gender mainstreaming und die rolle des/der künstler/in im kontext mehrheiten/minderheiten
Thursday December 07th 2006, 1:27 pm
Filed under: Uncategorized

eine neue, bislang ungehörte stimme auf dieser liste vom 29. 08. -  hi,
wendla ackermann! - lässt ja schon erahnen, wie gross der bedarf an
LUSTvoller tauschabstraktion sein könnte:
>suche schnittplatz, ende September für ca. 1 nachmittag.
>material wurde mit einer HD- video kamera erstellt.
>anschl. solls auf eine DVD.
>entlohnung ( geld, abendessen oder was auch immer) ist bestimmt drinn.

wendla, was mich angeht kannst du deinen schlüpfer auf den trockner hängen,
den kontakt schicke ich dir offlist.
Stefan Lutschinger
Don Sep 1 14:40:41 CEST 2005


46 Comments so far
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bezweifle eher, dass netznetz ein männerzirkel ist, was netznetz ja
in durchaus untergriffiger weise immer wieder vorgeworfen wird:

halte das eher für eine projektive identifikation, oder ein typisch
männliches wahrnehmungsstereotyp. hier mal eine auswahl der dadurch
kompromittierten listmembers: die sehr aktive doris kaiserreiner hat
im 2. und 3. quartal organisatorisch enorm viel getan, geht derzeit
ihrem studium nach. julia zdarsky ist in gerade in karenz, also
glückliche umstände. kanonmedia ist ebenfalls weiblich, von valie
göschl nehme ich gleiches an, ebenso von lena doppel und evelyn
führlinger, etc. etc. - meine damen, bitte verzeiht mir, wenn ich
hier nicht alle namen nenne …

richtig ist, dass der 1. depot termin im feber von zwei männern
(wechselstrom und mir) organisiert wird, der 2. termin (15. 3.) zur
convention dann von 2 frauen - liz haas und ella esque.

vielleicht sind den ladies die öffentlichen prügeleien einfach zu
fad; daraus den schluss zu ziehen, dass es sie bei netznetz nicht
gibt, ist ein glatter irrtum.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Fre Feb 10 16:00:30 CET 2006

Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 5:50 pm

> insofern find ichs zulässig wenn die backboneprojects ihre potentiellen
> nutzer ankarrten.

dadurch können aber nur die schon etablierten gewinnen, bzw. die, die gut
mobilisieren können/wollen.
wo bleiben da chancen für minderheiten ?
ich sah einen vorteil von netznetz darin, dass neue / kritische ideen nicht
mehr von magistrat/kulturabteilung
abgewürgt werden können, sondern sich in den augen einer community bewähren
können.
Christoph Veigl
Fre Apr 7 09:57:37 CEST 2006  

Diese Liste ist _unzensiert_, trotzdem 
erspart euch und uns bitte tunlichst sexistische Anwürfe und 
persönliche Angriffe!
Stefan Lutschinger
Die Apr 11 18:20:37 CEST 2006

Nachdem - wie schon mehrfach festgestellt - Einzelpersonen benachteiligt
sind und Frauen zusätzlich - hast Du es offenbar für notwendig gefunden,
diese noch einmal zu diskriminieren. Eine besondere Variante der
Buberlpartie??

Es bleibt also wirklich nichts anderes übrig als sich einem Bandbus
anzuschließen. Seltsam das Ganze!

Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Fri Apr 21 10:22:01 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.11.06 @ 11:24 am

Schön, dass Du gleich mal jegliche Privatinitative heruntermachst. Finde
ich sehr Kooperativ!

Zur Buberlpartie werde ich mich sicherlich nicht erklären, ließ einfach in
der Liste nach - ist ja lächerlich!

Die Einträge in diesem Tool sind aus einem Forward der Listeneinträge
entstanden (Automatisch)… ich werde schauen ob hier was hängengeblieben
ist. Diese Automatik ist auch der Grund warum Doppeleinträge auch immer
noch drinnen sind.

Enttäuschend ist es gerade von Dir, dass Du anstatt dieses Tool zur
inhaltlichen Diskussion nutzt wiederum bloß dumpfe Polemik von Dir gibst.
Ich hätte mir anderes von Dir erwartet.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Fri Apr 21 10:52:48 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.11.06 @ 11:26 am

meiner Erwartung nach sollte es in einer Community wie Netznetz um das
Zusammenspiel von Technik, Kontakten und kreativem Content gehen und
eben nicht um die Implementierung bestimmter - technischer oder nicht -
Systeme, die keiner Kontrolle unterzogen werden. Und - wie ich Deine
Antwort verstehe - am besten auch keiner Kritik ausgesetzt werden
sollen.

Stattdessen geht es, wie in der fördergebenden Institution - offenbar
wesentlich um Macht und Geld. Es ist zweifellos eine Machtgeste, wenn Du
mir vorwirfst, mich nicht inhaltlich in die Diskussion einer von Dir
produzierten Liste einzubringen, in der ich - aus Systemautomatik -
nicht aufscheine. Und eine “Erwartung” an mich, der ich nicht nachkommen
will.

Ich gebe zu, dass das Wort von der “Buberlpartie” nicht besonders
freundlich von mir war. Es war auch nicht so ernst gemeint (wundert
mich, dass Du Dich so getroffen fühlst - meist bin ich die, die Ironie
nicht versteht…). Aber nachdem die Gendermainstreaming-Diskussion
schon vorher losgetreten war und tatsächlich mit 2 Frauen doch ein
gewisser Prozentsatz der einreichenden Frauen eben nicht in Deiner
Übersicht aufschien, hat es sich angeboten, diese Bemerkung von Juja zu
zitieren.

Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Fri Apr 21 11:06:03 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.11.06 @ 11:27 am

Oute ich mich als Mitglied der “Liste Freier WählerInnen” und gedenke
aufgrund des geringen Frauenanteils unter den Stimmberechtigten (nur rund
20 %) meine Stimmen zu 100 % an Frauen zu vergeben, möchte aber
BandbusmitgliederInnen nicht unterstützen und auch meine Stimme an noch
nicht beworbene aussichtsreiche Kandatinnen geben, die es dann schaffen
… (da bleibt nicht viel Auswahl, fürchte ich, aber ich erspare mir das
durchforsten von 80 % der Profile ;-))

Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Sun Apr 23 23:52:01 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.12.06 @ 11:09 pm

2. Um sicherzustellen, dass eine Person, der ich das Geld zukommen lassen
will, müsste ich idealerweise Mitglied eines Stimmenkartells (nicht
Bandbuses!) werden, dass die Gelder auf die Kartellmitglieder aufteilt -
das finde ich reichlich skurril!

3. Anfangs war ja die Unterscheidung zwischen jenen, die nur wählen wollen
und jenen, die auch kandidieren, wohl andiskutiert. Für mich war das schon
konsens, dass da eine Unterscheidung gemacht wird. Das ging aber
seltsamerweise verloren (wie konnte das nur passieren?)

Ich fände es daher echt cool, wenn eine Person in die Liste der
SipendienempfängerInnen gewählt wird, die eigentlich nur mitstimmen wollte
;-)

Eigentlich müsste ich aus Protest ungültig wählen, aber um vielleicht doch
ein klein wenig das zu erwartende Ungleichgewicht zwischen
Männlein/Weiblein sowie organisierten Gruppen und KünstlerInnen
auszugleichen, werde ich wohl zähneknirrschend an diesem Zirkus
teilnehmen.

Ad metalab: Hier nochmals einen Bandbus zu organisieren könnte ein
ziemlicher Boomerang werden, denn metalag kann eine öffentliche Kritik
seines Verhaltens wohl kaum verhindern und das was metalab da treibt,
macht ausserhalb der Szene garantiert keinen guten Eindruck. Vielleicht
sind die sonstigen Sponsoren von metalab bereit, jene KünstlerInnen
mitzusponsern, die nun durch metalab verdrängt werden ;-)

Politisch halte ich das Verhalten von metalab nun für ziemlich unklug,
weil sie sich eben nun sehr angreifbar machen … (bei meinem Projekt
“Korrumpel ohne Grenzen” ist metalab nun eine Nominierung zum Korrumpel
des Jahres im Bereich Kultur sicher ;-))

Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Sun Apr 23 23:52:01 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.12.06 @ 11:10 pm

ICH WILL EINEN ORDEN (!!!!!)
als letzte weibliche Einzelkünstlerin ohne Bandbus (also ultra-volle
Risikogruppe), die erst in der 59. Runde mit 2026.35 Punkten und 3546.72 Euro
rausgkickt und umverteilt wurde.

Danke an alle, die meiner Arbeit Punkte und Vertrauen geschenkt haben!

Judith email at jdth.net
Tue Apr 25 19:47:14 CEST 2006 mond-discuss

Comment by kanonmedia 12.13.06 @ 12:08 am

nach dem wir kürzlich beobachten konnten, daß die netzkultur hier zu
100 % männlich besetzt ist !!!

( siehe personenkommite und validierungskommite, dessen einzige frau
doch ein wenig den anschein der typischen alibifrau macht - sie
selbst verstehe dies hoffentlich nicht abwertend, jede von uns musste
schon mal als solche herhalten…..)……(….und verviel darob in
duldungsstarre……; )…….

wie auch immer : die beispiele hierfür aufzuzählen bin ich es müde :
verweise daher lediglich darauf, daß dies in dieser liste schon
mehrmals angesprochen wurde ohne daß irgendetwas nennenswertes
passierte …..

um also zu verhindern, daß der frauenanteil bei der geldverteilung
zwischen 1 und 3 % beträgt,
wie es in dieser “community” bei macht, kompetenzen, redezeit,
funktionen, informationen, bandbus, goschnoffn, wichtig sein, ernst
genommen werden nein überhaupt : wahrgenommen werden usw….. der
fall is ….

mache ich hiermit den vorschlag das budget in 2 gleich große teile zu splitten
(eigentlich müssten die weiba ja 52% kriegen, das entspräche dem
weiblichen bevölkerungsanteil,
aba woll ma mal nicht kleinlich sein )
50 % für männer, 50 % für frauen
selbstverständlich können die männlein bei den weiblein mitstimmen
und umgekehrt, sie können halt bei der einen abstimmung nicht “nur”
für männer stimmen….. , aba bei der andrern könnens ja eh so
weitermachn wie bisher… ; )

wär das nicht fair ?

juja starsky at silverserver.at
Die Apr 18 23:25:29 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:52 pm

welch kapitales missverständnis !!! ( es verwundert mich
jedoch nicht : gehörst du doch zu den hauptvertretern des
buberlpartie-selbstverständnisses )…….
wir wissen alle daß es frauen in der netzkunst/kultur gibt !
bemängeln jedoch in der wiener netznetz szene : daß sie in gremien
nicht vertreten sind, in entscheidungsfindungsgruppen, nicht bei
podiumsdiskussionen, nicht bei präsentationen nach aussen, usw…..
alles klar ?
und:
bekommen bei netznetzversammlungen kaum je das wort und wenn doch
amal, wird es kaum beachtet und ernst genommen
hab von vielen frauen das feedback bekommen, daß sie dessenthalben
erst gar nicht mehr zu netznetz treffen erscheinen
und ich langweile mich auch zunehmend mehr in dieser
buberlatmosphäre, die von sich glaubt repräsentativ zu sein….

juja starsky at silverserver.at
Mit Apr 19 13:06:56 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:52 pm

ja, es nervt mich auch.
mir wars eben zu stressig immer allein unter den (eh netten!)
aber halt “nur” maennern abzuhaengen und hab mich ja
deshalb auch mal zurueckgezogen aus organisatorischem
und vertreterischem.

bzgl dein vorschlag geldfluesse maennlich/weiblich:
als spielregel koennen wirs ja nicht mehr einbauen, ist ja
shcon zu spaet, aber als ethische regel, das waer wirklich gut.

ich find es auch sowas von laecherlich, dass die situation
so verburschelt ist. (kein wunder dass es da manchmal zu
etwas komischen reiberein kommt…hehe :)).

also ich wuerd des sher gut finden.

lizvlx liz at ubermorgen.com
Mit Apr 19 10:01:43 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:53 pm

Kohle ist schon ein gutes Gestaltungsmittel. Und wenn’s da eine
50/50-Regel gäbe, täte da schon was weitergehen in Richtung
“Entburschelung”. Dazu müßte halt das System ein wenig mehr können als es
jetzt in der Erstversion hergibt. Also ein Task für die Herbstvergabe. Ich
fänd’s wünschenswert.

Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mit Apr 19 12:06:48 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:53 pm

Im Jänner - beim 25. netznetz-Treffen - habe ich diesen Vorschlag,
den Julia gestern gepostet hat, fast ident vorgebracht, bloss eine
Spur radikaler: keine Beschlussfähigkeit ohne 50% Frauenanteil.

Aber bitte nicht ‘das System’ (?) verantwortlich machen, das ist ja
der Gipfel der Absurdität:
Gender Mainstreaming lässt sich nicht über Software lösen.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Mit Apr 19 12:24:43 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:54 pm

wieos nicht uebersoftware?
das ist mir unklar.
klar ist, dass software dass erst ab herbst loesen kann.
personen koennen sich ja als mann/frau anmelden
und punkte koennen dann halt nur zu 50% an mann
vergeben werden. und schon ist es softwaretechnisch
geloest.
mit verantwortlich hat das wenig zu tun, allerdings.
mir persoenlch ist es wurscht, wer beschluesse fasst,
solange das geld nicht zu klar in die burschenhaende
fliesst.

lizvlx liz at ubermorgen.com
Mit Apr 19 12:27:52 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:54 pm

Das hat primär nix mit Software zu tun, du schreibst es ja selbst.
Diese Regel lässt sich jederzeit realisieren.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Mit Apr 19 12:45:39 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:55 pm

warum ersdt im herbst ?
mitten während der einreichphase sind permanent ( von eina
ausschliesslichen bubalpartie ) die einreichungsparameter verändert
worden….
wir mussten plötzlich alle nochmals und anders einreichen……

warum stimmen wirs nicht einfach als erstes ab ?

jetztundsofort !!!!

nicht im herbst……….dannnamal……….

juja starsky at silverserver.at
Mit Apr 19 13:13:10 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:55 pm

Natuerlich Alibifrau.
Dennoch, als diese habe ich eine Stimme und kann sie nutzen.
Vergiss aber nicht, dass ich im VG bin und das konkrete Aufgaben hat, die nur
ueber einen kurzen Zeitraum relevant sind. Was du ansprichst sind
grundsaetzliche Entscheidungen die JETZT nicht greifen werden/koennen.
.. haben aber ohnehin andere schon beantwortet.

Andrea Mayr mayr at sil.at
Mit Apr 19 13:19:23 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:55 pm

>wieso stellst du dann als obamacka nur bubalpartien zusammen ?

(( personoenkommitee
parliaments of art
und unzählige andere beispiele dieser art…… !!!! ??????

juja starsky at silverserver.at
Mit Apr 19 13:17:48 CEST 2006 in Antwort an Stefan Lutschinger

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:56 pm

Nur zur Richtigstellung:

Bei ‘Parliaments of Art’ waren 50% der ReferentInnen weiblich, die
Produktion in Frauenhänden (danke an Bernadette Stummer), Musik
ebenso (Sweet Susie); für die Annual Convention 2006 konnte Karin
Harrasser gewonnen werden (die war letzten Dezember bei POA leider
beruflich busy), usf. - ganz so dramatisch ist es ja doch nicht,
wenngleich es im Bereich des PK, wie du richtig feststellst, derzeit
einen eklatanten Frauenmangel gibt, auf den ich bereits im Jänner mit
scharfen Worten hingewiesen habe und nach Kräften bemüht bin, hier
eine rasche Änderung zu bewirken. Schade, dass ich für das 2. Quartal
Liz nicht für die Position der Koordinatorin gewinnen konnte, sie
wäre meine Wunschkandidatin gewesen.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.net
Mit Apr 19 13:52:20 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:57 pm

ich frag mich derzeit eher wieweit ALLE KünstlerInnen
insbesondere EINZELkünstlerInnen (und davon sind die -INNEN zu 100%
betroffen) bei den derzeitigen Mana-regeln überhaupt den Funken eine
chance haben.

eSel 20/04/06 netznetz

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 12:59 pm

…an all die einzelkaempferInnen, strategischen wahlgemeinschaften,
bandbusse und busbaendchen.

es wird spannend.

wuensche schoenen ersten wahltag…

das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Mon Apr 24 08:37:05 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.14.06 @ 1:49 pm

Minderheitenproblem soll fasslich darstellen, dass es “die kleinen”
(geniale einzelkämpfer/ leute mit wenig bekanntheitsgrad in der
netz-community) gegenüber den “großen” (sich bereits herausgebildete
medien- und netzwerk-cluster wie meata-lab und ähnliche)
unverhältnismässig schwer haben, sich gehör zu verschaffen und damit in
den genuss einer network-grant-förderung zu kommen.
das validierungsgremium ist die vorgeschaltete engstelle, die
entscheidet, wer stimmberechtigt ist und wer nicht.

geht man davon aus, dass beide dinge gewünscht werden (und die kritiker
an der jetzigen vorgangsweise haben das ja immer lautstark
eingefordert), so kommt man kaum darum herum diese fragen zu lösen.
die problematik des validierungsgremiums lässt sich leicht auf einen
nenner bringen: nimand will, dass der fördertopf für netzkulturen
anderen zwecken zugeführt wird als den netzkulturen selbst.
für theater, tanz, musik, akademische malerei, wirtschaft, bankwesen
(BAWAG!) und dergleichen gibt es eigene töpfe.
andererseits gibt es in verschiedenen gebieten (theater ist ja per se
auch eine mischform, die über kurz oder lang auch netzwerkkomponenten in
ihre konzeption mit einbeziehen wird) überschneidungen, die eine
gewichtung nahelegen.

bei der minderheitenproblematik liegt die schweierigkeit darin, zu
definieren, wann sich eine minderheit konstituiert.
dazu mein erster vorschlag der definition einer minderheit:
_in der minderheit befindet sich eine person dann, wenn er/sie beim
auswahlverfahren leer ausgegangen ist
_das ist eine definition, die zunächst paradox klingt, es jedoch nicht
ist, denn nach den derzeitigen bestimmungen, 125.000,– kommen zur
verteilung, unter-/obergrenze beträgt 5.000 - 15.000 euro und einer
bewerberInnen-zahl von 120 und mehr, ist das logisch und bedarf keiner
weiteren erläuterung.
dazu kommt, dass die bandbus-und die minderheiten-problematik untrennbar
miteinander verwoben sind. da hat mir ja nach der bekanntgabe des endergebnisses im meta-lab jemand
feist grinsend ins gesicht gesagt, dass es ihm möglich gewesen wäre 4
bandbusse auf die reise zu schicken, er es aber bei weniger belassen hat

wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Sam Mai 13 12:15:47 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 1:46 pm

Allgemeines
============

ich denke die wahlmethode haengt von 1) der fragestellung und 2) der zu
optimierenden funktion ab.
Und: welche fehler des wahlmodells ist man bereit zu tolerieren?
Weil:
—- snip —
karl wrote:
> gesetzt den fall, der pfeil trifft nicht
> http://de.wikipedia.org/wiki/Arrow-Theorem
— snip —
Genau das! jedes voting system hat schwaechen (und dieses ergebnis war
einen nobel preis wert). Welche schwaechen sind akkzeptabel?

— snip — paul antwortet auf frage von karl —
ja, aber hast du nen besseren vorschlag als schulze ?
— snip —

Klar! genuegend! Welchen willst du? ;-)

Also: das ganz ist stark mit den entsprechenden fragestellungen
verbunden. Man kann IMHO nicht sagen, “lass uns dieses wahlsystem
verwenden” ohne zu sagen fuer _was_ man es verwenden will.
(s.u.)

zB ist mein persoenlicher favorit fuer wahlsysteme das Borda Count
verfahren. Das wird auch von der franz. akademie der wissenschaften
verwendet. Aber mir ist bewusst, dass es fuer gewisse fragestellungen
nicht die sinnvollste variante ist. Aber es ist wenigstens ein
“minderheiten-freundliches” verfahren! Sprich: die minderheit kann noch
immer (eigentlich unverhaeltnismaessig stark) ihre meinung bekantngeben
und das ergebnis in ihre richtung “hinunterdruecken”.

Weiters: fuer alle reinen kuenstler: wollt ihr wirklich, dass die
qualitaet eurer werke per wahl entschieden wird? Da gewinnt immer die
mehrheit! Aber kunst lebt ja davon, durchaus kritisch zu sein bzw.
manchmal gegen die mehrheit zu sein.

Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Die Mai 23 02:32:09 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 3:05 pm

aaron:

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 3:20 pm

Das ist das von mir (frueher schon) und jetzt wieder von paul
angesprochene problem des bootstrappings. nicht wirklich trivial ;-)
vollkommen d’accord hehe

Aber _irgendwie_ muss sich muenchhausen aus dem sumpf am eigenen schopf
hochziehen.

Aaron Kaplan aaron at lo-res.org
Die Mai 23 14:17:26 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 3:21 pm

Ich finde es ist klar, dass sowohl einzelprojekte, als auch
gruppenprojekte foerderungswuerdig sind, aber eben nicht über einen kamm
geschert werden dürfen.

Paul Böhm paul at boehm.org
Die Mai 23 14:52:23 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 3:21 pm

nachdem ich heute einen gewissen cluster-aspekt glaube ich mehr als
deutlich klar gemacht hab, gibt es einen anderen “cluster”, den ich
bislang nicht ausreichend berücksichtigt habe:
im verhältnis zum “cluster mannsbilder” ist der “female cluster”
wirklich minimal.

damit mag ich niemanden auf sein physisches geschlecht reduzieren -
aber unsere anzahl an y-chromosomen ist eine tatsache, deren
auswirkungen ich als mannsbild wirklich nicht ausreichend beurteilen
kann. ich denke dass hier sowieso zutiefst die ellbogen eingesetzt
werden, (und das mitunter zu recht kritisiert wird) - aber vielleicht
ist das minimal gegen das was an männlichem gerangel sowieso in der
welt vorherrscht.

habe angela eh als ne toughe person kennen gelernt - (bei “ich bin sh”
ist sie die stimme mit dem deutschen akzent http://esel.at/ich-bin-sh)
und sie entsprechend behandelt wie GF. vielleicht ist das aber nicht
genug.

daher - grummel grummel - sollte so eine möglichkeit zum empowerment
nicht von anderen argumenten (die ich weiterhin für berechtigt halte!)
niedergebügelt werden. somit: ich kann es mir interessant vorstellen,
“weiblich” kuratiert zu werden.

schnell weiter zu punkt zwei, bevor ich mir zusehr überleg, ob das
jetzt auch wieder reduzierend gedacht ist. (dies ist insofern ein
disclaimer)

esel, 29/05/06

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 4:44 pm

e-motion-artspace.come-motion-artspace.infovorwiegend habe ich etwas gegen die Ausgrenzung der Vorantreibung anderer
Modelle, sowie die Art der Behandlung von Frauen, wie sie hier immer wieder passiert.
Mich erstaunt auch ein Ausdruck von Leo, wenn er sagt, “du sagst du bist Kunstkritikerin”
hätte er einen Klick auf http://www.e-motion-artspace.com oder http://www.e-motion-artspace.info
gemacht dann könnte er solche Floskeln bleiben lassen. Auch finde ich dass jeder sich
ein zwar unvollständiges Bild bei Googel machen kann, wenn er/sie mit einem Namen
nichts verbindet. Dass man vorgibt Dokumentation zu machen und dann die Einreicher
manche/Viele? nicht ansieht, finde ich jedenfalls nicht wissenschaftlich.

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Sam Jun 3 14:45:28 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.16.06 @ 7:11 pm

Beim “Regelwerken” solte nicht vergessen werden, dass Kreativität sich immer noch in
Köpfen einzelner Menschen entwickelt und durch Interaktion mit anderen Menschen
gebündelt werden kann oder nicht. Daher sind Nötigungen zur Gruppenbildung nicht
Förderung von Kreativität, sondern von Gruppenpraxen oder Verwaltungsmechnismen.

Gerade Künstler zersetzen ihr kreatives Potential oft rein deswegen, weil ihre Arbeit
nicht bezahlt wird und sie durch “Organisieren” doch noch zu Geld kommen, dabei
aber ihre kreative Kraft verpuffen und oft spät darauf kommen, dass sie der Apparat
geworden sind, den sie eigentlich bekämpften.

Gerade die Digitalisierung schafft ja ein Überangebot an Arbeitskräften, Menschen,
die weil sie zu viel sind zu Dumpingpreisen angeheuert werden können.
In Kunst/Kultur ist es nicht anders, das Kulturgeschäft boomt, unzählige Künstler
leben in tiefster Armut.

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Son Jun 4 09:17:23 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:37 pm

grundsätzlich nichts dagegen zu sagen, aber wenn
kolleginnen mehr als einmal hier auf das dämlichste beleidigt werden,
sind mir die frage ‘off topic oder nicht’ und anstandsregeln ziemlich
egal.

… das thema
‘argumentationsstrategien von männern [mehr als krahberger] frauen
gegenüber’ ist innerhalb dieser liste schon länger mehr als überfällig,
das drängen in den off-liste-raum sinnlos.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Mon Jun 5 12:48:14 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:39 pm

Was ich hier sehe, ist die geballte Front gegen Frauen!
Was immer sie sagen, wird verdreht oder ignoriert!

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 07:54:11 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:40 pm

Unter sexistisch verstehe ich Eure Ignoranz der Leistungen, die Frau vollbringt, Jujas Webseite ist
voll o.k. und dieses herauszupfen eines Satzes und die sexistische Interpretation. Crowly war gegen die
die Ausgrenzung von Frauen und letzlich haben ihm auch die Beatles ein Denkmal gesetzt,
er kann also durchaus anders verstanden werden als Du ihn hier vorstellst, abgesehen davon,
dass das ein launiges Zitat war, das mir nur eingefallen ist, genau wie das Gedicht, gerade weil auf
dieser Liste unnachgiebig und exzessiv Frauen runtergemacht werden, auf die
mutwiligste und unzutreffendste Art. Aber zu Euren Fehlern und Unzulänglichkeiten fällt Euch weder
eine Entschuldigung ein, noch passiert wirklich eine Veränderung.

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 10:24:52 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:42 pm

den artikel ueber die luise bourgeois habe ich bewusst provokativ gestaltet und
stehe voll zu meinem text. die alte tante passt zu eurem allgemeinen bewusstseins
stand, weiberl oder maneken oder genderisch dazwischen oder verkehrt,
wie auch immer

und im uebrigen ist das ein voelliger bloedsinn, was du da an den tag legst,
unabhaengig vom geschlecht.
ich habe die leistung von frauen immer respektiert, ob die von der curie,
von der mona lisa steiner, von der lise meitner, die der nanamama nice de phalle,
oder der oesterreichischen kuenstlerinnen
aber auch die der mutter theresa, die fuer das ueberleben von menschen
mehr getan hat, waehrend ihr in solchen angelegenheiten nicht einmal
den kleinen finger ruehrt

ich respektiere frauen und mag frauen und habe deren anliegen auch in
dieser liste unterstuetzt. solltest du dich nicht mehr erinnern koennen.
und dazu brauche ich nicht via den schwarzmagischen flachwurzelwixer
crowley belehrt zu werden.

wenn mir eine oder einer bloed und gferzt kommt, wird zurueckgedonnert,
unabhaengig von der geschlechtlichen zugehoerigkeit oder vorliebe….

Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Mon Jun 5 11:03:18 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:42 pm

Seit sehr langer Zeit geschieht immer dann der Ruf nach den Frauen.
Zudem bin ich persönlich gegen eine Abgrenzung und Ausgrenzung:Frauen: Männer
Das Validierungsgremium war ja o.k. kompetent und Franz Xaver´s Idee das runter
zu stufen hat die Sache etwas entschärft, ganz abgesehen davon, dass er wie Du
zu den Männern zählt, die einlenken, wenn von ihnen klare Stellungnahmen
eingefordert werden.

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 13:45:12 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:44 pm

Vor allem sehe ich das so, dass Netzkunst/Netzkultur bei einer Diskussion die mehr
Kunstpositionen (z.B. solche die schon auf den virtuellen Plattformen von internationalen
Museen lagern, bei denen genug interessante Arbeiten von Frauen dabei sind) einbezogen
werden müssen. Wenn immer die gleichen Leute, wieder auch ausländische Fachleute auswählen,
kommt wieder eine Ausgrenzung nicht nur von Frauen, sondern von Positionen zustande.

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 13:45:12 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:47 pm

ihr argumentiert
halt alle mit der Kenntnis durch Freundschaft und ich halte Freundschaft und Auswahl immer auseinander
ich habe schon die ärgsten Feinde zu Ausstellungen geladen, wenn sie ins Konzept passten.

Abschließend: Als konkrete Empfehlung könnte ich einige Buchautorinnen zum Thema empfehlen, dort
sind nämlich die Frauen im kommen, die auch sagen wir mal den Kunstaspekt in unserem Bereich
behandeln:
Rachel Greene: Internet Art
Christiane Paul: Digital Art
Ingeborg Reichle: Kunst aus dem Labor
Claudia Gianetti: Ästhetik des Digitalen

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 13:45:12 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:48 pm

medienkunstnetz.destanford.edufrancismckee.comludic-society.net),ad AutorInnen zum ‘Kunstaspekt in unserem Bereich’ möchte ich noch gerne
ergänzen (da Jasia ein begeisterter Fan von netznetz ist, seit sie im
Dezember in Wien auf dem Sprintosium ‘Parliaments of Art’ unsere
Gruppierung kennengelernt hat):

Jasia Reichardt: Cybernetics, art, and ideas
Dieselbe., The computer and the arts
Dieselbe, Cybernetic Serendipity

http://www.medienkunstnetz.de/ausstellungen/serendipity/

Ferner:
Donna Haraway (Primaten, Frauen, Cyborgs; Monströse Versprechen; etc …)

http://de.wikipedia.org/wiki/Donna_Haraway
http://www.stanford.edu/dept/HPS/Haraway/CyborgManifesto.html

Ferner:
Sadie Plant (The most radical gesture; Writing on Drugs; etc…)

http://en.wikipedia.org/wiki/Sadie_Plant
http://www.francismckee.com/plant.htm

Ferner:
(…)

Das wären so Standardwerke mit praktischen umfassenden Citation Indizes,

Übrigens, um in Wien zu bleiben:

Kennst du Margarete Jahrmann und die ‘Schundhefte’ der Ludic Society
(http://www.ludic-society.net), oder auch Patricia Futterers Slam Poetry
(http://cyborg.telecoma.net) ?

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Jun 7 19:19:23 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:49 pm

Nun, um das `hier´ für dich etwas auszulüften möchte
ich zu deinem Protokoll von Freitag (danke noch dafür,
das sollten wir in Hinkunft dem PK-Bereich “innere Kommunikation”
oder “Dokumentation” empfehlen) noch einige
Zusätze machen:
- Es wurde diskutiert, die Ausstellung der AC die Frauen
der Community kuratieren zu lassen. Als Reaktion auf wiederholte
Kritik seit Monaten … Das war ein ernsthafter
Vorschlag, oder nicht? Ich erinnere hier gern daran …

- In meinen Ausführungen zum Validierungsgremium für
Mitentscheidende Mitglieder habe ich betont, dass dieses duchaus
zur Hälfte mit Frauen besetzt sein könnte und sollte und ich
habe Namen genannt.

Und zu Anfang des Treffens wurde bemerkt, dass vergleichbare Klagen von
der Seite der Frauen in Netzkultur-Umgebungen seit über 10 Jahren notorisch
ist.
Damit kann ich das schwerlich auf ein Problem dieses Projekts beschränken
sehen,
das “Dispositiv”, also die Arten von Wissen, Techniken und in/exklusiven
Verhaltensweisen
und ihren imaginären Grundwerten in Netzkunst- und kultur (besserer Code für
eigenständige Beiträge zur Weltform? Kampf dem Leviathan? ferne Freunde,
aktuelles Wissen und genug Geld für nerdige Mathefreaks als Ersatz für den
Austausch mit der Damenwelt? Ist die Netzmetapher weiblich, weil sich das
schlechte Gewissen der Männerdominanz darin spiegeln muss? usf. usf.) wären
als Diskurs zu beleuchten … u.a. Künstlerinnen wie Cornelia Sollfrank
haben sich in einigen Projekten schon so oder so geäußert, mir aber auch
leider sehr frustrierte Bilanzen kommuniziert.
Und für unser Projekt wäre ich gespannt auf konkrete Vorschläge wie die
oben.
Tatsächlich erwarte ich mir von mehr beteiligten Frauen eine Verbesserung
der Atmosphäre,
kenne aber bei weitem mehr Projekte, wo das dann doch nicht ging, weil es
nicht wachsen
konnte, und insgesamt “aufsetzen” lässt sich das wohl nicht.

From: “Findeisen, Andreas Leo” <A.Findeisen at akbild.ac.at>
To: “Jana Wisniewski” <e-motion at utanet.at>
 

Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Mon Jun 5 14:06:44 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 8:50 pm

ein dezentrales system ist aus idealistischer, philosophischer und
politischer sicht interessant und wünschenswert.
allerdings wissen wir aus diversen massen-prozessen, daß die vorteile
aus der summe der einzelnen unter dem statistischen mittelwert liegt.

es geht also um die vermeidung von strategischen wahlprozessen auf grund
dieser punktea alleine? aggregation von information bleibt auch bei
koalitionen keinem erspart.

objektiv gute entscheidungen nach welchen kriterien?
wollt ihr den “besten” projekte mehr kohle geben (etwa um im ausland
damit angeben zu können, oder für die nachwelt), oder den projekten die
mir als wähler am meisten helfen? wo ist da der nachteil des busfahrens?

Reini Urban rurban at x-ray.at
Die Jun 6 21:28:20 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.17.06 @ 9:03 pm

> Als Übergangslösung wird der Kreis der Wahlberechtigten
> um jene Personen erweitert, die zwar den Labels und
> Projekten der damalig Validierten angehören, jedoch
> nicht namentlich aufgeschienen sind. Der Einfachheit
> halber “bürgen” validierte Personen für die Projekt/
> Labelbeteiligung dieser Personen.

und auch die einzelkünstler wären damit ein weiteres mal weit aus dem
feld geschlagen, die gruppen mit nur einem projekt damals hätten jetzt
unkontrollierbar viele stimmen.
und von allen zu verlangen, bürgschaften von menschen zu vertrauen, die
sie überhaupt nicht kennen, ist sonderlich.

entweder wir nehmen die validierten einreichungen als basis, dann dürfte
die anzahl der wahlberechtigten die anzahl der zugelassenen
einreichungen nicht übersteigen. 1 projekt damals = 1 stimme jetzt.
aber, wie gesagt, es könnte dann ein unbekannt großer teil der zur
community gehörenden und daher wahlberechtigten nicht wählen und deshalb
geht das nicht.

oder es dürfen alle mitglieder der community wählen, dann müsste diese
erst nach noch zu bestimmenden regeln erfasst werden und das ist es
auch, was als erstes getan werden muss.

GRAF+ZYX x-x at grafzyx.at
Die Jun 27 19:19:58 CEST 2006

Comment by kanonmedia 12.30.06 @ 5:24 pm

Bevor wir hier endgültig auch noch in der Tanzschule oder beim heiteren
Bezirksgericht landen, hier ein paar von vielen Sagern, hinter denen wir
wahre Diskriminierung orten, Frauen wie Männern gegenüber.

Formulierungen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte und
dabei nicht vergessen darf, dass sie in einem System gewählt wurden, das
nicht auf Freiwilligkeit beruht.

Zu finden waren diese Zitate innerhalb von 5, 6 Minuten, die
Dunkelziffer für Aussagen ähnlichen Kalibers muss also entsprechend hoch
angesetzt werden.

… die Geschicke dieser Community leiten …

… weil sie meinen, das wäre jetzt angebracht - muss ich/müssen wir
(PK) sie eben enttäuschen … alle bisherigen Entscheidungen SIND gültig
UND bindend. [sagt wer?]

… Darauf kann ich euch nur antworten, dass eben leider nicht alle
Positionen in unseren Diskurs integierbar sind …
[müssen sie aber sein]

… Ich respektiere eure Sichtweisen, teile sie aber nicht …
[an sich für Einzelpersonen legitim, aber nicht für Funktionäre als
Aufforderung zum Beenden der Diskussion über diese Sichtweisen]

… Da eure und die Auffassungen der EntscheidungsträgerInnen[!] …
inkommensurabel sind, sehe ich keine fruchtbare Möglichkeit einer
argumentativen Auseinandersetzung …
[so viel zur Eignung für einen Job]

… kann mensch sich übrigens am kommenden Mittwoch beim Jour Fixe aus
erster Hand[?] informieren: Was steht zur Disposition, was definitiv
nicht …

… Tja, was danach gesprochen wurde - sollen wir den Leuten den Mund
verbieten? …

… OK Helga, ich denke, wir verstehen uns jetzt wieder. Herzlich,
Stefan [Danach folgen ellenlang Helga Köchers eigentliche Äußerungen,
auf die nicht mehr eingegangen wird.] …

… Hier herrscht zuviel Rauschen, vor allem aber durchwegs eine
rhetorische Attitüde, die sinnvolle Diskussionen verhindert …
[Mit diesem Satz soll die Einrichtung einer exklusiven Liste für
Grundsatzdiskussionen begründet werden, allerdings ohne näher darauf
einzugehen, mit welchen Ausgrenzungsmaßnahmen erreicht werden soll, dass
diese Liste dann auch rauschfrei bleibt.]

… ich bin ja kein Ayatollah … fragen wir doch mal, wer diese
Notwendigkeit noch sieht … [eine/r genügt nicht?]

… Ist jemand aus dem PK der Meinung, mein Führungsstil wäre
‘autoritär’? …
[ZK schau oba.]

… malmoe als publikationsorgan der ig kultur – ein interessantes
netzwerk …
[eine bemerkung zur offenbar ungeheuerlichen tatsache, dass jemand
jemand anderen zitiert und beide passen herrn christoph wechselstrom
nicht]

… ist des öftern von der liste geflogen bzw für zeit gesperrt worden,
wegen zu arger flegeleien …
war definitiv kein schaden …! …

… Sagte ich schon „netzluft macht frei“? …
[klüger macht sie offenbar nicht unbedingt]

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Son Jul 2 14:45:33 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 12:46 pm

> du bist freiwillig ein überbringer und
> selbsternanntes vollzugsorgan
> dieses systems, also bist du auch daran
> beteiligt.

Was ziemlich genau die Eigenschaft jedes System ist, welches ganz oder teilweise auf partizipativen Strukturen basiert :-))

Partizipativ bedeutet, sich gezielt an den Dingen zu beteiligen, die man persönlich für richtig hält, oder bei denen man glaubt man selbst könnte sie besser als bisher machen.

Dadurch wird man zwar Teil des Systems, bestimmt dadurch aber auch konkret mit, in welche Richtung das System geht.

Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Son Jul 2 13:06:28 CEST 2006 in Antwort an transmitter-x

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 12:50 pm

wer bei soviel bedenklichkeiten und schraeglagen dieses
sogenannten foerdermittel weiterhin mitmacht, laeuft
gefahr einer wahrscheinlich von anbeginn an gelinkten
wie gesetzwidrigen struktur vorschub zu leisten

debattieren ja, mit lesen und anwort schreiben auch

warum glaubt ihr denn, warum so wenige zur wahl
gekommen sind. die anderen waren von dem
unfug schon lange empoert und haben sich abgewendet
und einige haben bewusst auf dieses sogenannte
wahlrecht, um diese windschiefemedienhundehuette
nicht auch noch zu bestaetigen, und nicht weil sie
an dieser unverfroren manipulierten abzocke ohne
keine chance gehabt haben

freunde es wird eisig werden

die stoliparty im rathauspark ist vorbei !!!

Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Son Jul 2 14:14:41 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 12:50 pm

Laut EInreichung ist transforming freedome in
erster Linie nicht die Website, sondern die dort
publizierte Dokumentationsarbeit zum Thema
Netzkultur.

Sag doch gleich dass Du den Backbone-Topf in
einen reinen Software-Entwickler-Topf umwandeln
willst. Nur: Warum soll das dann noch aus dem
Kulturbudget der MA 7 bezahlt werden? Dann sollen
andererseits die “Hackerfraktion” nicht auch noch
bei den Network-Grant auch noch abstauben

So ganz unverständlich ist mir die Befürchtung
der “Kunstfraktion” bzw. der IG Kultur auch
nicht, dass die Kunst- und Kulturschaffenden
Gefahr laufen zu kurz zu kommen (wenngleich die
vorgeschobenene Kritik der IG Kutlur - der ganze
formaljuristische Schas - rein gar nichts mit den
darunterliegenden Konfrlikten zu tun haben).

Der Streit um den Begriff “Netzkultur” ist
offensichtlcih noch lange nichtausgestanden.

Und solange dieser Streit um den Begriff
vorwiegend das Deckmäntelchen für den Streit ums
Geld ist, halte ich eine ernsthafte inhaltliche
Auseinadnersetzung für nur schwer möglich.

Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Son Jul 9 13:15:23 CEST 2006

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 2:46 pm

also, wo sind die kunsteinreichungen angedacht, wo ist hier das budget
versteckt?
>smile. sind das fragen oder ideologische fragestatements?
das sind fragen, siehe fragezeichen. aber das was du schreibst, ist
keine antwort auf unsere frage. wir haben nach den
einreichungsmöglichkeiten für kunstprojekte gefragt. unsere technische
ausstattung und unsere produktionsräume bezahlen wir üblicherweise
selbst, aber wir wären unter umständen lernfähig.
also nocheinmal, kunst oder artverwandtes beim GROSSEN TOPF einreichen
oder nicht einreichen?

a. haben vereine gerechterweise auch nur eine stimme, oder ist hier
wieder die ungerechtigkeit verdeckt vorprogrammiert?
b. wer ist stimmberechtigt, falls es kein kuratorenmodell gibt?
wir haben nach verbindlichen auswertungen und anwendungen bei netznetz
und mana durch das pk [nicht willkürlich wie beim letzten mal!] gefragt,
nicht nach den einreichkriterien der ma7. du wirst vereine nicht ändern
können, aber auch einzelpersonen nicht in vereine zwingen können. aber
vielleicht versteht du ein anderes modell besser:
hat ein sich bewerbender verein mit 30 einreichern 30 stimmen und ein
verein mit 5 einreichern 5 stimmen?
kapiert? das pseudodemokratische system outet sich wieder perfekt, wenn
es darauf nicht nur die EINE antwort gibt.

>so detailliert wie du das machen willst. liegt in deinem eigenen
ermessen.
nicht sehr professionell, diese antwort. nach 2 jahren vorlaufphase
sollte mana schon weiter sein und klare modi vorgeben können.

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Sam Aug 12 14:17:37 CEST 2006 in Antwort an Johannes Grenzfurthner

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:26 pm

transmitter-x.orgwenn du meinst, dass alle systemkritiker nur aus lust am quängeln ihre
zeit hier in der liste verplempern und darüber hinaus keine
schwerwiegenden argumente gegen dieses system liefern, dann ist dir
leider nicht mehr zu helfen.
bitte lies bei http://www.transmitter-x.org/post/ einfach noch einmal
einige argumente gegen das propagierte system nach.

uns interessiert nicht, wo du tatsächlich warst sondern wo deine
unentgeltliche leistung [als befürworter und fachkraft, als die du dich
darstellst] für die community geblieben ist, oder bist du auch nur eine
dieser bedauernswerten kreaturen, die allein der bloße gedanke an die
scheindemokratische selbstverwaltung schon betriebsblind macht.
obwohl mela mikes, stotterprotokoll vom 06.07.06: >viele leute fordern
große demokratie. einige meinen, demokratie ist nicht so wichtig, denn
eine community ist nicht demokratisch. diskussion ob es überhaupt
demokratisch sein muss, ist noch nicht vorbei.

Comment by kanonmedia 01.06.07 @ 9:39 pm

Ich wuensche mir fuer die Zukunft, dass hier partizipative Demokratie
gelebt werden kann, und dies kann nur verwirklicht werden, wenn die
sog. ‘Minderheiten’ eine starke Stimme und auch eine reale Chance auf
Mitbestimmung haben. Ist dies nicht moeglich, schliesse ich mich dem
fuer 2007 vorgeschlagenen Modell von FX - der selbstgewaehlten Jury -
zugunsten der durch Bandbusse benachteiligten Gruppen an. Und das
schreibe ich als jemand, der - siehe oben - in einer sehr grossen
Gruppe agiert.

Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Die Nov 14 01:29:04 CET 2006

Comment by kanonmedia 01.08.07 @ 7:30 pm



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