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im gegensatz zu leuten, die angst haben “der kannibalismus in der szene”
könne ausbrechen,
glaube ich, dass man im schlimmsten fall den real existierenden
“kannibalismus” sichbar machen könnte.
wenn also meine naive hoffnung, es könne aus dem vorherrschenden
kreativen chaos etwas neues und potentiell gutes (die
fördergerechtigkeit aus meiner subjektiven sicht optimierendes)
entstehen kann enttäuscht wird, bliebe mir immer noch die befriedigung
daran teilgehabt zu haben, den futterneid und die künstlereifersucht in
einem feld transparenter zu machen …
Magnus Wurzer Fre Aug 5 15:31:58 CEST 2005
37 Comments so far
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ich wäre für folgende lösung der problematik:
wir verschieben die wahl bis samstag und treffen uns um 12:00 auf der
jesuitenwiese. bei jedem wetter.
dort werden dann boxhandschuhe und helme ausgeteilt und wir lösen das
problem auf die einfachste art. keine regeln.
wer als letzte oder letzter überbleibt bekommt das ganze geld. das
schliesst bandbusse weitgehend aus.
joerg piringer joerg at piringer.net
Mon Apr 24 00:46:09 CEST 2006 mond-discuss
Das glaubst du. Auch da würden sich Banden bilden, die zunächst die
Einzelkämpfer aus dem Weg räumen, dann gegen andere Banden antreten,
schließlich K.O.s in den eigenen Reihen faken und sich nach einem vorher
vereinbarten Schlüssel das Geld teilen. Boni gäb’s natürlich für die
besonders erfolgreichen Fighter.
Daniel AJ Sokolov daniel at sokolov.eu.org
Mon Apr 24 01:00:03 CEST 2006 mond-discuss
ich hoffe doch dass mittlerweile klar ist, dass ein Spiel welcher Art
auch immer kein geeignetes instrument für die vergabe von
förderungsmodellen ist.
förderungsverantwortung ist nicht an die förderungsnehmer deligierbar.
das ist pervers und führt zu unschönen zwängen, konkurrenzsituationen
etc. - das ist wie wenn man 10kg steaks in einen Käfig mit 100
ausgehungerten Löwen wirft und sagt “machts euch das jetzt selber aus.
dafür gibts auch 10kg statt 5kg wie bisher”. Das ist menschenverachtend
und obszön !!
die ganze debatte hier (”oh super, jetzt bilden sich endlich
kunstgruppen”) zeigt schon die ersten folgen dieses systems. Es geht
hier immer noch um Kunstförderungen und nicht um “welche gruppe
organisiert sich am besten”. Das sind völlig andere qualitätskriterien,
die hier im Modus und dem Diskurs darüber komplett vermischt werden.
irgendwer (ma7, eine jury etc.) muss die auswahl und verantwortung
wahrnehmen. Es gibt in der österreichischen Kulturlandschaft etliche
selbstverwaltete Förderungstöpfe als Alternative zur versagenden
staatl.Kulturförderung, die zwar auch immer wieder Probleme haben, aber
niemals in einem ausmass wie hier.
ich hab mir den kupf-topf in linz ein bisschen näher angeschaut:
dort gibt es:
- klare richtlinien (!!!)
- öffentliche und transparente ausschreibungen (!!!!)
- eine breit besetzte jury
- die bereitschaft des vereins, der diesen topf “erkämpft” hat auch
verantwortung für die förderungsvergabe zu übernehmen
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Tue Apr 25 11:50:30 CEST 2006 mond-discuss
eine weitere demokratisierung des prozesses durch die loser
(100-punkte-heinis wie mich) hätte natürlich schon auch was … bin von
autos und kannibalismus ja nicht sooo überzeugt
gerald demmel gerald.demmel at nextra.at
Tue Apr 25 19:31:52 CEST 2006 mond-discuss
gwei.orgGoogle Will Eat Itself ist Autokannibalismus
http://www.gwei.org
die szene selbst ist nicht wirklich eine entity.
und schon gar nicht eine die sich selbst auffrisst,
bin da absolut nicht marie ringlers meinung (ihre
autokannibalismus-polemik gegen mana vor ca.
1/2 jahr oder so)…
Hans Bernhard hans at ubermorgen.com
Tue Apr 25 20:32:26 CEST 2006 mond-discuss
gwei.org”In 23 million years, Google will fall to the rebellion.”
Village Voice
:-)))))
>die szene selbst ist nicht wirklich eine entity.
>und schon gar nicht eine die sich selbst auffrisst,
hab das nicht so gemeint, sondersn wollte nur angeregen, dass die
loser-punkte verstärkt an die (knapp) scheiternden vergeben werden. mir
persönlich wären (vielleicht in hinkunft) 20, 25 winner lieber als 11
gerald demmel gerald.demmel at nextra.at
Tue Apr 25 20:56:20 CEST 2006 mond-discuss
passt eine inhaltliche diskussion auch nicht? -
jetzt hast du schon gebandbust, und anderen damit den finanziellen boden
unter den füssen weggezogen, durch euere bandbus-aktivität habt ihr das
billigend in kauf genommen - ist ja egal, kann man ja einfach so
drübertrampeln - könntest das mit leichtigkeit korrigieren und - was ja
ausdrücklich erlaubt ist - ein kurator sein und etwas von der kohle
zurückfliessen lassen (schau dir nochmal das projekt der malmö-leute an
- finde ich klasse - hatte leider keine chance - halte ich für einen
fehler), vielleicht behauptest du auch noch, dass dein bandbus das
resultat des systems sei - nein, es ist das resultat von DIR - und jetzt
muss ich mir auch noch anhören:
“dann wird es auch breiten raum fuer diskussionen geben. vielleicht
kannst du dich mit beurteilungen bis dahin zurueckhalten”.
nein, dein projekt “manamania” ist keine 15.000,- euro wert (na ja,
3000,– mag es wert sein, da muss man aber schon beide augen zudrücken)
ich halte euer projekt für vorgeschoben, um die bandbuskohle leichter in
die eigenen taschen wandern zu lassen, wie gesagt, kohle, die jetzt
anderen fehlt, das sollte man nicht aus den augen verlieren.
was sagen die anderen bandbusfahrer? joe noname, hi, was ist? - bisher
höre ich da nur lyrisches waldesrauschen - wenig an info - oder
vielleicht ist der schon mit der ganzen kohle abgehauen? - oh je.
also: was macht ihr jetzt mit euerer bandbus-kohle?
wechselstrom christoph at wechsel-strom.net
Don Mai 18 21:55:12 CEST 2006
Der Grund für leises Misstrauen bis laute Zerfleischungen innerhalb der
Community liegt sicher in der Vorgangsweise, wie die
entscheidungsrelevanten Rollen bisher vergeben worden sind: Die
Mitglieder der Community hatten bis weder die Möglichkeit, Personen für
die konkreten Verantwortungen vorzuschlagen, noch, sich in transparenter
Weise für solche zu bewerben. Und die Community hatte auch nicht die
Möglichkeit, Kandidaten in einem demokratischen Vorgang mit konkreten,
abgegrenzten Verantwortungen zu betrauen. Stattdessen wurden
Over-all-Verantwortungen auf Zuruf vergeben - aus Notwendigkeit, aus
Sachzwang, aus gewachsenen Gruppenbeziehungen….
Natürlich ist dieser Umstand an Personen festzumachen. Er ist aber auch
darin zu suchen, dass Netznetz ja tatsächlich relatives Neuland betritt
und die Akteure im Organisieren großer HETEROGENER Communities keine
Erfahrung haben. Es bringt nichts, diese an sich bemühten (und ich gehe
einmal davon aus wohlmeinenden) Personen anzuschütten, weil sie sich
dann in ihrer Innensicht nur noch mehr einmauern und das Klima in der
Community immer mehr eskaliert. Die Situation ist ja nicht ein Problem
von “bösen” Menschen, sondern ein Strukturproblem ungeklärter
Verantwortungen und ungeklärter Prozesse der Zuteilung dieser
Verantwortungen.
Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Sam Jun 3 18:13:10 CEST 2006
Zitat von grafzyx :
> lieber wolfgang,
> um es noch mehr abzukürzen, vom siebenten blickwinkel aus.
> es ist zu früh, über vergabemodalitäten von fördermittel innerhalb der
> konstruktion mana nachzudenken.
Kann sein. Manche sehen das so, manche wiederum anders. Ich weiß es nicht und
ich muss es auch nicht wissen, ja ich muss nicht mal eine Meinung dazu haben -
das ist nämlich schlichtweg nicht mein Problem und es wäre nicht korrekt
(gegeben meines Anspruches), dass ich es zu meinem mache. Dh. ich schlage was
vor, und dann wird mein Vorschlag angenommen oder auch nicht un zwar ohne, dass
ich selbst mitentscheide.
> egal auf welcher
> theorethisch-ökonomischen basis diese modelle auch ihre
> existenzberechtigung begründen und wie gerecht sie auch sein mögen.
> diese zwangs-community[wer?] hat sich bis jetzt weder rechtlich noch
> ideologisch verbindlich konstituieren können oder wollen. das liegt zum
> teil an der trägheit des nicht repräsentativen PKs [anzahlsmäßig viel zu
> klein und das ergebnis einer minderheitenwahl].
Ich sehe all die Probleme dieser “Community”, die durch die Entscheidung der
Stadt hervorgerufen wurde, die Fördermittelvergabe jenen zu überlassen, die
sich berufen fühlen das zu tun. Das ganze ist ein Verteilungskampf in einem
sehr wenig definierten Umfeld (dh. unter kaum einschränkenden Nebenbedingungen
- alles ist erlaubt bzw. möglich - ob’s gut ist ist eine andere Frage) in dem
sich die Beteiligten so lange prügeln werden, bis sich eine Siegerkoalition
gebildet hat und die Verlierer keine Lust mehr haben - oder die Stadt das
Experiment für gescheitert erklärt. Es gibt ökonomische Modelle, die solche
Situationen beschreiben und ich habe erkannt, dass sie das sehr gut tun. Dh,
ich sehe die Gründe für euren “Kampf”, es sind durchaus welche, die ich für
richtig und sinnvoll halte, genau so sehe ich auf der Gegenseite gute
Argumente. Was bleibt ist, dass es nicht mein Kampf ist und auch nicht sein
soll. Ich würde mir wünsche, dass sich Strukturen herausbilden mit denen
(Idealfall) alle zufrieden sind und ich wünsche der Zwangscommunity bzw. dem
“Geisterschiff” viel Erfolg auf dieser Reise.
Wolfgang Hoechtl Wolfgang.Hoechtl at uibk.ac.at
Sam Jun 3 13:56:32 CEST 2006
* zu wenig peanuts, bzw Auto-Kannibalismus mit zu hoher schwelle (7000)
das war immer so ausgemacht, und sollte mit der MA7 ausverhandelt werden.
wenn die MA7 die peanuts nicht verwalten will, soll sich ein
restlicher bus bilden
können, in dem sich die gefressenen über einer gewissen schwelle (2000-7000)
einen neuen bus bilden könenn, und sich die kohle consensual ausmachen.
(wie zb beim localtask in graz 2003)
das dh. minibus und keine auto-kannibalismus.
Reini Urban rurban at x-ray.at
Die Jun 6 15:29:43 CEST 2006
die ganze debatte hier also verschwendete energie. netznetz lauft
ohnehin auf kurs und die “community” hier eine schlechte show zur
tarnung. brot und spiele halt.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mon Aug 14 16:49:46 CEST 2006
hmmm. so einfach ist das also. zick, zack, bumm. und schon ist die welt
wieder so klar wie ein sommertau auf der demarkationslinie.
nun gut, wenn das so ist, dann verschwende deine energie doch nicht.
aber anderen leuten vorzuschreiben, dass sie sich nicht einbringen
sollen: wohl ein wenig verwegen, oder?
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Mon Aug 14 17:03:03 CEST 2006
und alles das, was du mir da so bildhaft unterstellst, liest du aus
meinem posting ? na, *das* nenn ich verwegen.
peter pilsl pilsl at goldfisch.at
Mon Aug 14 17:10:27 CEST 2006
sorry fuer mein gedaechtnis.
das ende der nahrungskette (johannes grenzfurthner) jg at monochrom.at
Mon Aug 14 17:12:32 CEST 2006
Über die Selbstzerfleischung in der LIste hier
kann sich der Hegemon ja wirklich nur die Hände
reiben. Weiter so!
Martin Mair martin.mair at mediaaustria.at
Don Sep 21 21:38:46 CEST 2006
“Whether we think of business warriors, top athletes or gamers as ego-
shooter monsters - the author of a commentary on the riots in the
banlieues hit the nail on the head when he said that an almost
meditative immersion in aggression has long corresponded to the
general demands of today’s modern society.”
F.E. Rakuschan, Parcour (notes on a game video loop), in: Ed.
Charlotte Pöchacker, Artimage. 7th biennal on media and architecture.
Granz 2005. Wiederabdruck in: Ed. Ludic Society, GoApe Issue #2 Feb
06, p. 13
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Die Okt 3 18:29:43 CEST 2006
Mein persoenlicher Vertrauensvorschuss gegenueber euch als dem neuen
Team schmilzt aufgrund der juengsten Entwicklungen wie Butter in der
Herbstsonne.
Angetreten mit dem programmatischen Titel ‘Eine neue Hoffnung’ (Star
Wars, Episode IV) stolpert ihr als ‘die Glaubwuerdigen’ von einer
selbst gestellten Falle in die naechste. Lassen wir erstmal die
groben Verstoesse gegen oestereichische Datenschutzbestimmungen und
das Telekommunikationsgesetz beiseite: was kuemmern uns bestehende
Gesetze? Wir denken ja den grossen Wurf. Diese legistischen
Banalitaeten sollten zwar schleunigst Community-intern geregelt
werden, aber eine Nominierung des Ex-Quintessenz-Mitglieds Paul Boehm
beim Big Brother Award 2006 ist bereits ein guter Anfang und spricht
ganze Baende - ein Klassiker mit Kultfaktor auf Jahre.
Was mich immens stoert ist, dass diametral zu eurem flotten Image
entgegengesetzt als ‘die Glaubwuerigen’ nicht nur Matthias
Tarasiewicz - hi! - eine nahezu spirituelle, vollkommen
ueberraschende innere Wandlung seiner bisherigen Haltung gegenueber
MANA vollzogen hat, die fuer mich beim besten Willen nicht
nachvollziehbar ist:
Am 12. April 2006 veranstalten einige Leute - mit dabei: Matthias T.
a.k.a. Parasew (5uper.net) - einen ‘Abend’ der Reflexion zu NetzNetz
und der angeblich untragbaren Vergabe der Backbone Grants im Depot am
3. April, die Andreas Trawoeger und Simon Haefele plus
Wahlkommissionsleiter Franz Xaver ausgerichtet haben. Als
‘ueberraschende’ Gaeste, die die dort grosszuegig und offenherzig
geaeusserte Kritik gierig aufsaugen, erscheinen u. a. Martin
Wassermair und Beat Weber (MALMOE berichtete).
Nachzulesen ist die Kritik von 5uper.net unter
http://listen.esel.at/pipermail/liste/2006-April/003147.html
Der ‘Abend’ als Audiofile unter
http://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=666pr664
Beat Webers Resumee unter
http://listen.esel.at/pipermail/liste/2006-April/003272.html
Soweit, so gut, freie Meinungsauesserung ist eine wuenschenswerte
Tugend, aber - : das von Matthias oeffentlich massiv angegriffene
Modell ‘In Peanuts we trust’
> 7. Ein Wahlsystem, in dem es darum geht so viele Freunde wie möglich
> einzuladen, kann eigentlich nur ein Scherz sein.
>
> Unserer Meinung nach liegt das, was sich hier letzten Montag
> abgespielt
> hat, außerhalb jeder Akzeptanzgrenze.
wurde doch als das Vergabemodell fuer die Vergabe der Backbone
Projects im 4. Quartal wiedergewaehlt. Wie kann es sein, dass
Matthias seine Meinung innerhalb von wenigen Monaten um 180 Grad
aendert und dieses nun als ‘Vorstand’ eines neu zu gruendenden
NetzNetz-Vereins ‘glaubwuerdig’ vertritt, Motto: alles neu?
Anstatt endlich die Vergabe der Foerderungen des 2. Halbjahrs in
Angriff zu nehmen - wir haben bereits Ende Oktober und noch nicht mal
einen Termin fuer zumindest einen Foerderbereich - wird nun ueber die
Gruendung eines Vereins (!!!) nachgedacht. Damit alles ganz rasch und
glatt und moeglichst ohne Diskussion ueber die Buehne geht, wird
ungefragt ploetzlich ein Online-Voting installiert, das Orwells
schlimmste Fiebertraeume virtuos inszeniert: Weder offen, noch anonym.
DIEJENIGEN, UEBER DIE ABGESTIMMT WIRD, KENNEN DAS VERHALTEN DER
WAEHLERiNNEN, DIE WAEHLERiNNEN SELBST KENNEN ES JEDOCH NICHT. Franz,
wie kannst du sowas immer noch ‘glaubwuerdig’ vertreten, wenn schon
unser E-Votingexperte Aaron Kaplan seit laengerem betreten schweigt?
Ich kann mir zwar mit etwas Phantasie vorstellen, dass sich Paul in
einem Anflug von technokratischer Begeisterung, gepaart mit
jugendlicher Naivitaet in politischen Dingen und betoert durch deinen
Sinn fuer kuehle Pragmatik nicht vollends klar ueber die Folgen
seiner Handlungen ist. Von dir als ‘Oldboy’ erwarte ich mir aber
diese Kompetenz in grundlegenden demokratiepolitischen Fragen, hier
steht doch vor allem deine Glaubwuerdigkeit - und die von NetzNetz -
auf dem Spiel.
Die einzige Moeglichkeit, die ich sehe ist, die Logfiles mit dem
decidr-Sourcecode am Freitag offenzulegen und das Ganze als einen
ersten, unverbindlichen Test zu betrachten. Bestaetigt werdet ihr
dann IRL bei einem Sonderplenum, wie das am 16. September beschlossen
wurde.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Die Okt 24 16:57:24 CEST 2006
Hoi Stefan!
Da bist aber Du nun ein unverbesserlicher Optimist, wenn Du glaubst Du
würdest Antworten auf Fragen bekommen. Weil schon im ersten Annoncement
des neuen Netznetzvorstandes wurde ja empfohlen sich von der Netznetzliste
abzumelden. Da ist niemand mehr.
Ich geht jetzt und check mir einen Account bei Goggle und versuche die
offenen Fragen dort irgendwie an den Netznetzvorstand heranzuführen.
Wünsch’ mir Glück!
Thomas Thurner thomas at teichenberg.at
Mit Okt 25 10:25:57 CEST 2006
deine Sicht kann ich ueberhaupt nicht teilen, da ich selbst immer
wieder davon ueberrascht werde, wieviele Leute sich freiwillig diese
kranke Liste reinziehen. Armin hat voellig recht, der voyeuristische
Aspekt ueberwiegt bei weitem. Quer durch alle Kunst- und
Kultursparten, durch alle politischen Lager und gesellschaftlichen
Bereiche. Das ist die Macht der Bilder, du kannst einfach nicht
wegsehen. Ob sich da nun wieder mal ein paar Leute lautstark abmelden
oder nicht, ist doch absolut gegenstandslos.
Faktum bleibt, dass die Reichweite dieser Liste stetig ansteigt,
schau dich bloss selbst an: Wie oft hast du dich denn selbst in den
vergangenen Jahren entsubskribiert und jetzt bist du schon wieder mal
‘voll angejunkt’ - wie ein Suchtkranker, auf der Suche nach Stoff,
kommst du fuer mich rueber.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Okt 25 11:10:09 CEST 2006
Bei zukünftigen zentral koordinierter Kritik würde ich mir übrigens
eine paritätische Cluster-Verteilung der Kritiker innerhalb von
Netznetz wünschen.
Paul Böhm paul at boehm.org
Mit Okt 25 11:10:11 CEST 2006
was heißt hier unter druck setzen? den druck erzeugt ihr euch doch selbst
in dem ihr versucht eine online-abstimmung (läuft bereits!)
durchzudrücken ohne auf die berechtigten zweifel einzugehen …
Günther Friesinger guenther.friesinger at univie.ac.at
Mit Okt 25 11:18:12 CEST 2006
Wer steckt - deiner Meinung nach - hinter einer Verschwoerung gegen
dich: die mysterioese ‘Lord Jim Loge’? Christoph Theiler (ein
autonomer Magier) hat als erster berechtigte Einwaende gegen eure
hoechst zweifelhafte Vorgangsweise eingebracht, glaubst du gerade DER
koordiniert sich mit Thomas Thurner, Martin Mair oder Guenther
Friesinger?
Verschwoerungstheorien entstehen immer dann, wenn massiver
Erklaerungnotstand herrscht - und den gibt’s ganz offensichtlich.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mit Okt 25 11:46:05 CEST 2006
Was mich betrifft, so lese (und dokumentiere) ich diese Liste, weil ich
als engagierte Forscherin im sozialen Feld und politisch intervenierende
Künstlerin großes Interesse daran habe, wie Leute eines bestimmten, mir
wichtig scheinenden Feldes agieren, reagieren, was sie motiviert. Der
Befund ist natürlich erschreckend. Es scheint so, dass die Leute nicht -
was vielleicht verständlich wäre - hauptsächlich an Kohle interessiert
sind, sondern dass jedenfalls das im Netz kommunizierende Segment von
ihnen NUR an Kohle interessiert ist, keinerlei Verantwortung tragen will
und sich grundsätzlich auf den-/diejenigen einschießt, die aktuell
Verantwortung tragen - zuerst auf eSeL, dann auf Stefan, dann während
Mana auf Christoph, dann auf Johannes, dann - in der AC - auf Günther,
nun auf Paul. Und dazwischen noch auf einige andere, die verschiedene
Interventionen versuchten.
Ich sehe die Leute hoch-ambivalent. Da wird zum Beispiel eine
Vereinskonstruktion fast fanatisch abgelehnt. Dass aber das Budget bis
jetzt von einem Verein, der Teil der “Community” ist, verwaltet wurde,
kratzt keinen Menschen.
Da wird im Ernst die Forderung erhoben, öffentliche Gelder (auch wenn es
dramatisch zu wenig sind) sollten einem zerstrittenen Haufen von Leuten
ohne Rechtsform übergeben werden. Wenn man für absolute Freiheit ist,
sollte man halt auch auf öffentliche Gelder verzichten.
Selbstverständlich erhebt sich da die Frage nach der Problematik des
“Systems”, und ob das nicht wesentlich schief liegt. Aber in diesem eine
Änderung herbeizuführen erfordert bekanntermaßen entweder eine wirkliche
Reformdurchsetzung von unten oder eine Revolution. Und für keine von
beiden sehe ich hier die geringste Kapazität. Nur sagen: “Geld her -
gerade für uns - irgendwie!”, das ist halt bloß unprofessionell.
Da ist ein Bedürfnis nach einem unklaren “wir”, da sind vage - und
natürlich zwischen den einzelnen Akteuren stark differierende
Vorstellungen von diesem “wir”. Gleichzeitig immer wieder auch ein
geradezu hasserfülltes Verächtlichmachen von “Community”.
Dem Begriff Community wird neuerdings immer häufiger der Begriff Cluster
gegenübergestellt, der irgendwie die Homogenität einer Gruppe
transportiert, und es schwingt da ein gewisses Selbstwertgefühl mit von
“Wir sind uns einig und machen das Richtige”. Gleichzeitig wird dann
immer wieder mit dem Begriff “Demokratie” argumentiert. Ich frage mich,
was hier für ein Demokratiebegriff “herrscht”. Demokratie ist nach
meinem Verständnis eine Form des fair nach bestimmten Regeln
verabredeten Aushandelns der Bedürfnisse von Individuen und Gruppen, die
wesentlich durch Differenz gekennzeichnet sind.
Das heißt aber auch, dass in einem demokratischen System Erfolg nur
durch Kooperation Unterschiedlicher erreicht werden kann (eine soziale
Technik, die schon Einzeller beherrschen). Und Kooperation setzt
Kommunikation voraus (auch diese beherrschen übrigens Einzeller)
Wenn die Kommunikation nur mehr aus Aggression und Verächtlichmachen
derer, die irgendwelche, das System organisierenden Funktionen erfüllen,
besteht, es weder ein offenes Deklarieren von eigenen Interessen und
gegenseitiges respektvolles Aushandeln dieser, noch auch
inhaltsbezogenen Austausch gibt und schon gar nicht Planungen
gemeinsamer Strategien, sich gegen andere mächtigere Systeme, dann sind
diese Individuen logischerweise unterlegen - um nicht mit härteren
Worten wie FER zu sprechen. Dass es Leute sind, die sich wesentlich mit
Kommunikationstechniken beschäftigen, macht die Situation vollends
grotesk.
Es ist ja ganz bezeichnend, dass zumindest seit ich auf dieser Liste
bin, noch nie eine koordinierte Aktion der “Community” auch nur
angedacht wurde, weder, um mehr Fördergeld zu bekommen, noch in
Hinsicht von FERs Ideen. Zu Martin Mairs Bericht von Uli Schönbauers
Reaktion kann ich nur anfügen, dass kürzlich ein Verantwortlicher der IG
Architektur ebenso reagiert hat. “Um wie viel Geld geht es?” hat er
gefragt. Und als er das hörte, hat er schallend gelacht und das gleiche
wie Uli gesagt.
Mein Befund ist, dass die Irrationalität in der Gesellschaft massiv
zunimmt. Die Selbstmordattentäter sind halt die Spitze des Eisbergs.
Und ein substantieller Teil der Netznetz-Leute befindet sich irgendwo
darunter…. Schaden niemandem außer sich selbst…
Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Mit Okt 25 13:30:01 CEST 2006
Am 30.10.2006 um 01:30 schrieb Stefan Nussbaumer:
> förderungen, oder? Bei aller gebotenen Notwendigkeit der exakten
> formulierung des procederes erweckt deine vorgangsweise doch ein
> wenig den
> eindruck eines ablenkungsmanövers bei mir. Aber natürlich kannst du
> zurückziehen was immer und wann immer du willst …
Ablenkungmanoever wovon, Stefan - hast du ernsthaft geglaubt, dass
die Motivation fuer mein jahrelanges Engagement hier Geld ist? Im
Gegensatz zu einem so laschen paranoiden Kiffer wie du einer bist,
bin ich nebenbei auch noch eine echt grosse Nummer in Sachen
Fundraising. Eine Woche hinterm Telefon und ich hab verglichen mit
dem, was im besten Fall im Schnitt bei NetzNetz rausspringen koennte,
wofuer andere glauben monatelang intrigieren muessen (Stichwort:
Bandbus), einen Jackpot.
Lern lieber meine letzten Mails auswendig, wir wollten ueber Inhalte
sprechen.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Mon Okt 30 02:34:38 CET 2006
Komplett übergeschnappt jetzt? Für wen hälst du dich eigentlich? Vielleicht
sollte man dich und deine mails gleich präventiv zum weltkulturerbe erklären
lassen.
Nein, wurscht. Eine derartige anregung sollte wohl eher zum schmunzeln
anregen. Hast du während deiner schulzeit als strafe für ständiges schwätzen
auch mal ‘die glocke’ auswendig lernen müssen? … Wer hat sowas schon
jemals ernst genommen … Vielmehr ist’s eine tatsache, dass wir alle (ob
wir um einen platz im mana-regen kämpfen oder nicht) teinehmerInnen eines in
tat groß angelegten kontroll-experiments sind. Ich geb’ (nicht unbedingt
gern, aber ehrlich) zu, dass ich dem einigermaßen naiv auf den leim gegangen
bin. Die taktik der verschleierung wurde dabei von allen seiten, den gegnern
als auch befürwortern, nur alzu gern angewandt.
Also, nochmal zurück zu den fakten: die stadt wien (namedropping spar’ ich
mir jetzt mal) hat seinerzeit (vermutlich bereits vor netznetz 2004) bereits
längst über einen neuen kurs in sachen netzkultur entschieden gehabt. Da kam
es ihr nur alzu recht, dass die szene in sich zerstritten war. Was dann als
‘weltneuheit im sektor der demokratischen mitbestimmung’ gefeiert wurde
(weiß schon, meine interpretation, aber in erinnerung an die jubelmeldungen
nach dem ersten förder-wahldurchgang mögen mir vielleicht einige leserInnen
dieser liste zustimmen), ist in wirklichkeit nichts anderes als das
gegeneinanderausspielen divergierender kräfte. Kann gut sein, dass das 95%
von netznetz nicht so wollte, ich auch nicht. Tatsache ist heute aber, dass
die stadt dieses konzept auch weiterhin durchziehen wird - die opfer gibt’s
nicht auf der seite der herrschenden - die haben sich vorsorglich bereits
auf alle schmutzkübel eingestellt.
Gut, stefan, dass du nicht zur fraktion der faule-eier-werfenden gehört
hast, ist mir durchaus in erinnerung. Dass ich dir deine emsige und
ausschweifende posting-tätigkeit auf dieser liste aber nicht unbedingt
einfach ungeschaut als selbstloses engagement für autonomie und
selbstbestimmung anrechnen will, ist für mich ebenso klar. Schließlich
befinden wir uns hier in der arena, in der es in wirklichkeit ‘jeder gegen
jeden’ heißt (panem et circenses - divide et impera - such dir aus was dir
besser gefällt).
In diesem sinne, herr lehrer, wird’ ich mir das auswendiglernen erst mal
sparen …
Stefan Nussbaumer stefan at basislager.org
Mon Okt 30 12:13:25 CET 2006
Ja. Alle gegen alle.
“Teile und herrsche!” funktioniert seit Jahrtausenden…
Oben sind alle wunderschön verhabert, von der Politik bis zur
Ölindustrie.
Und in der zersplitterten Plebs kämpfen mutig alle gegeneinander ums
Recht haben und merken noch immer nicht, in welche Falle sie laufen…
Helga Köcher helga.koecher at chello.at
Mon Okt 30 12:30:17 CET 2006
rein
gruppendynamisch gesehen ist es ziemlich logisch, dass nach dem
bisherigen Scheitern “die alte Führungsriege” versucht, ihre Tätigkeit
zu rechtfertigen. Dass das neue Abläufe nur stört, ist klar.
kanonmedia office at kanonmedia.com
Die Okt 31 12:54:18 CET 2006
ich jedenfalls hab nur gefragt warum keine
einzige frau im neuen pk ist, wir hatten im letzten immerhin 2.
ich leg dem neuen pk sicher keine steine in den weg.
und wenn sie irgendwann auch mal fuer 3 stunden
zeit haben kann ich ihnen auch gerne die alte
finanz uebergeben. bis jetzt haben sie gemeint,
dass sie die alten zahlen nicht brauchen und weil
sie keine zeit haben derzeit auch nicht wollen.
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Die Okt 31 13:34:48 CET 2006
Dass Paul die Regelung, dass Metalab nicht einreichen darf, wenn er
Koordinator ist, zum Anlass für seinen Rücktritt genommen hat, trifft
zu.
Ebenso trifft es aber zu, dass die Situation für ihn unhaltbar geworden
war,
weil er sehr wohl gemobbt wurde, und das vor allem von Dir.
Stefan Lutschinger am 2.11.
> Hallo Paul, ich bin bloss fuer Fragen zum Zeitraum 01-06 2006
dazu gestossen, das Treffen war spontan und informell angesagt. Du
warst ja laengere Zeit nach deiner ‘Kuer mit Einschraenkungen’
nicht greifbar, kein Mensch wusste wann du genau vorhast uns zu
treffen. Sei so gut und konsultiere deinen Terminkalender, ob du
den (bei diesem Treffen vereinbarten) Uebergabetermin nicht bald
mal in dein enges Zeitkorsett reinquetschen kannst. Ich habe wirklich
anderes zu tun, als hier permanent zwischen dir, Karl Seiringer
und dem PK ‘Grenz I’ zu vermitteln. Wenn deine offensichtliche
Unfaehigkeit zur Folge hat, dass eine schlechtes Bild auf
Grenzfurthner, Friesinger, Thurner und andere geworfen wird, die seit
2005 erfolgreiche Arbeit fuer die Community machen, solltest du dir
ernsthaft die Frage stellen, ob du am 16. November ueberhaupt als
Koordinator kanditieren willst. Du selbst bis ja 2005 abgetaucht und
erst wieder aufgetaucht, als Geld zu vergeben gab, aus dem sich
Metalab ja mehr als der Community lieb war grosszuegigst bedient
hat. Ich hatte eigentlich gehofft, dass du es zumindest diesmal
hinkriegst. Berste Gruesse, Stefan
Und nocheinmal Stefan Lutschinger am 2.11.
> Das Perfide an deiner rechtspopulistischen Rhetorik ist, dass
du das Gegenteil von dem sagst, was du meinst, und die wahren Motive
deiner Agitation verschleiern willst. Wir wuenschen uns alle volle
Transparenz, aber du selbst verhinderst sie, indem du eine korrekte
Uebergabe der Budgets durch deine kindische Verzoegerungstaktik
vermeidest. Deine Motive liegen klar auf der Hand, das ist das Kickerl
’sauberes Metalab’ gegen ”vermachtetes’ Q21. Damit willst du nicht nur
eure ungeheuerliche Abzocke im 1. Halbjahr (alle erinnern sich)
vergessen machen, sondern durch bewaehrte Opferlogik einen Suendenbock
fuer all das schaffen willst, was du selbst nicht mehr realisieren
koennen wirst. Die Haelfte deiner Funktionsperiode ist bereits
abgelaufen, ohne dass du eine Bestaetigung deiner Person und deines
Teams auf die Reihe gekriegt hast. Selbst fuer die unwahrscheinlichen
Fall, dass du am 16. November doch noch eine knappe Mehrheit erzielt,
bist du schon heute als Koordinator bloss noch eine ‘halbe
Portion’….. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert sterben.
Diese Äußerungen waren mehr als untergriffige Unterstellungen. Ich
greife nur zwei heraus:
Es existieren Lücken im Budget - siehe Karls Fragen - sie wurden auch
gestern beim Jour fixe wieder nicht behandelt. Dass die ungeklärten
Lücken im Budget nicht dem in die Schuh geschoben werden können, der das
Budget übernimmt, wie Du es zu tun versucht hast, ist, denke ich, allen
denkenden Leuten auf dieser Liste klar.
Ebenso ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass Du selbst jede Logik
und Reputation der vorangegangenen Perioden von Netznetz untergräbst,
wenn Du im Nachhinein die bei dem unter Deiner Verantwortung
durchgeführten Vergabedurchgang verteilten Gelder als “sich großzügigst
bedienen” und “ungeheuerliche Abzocke” bezeichnest. Es war ja genau
Deine bezahlte Verantwortung, dass die Verteilung der Gelder seriös
erfolgen sollte.
Es ist ein Unterschied, ob ich konkrete Handlungen kritisiere, oder ob
ich jemanden fertig machen will, wie Du das anscheinend tendenziell als
Sport betreibst, und dabei die Vorstellung hast, das wäre “politisch”.
Wenn Du diese Vorgangsweise im Rückblick aber als > Ich habe Paul
unterstuetzt
kritik, die scharf vorgetragen wird ist eben kein mobbing, mobbing wäre in
meinem verständnis, wenn ich jemanden in einem unbeobachteten augenblick
fertig mache und dazu in einer situation, in der sich das opfer nur sehr
schwer wehren kann.
das trifft doch hier überhaupt nicht zu.
böhm war mit pk-machtbefugnissen ausgestattet, die es ihm ermöglicht
hätten wirklich was vorwärts zu bringen.
warum tritt er zurück, schwafelt von vielen rücktrittsforderungen (die
einzige, die erhoben wurde stammt von mir und hatte nur 4 tage gültigkeit)
und in wirklichkeit hat er sich, im inneren widerstreit zwischen dem
wunsch bei netznetz segensreich zu wirken und dem bedarf an finanzmitteln,
für die finanzmittel entschieden. Punkt, aus, das wars.
das soll keine moralisierende anklage sein – im gegenteil: paul böhm soll
das machen, wie er es für richtig hält, er sollte es aber auch so
darstellen, wie es richtig ist.
christoph at wechsel-strom.net
Son Nov 12 10:03:36 CET 2006
Also bitte Helga,
dein Plaedoyer fuer ‘besseren Diskussionsstil’ kommt reichlich spaet
- fuer eSeL, Thomas Thurner, Johannes Grenzfurthner, Guenther
Friesinger usw. hast du dies nicht in dieser Form eingefordert.
Bitte vergiss nicht, Paul Boehm ist kein
resozialisierungsbeduerftiger Jugendlicher, sondern der Boss vom
Metalab. Dass ich 1-2 mal zum ‘Holzhammer’ gegriffen habe, um gehoert
zu werden, steht doch in keinem Vergleich zu dem, wie mit oben
Genannten laufend umgegangen wurde - die wurden ja gewohnheitsmaessig
auf die wuesteste Weise beschimpft, ja sogar bedroht - ich erinnere
an die durch ein Posting hier ausgeloeste physische Attacke auf TT
durch den Knallkopf Stephan Dom.
Paul ist allein deshalb zurueckgetreten, weil ihm Sylvia Fassl-Vogler
und Sybille Straubinger in der MA 7 das Offensichtliche nochmals
wiederholt haben: Paul, wir haben dir bereits bei deiner Kandidatur
gesagt, du darfst als Koordinator nicht einreichen, darauf Paul: Ok,
dann trete ich eben zurueck.
Zu ‘Stilfragen’: Ich habe Paul im Depot, Im Cafe Anzengruber - und
der Runde nochmals in der MA 7 - vorgeschlagen, eine Praeambel zu
unterzeichnen, die eine gemeinsame Grunduebereinkunft ueber gewisse
symbolische Interaktionsformen festschreibt. Diese sollte von
moeglichst vielen Menschen unterzeichnet werden und hier auf der
Liste gepostet werden.
Das muesste doch ein Vorschlag sein, der bei dir auf offene Ohren
stoesst.
Stefan Lutschinger s.lutschinger at digitaldrafts.at
Son Nov 12 12:39:48 CET 2006 IN aNTWORT AN hELGA kÖCHER
wenn ich der einzige bin, der daran zweifelt, dass dieses experiment
noch eine zukunft hat, dann wird eine urabstimmung ja auch positiv ausgehen.
ich hab einfach keine lust mehr dieses blöde spiel zu spielen. es geht
hier schon längst nicht mehr um kunst, netzkultur oder sonst etwas was
mich interessieren würde. hier wird nicht mehr diskutiert oder
zusammengearbeitet. hier werden nur mehr leute lächerlich und fertig
gemacht.
joerg piringer joerg at piringer.net
Sam Nov 11 22:30:52 CET 2006
Hey s.lutschinger,g.friesinger,j.grenzfurther,t.thurner!
I’m not f.e.r[at-sign]sil.at. /me is just using (t)his email address
to relay you guys some words once written by Margaret “Peggy” Atwood.
words which feel so present now. words which make /me wonder like:
“Does Peggy know these dudes?”
go ahead, have the guts; try’n'read for yourself:
——-
When war had finally become to dangerous and more to the point, too
expensive for everyone, the world leaders met informally to devise
a substitute.
“The thing is”, said the 1st speaker, “What purpose did war
serve when we had it?”
“It stimulated production in selected areas of the economy”, said one.
“It provided clear winners & clear losers”, said another, “& it gave
men a break from the boring & trival domestic routine.”
“Expansion of territory”, said another, “privileged access to females
& other items in demand.”
“It was exciting” said a 4th, “something was at risk.”
“Well when”, said the 1st, “these are the benefits our substitute for war
must provide”.
(Margaret Atwood)
carla auer by way of f.e.r at sil.at
Son Nov 12 22:32:48 CET 2006
die persoenliche flames sind auf der liste eine katasophe, jeder
konstruktive ansatz ist dadurch im keim erstickt. ich haette
leosungsvorschlaege werde mich aber hueten diese unter diesen umstaenden
auf die liste zu posten
Franz XAVER fx at kunstlabor.at
Die Nov 14 11:50:04 CET 2006
die so verpönten ‘persönlichen’ anteile hat die diskussion
zwangsläufig, weil die ereignisse systembedingt waren UND von agierenden
personen verursacht wurden. ein anderes system hätte denselben personen
diesen krampf nicht ermöglicht, andere personen wären mit demselben
system anders umgegangen. wenn jemand als person in einer funktion
manipulativ oder korrupt oder idiotisch oder untergriffig agiert, muss
ich ihn persönlich angreifen, was daran ist eine katastrophe?
die freie diskussion in der liste ist conditio sine qua non und weder
durch gespräche ‘im kleinen kreis’ noch durch moderierte versionen
ersetzbar. und sie lebt von den beiträgen aller.
TRANSMITTER-X.ORG nn at transmitter-x.org
Die Nov 14 14:20:30 CET 2006
Naja, man verschiedener, ja sogar 100% konträrer, Meinung sein ohne sich
gegenseitig permanent zu fehlinterpretieren und zu beleidigen.
Vielleicht mag sich ja als Anschauungsbeispiel und Vorbild der/die eine
oder andere/r sich eine der (verpönten?) “Techie-Mailinglisten”
reinziehen. Aber das ist ja auch wieder mit Aufwand verbunden ….
Kurz: Es geht auch ohne persönliche Beleidigungen.
Bernd Petrovitsch bernd at firmix.at
Die Nov 14 14:42:53 CET 2006
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Nach viel herumrechnen, dutzenden Simulationen und einiges an Diskussion
sind meine Verbesserungsvorschläge sehr simpel:
1. Das Validierungsgremium soll den automatisierten Autokanibalismus
abschaffen und stattdessen den Personen die Punkte erhalten haben, aber die
Mindessumme nicht erreicht haben erlauben selbst zu entscheiden an wen sie
die Punkte weitegegeben wollen.
2. Wenn dies das Validierungsgremium nicht tut, sollten sich die Wähler
vorab in 5er bzw. 7er Gruppen zusammentun (je nachdem ob die Mindestsumme
5.000 oder 7.000 Euro beträgt) und dadurch den Autokanibalismus durch ihr
Wahlverhalten ausser Kraft setzen.
Der Autokannibalsimus macht nichts weiter als das Geld von den kleinen zu
den großen umzuschiften und das Stimmrecht derjenigen zu entwerten die den
kleinen Punkte gegeben haben.
Andreas.Trawoeger at wgkk.at Andreas.Trawoeger at wgkk.at
Comment by kanonmedia 12.12.06 @ 9:10 pmFri Apr 21 15:13:36 CEST 2006 mond-discuss