdachte planungsszenario …

>
> klartext: wer illegitim ist fliegt raus *aber registrieren kann sich
> einmal jeder*. man kann dann immer noch von fall zu fall entscheiden.

jede(r)? nach meinem informationsstand müssen sich alle
teilnahme-kandidatInnen bei silvia fassl-vogler registrieren lassen.
d.h. die ma7 bestimmt noch immer wer mitspielen darf und wer nicht. ist
es nicht? (bitte mich zu korrigieren …)

Stefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Mit Aug 24 12:29:45 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:05 pm

brav dokumentiert, alles.

dort steht dann ja auch:


Im System kann man angemeldet werden wenn man Bestimmt Kriterien
erfuellt. Alle die bereits Geld von der MA7 bekommen haben, Alle die
bereits Microgants erhalten haben. Weitere Auswahl, wer teilnehmen
darf, wird derzeit von Mag. Fassler Vogler (MA7) bei der Anmeldung
getroffen.

–> http://netznetz.net/wiki/index.php/SprintContent “wer darf voten”

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mit Aug 24 15:05:27 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:06 pm

die gpl-diskussion find ich ja ganz arg. statt dass wir uns
freuen die ersten zu sein und anderen städten/ländern/universen das
nachmachen erleichtern indem wir ihnen code geben eine geschlossene
lizenz nehmen. arg.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mit Aug 24 15:05:27 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:07 pm

A) Formalkriterien der MA7 (also: Arbeitsmittelpunkt Wien, entsprechende
Rechtsform (jetzt auch andere als Verein möglich), …) also jene “MUSTS”,
die ohnehin immer bei Fördervergaben einzuhalten sind

B) Inhaltltskriterien in einer sogn. “2-aus-5-Auswahl”. Fünf inhaltliche
“Schubladen” zur Selbstkategorisierung stehen zur Auswahl. Sind zumindest
zwei erfüllt, ist sichergestellt, das es sich thematisch um
Personen/Labels/Projekte aus dem sehr dehnbaren Bereich der Netzkultur
handelt. Diese Fünf “Schubladen” müssen von der Community (und/oder ext.
ExpertInnen) noch fixiert werden. Aber hier nur ein Beispiel: Interactive
Art, Digital Communities, Computer Animation/Visual Effects, Information
Society, … Diese Selbsteinschätzung muss natürlich überprüft werden,
dass kann durch die zuständige Beamtin, die Community itself oder durch
einen Beirat geschehen. Das sollte noch fixiert werden.

Und dann kann es noch aktives Wahlrecht (ohne Präsentation eigener
Labels/Personen/Projekte) geben von

A) jenen die vom System schon erfaßt wurden (also die TeilnehmerInnen des
letzten Durchlaufs)

B) ein breites “ad-hoc voting for the public” (inwieweit das im Modell
integrierbar ist, werden die Versuchsläufe zeigen)

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mit Aug 24 16:16:16 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:11 pm

Um diverse fuer mich immer noch sehr schwammige Teile dieses Projekts ein
wenig zu konkretisieren, hab ich gestern reichlich spaet noch ein wenig
nachgedacht. Das hat vor allem haufenweise Fragen aufgeworfen:

(Ich sende mehrere kleine Mails, das macht das Antworten leichter
(Modulare_System++))

* Votings haben einen Beginn und ein Ende (zB Auszahlung).

* Was wird gevoted? Personen, Labels und/oder Projekte?

* Wieviele Votings darf eine Person abgeben? Unbegrenzt? Oder haengt
die Anzahl der Votes von zB der eigenen Reputation ab? Oder soll
zB die Anzahl der Votes indirekt proportional zur letzten Auszahlung
sein (also: je mehr man zuletzt bekommen hat, desto weniger Einfluss
darf man auf die naechste Abstimmungsrunde nehmen)?

* Darf man fuer sich selber voten? Fuer Labels, an denen man beteiligt ist?

* Gibt es schon irgendwelche Ueberlegungen, welche ueber “Fakten” gevoted
werden soll? (ich hab zB mal “Internationalitaet” gehoert)

Das Endergebniss jedes Votings-Prozesses muss auf jeden Fall mit Ergebnissen
anderer Voting-Prozesse vergleichbar sein. Oder: Alle Voting-Mechanismen
muessen zu EINEM VERGLEICHBAREM Ergebnis kommen.

zB eine Zahl zwischen 0 und 100.

Ob diese Zahl mithilfe eines oder 20 Parameter berechnet wurde, ist wurscht
(muss wurscht sein).

Thomas Klausner domm at zsi.at
Son Aug 7 12:22:02 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:15 pm

Ich habe auch Reden von Gewichtungen gehoert.

IMO kann es 2 Arten von Gewichtungen geben (natuerlich auch beide in einem
System):

Systemimmanente und BenutzerInnen-definierte.

* Systemimmantene Gewichtunge
- koennen NICHT von UserInnen geaendert werden
- sind ‘Codified Laws’ (Laurence Lessing)
- zB anhand von Reputation oder friend-of-a-friend-Analyse

* BenutzerInnen-definierte Gewichtungen
- wenn es zB mehrere Parameter gibt, ueber die abgestimmt wird, koennten
UserInnen den Parametern unterschiedliche Gewichtungen geben
- d.h. ich koennte zB “Internationalitaet” als ’sehr wichtig’ gewichten und
einem Projekt dann sehr wenig Punkte geben.

Wobei: das fuehrt ja auch zur Frage, ob jede ueber alle Projekte abstimmen
MUSS, oder ob es weniger Abstiummungspunkte als Projekte gibt. Wenn letzters
der Fall ist, wird die Gewichtung ja eh automatisch vorgenommen, indem ich
meine limitierten Votes verteile.

Thomas Klausner domm at zsi.at
Son Aug 7 12:30:15 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:16 pm

Hier 2 Beispiele fuer Voting-Module:

* SuperSimpel

- Worueber: Projekte
- Wieviele Votes: beliebig
- Parameter:
Foerderungswuerdig (Werte: ‘ja’ oder ‘nein’)

Ablauf: JedeR kann beliebig viele Projekte ‘foerderungswuerdig’ erklaeren.
Nach Ende der Abstimmungsphase werden die erhaltenen Punkte addiert. Die N
Projekte mit den meisten Punkten bekommen entweder je 1/N der
Gesamtfoerderung, oder die Foerderung wird Anteilig nach Punktesumme verteilt.

* SuperSimpleOhneFreunderlwirtschaft

wie SuperSimple, ABER:
die Votes werden systemimmanent gewichtet, und zwar:
‘Verwandschaft’ | Gewichtung
—————————+———–
Persoenlich beteiligt | 0.25
Label ist beteiligt | 0.50
Label-KollegeIn ist direkt | 0.75
oder ueber ein anderes |
Label beteiligt |

Die Ergebnis-Abfrage wird dadurch wohl ein wenig komplizierter (wir werden
wohl ueber die voting-tabelle iterieren und die Summen selber berechnen
muessen, anstatt dass direkt in der DB zu machen.

Thomas Klausner domm at zsi.at
Son Aug 7 12:46:19 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:17 pm

Anbei die aktuelle Version 0.15 meines Datenmodells. Dieses Modell bereinigt
die Namensbezeichnungen und führt die Attributfels Vote_From ein. Durch
Einführung dieses Feldes ist es möglich, sowohl Top Down zu voten (z.B. Der
Owner eines Projektes bestimmt, wer im Projekt mitarbeitet), als auch Buttom
Up zu voten (z.B. ein User erklärt seine persönliche Zugehörigkeit oder
Zustimmmung zu einem Projekt)

Dieses Modell ist in der aktuellen Sprintdiskussion im Gespräch und wird
vielleicht teilweise die Basis für das endgültige Datenmodell. Daher hier
eine Erklärung, was das Modell kann bzw. nicht kann:

Die Basis des Modelles ist ein User, der stimmberechtigt ist. Jeder User hat
das Recht Entitäten zu definieren, über die abgestimmt werden kann. Die
Entität kann ein beliebige Sache repräsentieren z.B. ein Label oder ein
Projekt, aber auch so banale Sachen, wie den Film, welchen man sich am Abend
ansehen möchte.

Wobei über Zusatztabellen zu einer Entität zusätzliche Daten hinterlegt
werden können, bzw. über das Typ Feld unterschiedliche Kategoriern von
Entitäten definiert werden können, welche vom Userinterface unterschiedlich
behandelt werden (z.B. Projekte und Labels).

Jeder Entität lassen sich Attribute zuweisen, welche der Owner bestimmen
kann (z.B. Projektzugehörigkeit), oder denen die User Punkte geben können
(z.B. diverse Bewertungskriterien).

Durch die freie Wahl der Entitäten und die freie Zuordenbarkeit der
Attribute, und der Möglichkeit die Attribute in beide Richtungen (Entität
(durch Owner) -> User und User -> Entität) zu definieren, ist das Modell
ausgesprochen flexibel und kann eine Vielzahl von Reputations oder
Bewertungssystemen abbilden.

Das Einzige, was sich in diesem Modell nicht abbilden lässt ist eine direkte
Zuordnung zwischen Entitäten, also z.B. zwischen einem Label und einem
Projekt. Das Modell erlaubt aber sehr wohl die Zuordnung zwischen Label und
Projekten über die ihnen zugeordneten Personen (wie es. z.B. in der
Netzanalyse gamcht wird, welche soziale Netzte über die Realtionen der
Personen untereinander über die gemeinsamen Aktivitäten oder Ansichen
analysiert).

Die die indirekte Zuordnung zwischen Labels und Projekten würde die Realität
viel besser abbilden als eine starre Label->Projekt Zuordnung, weil es
dadurch nicht möglich wäre ein Projekt abzubilden, welches mehrere Labels
gemeinsam betreiben. Wobei man genau genommen noch eine Zuordnung zwischen
User->Personen braucht damit Einzelpersonen auc als bewertbare Entität
repräsentiert sind (was prinzipell vom Datenmodell her die Möglichkeit
bietet zu voten, inwieweit man sich zu sich selbst bzw. der einen selbst
repräsentierenden Entität zugehörig fühlt ;-))

Des weiteren macht eine reine Zuordnung User -> Label und User -> Projekt
Sinn, weil im aktuellen System nur User stimmberechtig sind.

Das aktuelle Datenmodell sieht vom Datenmodell jedoch keine Möglichkeit vor,
dass mehrere User gemeinsam ein Label oder Projekt Entität verwalten (weil
es sonst noch komplizierter wird). Es gibt aber folgende recht simple
Möglichkeit diese Beschränkung zu umgehen: Man legt einen für das
Bewertungsvote nichtstimmberechtigen User an, und legt mit diesem User die
Projekt bzw. Label Entität an und bestimmt die Mitglieder und gibt danach
den Usernamen & Passwort an alle Personen weiter, welche die Label bzw.
Projekt Entität verwalten dürfen (dadurch enstehen die Benutzergruppen auf
sozialer Ebene).

qayamat at gmx.at qayamat at gmx.at
Mit Aug 10 21:39:20 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:24 pm

die diskussionsbeiträge der letzten tage und die ergebnisse des spirits
lassen manche fragen offen.
ich will die von franz xaver, helga köcher, martin pichlmmair u.a.
formulierten fragestellungen/argumente hier mal auf einen nenner bringen
und versuchen einen lösungsansatz zu formulieren:

a. wer darf mitmachen — hier äussern sich bedenken der art, was ist,
wenn einer/eine … schabernack und betrug betreibt … und das system
uns aus der hand gleitet …
b. wann ist jemand vertrauenswürdig (stefan nussbaumer)… sollen wir
jemanden, der sich daneben benimmt aus dem system herauskicken
(martin)… wer entscheidet über solche dinge … sollen wir eine
oberste instanz einrichten, die das regelt …. wer bestimmt, wer in den
hirarchien auf welcher stufe das sagen hat (andreas trawöger)… sollen
wir uns strukturen auferlegen, damit das ganze nicht in einem endlosen
diskussions-blabla endet (helga köcher)… wer kontrolliert wen und wer
darf/soll/muss was, wann entscheiden ….
c. wie kommen wir zu “gerechteren”, “faireren” entscheidungen (alle)…
d. wird das system, das installiert werden soll, ein langweiliges
mittelmaß produzieren oder erwachsen aus dem system künstlerisch bessere
ergebnisse als bisher (über kuratoren, beiräte, wer auch immer) …
e. ist es überhaupt sinnvoll, einer community geld zu überlassen, die
dann auch noch selbst über die verwendung der gelder entscheidet und
dieses sozusagen unter sich aufteilt (diverse zeitungsartikel)
f. wie schaut es mit den entscheidungskriterien aus … gibt es da einen
katalog von vorschlägen oder kann jeder nach gutdünken voten, ohne seine
entscheidung begründen zu müssen ….
g. wie gestalten wir das system, so dass es zwingend am laufen bleibt
und nicht einschläft; d.h. wie vermeiden wir , dass, so wie auf dieser
diskussionsliste einige ständig diskutieren und viele sich (gelangweilt?
/ genervt?) abwenden.

viele der fragen sind ausführlich besprochen, manche entscheidung ist in
sicht … aber, seien wir mal ehrlich: es knirscht noch gewaltig.

der lösungsansatz, den ich vorschlage, basiert folgenden übereinkünften:
- es wird niemals “gerechte”, “richtige” und “gültige” entscheidungen
geben können.
gerechte entscheidungen gibt es nur unter der voraussetzung, dass etwas
zur anklage kommen kann; dies ist im kunstbetrieb ausgeschlossen, d.h.
damit sollten wir uns nicht länger beschäftigen.
- es gibt keine hriarchien, die von vorneherein im system eingebaut sind.
soll ein system fair sein, dann können nur nichthirarchische komponenten
zum einsatz kommen.
- wir alle wollen für uns selbst, für die community und für die
kunst/kunstentwicklung das bestmögliche (gleichgültig was jeder/e
einlzelne/r darunter versteht, bzw. welche präferenzen jede/r formuliert)
somit drei wesentliche schlussfolgerungen:
- mitmachen kann JEDE/R, der/die sich registriert und der/die die von
der verwaltung vorgeschriebenen mindestvoraussetzungen (z.b. wohnhaft in
wien) erfüllt.
keine einschränkung in hinsicht künstlerische sparte, bisherige
tätigkeit usw., d.h. es kann auch jeder bäckergeselle mitmachen, wenn er
in wien wohnt.
(der ebengenannte bäckergeselle kann auch jetzt schon einen förderantrag
an die ma7 richten; d.h. da können wir nicht strenger sein, als es die
fördermodalitäten bisher waren)
- falls das system in ein finales voting mündet (das ist nicht
zwingend, und auch nicht ratsam!) hat jeder das gleiche stimmrecht.
- wenn wir die obengenannten drei voraussetzungen akzeptieren, können
wir ein spiel entwickeln und dieses so spielen, dass es möglich ist,
dass es am ende keine “verlierer/innen” gibt

ich möchte hier ein game, nennen wir es community-game vorschlagen, das
leicht programmierbar ist, fair aufgebaut ist, das entscheidungen auf
der basis eines spiels herbeiführt, und das eine sehr vorteilhafte
zufallskomponente beinhaltet. (jedes spiel sollte, um für alle fair zu
sein den zufall beinhalten.)

COMMUNITY-GAME
DIE SPIELREGELN:
1. es gibt über das jahr verteilt 4-8 durchgänge, wobei jeder durchgang
6-12 wochen dauert.
2. jede/r kann mitmachen und äußert dies durch eine von der verwaltung
kontrollierte willensbekundung.
3. in jeder spielrunde weren eine gewisse anzahl von points verteilt und
zwar nach dem zufallsprinzip (würfel) und in der mengenverteilung nach
der gauss´schen glockenkurve (ganz wenige bekommen sehr viele points,
ganz wenige bekommen ganz wenig points, die meissten bekommen
durchschnittlich viele points zugewürfelt).
4. jede/r einzelne teilnehmer/in kennt nur die points, die er/sie selbst
bekommen hat und die gesamtzahl der points, die zur verteilung gekommen
sind.
5. nach diesem auslosungs-schritt verfallen die points in folgender
weise: zunächst werden alle points schrittweise (nach einem
automatisierten zeitablauf) nacheinander so umverteilt, dass der/die
teilnehmer/in, der/die anfänglich die meisten points zugelost bekam, am
schnellsten verliert und diese points sich auf die anderen
teilnehmer/innen verteilen und zwar so, dass der/die, der/die am
wenigsten points zugelost bekam von dieser automatischen umverteilung am
meisten profitiert. dieses prinzip wird auf alle anderen entsprechend
angewendet (d.h.: der/die , der/die die zweitmeisten points bekam
verliert am zweitschnellsten seine points und der/die, der die
zweitwenigsten points erhielt profitiert von dieser umverteilung am
zweitbesten und so fort …. ; der/die, der/die genau in der mitte liegt
verliert keine points und bekommt durch diesen automatismus auch keine
dazu)
6. dieser unter ziffer 5 beschriebene umverteilungsprozess läuft so
lange (z.b. bis zur halbzeit des spiels), bis alle teilnehmer/innen die
gleiche anzahl von points haben.
7. nach dieser halbzeit verlieren alle bis zum ende des spiels in
gleichmäßigem schritt ihre points; diese fallen in den gemeinsamen topf
zurück und können erst beim nächsten spieldurchgang wieder ausgelost
werden.
8. sinn des community-games ist es diesen verfall der points
aufzuhalten: jede/r kann die points, die ihm/ihr am anfang des spiels
zugewürfelt wurden nach eigenem ermessen an die anderen teilnehmer/innen
verteilen; dabei gilt: diejenigen points, die einmal von einem/r
teilnehmer/in zum/r anderen übertragen/überwiesen wurden bekommen einen
marker und unterliegen nicht mehr dem oben (unter ziffer 5-7)
beschriebenen verfallsprozess; d.h. diese points gehören dem/der
empfänger/in und können am ende des spiels vom empfänger/in/besitzer/in
in adäquate münze (= fördergelder) eingetauscht werden. einziges
kriterium, dass points zu markierten points werden ist also die
durchführung eines transferprozesses, d.h. teilnehmer/in a muss
teilnehmer/in b eine anzahl von points gutschreiben/überweisen.
9. transferprozesse sind für alle teilnehmer/innen einsehbar.
10. bei einem transferprozess können sowohl unmarkierte als auch
markierte points überwiesen werden.
11. ein einmal markierter point bedeutet gleichsam bare münze, er erhält
eigentümerstatus und kann nicht mehr in den auslosungstopf zurückfallen.
12. es ist möglich, dass sich teilnehmer/innen im gegenseitigen
vereinbarten tausch points gutschreiben, um diese zu markierten
eigentümerpoints zu machen. auch solche transferprozesse sind natürlich
von allen mitspielern/innen einsehbar.
13. außerhalb des unter ziffer 5-7 automatisierten verfallsprozesses
kann kein/e teilnehmer/in einem/r anderen points wegnehmen auch nicht
durch ein voting oder andere “inkriminierte verfehlungen” welcher art
auch immer; es kann auch aus keinem wie immer gearteten grund ein/e
teilnehmer/in während des spiels von diesem ausgeschlossen werden oder
gar von der teilnahme selbst ausgeschlossen werden.
14. es kann verschiedene gründe für den transfer von points geben:
ein in einer laufenden diskussion intelligenter gedanke, der von anderen
“belohnt” wird
ein interessanter projektvorschlag, den andere für förderwürdig erachten
pure sympathie,
altruismus, (die armen künstler brauchen geld)
strategische überlegungen zur verbesserung der netzkunst in wien (gebe
ich dem unsympathischen projekt meine points, damit zwei andere, die ich
gut finde schneller zur zusammenarbeit bringe)
jemand wirbt für points indem er seine bisherigen projekte anpreist/
seinen künstlerischen lebenslauf hochjubelt (will ein eigenes projekt
verwirklichen, möchte das aber nicht preisgeben, damit es mir niemand
wegschnappt)
teilnehmer verbünden sich und booten andere vielleicht dadurch aus
(riskant - bein 2ten uder 3ten spiel merken das die anderen und sind sauer)
eigeninteresse (der einzige grund, der völlig wertfrei ist, wenn man das
spiel gerne spielt … führt am schnellsten zu kooperationen, die aber
per se nicht immer gut sein müssen)
pure lust am schabernack und vielleicht sogar: “betrug an der kunst”.
(da haben wir dann auch den hausclown mit drin — hält alle auf trab)
“betrug an der kunst”: das ist schon fast wieder zu moralinsauer —
sagen wir doch einfach bluff dazu.
und so weiter ….
niemand ist niemandem rechenschaft für sein tun innerhalb des spiels
schuldig; dadurch, dass jeder am anfang nur seinen eigenen punktestand
kennt, kann er seine karten verdeckt halten; es ist aber nicht verboten,
seinen eigenen punktestand anderen teilnehmern kundzutun. (es kann ja
auch ein bluff sein — oder die anderen bewerten denjenigen als
spielverderber?)
diskussionen können offen, halboffen oder auch ganz privat geführt
werden, nach lust und laune der teilnehmerInnen.

15. das spiel ist nach einem vorher festgelegtem zeitraum zu ende — es
werden die markierten points zu geld umgemünzt, das der/die inhaber/in
kann damit ein projekt durchführen und das ihm/ihr zugesprochene geld
dafür ganz oder teilweise verwenden. er/sie kann das geld auch auf dem
konto stehen lassen in der hoffnung beim nächsten spieldurchgang noch
mehr geld zu erspielen, um damit eventuell ein größeres projekt zu
realisieren.

16. die projektrealisation muss in einem überschaubaren zeitraum
durchgefügrt werden; es können auch kooperationen ausserhalb des spiels
entstehen (teilnehmer/innen a,b,c haben zusammen 20.000 euro erspielt
und realisieren damit ein gemeinsames projekt) es ist auch möglich
gewonnenes geld wieder in points zu verwandeln und diese in den nächsten
spieldurchgang einzubringen.

17. das projekt, das realisiert wird, muss öffentlich zugänglich sein
… abrechnung … projektbericht …. etc., so dass in weiteren
spieldurchgängen die verwendung der mittel beurteilbar ist und innerhalb
des spiels für den/die einzelne/n teilnehmer/in zur entscheidungsfindung
für allfällige pointsvergabe dienen kann.

18. bares geld gibt´s nur für ein konkretes projekt.

19. einzige person, die über allem steht ist der /die schiedsrichter/in;
eine vertrauensperson, die mit niemandem über den verlauf des spiels
kommunizieren darf und nur den korrekten ablauf der spielregeln
überwacht bzw. schützt..

ENDE DER SPIELREGELN

ich war hier sehr ausführlich; den kern der spielregeln kann man ohne
weiteres auf einen bierdeckel (vorder- und rückseite) unterbringen; in
12-punkte-times-schrift benötigen die regeln zwei a4-seiten.
vorteile eines solchen spiels:
der freie zugang,
das fehlen eines finalen votings (besser gesagt: die spieler voten indem
sie spielen)
die chancengleichheit durch die implementierung des zufalls (halte ich
für entscheidend),
das fehlen von festgelegten kriterien (wer soll dazu ermächtigt sein,
diese zu bestimmen - “verbindliche” kriterien führen in der kunst
zwangsläufig zum mittelmaß!)
die gewissensfreiheit der spieler (jeder kann nach eigenem gusto seine
points verteilen und kann, muss das aber nicht begründen und ist auch
niemandem rechtfertigungspflichtig)
zuletzt: die entfernung des immer wieder auftauchenden “kontrollwahns”
(siehe oben punkte a. - g.) aus der fördervergabepraxis also auch das
ausschließen des kuratorenprinzips (wird im reputationsmodell version
0.12 wieder durch die hintertür eingeführt - halte ich für extrem
problematisch - bitte, bitte lasst die finger davon)
reputation erhält automatisch der/die, der/die das spiel am besten spielt

nachteile:
die angst, sich auf eine solch riskant scheinende sache einzulassen;
das fehlen der wohligen wärme im mühsam aufgebauten beziehungsnetz;
prinzipielle möglichkeit von peinlichen flops (auf welchem gebiet
passiert das nicht? - - - auf, in die nächste spielrunde!)

wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Don Aug 25 11:53:08 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:39 pm

uow.edu.augefällt mir sehr gut das spiel. vor allem der einsatz von zufall ist
bisher noch nie zur sprache gekommen obwohl ich ihn ebenso wie du es
tust für unverzichtbar halte.

ich habe einmal gelesen dass es ansätze von zufall in parlamenten
(glaube es war das englische) schon gab. das konstrukt nennt sich
jedenfalls “demarchie”.

mehr:

http://en.wikipedia.org/wiki/Demarchy

und:

http://www.uow.edu.au/arts/sts/bmartin/pubs/92kio.html

in letzterem der kern:

Random selection …. is a strongly participatory mechanism, since it
prevents power-seekers from gaining exceptional power.

und wo es schon jetzt zum einsatz kommt:

This is the same reason why, in a court of law, a randomly selected
jury is perceived as less corruptible and more representative of
community values than a judge, and hence gives greater legitimacy to
a decision.

fair ist das ganze dann halt auf unendlich lange sicht. aber alle
anderen systeme sind auch nicht fairer.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Don Aug 25 14:23:11 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:41 pm

Transaktionsanalytisch (JEHIDES nach Eric Berne) kommen wir aber hier
insgesamt nicht weiter, passende semantische Referenzsysteme finden
sich bei Roger Callois, Johan Huizinga und Wulf/Gebauer.

‘Agonale’ Spiele (Callois) zeichnen sich gegenüber Spielen mit
‘Aleia’-Charakter (Geschicklichkeit) durch Wettkampf aus, diese
Polarität spieltheoretischer Subsysteme kommt der Sache schon näher.

Zum “gesteuerten” Zufall im Spiel vgl. auch: (Cybernetic)
Serendipity-Faktor. Neben der Ausstellung in den 60ern von Jasia
Reichardt fällt mir HIER vor allem U. Eco’s Buch “Serendipities.
Language and Lunacy” ein.

Ich persönlich frage mich ernsthaft und nachdrücklich, wer sich die
Zeit nehmen soll, um Förderungen zu spielen? Das wäre eine echte
Zumutung. Meine Meinung zu diesem Ansatz habe ich hier mehrfach
vertreten und auch gegenüber dem Falter bekannt gegeben - kein(e) Taxi
Orange oder dot-Mania!

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Son Aug 28 19:39:29 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:54 pm

Dein interessanter Beitrag berührt auch mein Argument, dass bei der
ganzen Sache die Frage nicht unwesentlich ist, wer wem welchen Wert für
welchen Gegenwert zur Verfügung stellt. Und die kann eigentlich nicht
spieltheoretisch geklärt werden.

Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Son Aug 28 20:04:09 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 12:54 pm

die frage:
werden votes anonym sein oder nicht?

persönlicher standpunkt:
es gibt grob gesprochen nur 2 wege vom willen einzelner hierarchisch
höher stehender unabhängige entscheidungen zu treffen: durch
_verdeckte_ wahl (so-called “democracy” - verdeckt um sicherzustellen
dass eine beeinflussung des wählerwillens zumindest nicht all zu
einfach ist) oder durch zufall. ein voll transparentes (im sinne der
logiker, nicht der informatiker) wahlsystem käme meiner meinung nach
einer netzkulturüberwachung so nahe dass ich es für gefährlich halte.
ein priserl zufall wie etwa von peter fleissner oder christoph
theiler vorgeschlagen würde zwar nicht die demokratie stärken aber
die fairness u.u. schon da eine beeinflussung noch schwieriger
gemacht wird.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Fre Okt 14 11:17:27 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:33 pm

Es gibt derzeit keine Möglichkeit per Web eine überprüfbare anonyme Wahl
mit einem vertretbaren technischen Aufwand zu realisieren.

Bei einem reinen Webvoting muss daher jeder die Möglichkeit haben, sein
Voting und das der anderen zu überprüfen (=keine Anonymität) ansonsten ist
die Integrität bzw. dessen Überprüfbarkeit des Wahlsystems nicht
gewährleistet.

Die einzige alternative wäre eine Mischvariante, wo man per Web anonym
seinen Stimmzettel generiert und diesen bei einer klassischen Wahl mit
Personenüberprüfung, aber eine anonymen Urne abgibt.

Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Fre Okt 14 12:24:03 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:35 pm

Wenn man die Wahl schon unbedingt anonym machen will (was ich für nicht
sinnvoll halte), wäre die einfachste möglichkeit über Synonyme
abzustimmen. Jeder stimmberechtigte User würde dann von der MA7 (oder wer
auch immer das Mana Wählerverzeichnis wartet) einen automatisch
generierten Usernamen erhalten unter dem er abstimmen kann und anhand
dessen er überprüfen kann, ob seine Stimme richtig gewertet worden ist.

Ohne Möglichkeit, für den einzelnen User nachzuvollziehen, wie seine
Stimme gewertet worden ist, sind bei einer Webabstimmen allen möglichen
Formen des Betrugs möglich (Stichwort: FPÖ Webvoting).

Bitte nicht vergessen, dass auch bei einer Briefwahl registriert wird, wer
wann wo gewählt hat und nachträglich von der Bezirkswahlbehörde überprüft
wird, ob die Person überhaupt stimmberechtigt war bzw. es zu keinen
doppelten Abstimmungen gekommen ist.

Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Fre Okt 14 15:20:20 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:40 pm

> anonyme votings sind das a und o eines halbwegs tragfähigen systems
> von mitbestimmung, alles andere ist quatsch!

Bitte unterscheiden, zwischen persönlicher Mitbestimmung und dem Fällen
von Gerichtsurteilen.

Aktive, persönliche Mitbestimmung im Sinne einer partizipativen Demokratie
http://de.wikipedia.org/wiki/Partizipative_Demokratie kann nur durch
persönliches (nicht anonymes) Engagement erfolgen.

Wo ich anonym sein will, bzw. muss ist als Geschworener bei der Fällung
eines Gerichtsurteiles, weil ich in meiner Entscheidung frei sein möchte
und nicht die Angst haben möchte, irgendwann einmal unangemeldeten Besuch
zu bekommen, weil der Angeklagte mir den Unmut über meine entscheidung
nonverbal mitteilen möchte :-((

Unsere demokratischen Wahlen haben mit aktiver Mitbestimmung sehr wenig
gemeinsam, ähndeln aber zunehmend Geschworenenurteilen, bei der die
Parteien abgeurteilt werden, was sich ohne Anonymität niemand trauen würde

Daher ist es demokratiepolitisch unbedingt notwendig bei Wahlen anonym
abzustimmen. Bei NetzNetz bzw. Mana, halte ich aber ein anonymes System
für reine Verantwortungslosigkeit, weil dadurch ein System entsteht, in
dem niemand für nichts Verantwortung übernimmt und statt dessen alle
Entscheidungen an eine anonyme Masse delegiert werden.

Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Fre Okt 14 15:37:09 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:53 pm

skizze 1:
- ich mache mit christoph aus das ich ihn bei der nächsten wahl
bevote und er gibt mir dafür in der übernächsten gleich viel mana.
- dann halte ich mich daran und er kann das leicht sehen
- er hält sich auch daran denn ich würde ja bemerken dass er mich
betrügt
- natürlich habe ich den deal mit 5 anderen laufen

folge: ich kriege auf einen batzen viel geld und die anderen immer
nur ein bisserl (ist die vergabe eigentlich proportional zu den
stimmen?)

frage: verhindert die offene wahl solche prozesse? ist das die
situation die wir wollen?

skizze 2:
- FER trägt sich bei netznetz ein
- weil ich seine mails lässig finde wähle ich sein projekt

folge: mobbing, ausschreitungen und der 1. wiener netzkrieg

frage: verhindert die offene wahl solche prozesse? ist das die
situation die wir wollen?

skizze 3:
- hc strache registriert sich bei netznetz
- ich wähle weil mich nicht ordentlich informiert habe sein projekt

folge: selbstmord wegen kultureller ausgrenzung durch die community

frage: verhindert die offene wahl solche prozesse? ist das die
situation die wir wollen?

kleiner hinweis:
wenn keiner weiß was ich wählte kann auch keiner mir einen strick
daraus drehen mich nicht an abmachugnen zu halten. _das_ ist
demokratie: die entscheidung beim individuum belassen.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Fre Okt 14 15:52:39 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 2:54 pm

des weiteren denke ich dass gerade in
einem sozialen system in dem jeder jeden kennt ein gewisses maß an
anonymität zu wahren ist. ohne den schutz der entscheidung einzelner
wirst du nie eine vertrauenskomponente aufbauen können und dadurch
dass du verwantwortung dem einzelnen entziehst und einem technischen
system übergibst kannst du sicher nicht sicherstellen dass sich der
einzelne verantwortungsvoller benimmt.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Sam Okt 15 12:10:48 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:26 pm

mir würde also ein “vote-in-progress” am besten gefallen, bei dem ich meine verteilung im verlauf auch noch ändern kann,
ev. eine art “mana-konto”, das ich nach und nach vergeben kann. nicht verwendetes mana am ende eine vergaberunde
könnte unter den teilnehmerInnen gleichverteilt werden.
anfragen unter den anonymen usern könnten möglich sein, müssen aber nicht zwingend beantwortet werden.

Christoph Veigl chris at shifz.org
Mon Okt 17 12:13:04 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:28 pm

wirklich anonymes voting ist manipulierbar. selbst wenn die ip’s der user
zur identifikation benutzt würden. wie soll man mit dynamischen ip’s
umgehen, bzw. werden dann leute mit modem oder keinem eigenen
internetzugang von vornherein ausgeschlossen ?
ausserdem kann ich als serveradministrator 100e ip’s verwenden und somit
100e voting-accounts verwenden.

wenn aber die anonymen voter als registrierte, authentifizierte user
angemeldet sind, dann kann man auf das anonyme voting gleich verzichten.
so denn es würde eine kontrollstruktur auf der einen seite und
nicht-wissende auf der anderen seite geben, was wiederum eine
zentralisierung von infos bedeutet.

also, ich denk das geht schlicht einfach nicht.

Markus Reisenhofer markus at lauffilm.com
Mon Okt 17 13:26:46 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:30 pm

anonymität im sinne von “keiner weiß wer welche stimme vergeben hat”
fordere nicht einmal ich.

anonymität im sinne von “niemand anderer darf sehen für wen ich
gestimmt habe” halte ich aber eben für unbedingt notwendig.

… und mit ip-adressen hat das überhaupt nichts zu tun weil es keine
technische frage ist.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mon Okt 17 13:49:05 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:30 pm

Ich weiss aufgrund doch laengerer beschaeftigung mit electronic
voting (hi ubermorgen! *winke*), dass das alleine schon in der
theorie schwer ist. Alleine schon die cryptographischen notwendigen
voraussetzungen sind nicht trivial! (wie euch enki sicher bestaetigen
kann). Man braucht zum beispiel um n “luegner” in einem voting
protokoll feststellen zu koennen, 3*n+1 ehrliche voters und JEDER
UEBERPRUEFT JEDEN ANDEREN. (byzantine failure detection) [1],[2] und [3]

Hier - bei netznetz - ist es nochmals schwieriger, nicht einmal die
informatik-probleme zentral sind, sondern weil noch eine
grundlegendere frage “wer darf waehlen” nicht einmal klar ist oder?
Also: esel! Viel glueck und bewunderswert, dass ihr es probiert! Echt
keine einfache aufgabe. Meiner bescheidenen meinung nach: versucht es
vorher wirklich auf papier. Ganz normale wahlen mit papier. Dann erst
eine tool entwicklen. Software loest keine sozialen probleme,
software schafft maximal neue soziale probleme :)

Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Die Okt 25 21:18:15 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:42 pm

ece.cmu.educs.wisc.eduund wer stellt die regeln fuers prozedere auf?
Wer garantiert mir, dass der der das voting system schreibt /
designed nicht subtile fehler zu seinen gunsten einbaut?

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Byzantine_failure
Byzantine failure erklaerung.

[2]
http://www.ece.cmu.edu/~reiter/papers/1998/SRDS-1.pdf
( byzantine failures and electronic voting system fuer Costa Rica )

[3] http://www.cs.wisc.edu/~sschang/OS-Qual/reliability/byzantine.htm
( Gute algorithmische beschreibung des byzantine failure problems )

Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Die Okt 25 21:18:15 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:43 pm

Wie Esel und Thomas bereits angerissen haben, sollen in Vorbereitung des
Symposiums die möglichen 5 Szenarien = Algorithmen, die seit März erarbeitet
wurden, aufbereitet und der kritischen interessierten Öffentlichkeit kompakt
und übersichtlich präsentiert werden.

Dazu gibt’s zwei Terminvorschläge:

- Depot (Mitte November)
- NCC 05 (Anfang Dezember)

Diese 5 Szenarien lauten:

- 1. Simple Voting (David Bovill, Ian G)
- 2. Delegated Voting (David Bovill, Ian G)
- 3. Super Trustee (Andreas Trawöger)
- 4. Survival of the Unfittest (Peter Fleissner)
- 5. Community The Game (Christoph Theiler)

und bilden die möglichen Szenarien und erwarteten Auswirkungen auf das Feld
der Wiener Netzkulturen.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Sam Okt 29 13:23:21 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:57 pm

Kleine Änderung. Das “simple voting” gibt es eigentlich als Modell so
nicht. Es ist vielmehr ein Teil des “staright voting in multiple
categories” - das Modell das von der sehr großen Arbeitsgemeinschaft im
Frühjahr/Sommer ausgearbeitet wurde und dessen offiziöser Name “Community
Recommendations” ist.

AuthorInnenschaft und Beschreibung sehr ausführlich im Netznetzwiki zu
finden.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Sam Okt 29 20:04:46 CEST 2005

Comment by kanonmedia 12.07.06 @ 4:59 pm

IST DAS SCHON VORENTSCHIEDEN???

(1) Vergabesystem: Geldvergabe an z.B. die ersten 5 kann dazu führen,
dass der Sieger mit 4000x genausoviel bekommt wie Nr. 5 mit 300x ABER
nr.6 mit 299x kriegt nix. mehr unten bei “ad (1)”………

(2) Kriterien - Kriterien schränken mich in meiner Wahl ein - wenn ich
Punkte vergebe, kann ich meine eigenen Qualitätskriterien anwenden.
mehr unten bei “ad (2)”………

(3) Die Möglichkeit bis zu einer bestimmten Deadline die Stimmevergabe
immer wieder zu ändern und der aktuellen Lage anzupassen steht in
dieser Survey nicht zur Wahl. Wäre das möglich, würde der Prozess am
ehesten einer Verhandlung mit vielen Teilnehmern gleichen - wär das
nicht wünschenswert? Was wären die downsides?

WEITERE VORSCHLÄGE:

(4) Es sollten alle diese Parameter nach dem ersten Durchgang wieder
zur Disposition stehen. Einen Termin für solche Neuverhandlungen
jetzt schon festlegen - socnst passiert “code is law”, wenns nicht
grad einen Aufstand gibt (wer orgenisiert den?) bleibts dabei.

(5) Vollkommene Nachvollziehbarkeit der Votings - ev. nach jedem
Wahlgang eine grafische Aufbereitung die die Wahlvorgänge auch schnell
visuell fassbar macht - also z.B. Kreisstimmen(anteile) (=ich stimme
für B, B stimmt für C, und C stimmt für mich…) in einer bestimmten
Farbe sichtbar machen - herausrechnen wie das Ergebnis wäre wenn die
Kreisstimmen rausgezählt würden - sprich eine völlige Offenheit der
abgegebenen Stimmen, aber nicht nur als Zahlen sondern als (grafisch)
analysierte - aufbereitete Daten - Zurverfügungstellung der Daten als
z.B. xls-Spreadsheet das man selbst mathematisch/grafisch aufbereiten
kann. Auch die Korrumpierung von Code und Daten müsste doch
ausgeschalten sein wenn jeder seine Stimmen in den Daten nachher
kontrolliert und auch die Ergebnisberechnung selbst nachrechnen kann.
Forum zum diskutieren der Wahlergebnisse.

ad (1) - wenn man schon ein so fein differenzierendes System hat um in
einem Punkteranking die von der Community gesehene Qualität der
Projekte zu “messen”, warum dann die Mittel nicht ebenso differenziert
verteilen? Geldbeträge proportional den Punkten vergeben und dann ev.
oben und unten (sehr niedirg - mir wären als Förderungsempfänger auch
400€ recht für ein Projekt) eine Grenze? Warum den ersten 5 die völlig
verschieden abgeschnitten haben den gelichen Betrag und warum dem 6.
der einen Punkt weniger als der 5. hat garnix??

ad (2) Mir scheinen diese Kriterien eher geeignet die Zurechenbarkeit
zur Netzkunst festzustellen als die Qualität innerhalb dieser.

Mir wichtige Kriterien sind: Innovativität, Aussagekraft,
Themenrelevanz, gewinnt man als Publikum neue
Gedanken/Gefühle/Information/…

Da ich es für Unsinn halte den Abstimmenden vorzuschreiben welche
Kriterien relevant sind (und da wir uns alle da niemals auf etwas
werden einigen können), würde ich vorschlagen das dem Einzelnen zu
überlassen und ihm die Möglichkeit zu geben eine bestimmte Summe an
Qualitätspunkten (was immer Qualität für ihn auch bedeuten mag) zu
vergeben. Mit einem Kriterienkatalog ist einedeutig schon eine
Vorentscheidung getroffen die uns Abstimmende einschränkt.

Was, wenn mein Favorit in den vorgegebenen Kriterien nicht so gut
ausschaut aber in meinem Wertesystem schon? Wer darf mir vorschreiben
was ich als Qualität zu sehen habe. Beim wählen von Politikern kann
ich mir ja aus gutem Grund aussuchen ob ich fachliche Kompetenz,
Ehrlichkeit oder soziales Engagement höher/überhaupt schätze. Wenn ich
nach einem Kriterienkatalog wählen muss der ein mir wichtiges
Kriterium nicht enthält müsste ich andere Kriterien dazu missbrauchen
das wettzumachen, was den Sinn von Kriterien völlig aushölt.

Chr!stian Rupp christian at christian-rupp.com
Fre Nov 25 05:03:10 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 2:18 pm

ad (2): auch ich meine, dass das einzige kriterium, das hier zum zuge
kommt ist: soll geld bekommen=ist für voter subjektiv förderungswürdig -
AUS EINER MENGE VON GRÜNDEN (die menge kann klein oder gross sein).
die kriterien verwirren mich und scheinen den eindruck erwecken zu wollen,
hier komme objektivität ins spiel … was meiner ansicht augenauswischerei
darstellt.

insoferne möchte ich kritisieren dass beim survey nicht die möglichkeit
bestand kein kriterium auszuwählen …

magnus magnus at monochrom.at
Fre Nov 25 11:49:30 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 2:18 pm

nach dem exzess im depot würd ich dafür plädieren dass ein moderator angeschafft wird, der von ausserhalb der szene kommt. jetzt ohne das mana - projekt gut oder schlecht finden zu müssen - es geht da um einen batzen kohle. und wenn schon so intensivan einer umsetzung gearbeitet wird und - afaik - nicht zuerst die voraussetzungen für die arbeit geklärt werden (ja, ich weiss: termindruck. aber trotzdem sollte über die basics mehr diskutiert werden), dann brauchts jemanden der/ die
a) den kommuikationsfluss managed (siehe auch das mail von franz xaver) und
b) die kommunikation selbst managed und ausgleichend wirkt. es gibt auch auf der liste leute die sich im argumentieren gegenseitig mehr argumentativ/ kommunikativ beistehen als andere. und, ganz zu schweigen von realraumkommunikation (siehe depot).

eine andere radikale aber für mich ehrliche alternative wäre dass sich das projekt mana als klar hierarchisch definiert und zwar im sinne eine partizipativen demokratie, wie so schön im depot erklärt wurde. damit nämlich keine missverständnisse auftreten.

wobei sich die katze jetzt wieder in den schwanz beisst. die frage der demokratieformen hatten wir ja schon.

carlos katastrofsky carlos.katastrofsky at gmx.net
Don Nov 24 20:46:00 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 2:35 pm

[netznetz.net] SURVEY Ergebnisse
eSeL esel at esel.at
Mit Nov 30 13:57:12 CET 2005

als pdf anbei die results ALLER votes.

http://listen.esel.at/pipermail/liste/attachments/20051130/92f1039d/MANA06-TOTAL.pdf

http://listen.esel.at/pipermail/liste/attachments/20051130/92f1039d/mana-survey_ohne-ips_markiert-doppelte.xls

die resultate sind mE überraschend eindeutig!
und grundlage für nächsten prototypen bis sprint.
- siehe next mail.

———————-
voting teilnahme.
———————-

in der excel tabelle seht Ihr die votes im verhältnis zu codes
(und auch in relation zu ip adressen…)

jedoch: ich habe die ip-adressen (Spalte: USERNAME) rausgeloescht,
ZUVOR jedoch daten sortiert um zu überprüfen, ob es von
einer IP-Adresse mehrere votes gab - und diese markiert.

voila:

47x mal wurde der fragebogen beantwortet - davon
9x votes ohne code - davon
3x von selber IP-Adresse

hier einige interpretationsversuche

I.
_von der gleichen ip adresse - je eigener code:
GRÜn markiert - z 9/10.

likely: mehrere Benutzer haben vom selben rechner gevotet (untersch.
angaben)
unlikely: eine person ist mit zwei mailadressen auf liste eingetragen
und votet utnerschiedlich

II.
_von der gleichen ip adresse -
einmal mit code, einmal ohne
ROSA markiert - z. 23/24

a) user versucht doppelt zu stimmen - angaben sind unterschiedlich,
b) likely: zwei user (eineR mit Code, eineR ohne) vom gleichen rechner
gevotet

III.
_von der gleichen ip adresse - ohne code:
GELB markiert - z. 17/18 & z. 45/46

17/18 - jeweils unterschiedliche angaben - versch. zeitpunkte
a) einE UserIn: doppelt votend (manipulationsversuch?)
b) falls versch. UserIn: beide haben halt ohne code gevotet

45/46:
gleiche angaben - (un)absichtlich) doppelt gevotet,
noch dazu hinter einander gevotet (spalte: “Response” zeigt reihenfolge
des eingehens)

mein senf

falls IP-Adressen gebraucht werden für weitere analysen,
machen wir uns gern was aus - aber ich will die ips nicht einfach so an
alle rumschicken.

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:01 pm

Nach meinem Empfinden ist so eine Aufbereitung auch beispielhaft dafür
wie Manipulationsversuche vermieden werden können:

(1) Analyse der Votings durch das Team die “journalistisch” aufdecken
was nach Abmachung, (legitimer?) Clusterung oder Manipulation aussieht
und,

(2) Zurverfügungstellung der Rohdaten zum selbst auswerten. Wer dann
in eigener Recherche auf Manipulationen oder nicht-wünschenswerte
Entwicklungen kommt kann das dann auf die Liste/wiki posten.

*** DAS EINZIGE WAS ich mir IM WAHLGANG ANDERS erhoffe, ist dass auch
die Namen der Votenden sichtbar sind (nach beendeter Abstimmung, sonst
zu viel Strategie-Mauscheleien/Verdächtigungen). Sonst kann sind dann
ja zB: Abmachungen (ich stimme für B, B stimmt für C, und Cstimmt für
mich…) und (legitime?) Clusterbildungen NICHT SICHTBAR. Im Fall der
Survey reichts aber, dass ich per Nummer (und Kommentaren)
nachvollziehen kann, dass mein Voting gezählt wurde.

Chr!stian Rupp christian at christian-rupp.com
Mit Nov 30 15:08:20 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:02 pm

danke für das aufbereiten, lorenz.

die daten scheinen dafür zu sprechen - also bauen wir eine
kontrollgesellschaft. macht nichts. frankreich, great britain, die
usa und das neue österreichische sicherheitsgesetz machen es ja klar:
macht braucht kontrolle.

ich habs befürchet…
martin

ps: derjenige der mir sagt wie man den fall dass tatsächlich 20 leute
ein ubermorgen-projekt gut finden von einer manipulation
unterscheidet kriegt einen theilerschen euro von mir.

pps: wie viele leute stehen denn auf dieser liste? also wie viel
prozent haben abgestimmt? nur so aus interesse.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mit Nov 30 15:22:01 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:03 pm

Laut
http://listen.esel.at/mailman/roster/liste
sinds 181 Adressen.

Thomas Klausner domm at zsi.at
Mit Nov 30 15:46:08 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:03 pm

Hier mal die groessten offenen Fragen (von der Technik-Seite), die beim
Symposium geklaert werden *muessen*.

(uhm, nach naeheren Ausfuehrungen zu 1) bemerke ich, dass das ein nicht
handhabbares Monstermail wird, deshalb werde ich fuer jede Frage ein
eigenes Mail schicken)

1) Werden Projekte oder Personen gevotet?

2) Transparentes Voting waehrend oder erst nach einem Durchgang?

3) Gewichtungsalgorithmen?

Thomas Klausner domm at zsi.at
Mit Nov 30 16:53:24 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:04 pm

Dass die Voting-Daten vollkommen transparent und fuer alle leicht
zugaenglich sein muessen, ist eine Grundvoraussetzung. (ebenso wie der
Code oeffentlich zugaenglich sein muss (und auch ist:
http://svn.zsi.at:1000/repos/mana/trunk/
))

Nur, ab wann sollen die Daten vorhanden sein?

A) Waehrend des Votings
———————–

- Man kann sofort sehen, wer fuer wen gestimmt hat.

- Man kann staendig die Ergebnisliste beobachten.

- Wenn Votes zurueckgezogen werden koennen sollen (halte ich
prinzipiell fuer eine gute Idee), haben wir aber ein kleines Problem:
den Ebay-Effekt:

Personen, die moeglichst knapp vor Ende eines Votingszyklus ihre
(finale) Stimme abgeben, haben mehr Entscheidungsgewalt als andere.

Das bevorzugt Leute mit flexiblem Terminkalender (oder der Kentniss,
Scripts zu schreiben).

Auch dieses Verhalten wahere denkbar:
Ich stimme am Anfang fuer meine “Feinde”. Dadurch rutschen diese in
der Gewinnerliste nach oben. Andere koennten meine, “oh, die haben eh
schon genug”, und vergeben ihre Stimmen anderwertig. Kurz vor Ende der
Abstimmung ziehe ich meine Votes zurueck und vergebe sie an meine
“Freunde”. (Dank an Slunskys perverses Hirn fuer diesen Hack)

B) Nach dem Voting
——————

- Waehrend einer Voting-Phase sind die Ergebnisse geheim. *niemand* darf
sie sehen (was zB durch ein Hosting bei der ADV/MA14 moeglich waere)

- Ich kann weder ueberpruefen, ob meine “Komplizen” ihre Abmachungen
einhalten (so wie bei dem Brettspiel Diplomacy), noch wie ich oder
sonstjemand im Rank steht.

- “Taktisches” Voting (’der hat eh schon so viel, ich stimm lieber fuer
die’) wird verhindert.

- Nach Ende der Voting-Phase werden die Daten natuerlich offentlich
zugaenglich gemacht.

- Jetzt kann ich ueberpruefen, ob meine “Komplizen” ihr Wort gehalten
haben und mein Verhalten im naechsten Zyklus entsprechend anpassen.

- Der Ebay-Effekt wird verhindert, ebenso der (fuer die jeweiligen
Personen ev positive oder negative) Effekt des im-Rampenlicht-Stehens
der noch nicht finalen “Gewinner”

Meine Meinung: Auch wenn A) ein paar Interessante Gimmicks bieten wuerde
(zB automatischer Mailversand jeder Vote an eine Mailingliste) finde ich
B) spannender.

Thomas Klausner domm at zsi.at
Mit Nov 30 17:08:16 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:06 pm

* Sollen Gewinner beim naechsten Zyklus benachteiligt werden?

* Votes unter “Freunden” (i.e. Personen, die ueber gemeinsame Projekte
verbandelt sind) sollten weniger Gewicht haben. Fraglich ist hier, wie
die Verbandelung definiert und gemessen wird.

* Zirkulaere Votes erkennen (A -> B -> C -> A).
Dieses Problem ist unter ProgrammiererInnen als ‘circulare references’
http://en.wikipedia.org/wiki/Circular_reference
bekannt. Obwohl ich selber nicht auswenig weiss, wie man damit umgeht,
weiss ich, dass es verschiedene Moeglichkeiten gibt, solche zu
erkennen. Vielleicht hat ja jemand der Anwesenden EDV studiert…
Sonst frag ich mal rum…

Und im uebrigen kann man demit eh nix reissen, weil auch wenn man alle
Votes von einer Person bekommt, das wohl nicht reichen wird. Und da
man der anderen Person ja auch nur die eigenen Votes versprechen kann,
hat das nur Erfolg, wenn man mit 5 Leuten diesen Deal macht, die aber
nix davon wissen, dass der Deal noch mit anderen rennt. a.k.a.
bescheissen…

Thomas Klausner domm at zsi.at
Mit Nov 30 17:20:43 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:07 pm

Warum wird hier freundschaft gering bewertet? ferundschaft ist was
gutes, freunde kennen sich besser, dadurch können sie sich sogar besser
bewerten. solche noten sollten sogar einen höheren rang haben als noten
von völlig unbekannten, die sich nur vom hörensagen kennen.

Die Bücher zu Graphenalgorithemn sind
Grundlagenwissen und lustig.
Ohne die würden zB. alle length() functionen für linked lists bei
solchen cyclic references zum stack overflow bzw. zur endlosschleife
führen. Deshalb müssen zB. die meisten Computersprachen mit Pointern
(”References”) auch plötzlich eine “magische” Garbage Collection
durchführen, obwohl’s so furchtbar schwierig ist und sie eigentlich nur
simple Refcounts verwenden wollten. jammer jammer (perl, python, …).
Mit einer richtigen Sprache wie zB Lisp wäre das nie passiert.

Die einfache Detection ist billig, aber wie will man den einfachen Fall
lösen, bzw will man ihn überhaupt lösen? Die Schleife aufknoten? Das
geht nur bei kleinen Schleifen.
Am besten ist es, solche Cycles gar nicht zuzulassen. Dann muß nichts
dagegen getan werden, bzw. ist es eindeutig, was dagegen getan werden
kann. dh. vote ungültig bei A -> B -> C -> A -> C (??)

Aber warum?
Und warum A -> B -> C -> A schlecht sein soll, versteh ich nicht.
Die Leute sollen sich bewerten so wie sich kennen bzw. so wie sie
wollen. Und wenn sie sich endlos in den Schwanz beißen, ist es halt so.
Wenn ein Fremder hineinbeißt merkt der Gebissene das vielleicht und
beißt vielleicht einmal zurück.
deal ist deal ist deal. geschlossene systeme sind auf dauer instabil und
sterben aus (novak’s prisoners dilemma solution). selber schuld.

PS: Die einfache Lösung zum Durchhanteln ist einfach.
Beim Durchlauf durch die Liste den nächsten (”slow iter”) und den
übernächsten gleich mit betrachten (”fast iter”). wenn der übernächste
am ende ist, ist man logischerweise gleich am ende.
wenn der nächste das ende ist, ist man sowieso am ende.
wenn die referenz vom übernächste gleich ist dem nächsten, steckt man
fest und gibt einen fehler aus.

Die generelle Lösung ist unberechenbar, aber lösbar für kleine Cycles
durch Backtracking. Bei unseren 200 Knoten kann das Stunden bis Tage
dauern.

Reini Urban rurban at x-ray.at
Mit Nov 30 23:27:12 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:09 pm

konsum.net;climax.atSPRINTOSIUM
der etwas sperrige Titel Sprintosium,
also ein Symposium, dass etwas produziert und
Lösungen entwickelt, wurde beibelassen, da wir mittlerweile
schon daran glauben, dass an den zwei tagen
eine aubauende arbeit an information,
diskussion und weiterentwicklung von mana2006
stattfinden und in gemeinsamen ABSTIMMUNG
(s.u.) münden kann.
kurz noch zum tagesbalauf Montag und Dienstag,
(wir bitten ALLE, die das irgendwie machen können,
sich hierfür freizunehmen!)
- morgens das community breakfast (10.00),
dann Workshops (von 11-17.00)
dann die Talk-Backs+Lightening Talks (17.-18,00),
dann die Panels (4 kurze Talks+Diskussion) und
dann die Social Events (22.00 bis 24.00).

Wir planen jetzt eine Dokumentation per audio
für Lightening Talks und Panels/ Diskussionen ein,
die auch geblogt wird.
Bitte also, wenn möglich, auf Englisch contributen,
ansonsten macht es für die Dokumentation viel mehr Arbeit,
das ist aber keinesfalls zwingend.

Hier stellt sich übrigens die erste Eigentumsfrage an
NetzNetz: wer ist der Vertragspartner in dem kleinen
Papier, das alle Sprecherinnen unterschreiben werden, damit
wir bestimmte Sende- und Verwertungsrechte an ihren
Beiträgen verbrieft haben? Und damit den Community-eigenen
Prozess Jahr für Jahr aufbauend dokumentieren werden?

Bitte unterschätzt das nicht, sehr unscheinbare Bilder oder
Sätze oder Mails sind in einigen Jahren vielleicht bedeutsam
und dann ist die Frage, wer in welchem Namen mit dem Material
arbeiten wird, wer sich auch um die Pflege kümmert usf.
Hier ist späteren Unklarheiten JETZT vorzubeugen

Genau für das Problem gibt es creative commons, aber
alle aspekte sind dort vielleicht noch nicht abgedeckt

Und grundsätzlich denke ich auch: die Sorge um gerechte
Verteilung des Fells hat schon so manche Jagd
im OpenSource / Independent Culture- Bereich verhindert.

Wir werden 2 einleitende Vorträge haben, in denen ihr
euch zurücklehnen und einmal aufatmen könnt, es geht da um die größeren
Entwicklungslinien zwischen Kunst, Technologie
und Gesellschaft in den letzten ca. 4 Jahrzehnten.
Und in deren Verlängerungen wird sich mana so oder so positionieren.
Das sind:
1. die erste große Ausstellung zur Rolle der Kybernetik
in der Kunst im Jahr 1968 in London. Vorgetragen von Jasia Reichardt,
der Kuratorin (!) selbst. Gilt allgemein als der ermöglichende
Grundbaustein der Medienkunst. (”Cybernetic Serendipity”, ICA, London 1968)

2. wird dann Richard Barbrook, von dem vielleicht sein Buch “Californian
Ideology” bekannt ist, einen Vortrag zu “Imaginary Futures” halten.
Dort wird es darum gehen, dass es ein Merkmal der Moderne ist, ein
Verständnis der Gegenwart immer über die Verlängerung derselben in
Science-Fiction-Phantasien gewinnen zu wollen, Bilder von Fantasie-Technik
stehen dann zwischen uns und der Gegenwart. Daraus schließt er die
Notwendigkeit, neuen Zukünfte (bzw. deren erste Bilder oder Strukturen) zu
erfinden.

Danach gibt es das erste Panel mit den beiden und zusätzlich noch
Margarethe Jahrmann, einer wahrscheinlich allen bekannten österreichische
Medienkünstlerin (http://www.konsum.net; hier ein paar fotos ihrer arbeit
http://www.climax.at/tour/)

und

Marko Kosnik, einem Medienkünstler und Programmierer aus Slowenien, das
video operabil hier beschäftigt sich u.a. mit “open source ideology”
http://homepage.mac.com/marchegon/archive/movies.html

======

DER KREIS SCHLIESST SICH
Bitte bedenkt, dass dieses Symposium den KREIS
ZUM OKTOBER 2004 schließt, wo netznetz sich
zum ersten Mal als mögliche “Community”
erlebt hat.
Es wird m.E. ungemein wichtig sein, dass mindestens
dieselben leute dort zugegen sind, sich über die bisherige
Entwicklung updaten und die verschiedenen
Optionen verstehen und dann mitentscheiden.
Also bitte unbedingt freinehmen und die Priorität
im Kopf behalten und die Leute von damals kontaktieren,
ALLE! Danke auch hierfür.

Andreas Leo Findeisen a.findeisen at akbild.ac.at
Mon Dez 5 03:51:56 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:21 pm

Wenn ihr wirklicht wollt, dass beim Symposium wirkliche Entscheidungen
gefällt werden, dann müsst ihr mind. 51% eures Engagement auf die Frage
konzentrieren, wie und in welcher Art diese Entscheidung fallen sollen bzw.
wann und wie entschieden werden soll, wie wir als NetzNetz Community
überhaupt Entscheidungen fällen wollen.

Wenn ihr die ganze Zeit damit verbringt, den Zeitplan mit netten Speakern
zu den unterschiedlichsten Themen vollzustopfen, werden es interessante 2
1/2 Tage, aber zu wirklichen Entscheidungen wird es wieder einmal nicht
kommen bzw. es wird eine Unsumme von ihnen geben und es wird nicht klar
sein ob diese vorläufig oder endgültig sind, oder ob sie von der Community
als Ganzes aktzeptiert sind oder nicht.

Ich halte die Idee über die beim Sprintosium gefällten Entscheidungen
abzustimmen für nicht prinzipell schlecht, nur wenn wir abstimmen würde ich
vorschlagen: Wir erarbeiten beim Sprintosium ein Konzept, geben den Leuten
die beim Sprintosium nicht dabei sein konnten noch 2 Wochen lang die
Möglichkeit sich per Email bzw. Wiki an der Entscheidungsfindung zu
beteiligen und stimmen danach über die erarbeitenden Lösungen ab.

Dadurch hätten wir beim Sprintosium und danach ein klar partizipativen
Beteilungsmodell, dessen Entscheidungen nachträglich per Wahlen
legitimiert, oder für den Fall das es keine ausreichende Zustimmung gibt
verworfen werden.

Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Mon Dez 5 12:18:38 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:23 pm

man könnte einfach versuchen eine creative commons lizenz zu nehmen
und die teilnehmer zu bitten das abzusegnen. das würde bedeuten dass
der rechteinhaber noch immer der jeweilige produzent ist (was auch
für die dokumentation gilt) und dennoch die unbeschränkte (z.b. non-
commercial) nutzung gewährleistet ist.

martin pichlmair pi at attacksyour.net
Mon Dez 5 13:37:16 CET 2005

Comment by kanonmedia 12.08.06 @ 3:24 pm

hier noch kurz der plan wie er mir letzte woche von stefan und leo
ersonnen und dann mit lorenz und andreas trawöger u.a. fine-tuned wurde:

mana ist am montag dran und die einzelnen fragen waren zumindest
letzte woche:

1 wie wird entschieden? (delgated/direct/a la theiler/…)
1 anonym oder offen?
2 wieviel geld bekommt jemand der X euro wollte und Y votes erhielt?
3 wer darf mitmachen?

(1..3 ist die reihenfolge der workshops)

am dienstag werden entscheidungsmodelle diskutiert und entschieden:

- wer darf entscheiden?
- welcher modus? (mehrheit/konsens/…)
- wie machen sie das wo anders?
- what about hierarchien und organisationen?

(reihenfolge und vollständigkeit nicht gegeben)

versteht mich nicht falsch - ich finde es super von euch beiden -
stefan und leo - dass ihr das organisiert. ich kann mir aber nicht
helfen: ich werde den eindruck dass das eine ziemliche hau-ruck-
aktion ist nicht los.

es gibt so viele dinge die mir noch immer nicht ausreichend bedacht
erscheinen. zb. ist an rakuschans kritik:

“anstatt eine theoretisch anspruchsvolle thematisierung anzustreben,
und mithin sich der kritischen reflexion zu stellen, wird jetzt - im
auftrag ´des hegemon´ (egal ob direkt oder im vorauseilenden
gehorsam) - eine verdraengungsmaschine unter dem titel ´parlament der
kunst´ angeworfen. bedauerlicherweise auch mit der unterstuetzung von
personen, die sich intellektualitaet zur corporate identity gemacht
haben.” (FER, 1.12. nn-list)

… und …

“ich wuerde es sehr bedauern, dass sich so weithin gute kraefte in
dieser stadt einfach ohne ´deutlicher widerrede´ von der hegemonie
und den ´vermachteten akteuren´ (!) in den eigenen reihen ver