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hier noch einige info von wikipedia, die wie ich finde das ganze noch
genauer beleuchten:
* was ist Reputation?
“Reputation ist der an eine Einzelperson oder Institution gebundene Ruf
höherer Kompetenz und Qualifikation, hinsichtlich der Erbringung von
gesellschaftlich relevanten Leistungen. Sie kann in der Terminologie
Pierre Bourdieus als kulturelles Kapital verstanden werden, d.h. als
eine soziale Ressource, welche sich für den Inhaber in andere
Kapitalformen transformieren lässt; beispielsweise im Zusammenhang mit
der Verteilung von Forschungsgeldern an verdiente und vielversprechende
Wissenschaftler (ökonomisches Kapital). ”
http://de.wikipedia.org/wiki/Reputation
(hier auch interessant die von Bourdieu geschaffenen Begriffe)
* Design von Reputationssystemen für online Communities
http://www.wiwiss.fu-berlin.de/suhl/bizer/pub/modeb_repsys.PDF
* Entwurf eines vollkommen verteilten Reputationssystems fur Ad-hoc Netze
http://www.ipd.uka.de/~obreiter/dasa/2003Faehnrich.pdf
Matthias Tarasiewicz Don Mar 31 14:50:41 CEST 2005
48 Comments so far
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advogato.org hat ein ganz gutes reputationssystem gebastelt, das sich
inzwischen etabliert hat. (trustmetric)
die slashdotvariante ist eher kindisch.
http://advogato.org/certs.html
http://advogato.org/trust-metric.html
http://cvs.ghostscript.com/cgi-bin/viewcvs.cgi/cvs/mod_virgule/mod_virgule/rating.c?annotate=1.3
–
Reini Urban
http://xarch.tu-graz.ac.at/home/rurban/
http://phpwiki.org/
Reini Urban rurban at x-ray.at
Mit Apr 13 22:06:45 CEST 2005
advogato besteht aus 3 zertifizierungsleveln (master,
apprentice, journeyer), für die
implementationstechnisch jeweils ein
reputationsnetzwerk aufgespannt und durchgerechnet
wird.
dabei fliesst jeweils die reputation von einem
zentralen knoten ein (in diesem fall dem betreiber
von advogato), und jeder der im selben oder in einem
der höher bewerteten systeme im strong set ist (also
selbst zertifiziert ist), darf andere mit einem ihm
gleichgestellten oder niederwertigeren zertifikat
bewerten.
Das ganze dient allerdings nur der Identifizierung von
Strong Sets, und die Attack-Resistenz (aus dem Paper
zu Advogato, namens Attack Resistant Trust Metrics)
bezieht sich vor allem auf Sybil-Attacken (bei uns
Bandbus-Attacken)
Mir ist keine Idee gekommen wie man das brauchbar auf
Förderungssystem umlegen könnte. Die Reputation dient
hier nur dazu um möglichst viele schwarze Schafe
fernzuhalten, nicht aber um die weissesten Schafe
durchzunummerieren.
Slashdot’s Moderationssystem ist eigentlich kein
Reputationssystem, und funktioniert aufgrund des
stärkeren Transaktionscharakters einer Webseite mit
Kommentaren. Hierbei werden die Posts der Mitglieder
von bestehenden Moderatoren bewertet, und wer gute
bewertungen bekommt, bekommt zunehmend ein höheres
‘Karma’, und darf damit selbst ein bisschen mit
moderieren. Zusätzlich darf jeder Moderator, die
Moderationen anderer Moderatoren Meta-Bewerten.
Das Slashdot System ist algorithmisch simpel, aber
ansonsten ziemlich komplex, und nicht besonders gut.
Da wir bisher keinen Transaktionscharakter im
Fördersystem identifizieren konnten, scheint das
Slashdot System daher auch nicht besonders gut für
Fördermittel geeignet zu sein.
Den besten Startpunkt für die Entwicklung eines
Reputationssystems für Förderungsverteilung, sehe ich
nachwievor in
http://members.optusnet.com.au/clausen/reputation/rep-cost-attack.pdf
wobei ich aber nochmals betonen will das wir uns hier
auf absolutem neuland bewegen, und euch daher bitte
das ganze nicht zu unterschätzen.
Meiner Meinung nach ist die Erstellung soziologischer
Modelle und Simulationen zu dem Themenkreis noch
ausständig, und absolut unentbehrlich um ein
funktionierendes System zu entwickeln.
Paul Boehm paul at boehm.org
Don Apr 14 16:00:41 CEST 2005
Absolutes Neuland ist das nicht ganz. Das ist ein sehr wichtiges Thema
mit dem sich viele Leute seit Jahren beschäftigen. Auch weil es um sehr
viel Geld geht (e-business a la ebay und amazon)
Dieses Paper bezieht sich aber hauptsächliches auf die Probleme von
autmomatischem Ranking a la Google PageRank, wie es auch wir im phpwiki
verwenden.
Das eBay Ranking oder auch “unser” neues (http://wikilens.org) Ranking
(user-weighted links => recommendations) wird nur gestreift; wegen der
Anfälligkeit für die Sybil Attack?
Bei true authentication wie bei uns (netznetz) gibt es allerdings keine
Sybil Attack. (multiple personality => cheat)
Ich bleibe bei meiner Bevorzugung der Advogato Trustmetrik: einfach,
korrekt und resistent.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Apr 16 12:25:28 CEST 2005
>>dabei fliesst jeweils die reputation von einem
>>zentralen knoten ein (in diesem fall dem betreiber
>>von advogato),
>>>> das ist eine zentrale frage:
a.
wenn es noch immer einen zentralen knoten gibt, welcher unterschied besteht
denn dann zur bestehenden struktur der foerdervergabe?
b.
dieser zentrale knoten ist dann wohl entweder die
foerdervergebende behoerde, und selbst wenn nicht
c.
so stellt sich doch die frage, woher der betreiber des systems das recht
haben sollte, die anderen zu beurteilen.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Mon Apr 18 10:31:42 CEST 2005
Das Advogato System ist natürlich nicht 1:1 auf netznetz übersetzbar.
Unser momentanes PhpWiki Rating & RecommendationSystem leider auch
nicht, obwohl es der Sache schon näher kommt.
Beim PhpWiki Recommendation System (noch ohne automatisches Clustering,
siehe http://wikilens.org), müßte die förderungsvergebende Stelle sich
ihre Buddies aussuchen und bekommt daraufhin automatisch Recommendations
aus der Nähe zu den abgegebenen Bewertungen. Ob man jetzt eine Skala 1-5
oder 1-3 oder 1-10 nimmt ist vollkommen egal. Man bekommt nur Zahlen.
Das Advogato System bewertet Ratings von höher bewerteten Usern mit
höherem Gewicht als Ratings von niedriger bewerteten Usern. Alle Ratings
sind für alle User gleich.
wikilens (das PhpWiki Recommendation System) wichtet alle User gleich,
nur wird für den Betrachter (in dem Fall die vergebende Förderstelle)
unterschiedliche Recommendations berechnet, aus der Nähe zu ähnlich
bewertenden anderen Topics wird das Rating berechnet. Die “Buddies”,
nach denen die Vergabestelle (oder im Prinzip jeder) ihre Recommendation
und Gewichtung aussucht, kann man auch automatisch als Clusteranalyse
durchführen. Aus der Nähe der eigenen Bewertungen und der der anderen User.
Wir machen das momentan aus technischen und zeitbudgetären Gründen noch
nicht, die buddie liste ist im wiki editierbar und natürlich öffentlich.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Mon Apr 18 20:17:04 CEST 2005
>>> und jeder der im selben oder in einem
>>> der höher bewerteten systeme im strong set ist (also
>>> selbst zertifiziert ist), darf andere mit einem ihm
>>> gleichgestellten oder niederwertigeren zertifikat
>>> bewerten.
DAS SOLL SO SEIN!
Aber absolute “Strong Sets” sind eine Advogato Erfindung.
Normalerweise nimmt man die relative “nähe” zum subjekt.
Reputation ist relativ.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Mon Apr 18 20:17:04 CEST 2005
“Constuction” - magic is performed and problems turned to
their opposite. That is what we wish to achieve. Therefore “too few people
vote” becomes “many people participate actively in decision process”. These
costruction elements - building blocks are arranged using a simple
technique into a realisable project description - describing the aims and
objectives - not the how. This is the basis for the next stage - designing
and costing the implementation - the “how”. Today we do the what and the
“why”.
David Bowell via
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Die Apr 19 12:04:48 CEST 2005
ich hab ja bei einigen der kleineren runden mit
manchen von euch, auf die probleme die ein reines
bewertungssystem, zum identifizieren wer fördergeld
bekommen soll, bereits hingewiesen.
da kein transaktionscharakter gegeben ist, kann ein
reputationssystem bei der versuchten anwendung als
einmaliges abstimmungssystem seine stärken nicht
entfalten.
ich glaube dass es daher notwendig ist, auch über
grundlegendere veränderungen des fördersystems
nachzudenken, auch wenn diese ideen vermutlich auf
noch mehr unwillen stossen, als das bisher diskutierte
“klassische fördersystem mit einem reputationssystem,
dass statt beamten das geld verteilt”.
dazu ist es notwendig sich gedanken zu machen, ob
das finanzieren von organisationen die sich
gleichzeitig um location, infrastruktur, hosting, und
veranstaltungen kümmern, wirklich der beste weg ist.
egal ob im großen, oder im kleinen, wenn man jedem
sein privates spielzeug (netbase oder privates
atelier) finanziert, mit allem was dazu gehört,
damit dort des besitzers eigene veranstaltungen
stattfinden können, bekommen diese zwar alle viel
kontrolle, und bei einer weiteren streuung tritt
sogar eine gewisse föderalisierung der netzkultur
in wien auf, aber es fehlt damit auch genau an
jener öffnung, vermischung, und auch fokalisierung,
die netzkultur in anderen städten so attraktiv machen.
für mich war netzkultur mitte der 90er sogar in
österreich viel attraktiver, denn wie internet teuer
war, traf man sich automatisch dort wo man günstig
ins netz kam: an unis und bei anderen infrastruktur-
providern.
am beispiel berlin/c-base will ich vermitteln, das
netzkulturförderung nicht unbedingt heissen muss,
das man jedem künstler geld in die hand drückt,
sondern, dass es viel effektiver ist, wenn man
plätze schafft wo alles an infrastruktur vorhanden
und leicht zugänglich ist.
denn wenns nicht um geld geht, aber man trotzdem
einfach tun kann, kommen auch die liebevolleren
projekte raus.
würde es an mir liegen, würde ich das fördermodell
viel eher dahingehend ändern, dass locations
geschaffen
werden, welche nie selbst veranstalter sind, also
labelunabhängig, und deren infrastruktur sich künstler
teilen können, für veranstaltungen, präsentationen,
konferenzen, go spielen, …
zur einteilung der timeslots könnte man auch
innovative konzepte benutzen, da reicht das spektrum
von interner entscheidungsfindung mittels liquid
democracy abstimmungen, über reputationssysteme, bis
hin zu einem art-money mit dem man für genutzte
infrastruktur bezahlen kann, und so zu einem
wettbewerb zwischen den infrastruktur bases anregen
könnte.
Paul Boehm paul at boehm.org
Fre Apr 22 12:06:53 CEST 2005
zengestrom.comHier ein brandaktueller Link der das was ich als
fehlenden Transaktionscharakter
bezeichne, von anderer seite beleuchtet:
http://www.zengestrom.com/blog/2005/04/why_some_social.html
Auf den ersten Blick scheint es so als hätte ein
Förderungsverteilungssystem einen Objekt-Zentrismus.
Schliesslich verbindet die Akteure ein gemeinsamer
Wunsch nach Fördergeldern und die Gemeinsamkeit des
Netzkunstschaffens.
Bei genauerer Betrachtung stellt sich dies allerdings
als Fehlschluss heraus.
Es gibt keinen Haupt- oder Nebennutzen, dh Links
werden der Links willen gesetzt und verändert.
Dies zeigt indirekt, dass es an Objekt-Zentrismus
fehlt.
Die einzige Funktion welche Akteure in dem
System erfüllen könnten, wäre ein Optimieren der
eigenen Links, um zu optimalen Ergebnissen zu kommen.
Mangels einer ausführlichen Studie ist das Verhalten
eines derartigen Systems schwer vorherzusagen,
da praktisch keine Korellation, dh. Kodierung in
der Netzstruktur, zwischen Realität und dem vom
Reputationssystem erfassten Netzwerk zustandekommt.
Ein paar Ergebnisse meiner in den letzten Wochen viel
zu übereilt durchgeführten Versuche eine Taxonomie
optimaler rationaler Strategien für verschiedene
Reputationssystem-Designs, zu erstellen,
deuten auf folgendes hin:
Bei ausschliesslich doppelseitig gesetzten
Links entsteht ein Trend zu einer vollständigen
Direktvernetzung der Knoten.
Bei einseitigen Links entsteht hingegen ein Trend zu
vollständiger Isolation aller Knoten.
Hergeleitet, aber ohne Beweis:
Um ein funktionierendes Reputationssystem zu bauen,
braucht es Objekte und Transaktionen.
Paul Boehm paul at boehm.org
Son Apr 24 00:33:52 CEST 2005
zengestrom.comfoaf-project.orgrussellbeattie.comlinkedin.com>http://www.zengestrom.com/blog/2005/04/why_some_social.html
>>>> war dort, moechte von dort zitieren:
“The fallacy is to think that social networks are just made up of people.
They’re not; social networks consist of people who are connected by a
shared object.
Sometimes the ’social just means people’ fallacy gets built into
technology, like in the case of FOAF, which
is unworkable because it provides a format for representing people and
links, but no way to represent the objects that connect people together.
The social networking services that really work are the ones that are built
around objects.”
“As Russell put it,
That was the “game” right? He who has the most contacts wins. At first you
were even listed by the number of contacts you had, remember?
Reid Hoffman’s choice
(however unintentional it might have been, I don’t know) to encourage the
use of LinkedIn as a game is what activity theorist
Frank Blackler would
call the introduction a ’surrogate object.’ The surrogate object is
actually not sustained by the economic, technical, and cultural arrangement
that the activity relies on to sustain itself. Playing ‘Who has the most
connections wins’ might have been fun to some people for a while, but it
was not very valuable to the users and developers as a collective in the
long run. Now LinkedIn is trying to change the object of sociality that it
offers, and persuade people to re-orient their networks around their actual
jobs.”
>>>> und die hier zitierten objects/jobs muessten - so verstehe ich das im
rahmen des noch immer reputation system genannten systems - in diesem
foerdervergabemodell eingereichte/vorgeschlagene projekte sein, zumindest
eines, um den thematischen faden fuer ein jahr zb. erkennen zu koennen,
vgl. eingebrachtes modell slate funding.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Son Apr 24 12:42:38 CEST 2005
die wikilens “buddy liste”, die in die auswahl der matrix-spalten (=>
eigenwert) eingeht, dient lediglich der reduzierung der größe der
matrix. sie diente nur die verdeutlichung der idee.
in unserem fall hier, wenn man von 8MB) für alle
teilnehmer die relativ “sparse matrix” live auszurechnen.
die clusteranalyse (automatische buddies, oder manuelle wie vorerst in
unserem system) wäre für reale fälle um die 10.000 - 100.000 user
wichtig, wie sie in großen lösungen, bei amazon oder e-bay
recommendations angewandt wird.
also zusammenfassend: “die gewichtete liste ergibt sich aus der
rangliste meiner eigenen bewertungen; plus, da ich nicht alle
leute/projekte kenne, aus der bewertung der leute, die meinen
bewertungen am nächsten kommen.”
eine “absolute reputation” würde sich natürlich auch herausrechnnen
lassen. da wäre aber die wichtung politisch komplizierter, und es wäre
ein frommer wunsch, den subjektiven faktor beiseitelassen zu wollen.
deshalb ließ ich das unerwähnt. mit einer “relativen reputation” kann
man leicht argumentieren und rechnen.
wenn man jetzt im anti-neoliberalen sinne nicht will, daß der subjektive
faktor der vergabestelle miteinfließt (so würden es zb. die deutschen
oder die wiener machen), wäre die absolute reputation rein aus der
bewertung der gewichtenen links herauszurechnen. da muß man sich halt
auf eine formel zur bewertung einigen, wie die bewertungsfunktion der
zwei parameter ausschauen soll: anzahl wichte der links.
nur würden unsere fiktiven deutschen (oder die wiener) ewig über diese
komplzierte bewertungsfunktion (linear, quadratisch, exponientiell, wie
wo warum…) streiten, und im endeffekt würde nie ein akzeptiertes
system herauskommen. deshalb bin ich lieber ein zynischer neoliberaler,
weil im postmodernen sinn die miteinbeziehung des subjektiven faktor
brauchbarer ist. auch weil er transparent ist. jeder sieht wie wer wen
bewertet hat, und warum der dann weiter oben steht. denn daß zb. t0
absolut gesehen um 400% reputativer sind, als alle anderen netzkünstler
zusammen, würde ich eher bezweifeln wollen.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Son Apr 24 19:30:31 CEST 2005
At 09:48 22.04.05 +0200, nahrungskette wrote:
>
……………..
das sind z.b. leute von universitaeten oder aus anderen bereichen der
forschung, die an der weiterentwicklung unserer ideen interessiert sind
>
na bitte. verschont mich mit den hoheliedern auf den altruismus (fuer
fremdwortmuffel: selbstlosigkeit). jeder soziale zusammenhang ist ein fight
um kapitalsorten - dabei geht es nicht immer um oekonomisches kapital
(schlag nach bei Bourdieu).
FER f.e.r at sil.at
Son Apr 24 22:44:16 CEST 2005
aber hier noch ein neokapital weite gedachter artikel:
http://wired.com/wired/archive/13.05/start.html?pg=2
und: “reputationssystem” ist nicht der name dieses systems sondern
dieser ganzen klasse von systemen. eindeutschen/umbenennen ändert daran
gar nichts. reputation ist im unterschied zu wertschätzung nicht
persönlich 1on1 und genau darum geht es in diesen systemen.
martin pichlmair pi at attacksyour.net
Don Apr 28 12:11:26 CEST 2005
Artikel gelesen, Zitat:
“Credit bureaus and large commercial data vendors may be at the heart of
the recent scandals, but they represent a shrinking fraction of the
reputation economy. Tens of millions of eBay transactions rely on
extraordinarily effective techniques of reputation management. (One study
showed that a good eBay reputation has a value of more than 8 percent of an
item’s selling price.) Meanwhile, news is filtered by reputation-based
systems like Slashdot’s, and conclusions about our professional status or
competence are influenced by Google’s page-rank algorithms. All these
systems rely on automated processes that aggregate minor human actions into
public judgments that are nearly impossible to appeal.”
Genau dafuer sind die reputation systems offensichtlich gemacht; ich
jedenfalls moechte meine kuenstlerische Qualitaet nicht nach diesen
Kriterien beurteilt sehen; und meine Zielsetzung ist auch nicht eine
virtuelle Identitaet, sondern eine ganz anfassbare;
Stefan, vielleicht beantwortet das auch Deine Frage - ich gehe nach wie vor
von Qualitaet in Konzepten und Implementierungen aus und ich halte die
aktuell gaengigen Auffassungen im Rahmen des erweiterten Kunstbegriffs fuer
ueberholt und fuer Relikte aus der Yuppie-Zeit der 90er - immerhin schon
rd. 10 Jahre alt, fast schon mehr. In diesem Sinne betrachte ich
Kommunikation als Kommunikation, Vernetzung als Vernetzung und Kunst als Kunst.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Don Apr 28 14:25:27 CEST 2005
are you really going to use an article describing the innabillity (or lack of interest) of the credit industry to accurately collect and maintain their databanks in order to support argumentation against a reputation system? That article simply describes the innacuracy and inefficiency of standard datamining. Other than the word reputation in the first sentence, it has NOTHING to do with the type of system being discussed by netznetz right now.
The credit agencies in the states are notorious for sloppy data collection, and a completely closed system providing no chance for subject feedback. A reputation system as currently being discussed here would be the type of tool needed to address the problems brought up in that article, it is however NOT the subject of that article.
david.dempsey at orf.at david.dempsey at orf.at
Don Apr 28 17:11:31 CEST 2005
smartmobs.comsome remarks:
- transparency is one of the main reasons for the reputation system and
directly leads to communication.
- i think it will be a part of the social dynamics of the intended
system to be able see who gave you reputation (or to hide it).
- after the last repsys meeting i had the impression that widening the
scope is important. that meeting ran dead on details while staying off
topic at the same time.
- i further believe the increasing global developments of reputation
systems matter.
- and:
from the blog i found the article:
”
Reputation is critical to business because it allows us to transact
with strangers. It’s what eBay understands. It makes them successful
because it enables it’s members to be successful. (According to the
article, sellers on eBay with high ratings are likely to sell an item
for 8 percent more than other sellers.)
”
http://www.smartmobs.com/archive/2005/04/27/the_new_reputat.html
meditate about that.
our reputation system IS business.
it is a means of managing trust.
some one will hack it.
some one will repair it.
who?
> The credit agencies in the states are notorious for sloppy data
> collection, and a completely closed system providing no chance for
> subject feedback. A reputation system as currently being discussed
> here would be the type of tool needed to address the problems brought
> up in that article, it is however NOT the subject of that article.
if you read the last paragraphs you see that the author compares
current systems and their lack of transparency with a reputation system
that allows for it. hm. so you think a nebulous system that has to do
with money bears no relation to the way grants are handled by juries?
you never applied.
of course, the tough point is that the article is focused on personal
reputation of individuals - killing privacy and .. lot to say about
that .. on the other hand: i think the last 20 mails on this list were
about as close to focus as mine.
martin pichlmair pi at attacksyour.net
Don Apr 28 20:27:47 CEST 2005
When designing a real world system with the values we all seek, we will
make mistakes. Transparency of process and humility to say that you got
it wrong + the will to continuously search for improvements (while
constantly keeping the focus on agreed aims and objectives), are more
important than a vain attempt to predesign a perfect system.
…
*we* should design the system in
such a way that everyone contributing can debate and suggest
constructive improvements. It is an inherent feature of any bottom-up
decision making process that it can be used on itself, that is to use
its built in decision making process to suggest, decide and implement
changes required by the users (that is us).
David Bovill david at openpartnership.net
Fre Apr 29 01:25:42 CEST 2005
The netznetz reputation system is for a closed and known userlist only
as far as I understood it. There’s just a small group of official
“netzkunst vereine” in austria who wants support from the vienna city
council.
The ratings will be open and transparent, so anybody will be able to
announce any possible problem in his eyes, which will be addressed
publicly. And everybody should be able to change his mind until a
certain deadline.
To address most of the publicly announced concerns.
This system cannot be compared to the anonymous and huge systems in wide
use, like ebay, amazon, google, advogato, slashdot, movielens.org, …
Algorithmically it will be dead simple (e.g. no clustering needed to
avoid huge matrices), and politically it will be fully transparent.
I’m only sceptical about the outcome of the internals, which function
and parameters to use actually.
IT people have several rules for these kind of problems:
- “Keep it simple and stupid” - KISS.
- Just start with something and address concerns later, when
there’s actually something concrete to look at.
- Don’t argue about the term and meaning of “reputation” per se. Look at
the problem and solution, which might some remind to so-called
reputation or ranking or recommender systems. These are just names to
deal mathematically with an unknown mass. Here it is much simplier.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Fre Apr 29 18:27:48 CEST 2005
you seriously underestimate the problem.
if you are unable to provide specific suggestions on
how to solve the problem, please don’t lead people
to believe there is a trivial solution.
Paul Boehm paul at boehm.org
Fre Apr 29 21:51:13 CEST 2005
i’m talking about simulation based predictions,
that if a reputation system were to be used
for distributing funds directly to artists,
without building transactions into the system (into
the real-life system that is used on a day-to-day
basis!), there would be no correlation between the
data which the network encodes and reality.
even a classical voting system would fare better here.
the very thing that makes reputation systems powerful
in many settings, here creates the problem.
you don’t just have a reputation, you have a
reputation for something. if there’s no way to get
people to implicitly encode the neccessary
information because they _have to_ (not want to, are
willing to, or any other altruistic reason), the
system will not encode any reallife data, but at
best random noise.
this is not a technical issue, and cannot be solved
by choosing the right algorithms or optimizing them.
to solve this, someone will have to think of a good
way to implement a transaction based model in
reallife, which can be made to work using technology,
and which people will actually want to use.
Paul Boehm paul at boehm.org
Sam Apr 30 17:57:12 CEST 2005
What is the decision making system we can use for this that includes
everyone involved, and equally importantly builds on the creative
judgment of each and everyone in the community to commission
imaginative and innovative projects that are realised? What is the
nature of the software that can make this pragmatic, open and perhaps
even fun to use?
David Bovill david at openpartnership.net
Sam Apr 30 13:01:18 CEST 2005
the only problem I foresee is the endless and
fruitless political debate about the “Bewertungsfunktion” - the rank
parameters I list again below.
…
In our system (the wikilens library within phpwiki) you don’t get an
absolute rank per votee (votee - a thing which you can vote for), just a
relative rank based on your personal ratings and the “nearness” to
voters who voted similar. This starts to work if e.g. you voted ~ 30
things and there a some voters near your cluster. (e.g. if you got an
extraordinary taste like no one else, the system will not be able to
help you, because there are not neighbours). The nearer to you, the
higher the factor to multiplicate with, which sums up to an
recommendation rank for every item. For the beginning we didn’t cluster
(precalculate the neighbours) automatically (which must be done
asynchronously - nightly - by some external library), so we use the
simple manual and transparent “Buddie” system.
To build from that an absolute reputation rank is trivial, but not that
interesting for us (phpwiki). We want to help in personal decision
making about unknown items other people know about.
Which movie is rated highest, really is trivial.
But which movie I don’t know yet but I might like is interesting.
And of the same algorithmic complexity as the absolute number.
…
You take votes from all people involved - easiest done per email as in
usenet decision making - where everybody should vote everybody on the
given list, (s)he knows about. Empty votes on anybody on the list are
allowed.
After deadline the numbers are taken, the previously decided ranking
function is applied and the final ranks are published.
This can be done with e.g. with a simple matlab one-liner, once you
decided how the calculate the weighted graph.
Calcluation parameters:
* preclustered as in advogato (dummy, medium, highly respected)
* number of links to (how many votes everybody got)
* weight of link (the actual vote)
In the wikilens system we decided not to calculate an absolute
“reputation”, but a reputation number for the target, in this case the
big spender. So the weights can easily be calculated from the
neighborhood of the target voter to the other voters. The nearer the
higher the multiplication factor.
In an absolute “reputation” system one has to agree upon the weights of
the parameters.
1)
a) clustered
=> higher ranked votees weigh higher in their votes.
See advogato or slashdot for a simple implementation.
b) or everybody equal
…
Note that avoiding pre-clustering for political reasons is less exact
than weighing upon the number of links. Just because someone is better
known then someone else, doesn’t mean that this should influence the
overall reputation. Or it should.
Make a small questionaire from these points to decide upon and pass it
through the mailinglist. Then the list of votees can be passed along and
the voting can start. All this will need at most 2 weeks and not 2 years.
Note that you can also pass the voting along and decide upon the rating
parameters later, a system politicians usually do to get the best winner
(for them).
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Apr 30 20:46:24 CEST 2005
firstmonday.orgManifesto for the Reputation Society
http://www.firstmonday.org/issues/issue9_7/masum/
“Information overload, challenges of evaluating
quality, and the opportunity to benefit from
experiences of others have spurred the development of
reputation systems. Most Internet sites which mediate
between large numbers of people use some form of
reputation mechanism: Slashdot, eBay, ePinions,
Amazon, and Google all make use of collaborative
filtering, recommender systems, or shared judgements
of quality.
But we suggest the potential utility of reputation
services is far greater, touching nearly every aspect
of society. By leveraging our limited and local human
judgement power with collective networked filtering,
it is possible to promote an interconnected ecology of
socially beneficial reputation systems — to restrain
the baser side of human nature, while unleashing
positive social changes and enabling the realization
of ever higher goals.”
Paul Boehm paul at boehm.org
Fre Apr 29 07:18:05 CEST 2005
zu reputation - gegen den begriff habe ich gar nichts. ist sogar
produktiv in einem denkansatz, der zur einsicht fuehrt, dass fuer das
verstaendnis von sozialen systemen, diese im weitreichenden umfang
psychologisch dekonditioniert werden koennen. ihre kommunikationen koennen
von den spezialbedingungen individuellen bewusstseins abgekoppelt werden,
sofern es nur gelingt, ersatzmotive - bspw. reputation - bereitzustellen.
reputation wird aber in kommunikationsprozessen formiert und steht somit
nicht ausserhalb der prinzipiellen systemrelativitaet aller beobachtungen
und beschreibungen, die sich auf die systemabhaengigkeit aller autopoiesis
gruendet.
im klartext: reputation - mal ganz allgemein - ist lediglich eine variable.
weiters taucht das problem auf, wie die systemreferenz zu dem begriff
´reputation´ eigentlich heisst. denn im bereich etwa von open source steht
dieser begriff fuer etwas anderes als etwa im bereich der kunst-kultur (der
´boese kunstbetrieb´ - das gesellschaftliche funktions-system kunst) -
FER f.e.r at sil.at
Die Mai 3 00:33:44 CEST 2005
as for the weighing: if you get that into the game,
your system becomes a reputation system, and then
you’re facing the same paradox problem with outgoing
votes costing you reputation, that any reputation
system that doesn’t have any compensative benefit
for setting links, faces.
okay, i give you that there’s something
interesting happening here, which i missed before:
you seem to be caught between two conflicting
interests in this scenario: that of being in a
majority group for the collaborative filtering system
(you need outgoing links for that), and to minimize
your outgoing links (for the reputation system).
how exactly these fit together, and what an optimal
strategy would be, i can’t say. but it seems like
this might merit further investigation.
the point i’m trying to make is: whatever ingenious
technical system you come up, there is need to model
and evaluate that system in a sociological context!
Paul Boehm paul at boehm.org
Son Mai 1 11:14:20 CEST 2005
masternewmedia.orgmasternewmedia.orgmasternewmedia.orgmasternewmedia.orgThe Birth Of The NewsMaster: The Network Starts To Organize Itself
http://www.masternewmedia.org/2004/02/19/the_birth_of_the_newsmaster.htm
Popularity Aggregators Help You Uncover The Most Delicious New Online
Resources
http://www.masternewmedia.org/news/2005/04/07/popularity_aggregators_help_you_uncover.htm
wobei del.icio.us ein vielleicht gar nicht so schlechtes pointing bzw.
fokus-system darstellt:
“Even by closely tracking the blogosphere, some of these gems would
never be found unless a person decided to publicly point to it. And when
a trickle of curious resource-seekers start noticing, a swarm of
interest is created in a very short period of time, giving immediate
relevance and recognition to those discoveries that deserve wide attention.
Here when you see a swarm of attention orbiting toward a new item,
capturing hundreds of votes in the arch of one or two days you know you
have some pretty powerful attention-grabber to point your eyes to.”
hier auch noch interssant die social networks
http://www.masternewmedia.org/social_networking.htm
google PageRank wird zu TrustRank
Future PageRank Helps Reputation And Trustworthiness Shine Over
Artificially Inflated Search Results: Google TrustRank
http://www.masternewmedia.org/news/2005/04/29/future_pagerank_helps_reputation_and.htm
Matthias Tarasiewicz parasew at 5uper.net
Fre Mai 6 17:53:26 CEST 2005
als literaturtip zum thema reputationswährung sei anempfohlen:
cory doctorow .. respektive sein zweiter roman “down and out in the
magic kingdom” (download ) in
welchem die reputationswährung “whuffie” eine nicht unerhebliche rolle
spielt.
dankenswerterweise findet man die meisten werke corys, so auch “down and
out..” zum gratisdownload in verschiedenen formaten auf seiner seite
craphound.com .
Magnus Wurzer magnus at shifz.org
Mon Jul 4 11:30:13 CEST 2005
Das ‘Gedächtnistheater’ (Cluster) ist das Rendering eines Reports aus
der Ars-Database, eine Visualisierung. Die Teilcluster zeigen die
Struktur des Feldes in seiner Pluralität und Diversität, über die dann
schwerpunktmässig und im Kollektiv entschieden werden könnte. Klar was
ich meine?
–
Es scheint mir wesentlich interessanter zur sein, gemeinsam darüber zu
entscheiden, ob Fördergelder in Teilcluster A (MEHR Gaming Communities,
die die Gruppe X repräsentiert) oder Teilcluster B (MEHR Forschung im
Bereich ‘Software-Anwendungen für prädisponierte Menschen’ der Gruppe
Y) fliessen sollen, also ob X oder Y auf einer Skala von 0-10 eher mehr
oder weniger super ist, oder X bei Y einen RSS-Feed abonniert hat, oder
vor 2 Wochen Z beleidigt hat und drum bös ist. Dafür braucht es eine
empirische Grundlage von Daten, deren kulturelle Matrix der
Ars-Standard (oder Teilcluster davon) sein könnte.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Sam Jul 16 14:48:56 CEST 2005
__netznetz_foerdersystem_kritik__
* wer am lautesten schreit, kriegt die meiste reputation
* wen die meisten kennen, kriegt die meiste reputation
* institutionalisierte freunderlwirtschaft
* mehrheitsentscheide sind meistens sehr dumm
* will ich mich und meine arbeit von der “meute”
beurteilen lassen ?
* wer kann kunst überhaupt beurteilen ?
* gibt es objektivierbare parameter zur beurteilung von kunst ?
* kamma kunst beurteilen ?
* wie kann offenheit erzeugt, garantiert und erhalten werden ?
* wer kommt wie da rein ?
* wer fliegt wie, wann, warum da raus ?
* wie kamma vermeiden, daß eine(r) sich unter 1000
pseudonymen sich anmeldet ?
* wer kontrolliert die ausweise ?
* wer kontrolliert das system ?
* können, sollen arbeiten anonym bewertet werden ?
* wie kommen eigensinnige und eigenbrötler im system vor ?
* will ich wirklich jeden dienst an der community
eintragen und dokumentieren, damit er für die reputation nicht
unsichtbar bleibt ?
* wie kamma buerokratie vermeiden ?
* will ich wirklich permanenter dokumentator und
verwalter meiner arbeiten sein um sie im system sichtbar zu machen ?
* wann bleibt dann noch zeit für die künstlerische arbeit ?
* muss ich mich jetzt mit jedem unterhalten /
gutstelln um im system genug reputation zu kriegen ?
* wenn ich nicht mit den richtigen leuten red, bin ich
dann unsichtbar ?
* will ich meine arbeit von meinen konkurrenten
bewerten lassen ?
juja starsky at silverserver.at
Don Jul 28 20:05:31 CEST 2005
ist das nicht oft genug so, dass es erst durch die erfahrungen im
praktischen umgang mit einer software, diese erst exakt den bedürfnissen
der benutzerInnen angepasst und entsprechend weiterentwickelt werden kann?
in unserem falle würde ich den begriff ’software’ nicht nur im sinne
eines binären codes sehen. ’software’ meint für mich im erweiterten
sinne die ausverhandlung der ‘(arbeits)beziehungen’,
‘geschäftsbeziehungen’, ‘kooperationsformen’ etc.. ich habe in den
letzten monaten schon einige sehr interessante erfahrungen damit
gemacht. man könnte es (verwegenermassen) als optimierung der sozialen
codes bezeichnen (…). es ist ein komplexes gedankliches modell,
trotzdem in der anwendung oft erstaunlich einfach, wenn ein paar
grundparameter feststehen.
Stefan Nussbaumer stefan at dieelektrischenuss.com
Don Jul 28 18:56:33 CEST 2005
>> € wer kann kunst überhaupt beurteilen ?
komplett irrelevant. es geht um nicht um objektive beurteilung von
kunst, sondern um reputation von personen udn/oder projekten.
ein bißchen einfacher.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Aug 6 12:56:31 CEST 2005
>> € wie kommen eigensinnige und eigenbrötler im system vor ?
evtl. mit weniger reputation, oder?
und was hat das damit zu tun?
das reputationssystem soll nicht versuchen die netznetz vereine
möglichst gerecht oder gut oder moralisch abzubilden.
das reputationssystem soll lediglich die reputation unter den netznetz
vereinen möglichst einfach abbilden.
wenn ein eigensinniger und eigenbrötler wenig reputation unter den
anderen hat, bekommt er halt weniger geld.
außerdem unterschätzt du die hochachtung von sogen. “genialität” in
unserem kulturkreis. eigenbrötler haben mitunter eine erstaunlich hohe
reputation, oft mehr als sie eigentlich verdienen sollten.
egal, es geht nicht darum wie man jetzt zu einer hohen reputation kommt,
sondern wie man sie mißt.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Aug 6 12:56:31 CEST 2005
>> € will ich wirklich jeden dienst an der community eintragen
>>und dokumentieren, damit er für die reputation nicht unsichtbar bleibt?
wenn reputation mehr geld bringt vielleicht doch. oder du scheißt aufs
geld und bleibst möglichst unabhängigig wie bisher.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Sam Aug 6 12:56:31 CEST 2005
openbrr.orggroklaw.netIrgendwie scheinen Bewertungs und Reputationssysteme langsam in Mode zu
kommen :-))
Zumindest gibt es seit heute das BRR (Business Readiness Rating)
Bewertungsmodell, welches bewertet inwieweit ein OpenSource Programm für
den Unternehmenseinsatz geeignet ist: http://www.openbrr.org/index.php
Mir gefällt das Modell ansich recht gut und wenn ich gemein bin, werde ich
es irgenwann einmal für eine Ausschreibung verwendet (für den Fall, das
wir jemals OpenSource Software ausschreiben).
Was mich aber gleich zu meiner nächsten grundsätzlich / philosophischen
Frage für den Sprint führt: Wollen wir eigentlich ein Bewertungs, ein
Reputationssystem oder eine Mischform von beiden?
Das BRR ist ein klassisches Bewertungssystem, welches mit klaren
nachvollziehbaren Kriterien (z.B. Anzahl der Downloads, veröffentlichte
Bücher,…) arbeitet und in der Theorie müsste bei jedem Bewerter das
selbe Bewertungsergebnis herauskommen. In der Praxis tendieren aber
Bewertungssysteme dazu entweder extrem starr und unflexibel zu sein, oder
sie sind so schwammig, dass die genauen Details erst wieder
Auslegungssache sind (z.B. quality of professional support).
Alternative dazu währe ein reines Reputationssystem (wie mein SuperTrust),
welches jedem Beteiligten seine persönlichen völlig subjektiven
Bewertungskriterien überlasst und sich darauf verlässt, dass eine Gruppe
im Kollektiv die richtige Entscheidung trifft. Siehe:
http://www.groklaw.net/article.php?story=20041107180408325&query=the+wisdom+of+crowds
Eine wirklich spannende Mischform wäre ein Reputationssystem indem jeder
frei entscheiden kann, es aber ähnlich einem reinen Bewertungssystem einen
oder mehrere Vorschläge gibt, wie man bewerten bzw. verteilen sollte (z.B.
mind. 20% für Infrastruktur).
Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Mon Aug 1 14:23:47 CEST 2005
So, oder so ähnlich sind auch die Problemstellungen beim den “network
grants”, wobei jedoch nochwas dazukommt: Die Networkperformance. Oder
sagen wir dazu auch kollaboratives Klima. Das scheint nicht so ganz
einfach im Kriterienraster erfaßbar zu sein. Spätestens ab hier werden
Mischformen (wie Du ansprichst) nötig werden. Das hat zumindest die
Diskussion bis dato ergeben. Wobei da die Netzwerkanalyse u.U. wichtige
Ergebnisse bringen kann, die in diese Mischform einfließen können. Ich
denke an genau diesen Punkten werden wir beim Sprint arbeiten müssen: An
Gewichtungen der Kriterienliste sowie an der Verschränkung von
Netzwerkanalyse, Bewertungssystem und Reputationssystem. Die Modellierung
einer Simulation und die Versuche damit, werden uns dann sicherlich die
Defizite und auch die Ansatzpunkte für Adaptierungen zeigen.
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mon Aug 1 15:23:12 CEST 2005
Nachdem mich auf dieser Mailigliste schon seit über einer Woche niemand
mehr persönlich beleidigt hat, komme ich mir langsam total vernachlässigt
vor (vielleicht sollten wir ja ein Reputationssystem einführen, bei dem
man nur Minuspunkte vergeben kann).
Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at Andreas.Trawoeger at wgkk.sozvers.at
Fre Aug 5 13:32:50 CEST 2005
“wer wem welchen wert für welchen gegenwert zur verfügung stellt kann
spieltheoretisch eigentlich nicht geklärt werden”
das muss auch nicht spieltheoretisch geklärt werden, es kann aber
spielerisch ermittelt werden - einfachstes beispiel: die warenbörse.
da geht es immerhin um dinge, die man glaubt, handfest in händen halten
zu können. der rohölpreis wird aber erspielt.
wenn es um fördermittel geht, sieht die sache komplizierter aus: hier
wird sich nicht um eine bereits vorhandene sache (wie auch beim
1-euro-spiel ) beworben, sondern um etwas, das in einem prozess erst
ermittelt werden muss (reputation). in einer community ist die sache
noch komplexer, denn, und darüber sollten wir uns alle einig sein: eine
community ist mit einer schlichten warenbörse nicht im mindesten
vergleichbar.
wechselstrom - christoph theiler wechselstrom at machfeld.net
Son Aug 28 21:09:59 CEST 2005
-> “Digital Communities” berücksichtigt die weit reichenden gesellschaftlichen
-> Wirkungen des Internet ebenso wie die aktuellsten Entwicklungen im Bereich
-> von Social Software, mobiler Kommunikation und drahtloser Netzwerke.
Kommt mir nicht nochmal mit dem begriff _social software_, meinen
kommentar dazu wirst wohl eh gelesen haben.
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Fre Nov 25 01:18:08 CET 2005 in Antwort an Stefan Lutschinger
teichenberg.atnicht zu einer wahl zu gehen oder (die moeglichkeit) ungueltig zu
waehlen macht einen gewaltigen unterschied. deshalb habe ich mich zu
einer (protest)anmeldung zum ‘mana community game’ entschlossen. meine
email wurde zweimal einfach nicht durchgelassen. ohne begruendung.
nicht dass ich verwundert bin, passt doch alles gut zusammen.
boris
— original message —
dieses system praemiert soziale anpassungs- und intergrationsfaehigkeit,
strategien der stimmmaximierung und die anzahl der verbuendeten.
diese verschiebung in richtung quote und populismus werde ich durch eine
teilnahme nicht unterstuetzen. moechte meine nichtteilnahme in form
dieses emails kommunizieren und weil ’szene’ vielleicht doch mehr ist
als die summe der mitspielerinnen und mitspieler als ungueltige/
proteststimme in protokollen und statistiken aufgenommen werden.
boris kopeinig
boris kopeinig
Die Apr 18 13:39:02 CEST 2006
ich hab dir gerade eine mail geschrieben, das du nicht rausgeflogen bist
sondern noch mit anderen am eingang steckst. wo ca 10 mails stehen die
entweder gar keinen inhalt haben, oder auch einen inhalt der nicht
eingefordert wurde.
unsere eigenen bedenken sind wir gerade noch am formulieren.
und noch moeglichkeiten aufzeigen wie wir das spiel noch entschaerfen
koennen.
Franz XAVER
Die Apr 18 14:16:37 CEST 2006
teichenberg.atAbseits der Regeländerung habe ich einen Blick auf die Inhalte und die
Netzwerke hinter den Einreichungen geworfen. Ein kleines Tool
zusammengezimmert aus Blogger, Google, Vivisimo und Kartoo hat mir dabei
gute Dienste erwiesen.
Wenn Ihr Lust habt benutzt es. Weil klarerweise würden Kommentare zu den
Entries einem inhaltlichen Bild auf diese Manawahl werfen, abseits der
Regel- und Kybernetikdiskussion.
http://www.teichenberg.at/mana (ein völlig unoffizielles Tool, ganz ohne Gewähr)
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Thu Apr 20 16:56:11 CEST 2006 mond-discuss
Irgendwann ist der Zug halt mal abgefahren. JedeR kann aufspringen, und
mithelfen, die Schienen vor der fahrenden Lok in diese oder jene
Richtung zu verlegen. Aber er/sie ist einfach zu spaet dran, um die
Spurweite (”gauge”) zu diskutieren.
Thomas Klausner domm at zsi.at
Don Apr 27 10:02:25 CEST 2006
ich denke, wenn man merkt, dass der zug in den abgrund fährt, dann
sollte man auch nicht davor zurückschrecken, anzuhalten und mal zu
schauen was los ist
Und ich seh das CG in dieser Richtung sehr drastisch.
Vor der CG-Wahl war auch den Verantwortlichen klar, dass das CG in
dieser Form nicht fkt. kann. (Es wurden nur Bandbusse gefördert und
nicht Kunst). Und es gab sehr seriöse Vorschläge auf dieser Liste,
wie man damit umgehen soll. Stop, Nachdenkpause, Jury etc. Das einzige
Argument dazu war von einem Mitglied des VG’s, dass “das geld jetzt
einfach dringend vergeben werden muss, obwohl auch das VG das CG als
gescheitert betrachtet”. WOW !! Das muss man sich ja auf der Zunge
zergehen lassen. Da gehts nicht um ein Eis, dass schmilzt, das gehts um
etliches Geld.
Peter Pilsl, 27/04/2006 netznetz
Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 1:18 pmwir haben noch zeit bis zum naechsten durchgang.
ich rate: hemdsaermel aufkrempeln und beim de-gauge-ing helfen.
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Don Apr 27 12:45:33 CEST 2006
Es ist mir aber ein echtes Anliegen, an dieser Stelle an Tom
Fürstners Lecture beim Sprintosium ‘Parliaments of Art’ zu erinnern:
Toms These war, dass die meisten Communties an dem Punkt scheitern,
wo es notwendig wird, sich gemeinsame Regeln zu geben und diese
gemeinsam zu befolgen. Wenn etwas in den letzten Monaten klar
geworden ist, dann dies, dass diese Netznetz-Community es geschafft
hat, diese alles entscheidende Hürde - noch dazu mit einem dreifachen
Rittberger - bravourös zu nehmen (meine Wertung: 9) - darauf können
wir alle sehr, sehr stolz sein.
Das ist ein starkes Fundament, auf das sich Vieles bauen lässt - was
genau das sein wird, wird die Zukunft weisen.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Don Apr 27 13:35:41 CEST 2006
ist das ernst oder zynisch gemeint? (bzw. bezieht sich der dreifache
rittberger auf das meistern oder das scheitern?)
…
ps: ich finde einladung zur mitarbeit sehr gut und wichtig. und ich
finde eingehen auf kritik sehr wichtig. Die vermischung der beiden finde
ich nicht so gut. Auch in deinem mail passiert das wieder.
Ich würde es sehr wichtig finden, wenn es nach ablauf des aktuellen
netgrant-games ein bulletin von dir, dem PK, dem VG gibt, wo ihr ein
bisschen zusammenfasst, was da an Kritik gekommen ist und wie ihr dazu
steht.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Don Apr 27 13:43:04 CEST 2006
zuviel unargumentierte begeisterung und zu wenige
antworten kamen bisher
kanonmedia office at kanonmedia.com
Don Apr 27 15:00:12 CEST 2006
bin nicht der anwalt der netbase, falls du das sugerierst, und gegner
von fraktionsdenken.
empfinde es bedauerlich, wenn - wie geschehen - immer wieder lustige
“wer mit wem”-grafiken gebastelt werden.
hoffe, dass hier genügend intelligente menschen sitzen, die
freundschaft, kooperation und solidarität auseinanderhalten können.
und für letzteres, verzeih mir den seitenhieb, war “netznetz” bisher
in ALLE richtungen nicht gerade förderlich - z.b. bindet das
“hochkompetitive gambeln um erdnüsse” des community-games viel zu
viele resourcen, liefert nur sozialen sprengstoff und verstellt den
blick auf wesentlichere strukturelle fragen.
würdest du mich fragen: auslagerung des CG als eigenes “kunstprojekt”
und nicht dauerbrennendes allgemeinthema!
(bitte schlagen
Alf Altendorf alf at sil.at
Mit Mai 24 17:28:41 CEST 2006
zum schluss noch zu deinem projekt: http://vote.netznetz.net/
das ist mit sicherheit kein anonymes voting - hier werden daten
gesammelt und automatisiert aufbereitet, und das sind nicht nur depperte
e-mail daten, sondern es sind höchst detaillreiche persönlichkeitsprofile.
ich sage das nicht, weil ich dir, paul vorwerfe, du würdest damit
irgendwas “dummes” anstellen, aber denke ein wenig an die zukunft:
deine zeit als pk-vorsitzender ist irgendwann zu ende (vielleicht in 3
monaten, vielleicht in 3 jahren) und du übergibst das ganze dem
nachfolger: kannst du dann noch kontrollieren, was mit den
persönlichkeitsprofilen, die über so eine detaillierte befragung
entstehen, gemacht wird?
auch der/die nachfolgerIn wird etwas “bewegen” wollen, in bester
absicht, und sind die persönlichkeitsprofile erst einmal in bewegung (so
wie es unsere e-mail daten waren), dann wird es passieren, dass fehler
gemacht werden.
bei e-mail-daten mag das ja noch irgendwie mit “schwamm drüber” abzutun
sein, bei den datensätzen, die ihr via e-voting einhebt … — … mir
wird schwummrig.
das sind aber überlegungen, die bereits erstritten wurden, vor allem auf
dieser liste- wenn auch zum teil sehr heftig.
wechselstrom - christoph theiler christoph at wechsel-strom.net
Fre Okt 20 14:40:25 CEST 2006
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Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
ipd.uka.dewien.spoe.at> ich habe auf der Seite der TU Dresden eine Listung der/möglicher
> Unterscheidungsmerkmale von Reputationssystemen gefunden, die uns im
> Diskussionsprozess hilfreich sein könnte.
>
> Würde vorschlagen, Punkt für Punkt zu diskutieren (wo auch immer), wenns
> euch recht ist.
>
> A. Bewertungsobjekte (Was oder wer wird gewertet?)
> B. Bewertungssubjekte (Wer wertet?)
> C. Bewertungsmetrik (Wie wird gemessen?)
> D. Skalierbarkeit der Metrik (Granularität sinnvoll?)
> E. Verwaltungen von Reputationen (konsistente zentrale Sicht oder verteilte
> Sicht?)
> F. Betrugs- und Angriffsmöglichkeiten (durch Bewertungssubjekte/-objekte,
> sonstige Beteiligte oder Außenstehende)
>
> Zu A. und B. stelle ich die Behauptung in den Raum, dass diese beiden
> Gruppen ident sein müssen.
> Wir bewerten keinen Einkauf und beeinflussen Menschen, ob sie dieses
> Produkt kaufen sollen, sondern wir wählen aus, wer in nächster Zeit die
> Einkäufe tätigt.
> Das heisst das System erstarrt für 2 Jahre. Im Gegensatz zu den meisten
> Reputationssystemen läuft es nicht analog zur Realzeit.
> Zur Diskussion ….
>
> Zu. F. bitte ich bei Interesse folgende Seite anzusehen und knüpfe die
> Frage an Enki u. a. Kapazunder: Wie könnte das System selbsttätig
> Beweise generieren?
> _http://64.233.183.104/search?q=cache:3O5poirkZsQJ:www.ipd.uka.de/~obreiter/dasa/2004Doerr.pdf+reputationssysteme&hl=de_
>
>
> Ausserdem nochmals vielen Dank fürs gestrige Kommen auch im Namen von
> Sybille, Jürgen und Andi, wir finden das alles sehr spannend,
> Nachfolgeterminvorschlag demnächst.
> Marion Holy
> Kulturpolitische Referentin
> SPÖ - Rathausklub
> fon (+43-1) 4000-81943
> fax (+43-1) 4000-99-81943
> mobil 0664 413 4813
> http://www.wien.spoe.at
Matthias Tarasiewicz parasew at 5uper.net
Comment by kanonmedia 12.04.06 @ 11:59 amDon Mar 31 14:50:41 CEST 2005