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> - dieses systhem lässt nicht die zeit sich seriös mit den
> einreichungen zu beschäftigen (bis dahinn sind alle punkte weg)
> dadurch resultiert: freunderlwirtschaft mehr den je, man wählt
> nur solche die man kennt, qualität des projekts völlig egal…
> wollt ihr das wirklich?
da die projekte schon im vorhinein registriert werden ist es sehr
wohl möglich dies als mechanismus einzuführen. etwa könnte man
andenken dass projekte eine woche (ein monat, whatever) vor der wahl
eingetragen worden sein müssen. dann bleibt genug zeit für das
studieren der projekte.
> - es ist UNBEZAHLTE kurorentätigkeit (dies trift übrigens alle
> voting-systheme)
stimmt. mit geschicktem vorgehen sollte sich sich - und wenn nur als
umwegrentabilität aus dem mehr an öffentlichkeit - dennoch bezahlt
machen.
martin pichlmair Die Dez 13 11:06:02 CET 2005 in Antwort an machfeld
13 Comments so far
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die einbeziehung eher unbeteiligter liesse sich bei der nächsten wahl, durch
ein „konklave“-modell verringern. also geschlossene türen. stimmberechtigt
ist nur wer sich alle projektvorstellungen reinzieht, und dadurch sein
ernstes interesse bekundet. ich habe das nicht abgefragt, aber ich glaube,
dass von meinen 8-10 bekannten nur wenige übrig geblieben wären, wenn aus
den zehn minuten für das abhohlen der peanuts 5 stunden und 50
projektpräsentationen geworden wären.
Die Apr 4 14:17:26 CEST 2006
Das von Thomas vorgeschlagene Konklave-Modell, dass alle Stimmberechtigten
zwingt die volle Länge der Projektpräsentationen anschauen zu müssen, um so
ihre “Ernsthaftigkeit” beweisen zu können, halte ich, auch wenn das jetzt
zynisch klingt, für einen durchaus wirkungsvollen Ansatz.
Armin B. Wagner
Don Apr 6 18:54:54 CEST 2006
ich finde es interessant und notwendig, die anderen projekte kennenzulernen,
um überhaupt voten zu können.
so etwas wäre doch auch für’s community game denkbar: mein verdienst wird
(auch) dadurch beeinflusst, ob ich mich
überhaupt mit den anderen projekten beschäftige…
Christoph Veigl
Fre Apr 7 09:57:37 CEST 2006
ich find auch answesenheitspflicht sehr sinnvoll als methode
der auswahl der ernsthaft interessierten. koennte sehr effektiv sein.
lizvlx
Fre Apr 7 13:45:04 CEST 2006
wenn hier von christoph auf
die kritikmöglichkeiten - als hoffnung für die wahrung inhaltlicher
qualitäten - gesetzt wird, dann muss ich schon fragen, wo diese
inhaltliche diskussion derzeit vom CG gefördert wird? wo bietet mir das
system eine übersicht über das was eingereicht wurde in REZIPIERBARER form
an?
Thomas Thurner
Fre Apr 21 17:35:57 CEST 2006
>> -> Wann werden die Moms wieder sichtbar? Am Ende der zuerst angegebenen
>> Einreichzeit
>> -> habe ich alle Eingaben angeschaut, es war bei ungefähr der Hälfte
>> -> nichts zu sehen, kein Bild, kein Text, nur bei etwa einem Viertel
>> -> waren die Adressen auch durchlässig, es war also leicht zu sehen, wer
>> -> sich so angemeldet hat wie vorgesehen und was die zu bieten haben,
>> -> daher konnte man schon eine private Liste der Eingaben aufstellen,
>> -> denen man Punkte geben würde. Jetzt ist die Eingabefrist verlängert
>> und
>> -> modifiziert, bei gleichzeitiger Unsichtbarkeit und die Wiener
>> Community
>> -> wird von einer Grazer Jury geprüft, wobei die Kriterien auch bei dem
>> -> Realtreffen nicht klar wurden. Den bereits eingereichten Projekten
>> -> wurde signalisiert, nicht nochmal einzureichen, die Möglichkeit die
>> -> Einreichung zu modifizieren, also mehr auf Text zu gehen und der
>> -> angeforderten Zeicheneingabe zu entsprechen, ist auch nicht mehr
>> -> gegeben. Vorschlag: Entweder alle dürfen nochmals Text eingeben, oder
>> -> die Moms werden wieder ins Netz gestellt, so dass sich alle ein Bild
>> -> machen können, denn diesmal kann es ja nicht darum gehen, wieder den
>> -> Strukturbietern dank Vereinsmitgliedern oder Nutznießern mehr oder
>> -> weniger unbeschaut die Stimmen zu geben. Interessant war ja an dem
>> -> Modell, dass man im Netz feststellen konnte, dass Seiten die man schon>> -> lange kennt und schätzt, dem Raum Wien zuzuordnen sind. Als
>> -> Voraussetzung dass jemand “netzkultivierend” ist, habe ich die
>> Tatsache
>> -> angenommen, dass das Projekt im Netz sichtbar gemacht wird.
Wir haben eine Chance bekommen die Kriterien für ein Geldvergabemodell an Netzkultivierende zu entwickeln. Nützt es - geht wählen! Wenn von einem Teil der Förderwerber unter Kriterien, trickreiche Politiken verstanden werden, so ist auch das ein Teil des Spiels, aber Inkompetenz zeigt sich nun einmal dadurch, dass man nicht angesehen hat worüber man abstimmt! Dem Stadtrat wird man aber schwer klar machen können, dass das nun ein Modell der Zukunft ist. Das ist eigentlich auch Verrat an jenen, die das ausverhandelt haben. Es waren immer einige wenige mit einem Potential an Leuten die das betraf, die das Kunstprozent für Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum, Jurien statt jahrzehntelang den gleichen Beamten usw. ausgehandelt haben. Das Backbone-Game hat einiges gezeigt und wir haben die Chance daraus zu lernen. Auch diesen Montag werden wir Erfahungen machen, die wir modifizieren können fürs nächste Mal. Bitte nicht gleich das Handtuch werfen, die Moms die Content beurteilen wollen werden langsam zahlreicher und wer kennt schon die schweigende Mehrheit? Bei rhizome habe ich mich durch ein Votermodell geklickt, das immer 5 Projekte anzeigt, wenn man auf ja oder nein geklickt hat kommen die nächsten 5….sind auch über 130….das eigene Projekt kann man nicht wählen weil es gar nicht vorkommt….das ist irgendwie fein, weil man nicht gleich vor einer unendlich langen Liste steht und die Neugierde einem dann doch dazu treibt bis zum Ende durchzuhalten. Die einzige Politik besteht aber darin - wählen oder nicht wählen.Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Sun Apr 23 10:19:17 CEST 2006 mond-discuss
voraussetzung ist eben auch, dass man sich
das ganze angebot anschaut und da ist halt die zeit ein wenig knapp, das haette
wohl vierzehn tage vorlauf gebraucht.
Franz Krahberger
Son Apr 23 11:11:21 CEST 2006
ich hab echt keine lust zuzusehen, wie sich die eh recht überschaubare
wiener netzkultur und kunst-szene selbst zerfleischt!!!!!
das ist primitiv + ekelhaft!
wenn es nicht möglich ist, ohne erhitzte geldgierige gemüter , sich
arbeiten anzuschauen und diese nach besten wissen und gewissen zu
beurteilen, dann GEBT DOCH BITTE DIE VERANTWORTUNG AUS DER HAND und wählt
eine delegierte JURY aus den rund 130 leuten!!!!
Inhaltliche Diskussionen sollten stattfinden und dich strategische
Geldvermehrungs-Kriegführung!!!
ES IST NOCH NICHT ZU SPÄT !!!!
ekelhaft, wie geldgier aus netten leuten unerträgliche monster macht!
ERINNERUNG:
· Es geht doch darum, gute+interessante projekte und vielversprechende
künstler und künstlerinnen zu fördern, nicht darum, dass alle möglichst
viel geld bekommen.
Judith email at jdth.net
Sun Apr 23 11:25:14 CEST 2006 mond-discuss
meine volle unterstuetzung!
das ende der nahrungskette jg at monochrom.at
Sun Apr 23 11:33:37 CEST 2006 mond-discuss
der Informationsstand der Waehler/innen ist bei demokratischen
Abstimmung ueblicherweise kein Kriterium, Zulassungspruefungen oder
aehnliches bergen naemlich so ihre Tuecken. Nicht einmal bei
Nationalratsabgeordneten spielt es irgendeine Rolle, ob sie die Antrage
& Entwuerfe, ueber die sie abstimmen, gelesen oder gar verstanden haben.
‘Exit Polls’ am Parlamentsausgang haben in den allermeisten Faellen
geradezu bestuerzende Unwissenheit zu Tage gebracht.
herbert gnauer hg at no-na.net
Wed Apr 26 17:05:23 CEST 2006 mond-discuss
bleib mir mit respekt und vor allem mit wettbewerbsmentalität vom hals.
ist mittlerweile die allgemeine quotengeilheit schon so verinnerlicht,
dass für dich hits pro tag ein wesentliches kriterium für die
inhaltliche qualität einer site sind? glaub mir, es ist noch immer
scheißegal, wie viele dir recht geben, wenn du recht hast.
klar, dichant war ein begnadeter pressemann, weil er millionen zeitungen
verkauft hat und rtl ist besser als arte-tv, das orf-hauptabendprogramm
besser als die kultur nach mitternacht (was übrigens fallweise sogar
stimmt). und bernhard war tatsächlich reif für die psychiatrie, weil er
den sich abzeichnenden siegeszug des kretinismus im
demokratieverständnis der österreichischen wählerschaft thematisiert
hat. diese nimmst du aber als maßstab, aus dieser ecke argumentierst du
und ich finde deinen mut, dich so zu outen, viel bemerkenswerter als
irgendwelche logfiles.
transmitter-x.org office at transmitter-x.org
Wed Apr 26 18:43:12 CEST 2006 mond-discuss
»wir wollen doch nur spielen!«
wenn alle spielen wollen, dürfen oder müssen und das fördermodell für
alle gedacht war – und nicht nur für eine kleine, selbsternannte,
unvollständige gruppe – die so genannte community – dann sollten sie es
müssen. denn nur so können liberale, demokratische entscheidungen
getroffen werden. [fussel, fussel, gerade uns als einzelgänger – diese
rolle] wie willst du die anderen, die neuen kennenlernen, am biertisch?
oder doch lieber über ihre konkrete arbeit?
dazu muß man sich mit den konzepten und deren realisationen beschäftigen
und nur darum ist es gegangen!
die statistik beweist nicht, dass es niemanden gefallen hat, sie beweist
lediglich, dass kein interesse am anderen, fremden vorhanden war und
kritisiert nicht die möglichkeit einer ablehnung danach!
wir finden, dass entscheidungen prinzipiell auf grund von
projektvorschlägen getroffen werden sollten.
spiel klingt ja lieb [wie in der sandkiste] – aber wir fallen nicht dem
zauber einer scheinprogressiven montur zum opfer.
zur x-ten wiederholung: wie soll sich ein neuzugang denn vorstellen,
doch nur über das was er gemacht hat, oder das was er zu tun
beabsichtigt.
und wie können die anderen ihn kennenlernen?
richtig! durch genaue beobachtung und nicht durch wegschauen. oder ist
doch nur die kollektive geburt im bus voraussetztung einer förderung?
danke ich war schon vorher auf der welt. danke für die diktatur des
proletariats.
TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org
Wed Apr 26 21:59:36 CEST 2006 mond-discuss
Ich denke, wir haben uns viel zu viel darauf konzentriert, das Geld
optimal zu verteilen. Wir sollten uns vielmehr auf die Bewertung
der eingereichten Projekte konzentrieren!
Woran es wirklich gekrankt hat ist, dass auch beim besten Willen niemand
in der Lage war, die vielen Einreichungen zu überblicken. Wenn jede/r
Ihre/seine Ideen auf dem eigenen Server in einem eigenen Format ablegt, da
krieg ich Läuse im Magen bis ich mich durchgearbeitet hab. Meinen
Gesprächen vor dem Wahllokal zufolge ist es vielen so gegangen. In der Not
wurde halt koaliert zwischen dem, was man kennt… - fast wie im richtigen
Leben, bin ich geneigt hinzuzufügen.
Franz Ablinger fra at monochrom.at
Fre Mai 5 08:07:31 CEST 2006
alle wollen doch noch ein bischen nachdenken,
bevor sie was sagen wollen oder koennen.
schon in der validierung habt ihr uns in die
wahlbretouille getrieben. da war mir klar,
dass niemand mehr die zeit hatte, sich das
angebot voll anzuschauen und vor allem in
ruhe.
teichenberg hat wenigstens eine vorabliste
von sich aus gemacht, nachdem dieser
misstand moniert wurde.
dafuer wurde er von einer oder zweier
der frauen noch beschimpft…. koecher oder wie
der verdacht, dass hier expressmanipulation
zugunsten insiderstrategien betrieben worden
sind, ist nicht ausgeraeumt.
in analogie:
auf nachgewiesenes insidertrading steht
nach dem us-aktiengesetz voller haefen
ihr schafskopfgambler………………………….
Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at
Son Jul 2 18:12:59 CEST 2006
Geht es hier absolut nicht um die Arbeit die gezeigt oder angeboten wird?
Warum soll denn “Freundschaft” subventioniert werden, mit unserem
Steuergeld - ja, auch freie Künstler zahlen Steuer, nicht nur die angestellten
Programierer und Universitätslektoren, nicht nur die Firmeninhaber.
Statt Geld für kreative Arbeit, Geld für “es können halt manche miteinander”
und die werden dann ohne Anwesenheit ins PK gewählt!
Jana Wisniewski e-motion at utanet.at
Son Aug 13 08:19:45 CEST 2006
die mangelnde inhaltliche diskussion (z.b. zu den projekten) ist ein
problem, das ich auch sehe. lass den leuten einfach mehr zeit und
versuche, die diskussion (falls es die zeiteinteilung erlaubt) anzukurbeln.
wechselstrom - christoph theiler christoph at wechsel-strom.net
Son Sep 10 14:28:48 CEST 2006
offensichtlich sind die einreichungen der network & bb grants jetzt online.
was sofort auffällt ist, dass einige der projekt&personenbeschreibungen
direkt im wiki zu lesen sind, andere nur auf ein pdf/doc/whatever-file
verweisen.
klar ist, das diejenigen im vorteil sind, die direkt im wiki zu lesen
sind. warum es allerdings diesen unterschied gibt, ist mir nicht klar.
schliesslich wird ja kaum jemand wiki-seiten eingereicht haben. warum
wurden dann nicht alle einreichungen wikiisiert?
egal, es besteht die möglichkeit, die einreichungen selber zu
wikiisieren. einfach anmelden und eintragen.
hoffentlich nur bei der eigenen einreichung.
joerg piringer joerg at piringer.net
Don Nov 2 14:52:20 CET 2006
es ist ein weitverbreiteter irrglaube, der besagt, über alles könne
abgestimmt werden - die frage, worüber man nicht abstimmen sollte, ist bis
heute nicht gelöst (innerhalb von netznetz - anderswo schon).
fest steht aber: eine abstimmung ist der endpunkt einer diskussion.
wenn ich also in der tagesordnung lese:
“Abstimmung über Annahme einer temporären Verfassung” und mir vor augen
halte, dass es zur böhm-verfassung bisher kein einziges argument gibt,
dann hat eine abstimmung zur folge, dass leute die hand heben für bzw.
gegen etwas, das sie kaum gelesen haben.
christoph at wechsel-strom.net
Mit Nov 15 18:19:44 CET 2006
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Nicht jeder auf dieser Liste hat es anscheinend geschafft
sich drei Tage Urlaub für die momentanen Veranstaltungen zu
nehmen. Trotz zahlreicher Besucher blieben, soweit ich das
abschätzen kann, doch einige, möglicherweise auch aus einer
Art von Protest abseits (ich bitte um Verzeihung, wenn ich
hier als Reinhänger unwissentlich wichtige
gruppendynamische Bewegungen übergehe). Die Mehrzahl der
Abwesenden, so schliesse ich jetzt mal von mir auf andere,
fanden wohl einfach schlicht nicht die Zeit durchgehend
teilzunehmen.
Das scheint mir nicht sonderlich problematisch. Aber man
male sich nur einmal vergleichsweise aus, nun in ähnlich
begrenzter Zeit hunderte Projektbeschreibungen von noch
unrealisierter Netzkunst durchzuarbeiten, um dann etwa im
Zuge eines Direct Votings Punkte “gewissenhaft” verteilen
zu können. Realistisch betrachtet sicher ein noch ungemein
höherer Aufwand, als sich z.B. in einen Workshop zu setzen.
Das ist noch nicht unbedingt ein Argument das Direct Voting
gegenüber Delegated Voting fallen lassen zu müssen. Mit der
notwendigen Skalierbarkeit von Netznetz/Mana (Geld bekommen
einige Ausgewählte - Ansuchen darf aber potentiell jeder.
Ich glaube, etwas in der Art hat sich gestern
herauskristallisiert..) werden einfach nur, je nach Anzahl
der Bewerbungen, unterschiedliche Präsentationsmodi
(Werbeplattformen, zB. Kataloge) notwendig werden - was
ich ja grundsätzlich nicht für unspannend halte.
Dass aber vielleicht mancher im sportlichen Wahlkampf noch
nicht all seine Ideen vor-veröffentlichen will, oder das
auch gar nicht kann (den Witz erklären, bevor er erzählt
wird), kommt dann noch hinzu. Und dass
Projektbeschreibungen VOR der tatsächlichen Ausführung
meist nur ziemliche Schönfärbereien sind, damit ist wohl
auch jeder vertraut.
Und dann soll es ja sogar noch Menschen geben, die bei
ihrer Kunstproduktion gar nicht nach dem Wasserfallmodell
vorgehen, also beim Start ihres “Projekts” noch überhaupt
nicht wirklich wissen, wohin eigentlich die Reise geht -
was einer Beschreibung des Werkes im Vorraus schliesslich
vollkommen den Sinn nimmt.
Und genau aus diesem Grund wurde wohl auch immer öfter von
einer Vergabe von Reputations-Punkten gesprochen, also
einer subjektiven, numerischen Bewertung des momentanen
“guten Rufs” einer Person oder Gruppe, die beim Abkassieren
natürlich auch immer den Verlust desselbigen für die
folgende “Runde” riskiert. (Präsentieren kann sich die
Person bzw. Gruppe/Actor/Player/Artist natürlich immer noch
mit einer Projektbeschreibung - wenn sie das denn will.)
Damit wäre zumindest auch schon eine erste
Feedback-Schleife gegeben (”für das Zeug bekommt der/die
beim nächsten Mal keine Punkte/Stimme mehr von mir.”). Also
so eine Art Geldverteilung auf Vertrauensbasis mit einem
auf einer Jury oder der Direktwahl basierenden Bestrafungs
und Belohnungssystem.
Einer gediegenen Freunderlwirtschaft wirkt das natürlich
noch lange nicht entgegen. Richtige Freunde können nämlich
auch den beschissesten Projekten irgendwo etwas abgewinnen.
Viel schlimmer aber noch: Sollten sich geldliche
Förderungen tatsächlich positiv auf Werk und damit Ruf
auswirken, kann das Ding bis zum Maximum rückkoppeln, was
nach einigen Durchgängen einige wenige “Mana-Stars” oder
zumindest “Mana-Dauerbrenner” hervorbringen wird.
Ob da eine gefinkelte Zufalls-Streuung von Punkten
aushelfen kann, um auch unbekannte Künstler, ohne dabei
nicht vollkommen beliebig zu werden, auch einmal zum Zug
kommen zu lassen, ist sicher nicht unwesentlich - es geht
ja irgendwo auch um Nachwuchsförderung (Stichwort:
Netzkultivierung) bzw. Abwechslung.
Wenn man aber einmal über einige “Durchgänge” der
Fördergelderverteilung zu überlegen beginnt, sollte man
sich auch bewusst machen, dass man eigentlich mindestens
über das nächste JAHRZEHNT der (geförderten) Netzkunst
spekuliert - und dass bei einer extrem kurzen Geschichte
dieses wandelbaren Worts - und vor allem auch in Anbetracht
der momentanen Distanzierung vom bisher sicher stark
bestimmenden und gründenden Hype der 90er Jahre.
Wie ausgekocht das Community Game nun auch sein könnte, es
wird wohl schon bald wieder einige grobe Veränderungen
durchlaufen müssen, was aber wiederrum auch bedeutet, dass
jegliche Feedbackschleife die über mehrere
Geldvergabe-Zyklen läuft eigentlich nur sehr bedingt
funktionieren kann bzw. viel zu langsam läuft. Oder sehe
ich da was falsch?
Armin Wagner armin at medien.akbild.ac.at
Comment by kanonmedia 12.10.06 @ 11:40 amDie Dez 13 17:02:49 CET 2005