<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>
<channel>
	<title>Comments on: moral verschiedener arten</title>
	<atom:link href="http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/</link>
	<description>Positionen zu Netzkultur und der Vergabe von Fördermitteln</description>
	<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 17:27:11 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.6</generator>
		<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-2024</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 13:50:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-2024</guid>
		<description>seit wann ist ein künstler, seit wann ist netznetz von positiven
pressemeldungen abhängig? - seit wann müssen wir uns von einem
krankenkassenverwalter sagen lassen, dass auf grund fehlender
pressemeldungen er kein druckpotential in händen hat?

christoph@wechsel-strom.net christoph at wechsel-strom.net 
Son Dez 17 08:50:06 CET 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>seit wann ist ein künstler, seit wann ist netznetz von positiven<br />
pressemeldungen abhängig? - seit wann müssen wir uns von einem<br />
krankenkassenverwalter sagen lassen, dass auf grund fehlender<br />
pressemeldungen er kein druckpotential in händen hat?</p>
<p><script type="text/javascript"><!--
	sto_dom='wechsel-strom.net'
	sto_user='christoph'
	document.write('<a   href="mailto:' + sto_user + '@' +sto_dom + '" >christoph@wechsel-strom.net</a>')
//--></script><noscript><a   href="http://www.somethinkodd.com/emailshroud/emailaddress.php?domainName=wechsel-strom.net&amp;userName=christoph" >christoph@wechsel-strom.net</a></noscript> christoph at wechsel-strom.net<br />
Son Dez 17 08:50:06 CET 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1436</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2007 12:08:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1436</guid>
		<description>liebe angela,

&#62; … bliebe von derart entsetzlichen anfällen …

wie man klar aus deinen worten erkennt - kunst ist nicht wirklich deine
welt.

grafzyx x at grafzyx.at 
Mit Jul 5 13:53:36 CEST 2006 in Antwort an Angela Dorrer</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>liebe angela,</p>
<p>&gt; … bliebe von derart entsetzlichen anfällen …</p>
<p>wie man klar aus deinen worten erkennt - kunst ist nicht wirklich deine<br />
welt.</p>
<p>grafzyx x at grafzyx.at<br />
Mit Jul 5 13:53:36 CEST 2006 in Antwort an Angela Dorrer</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1214</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2006 20:03:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1214</guid>
		<description>die MA7 hat weniger arbeit, muß weniger papierkram erledigen und hat 
größere (gemeinschafts-)projekte zu bejubeln.

ohne koalitionen haben wir wieder 250 einzelkämpfer, ohne synergien, die 
sich nicht kennen, und sich gegenseitig das geld neiden.

Reini Urban rurban at x-ray.at 
Die Jun 6 21:28:20 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die MA7 hat weniger arbeit, muß weniger papierkram erledigen und hat<br />
größere (gemeinschafts-)projekte zu bejubeln.</p>
<p>ohne koalitionen haben wir wieder 250 einzelkämpfer, ohne synergien, die<br />
sich nicht kennen, und sich gegenseitig das geld neiden.</p>
<p>Reini Urban rurban at x-ray.at<br />
Die Jun 6 21:28:20 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1153</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 15:42:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1153</guid>
		<description>Oh, wie gerne haette ich ein paar brave Termindarstellerinnen und Darstellungsplanerinnen in dem PK, die mir weniger kurzfristig, als bisher Termine des NetzNetzNet uebersichtlich bekanntgeben, das waer mir so opportun und trotzdem produktiv, ganz ohne chaos.

ich wuenschte mir so sehr einen buerokratischen Terminkalender und eine unsexy to-do liste, sowie eine sehr unanarchistische evaluationsphase.

und dann haette ich da bitte noch eine Frage: von wem sollten wir uns, die wir eine zwangscommunity bilden, denn unabhaengig erklaeren? 

"Kranke Gehirne".......... interessante Referenzierung fuer Kritikerinnen,
das macht Kopfweh.

katjes@abwesend.de katjes at abwesend.de 
Die Mai 30 11:56:41 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, wie gerne haette ich ein paar brave Termindarstellerinnen und Darstellungsplanerinnen in dem PK, die mir weniger kurzfristig, als bisher Termine des NetzNetzNet uebersichtlich bekanntgeben, das waer mir so opportun und trotzdem produktiv, ganz ohne chaos.</p>
<p>ich wuenschte mir so sehr einen buerokratischen Terminkalender und eine unsexy to-do liste, sowie eine sehr unanarchistische evaluationsphase.</p>
<p>und dann haette ich da bitte noch eine Frage: von wem sollten wir uns, die wir eine zwangscommunity bilden, denn unabhaengig erklaeren? </p>
<p>&#8220;Kranke Gehirne&#8221;&#8230;&#8230;&#8230;. interessante Referenzierung fuer Kritikerinnen,<br />
das macht Kopfweh.</p>
<p><script type="text/javascript"><!--
	sto_dom='abwesend.de'
	sto_user='katjes'
	document.write('<a   href="mailto:' + sto_user + '@' +sto_dom + '" >katjes@abwesend.de</a>')
//--></script><noscript><a   href="http://www.somethinkodd.com/emailshroud/emailaddress.php?domainName=abwesend.de&amp;userName=katjes" >katjes@abwesend.de</a></noscript> katjes at abwesend.de<br />
Die Mai 30 11:56:41 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1152</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 15:42:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1152</guid>
		<description>&#62;&#62;lutschinger: 
&#62;&#62;... neurotischen Selbstdarstellern und opportunen Reaktionären ... 
&#62;&#62;... aus der Mitte unserer Community ... 
 
nur so zwischendurch, bevor wieder was längeres von uns kommt: 
 
geh, sei so herzlich und erklär uns, WER und vor allem WAS das so sind,
'neurotische selbstdarsteller', 'opportune reaktionäre' und die 'mitte
unserer community'? 
 
vielleicht erzähl uns auch gleich, wer am rand der community steht und
warum. 

TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org 
Die Mai 30 10:55:55 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;&gt;lutschinger:<br />
&gt;&gt;&#8230; neurotischen Selbstdarstellern und opportunen Reaktionären &#8230;<br />
&gt;&gt;&#8230; aus der Mitte unserer Community &#8230; </p>
<p>nur so zwischendurch, bevor wieder was längeres von uns kommt: </p>
<p>geh, sei so herzlich und erklär uns, WER und vor allem WAS das so sind,<br />
&#8216;neurotische selbstdarsteller&#8217;, &#8216;opportune reaktionäre&#8217; und die &#8216;mitte<br />
unserer community&#8217;? </p>
<p>vielleicht erzähl uns auch gleich, wer am rand der community steht und<br />
warum. </p>
<p>TRANSMITTER-X.ORG office at transmitter-x.org<br />
Die Mai 30 10:55:55 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1090</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 14:18:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1090</guid>
		<description>ich schlage kein jury oder wahlmodell vor, sondern ein möglichst
ausgewogenes mehrgeteiltes system, da ich der festen überzeugung bin,
dass verschiedene entscheidungsmechanismen, verschiedene arten von
projekten bevor- und benachteiligen.

desweiteren halte ich diese diskussionen darüber wie das system
ideologisch wirklich aussehen sollte fuer verfrueht.

Paul Böhm paul at boehm.org 
Die Mai 23 12:41:18 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich schlage kein jury oder wahlmodell vor, sondern ein möglichst<br />
ausgewogenes mehrgeteiltes system, da ich der festen überzeugung bin,<br />
dass verschiedene entscheidungsmechanismen, verschiedene arten von<br />
projekten bevor- und benachteiligen.</p>
<p>desweiteren halte ich diese diskussionen darüber wie das system<br />
ideologisch wirklich aussehen sollte fuer verfrueht.</p>
<p>Paul Böhm paul at boehm.org<br />
Die Mai 23 12:41:18 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1088</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 14:16:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1088</guid>
		<description>ich lach mich schief ueber jene personen, die schon 
wieder an einem kriterienkatalog tuefteln, der helfen soll, den 
netzkultur/netzkunst-menschen zu ermitteln - kranke buerokraten!

FER f.e.r at sil.at 
Mit Mai 24 10:54:38 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich lach mich schief ueber jene personen, die schon<br />
wieder an einem kriterienkatalog tuefteln, der helfen soll, den<br />
netzkultur/netzkunst-menschen zu ermitteln - kranke buerokraten!</p>
<p>FER f.e.r at sil.at<br />
Mit Mai 24 10:54:38 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1085</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 14:12:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1085</guid>
		<description>es ist aber im politischen raum sehr angebracht (und da erscheint mir 
die community etwas konfliktscheu) die partei der ideenlosen und 
talentlosen auch als solche zu titulieren.

wechselstrom christoph at wechsel-strom.net 
Die Mai 23 09:25:47 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>es ist aber im politischen raum sehr angebracht (und da erscheint mir<br />
die community etwas konfliktscheu) die partei der ideenlosen und<br />
talentlosen auch als solche zu titulieren.</p>
<p>wechselstrom christoph at wechsel-strom.net<br />
Die Mai 23 09:25:47 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1071</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 13:43:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1071</guid>
		<description>In diesem Text werden die Begriffe Person, Entität, Projekt, und
Förderungsempfänger austauschbar benutzt. Falls Überlegungen speziell
nur für eine Art von Entität gelten, wird darauf hingewiesen.

== Förderung ==

Förderung ist allgemein formuliert die Verteilung von Ressourcen eines
Fördergebers an Förderungsempfänger.

Die Erfassung potentieller Förderungsempfänger erfolgt im Normalfall
durch Selbstmeldung. Ob ein Förderungsanwärter förderungsberechtigt ist,
wird durch einen Inklusionsmechanismus bestimmt.

Ein Fördermechanismus hat die Aufgabe Fördermittel, einem Förderzweck
entsprechend, möglichst optimal an potentielle Förderungsempfänger zu
verteilen. (Optimalitätskriterium)

Die Wahl des Förderzwecks ist eine Wertediskussion, und formal nicht lösbar.

Der Inklusionsmechanismus dient der Wahrung des Förderzwecks bei der
Fördervergabe, und ist meistens in Form von formalen Inklusionskriterien
die erfüllt werden müssen kodifiziert.

== Entscheidungsfindung ==

Wenn die Fördervergabe nicht direkt durch eine physische Person erfolgt
welche für die Förderressourcen vollverantwortlich ist, wird die
Entscheidungsfindung meist an eine Gruppe delegiert.

Die Entscheidungsfindung in Gruppen unterstützt Arbitration zwischen
individuellen Eigeninteressen und dem Wohl der Gruppe.

Entscheidungsfindungen durch Gruppen werden formal durch Wahlmechanismen
realisiert.

Bei einem Wahlmechanismus stimmberechtigte Personen werden Wähler
genannt, und dürfen an den Wahlmechanismus Inputs (Stimmen) liefern,
welche das Wahlergebnis beeinflussen.

Ein Wahlmechanismus kann als Präferenzenthüllungsverfahren gesehen
werden, insofern als die persönlichen (Eigen-)Interessen der Wähler den
Wahlausgang beeinflussen.

Da Wahlverfahren vor allem bei formal unentscheidbaren Fragestellungen
verwendet werden, ist die Optimalität eines Wahlergebnisses schwer zu
messen.

Allgemein kann aber gesagt werden, dass die Qualität eines
Wahlergebnisses bei gleichen Umgebungsbdingungen, von der Wahlgruppe
sowie dem Wahlmodus abhängt.

Sowohl die Eigeninteressen der Wähler, deren Wissensstand (und die
Fähigkeit aus diesem Wissen strategische Entscheidungen zu formulieren),
als auch das Wahlsystem, beeinflussen das Ergebnis zusammen maßgeblich.

== Förderung durch Wahl ==

Damit ein Wahlmechanismus als Teil eines Fördermechanismus verwendet
werden kann, muß der Mechanismus bei realistischen Eigeninteressen, und
realistischem Informationsstand der Wähler, Ergebnisse liefern, welche
dem Förderzweck entsprechen.

Ein guter Wahlmechanisms setzt keine unrealistischen Erwartungen an den
Informationsstand der Wähler, funktioniert aber sowohl bei besser
informierten, als auch bei strategisch klügeren Wählern, besser. Ein
Wahlmechanismus welcher strategisches Ungeschick der Wähler voraussetzt,
kann als defekt angesehen werden.

Da dieser Artikel für sehr simple Wahlsysteme plädiert welche kein
komplexes Wissen erfordern, wird ausreichende Befähigung der Wähler
angenommen, so dass der Informationsstand der Wähler in Zukunft als
externer, vom spezifischen Wahlsystem weitestgehend unabhängiger, Faktor
vernachlässigt werden kann.

== Anreizkompatibilität ==

Ein Wahlmechanismus der als Teil eines Fördermodells funktionieren soll,
muß insbesondere auch unter Annahme von Wahlverhalten welches sich
strategisch an individuellem Eigeninteresse orientiert, Ergebnisse
produzieren, welche dem Förderzweck möglichst stark entsprechen.

Ist diese Bedingung nicht erfüllt, so kann dieser Wahlmechanismus nicht
unverändert eingesetzt werden.

== Stimmberechtigung ==

Ist der Förderzweck grob als Förderung der Aktivitäten einer bestimmten
Gruppe zu verstehen, ist zumindest sicherzustellen dass keine Personen
abstimmen, deren Interessen von denen der zu fördernden Gruppe stark
abweichen.

Um sicherzustellen, dass nur Personen stimmberechtigt sind, deren
Interessen sich mit der zu fördernden Gruppe decken, ist entweder ein
Ausschluss von Personen deren Interessen sich klar nicht mit der zu
fördernden Gruppe decken notwendig, oder aber eine klare Festlegung der
stimmberechtigten Personen.

Aus praktischen Gründen erscheint letzterer Mechanismus als umsetzbarer.
Dies entspricht dem Inklusionsmechanismus bei Förderanwärtern.

Die Inklusionsmechanismen, und damit die Gruppen der Stimmberechtigten
und der potentiellen Förderempfänger, können, aber müssen nicht, ident sein.

== Gruppe fördert ==

Es wird also davon ausgegangen, das vor Beginn der eigentlichen
Abstimmung bereits bekannt ist, welche Personen wahlberechtigt, und
welche Entitäten wählbar sind.

Ob eine Trennung von Abstimmenden und Förderberechtigten Sinn macht,
sowie ob eine Zuteilung von Resourcen auf Projekte oder Personen
sinnvoller ist, hängt stark von den Förderzielen ab, und ist formal
unentscheidbar.

== Wahlverfahren ==

Es wird angenommen, dass für viele Förderziele Wahlverfahren existieren,
welche ohne dauerhaft an die spezifische Kompetenz einzelner Personen
gekoppelt zu sein, aus Eigeninteressen und Wissensstand der Teilnehmer,
sinnvolle, dem Förderzweck entsprechende Ergebnisse produzieren.

Weiters wird angenommen, dass sich die strategischen Eigeninteressen
über die Gruppe gemittelt ausreichend statisch verhalten, damit ein
derartiges System über einen längeren Zeitraum bestehen kann.

Weiters wird für das Funktionieren vorausgesetzt, dass eine Verbesserung
des Wissensstands der Teilnehmer sich positiv, oder zumindest nicht
konstant negativ auf das Wahlergebnis, gemessen am Optimalitätskriterium
des Förderzwecks, auswirkt.

== Konkrete Wahlsysteme ==

Entsprechend obiger Struktur gliedert sich ein Fördermodell für diskrete
Gruppen, welche den Förderprozess selbst direkt mitbeeinflussen, in zwei
Teilprobleme:
  1) Erfassen von Gruppenzugehörigkeit (Inklusionskriterium)
  2) Verteilung der Ressourcen auf Gruppenmitglieder (Optimalitätskriterium)

Grundsätzlich kann grundsätzlich zwischen zumindest vier verschiedenen
Klassen von Fördermodellen unterschieden werden:

  *) Zufallsbasiert
  - Das Geld wird ohne Verwertung externer Daten zufällig an die
potentiellen Förderempfänger verteilt.

  *) Marktbasiert
  - Das Wahlergebnis wird aus Benutzereingaben errechnet.

  *) Jurybasiert
  - Das Geld wird von einer direkt verantwortlichen Kleingruppe vergeben.

  *) Realitätsbasiert
  - Das System benutzt echte Messdaten über Projekte und Umwelt. In der
Praxis sind diese Messdaten weder verfügbar, noch die gewünschten
Realdaten mess- oder quantifizierbar. Systeme die auf objektive
Messdaten aufbauen wollen, sind daher zum scheitern verurteilt.

Mischformen sind möglich.

== Transaktionale Anreizkompatibilität ==

Als Kriterium dafür ob ein System anreizkompatibel ist, wird angenommen,
 das der Förderzweck durch das System erfüllbar ist, wenn zumindest
folgende Annahmen über das strategische Verhalten auf eine Mehrheit der
Akteure zutrifft:

  1) Sollte ein direktes lukrieren von Ressourcen möglich sein, so wird
diesem tendentiell von strategischen Akteuren gegenüber anderen Lösungen
der Vorzug gegeben.
  2) Sollte ein indirektes lukrieren von Ressourcen möglich sein
(Umwegrentabilität), so wird diesem tendentiell von strategischen
Akteuren gegenüber anderen Lösungen, mit ausnahme von 1) der Vorzug gegeben.
  3) Wenn ein Großteil der Akteure um Ressourcen konkurrieren, werden
niemals ausreichend Akteure freiwillig auf Ressourcen verzichten, um
grundlegend etwas an der Verteilungsstruktur zu ändern.

Diese Faktoren reichen laut Meinung des Autors aus, um bei Marktsystemen
bereits die gesamte Stimmkraft strategischer Akteure zu binden. Für eine
Diversifizierung im Interesse des Gesamtwahlergebnisses bleiben den
einzelnen Wählern keine Ressourcen - es wird auf eigene punktuelle
Wahlziele hinoptimiert, und nicht auf ein global abgestimmtes Ergebnis.

Marktsysteme bevorzugen daher klar Projekte die Umwegrentabilität bieten
können.

Allgemeiner formuliert müssen entweder die Anreize des Wahlsystems
direkt so formuliert sein, dass das gewünschte Art von Ergebnis entweder
direkt aus dem Wahlverhalten entstehen kann, oder eine andere Art von
Zwischensystem muss eingeführt werden, welche das global optimierte
Ergebnis produzieren kann, und welches selbst durch das Wahlsystem und
ausreichende Transparenz kontrolliert wird. Ein Beispiel für einen
derartigen Mechanismus, stellt die repräsentative Demokratie dar.

Im spezifischen Fall gilt: Sollte ein global optimiertes Gesamtergebnis
gewünscht sein, so muss dieses durch Konsens von Personen mit
ausreichend Wissen um die Optimierung vorzunehmen geschaffen werden.
Diese Personen brauchen wiederum starke Anreize die Optimierung so
vorzunehmen, dass es zu ihrem Eigeninteresse wird, ein für die Gruppe
möglichst optimales Ergebnis zu finden.

Diese Anreize können z.B. durch die direkte Verantwortlichkeit einer
kleineren Gruppe, gegenüber einer Grösseren Gruppe, geschaffen werden.
Solange der Gewinn den die kleine Gruppe durch kurzfristige Ausnutzung
des Systems bekommen kann, geringer ist als der mittelfristige
Gewinnentgang durch den einhergehenden Reputationsverlust, sollte die
Integrität eines derartigen Wahlsystems mit künstlichen Transaktionen
innerhalb eines gewissen Rahmens gewährleistet sein.

Allgemein gilt: Jury-Systeme bevorzugen etablierte Akteure mit
bestehenden Referenzen und sind träge was neue Player angeht.
Marktsysteme lassen Raum auch für neue Projekte, sofern ausreichendes
Interesse an diesen besteht.

== Zusammenfassung ==

Dieser Artikel versucht einen formalen Rahmen für ein Fördermodell für
die Wiener Netzkunst und Netzkultur zu schaffen.

Um ein konkretes Fördermodell zu entwickeln, ist es notwendig konkrete
Annahmen über Förderzweck und andere formal unentscheidbare Parameter zu
treffen. Diese Definitionen sollten aus praktischen Überlegungen
möglichst einfach und kurz gehalten werden.

Basierend auf den getroffenen Annahmen und Kriterien, sollten sich
Spezifika eines funktionierenden Fördermodells aus konkreten,
schriftlich dokumentierbaren, Interpretationen des Förderzwecks
begründen lassen.

Komplexe Mechanismen die sich nicht aus konkreten Annahmen/Definitionen
des Förderzwecks begründen lassen, haben in einem ernstzunehmenden
Fördermodell nichts verloren.

Alle in diesem Artiekl getroffene Annahmen und Überlegungen sind durch
Beschäftigung mit den Anforderungen an das Mana-Fördermodell entstanden,
und großteils nicht auf beliebige Fördersysteme anwendbar.

Paul Böhm paul at boehm.org 
Fre Mai 19 10:01:21 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Text werden die Begriffe Person, Entität, Projekt, und<br />
Förderungsempfänger austauschbar benutzt. Falls Überlegungen speziell<br />
nur für eine Art von Entität gelten, wird darauf hingewiesen.</p>
<p>== Förderung ==</p>
<p>Förderung ist allgemein formuliert die Verteilung von Ressourcen eines<br />
Fördergebers an Förderungsempfänger.</p>
<p>Die Erfassung potentieller Förderungsempfänger erfolgt im Normalfall<br />
durch Selbstmeldung. Ob ein Förderungsanwärter förderungsberechtigt ist,<br />
wird durch einen Inklusionsmechanismus bestimmt.</p>
<p>Ein Fördermechanismus hat die Aufgabe Fördermittel, einem Förderzweck<br />
entsprechend, möglichst optimal an potentielle Förderungsempfänger zu<br />
verteilen. (Optimalitätskriterium)</p>
<p>Die Wahl des Förderzwecks ist eine Wertediskussion, und formal nicht lösbar.</p>
<p>Der Inklusionsmechanismus dient der Wahrung des Förderzwecks bei der<br />
Fördervergabe, und ist meistens in Form von formalen Inklusionskriterien<br />
die erfüllt werden müssen kodifiziert.</p>
<p>== Entscheidungsfindung ==</p>
<p>Wenn die Fördervergabe nicht direkt durch eine physische Person erfolgt<br />
welche für die Förderressourcen vollverantwortlich ist, wird die<br />
Entscheidungsfindung meist an eine Gruppe delegiert.</p>
<p>Die Entscheidungsfindung in Gruppen unterstützt Arbitration zwischen<br />
individuellen Eigeninteressen und dem Wohl der Gruppe.</p>
<p>Entscheidungsfindungen durch Gruppen werden formal durch Wahlmechanismen<br />
realisiert.</p>
<p>Bei einem Wahlmechanismus stimmberechtigte Personen werden Wähler<br />
genannt, und dürfen an den Wahlmechanismus Inputs (Stimmen) liefern,<br />
welche das Wahlergebnis beeinflussen.</p>
<p>Ein Wahlmechanismus kann als Präferenzenthüllungsverfahren gesehen<br />
werden, insofern als die persönlichen (Eigen-)Interessen der Wähler den<br />
Wahlausgang beeinflussen.</p>
<p>Da Wahlverfahren vor allem bei formal unentscheidbaren Fragestellungen<br />
verwendet werden, ist die Optimalität eines Wahlergebnisses schwer zu<br />
messen.</p>
<p>Allgemein kann aber gesagt werden, dass die Qualität eines<br />
Wahlergebnisses bei gleichen Umgebungsbdingungen, von der Wahlgruppe<br />
sowie dem Wahlmodus abhängt.</p>
<p>Sowohl die Eigeninteressen der Wähler, deren Wissensstand (und die<br />
Fähigkeit aus diesem Wissen strategische Entscheidungen zu formulieren),<br />
als auch das Wahlsystem, beeinflussen das Ergebnis zusammen maßgeblich.</p>
<p>== Förderung durch Wahl ==</p>
<p>Damit ein Wahlmechanismus als Teil eines Fördermechanismus verwendet<br />
werden kann, muß der Mechanismus bei realistischen Eigeninteressen, und<br />
realistischem Informationsstand der Wähler, Ergebnisse liefern, welche<br />
dem Förderzweck entsprechen.</p>
<p>Ein guter Wahlmechanisms setzt keine unrealistischen Erwartungen an den<br />
Informationsstand der Wähler, funktioniert aber sowohl bei besser<br />
informierten, als auch bei strategisch klügeren Wählern, besser. Ein<br />
Wahlmechanismus welcher strategisches Ungeschick der Wähler voraussetzt,<br />
kann als defekt angesehen werden.</p>
<p>Da dieser Artikel für sehr simple Wahlsysteme plädiert welche kein<br />
komplexes Wissen erfordern, wird ausreichende Befähigung der Wähler<br />
angenommen, so dass der Informationsstand der Wähler in Zukunft als<br />
externer, vom spezifischen Wahlsystem weitestgehend unabhängiger, Faktor<br />
vernachlässigt werden kann.</p>
<p>== Anreizkompatibilität ==</p>
<p>Ein Wahlmechanismus der als Teil eines Fördermodells funktionieren soll,<br />
muß insbesondere auch unter Annahme von Wahlverhalten welches sich<br />
strategisch an individuellem Eigeninteresse orientiert, Ergebnisse<br />
produzieren, welche dem Förderzweck möglichst stark entsprechen.</p>
<p>Ist diese Bedingung nicht erfüllt, so kann dieser Wahlmechanismus nicht<br />
unverändert eingesetzt werden.</p>
<p>== Stimmberechtigung ==</p>
<p>Ist der Förderzweck grob als Förderung der Aktivitäten einer bestimmten<br />
Gruppe zu verstehen, ist zumindest sicherzustellen dass keine Personen<br />
abstimmen, deren Interessen von denen der zu fördernden Gruppe stark<br />
abweichen.</p>
<p>Um sicherzustellen, dass nur Personen stimmberechtigt sind, deren<br />
Interessen sich mit der zu fördernden Gruppe decken, ist entweder ein<br />
Ausschluss von Personen deren Interessen sich klar nicht mit der zu<br />
fördernden Gruppe decken notwendig, oder aber eine klare Festlegung der<br />
stimmberechtigten Personen.</p>
<p>Aus praktischen Gründen erscheint letzterer Mechanismus als umsetzbarer.<br />
Dies entspricht dem Inklusionsmechanismus bei Förderanwärtern.</p>
<p>Die Inklusionsmechanismen, und damit die Gruppen der Stimmberechtigten<br />
und der potentiellen Förderempfänger, können, aber müssen nicht, ident sein.</p>
<p>== Gruppe fördert ==</p>
<p>Es wird also davon ausgegangen, das vor Beginn der eigentlichen<br />
Abstimmung bereits bekannt ist, welche Personen wahlberechtigt, und<br />
welche Entitäten wählbar sind.</p>
<p>Ob eine Trennung von Abstimmenden und Förderberechtigten Sinn macht,<br />
sowie ob eine Zuteilung von Resourcen auf Projekte oder Personen<br />
sinnvoller ist, hängt stark von den Förderzielen ab, und ist formal<br />
unentscheidbar.</p>
<p>== Wahlverfahren ==</p>
<p>Es wird angenommen, dass für viele Förderziele Wahlverfahren existieren,<br />
welche ohne dauerhaft an die spezifische Kompetenz einzelner Personen<br />
gekoppelt zu sein, aus Eigeninteressen und Wissensstand der Teilnehmer,<br />
sinnvolle, dem Förderzweck entsprechende Ergebnisse produzieren.</p>
<p>Weiters wird angenommen, dass sich die strategischen Eigeninteressen<br />
über die Gruppe gemittelt ausreichend statisch verhalten, damit ein<br />
derartiges System über einen längeren Zeitraum bestehen kann.</p>
<p>Weiters wird für das Funktionieren vorausgesetzt, dass eine Verbesserung<br />
des Wissensstands der Teilnehmer sich positiv, oder zumindest nicht<br />
konstant negativ auf das Wahlergebnis, gemessen am Optimalitätskriterium<br />
des Förderzwecks, auswirkt.</p>
<p>== Konkrete Wahlsysteme ==</p>
<p>Entsprechend obiger Struktur gliedert sich ein Fördermodell für diskrete<br />
Gruppen, welche den Förderprozess selbst direkt mitbeeinflussen, in zwei<br />
Teilprobleme:<br />
  1) Erfassen von Gruppenzugehörigkeit (Inklusionskriterium)<br />
  2) Verteilung der Ressourcen auf Gruppenmitglieder (Optimalitätskriterium)</p>
<p>Grundsätzlich kann grundsätzlich zwischen zumindest vier verschiedenen<br />
Klassen von Fördermodellen unterschieden werden:</p>
<p>  *) Zufallsbasiert<br />
  - Das Geld wird ohne Verwertung externer Daten zufällig an die<br />
potentiellen Förderempfänger verteilt.</p>
<p>  *) Marktbasiert<br />
  - Das Wahlergebnis wird aus Benutzereingaben errechnet.</p>
<p>  *) Jurybasiert<br />
  - Das Geld wird von einer direkt verantwortlichen Kleingruppe vergeben.</p>
<p>  *) Realitätsbasiert<br />
  - Das System benutzt echte Messdaten über Projekte und Umwelt. In der<br />
Praxis sind diese Messdaten weder verfügbar, noch die gewünschten<br />
Realdaten mess- oder quantifizierbar. Systeme die auf objektive<br />
Messdaten aufbauen wollen, sind daher zum scheitern verurteilt.</p>
<p>Mischformen sind möglich.</p>
<p>== Transaktionale Anreizkompatibilität ==</p>
<p>Als Kriterium dafür ob ein System anreizkompatibel ist, wird angenommen,<br />
 das der Förderzweck durch das System erfüllbar ist, wenn zumindest<br />
folgende Annahmen über das strategische Verhalten auf eine Mehrheit der<br />
Akteure zutrifft:</p>
<p>  1) Sollte ein direktes lukrieren von Ressourcen möglich sein, so wird<br />
diesem tendentiell von strategischen Akteuren gegenüber anderen Lösungen<br />
der Vorzug gegeben.<br />
  2) Sollte ein indirektes lukrieren von Ressourcen möglich sein<br />
(Umwegrentabilität), so wird diesem tendentiell von strategischen<br />
Akteuren gegenüber anderen Lösungen, mit ausnahme von 1) der Vorzug gegeben.<br />
  3) Wenn ein Großteil der Akteure um Ressourcen konkurrieren, werden<br />
niemals ausreichend Akteure freiwillig auf Ressourcen verzichten, um<br />
grundlegend etwas an der Verteilungsstruktur zu ändern.</p>
<p>Diese Faktoren reichen laut Meinung des Autors aus, um bei Marktsystemen<br />
bereits die gesamte Stimmkraft strategischer Akteure zu binden. Für eine<br />
Diversifizierung im Interesse des Gesamtwahlergebnisses bleiben den<br />
einzelnen Wählern keine Ressourcen - es wird auf eigene punktuelle<br />
Wahlziele hinoptimiert, und nicht auf ein global abgestimmtes Ergebnis.</p>
<p>Marktsysteme bevorzugen daher klar Projekte die Umwegrentabilität bieten<br />
können.</p>
<p>Allgemeiner formuliert müssen entweder die Anreize des Wahlsystems<br />
direkt so formuliert sein, dass das gewünschte Art von Ergebnis entweder<br />
direkt aus dem Wahlverhalten entstehen kann, oder eine andere Art von<br />
Zwischensystem muss eingeführt werden, welche das global optimierte<br />
Ergebnis produzieren kann, und welches selbst durch das Wahlsystem und<br />
ausreichende Transparenz kontrolliert wird. Ein Beispiel für einen<br />
derartigen Mechanismus, stellt die repräsentative Demokratie dar.</p>
<p>Im spezifischen Fall gilt: Sollte ein global optimiertes Gesamtergebnis<br />
gewünscht sein, so muss dieses durch Konsens von Personen mit<br />
ausreichend Wissen um die Optimierung vorzunehmen geschaffen werden.<br />
Diese Personen brauchen wiederum starke Anreize die Optimierung so<br />
vorzunehmen, dass es zu ihrem Eigeninteresse wird, ein für die Gruppe<br />
möglichst optimales Ergebnis zu finden.</p>
<p>Diese Anreize können z.B. durch die direkte Verantwortlichkeit einer<br />
kleineren Gruppe, gegenüber einer Grösseren Gruppe, geschaffen werden.<br />
Solange der Gewinn den die kleine Gruppe durch kurzfristige Ausnutzung<br />
des Systems bekommen kann, geringer ist als der mittelfristige<br />
Gewinnentgang durch den einhergehenden Reputationsverlust, sollte die<br />
Integrität eines derartigen Wahlsystems mit künstlichen Transaktionen<br />
innerhalb eines gewissen Rahmens gewährleistet sein.</p>
<p>Allgemein gilt: Jury-Systeme bevorzugen etablierte Akteure mit<br />
bestehenden Referenzen und sind träge was neue Player angeht.<br />
Marktsysteme lassen Raum auch für neue Projekte, sofern ausreichendes<br />
Interesse an diesen besteht.</p>
<p>== Zusammenfassung ==</p>
<p>Dieser Artikel versucht einen formalen Rahmen für ein Fördermodell für<br />
die Wiener Netzkunst und Netzkultur zu schaffen.</p>
<p>Um ein konkretes Fördermodell zu entwickeln, ist es notwendig konkrete<br />
Annahmen über Förderzweck und andere formal unentscheidbare Parameter zu<br />
treffen. Diese Definitionen sollten aus praktischen Überlegungen<br />
möglichst einfach und kurz gehalten werden.</p>
<p>Basierend auf den getroffenen Annahmen und Kriterien, sollten sich<br />
Spezifika eines funktionierenden Fördermodells aus konkreten,<br />
schriftlich dokumentierbaren, Interpretationen des Förderzwecks<br />
begründen lassen.</p>
<p>Komplexe Mechanismen die sich nicht aus konkreten Annahmen/Definitionen<br />
des Förderzwecks begründen lassen, haben in einem ernstzunehmenden<br />
Fördermodell nichts verloren.</p>
<p>Alle in diesem Artiekl getroffene Annahmen und Überlegungen sind durch<br />
Beschäftigung mit den Anforderungen an das Mana-Fördermodell entstanden,<br />
und großteils nicht auf beliebige Fördersysteme anwendbar.</p>
<p>Paul Böhm paul at boehm.org<br />
Fre Mai 19 10:01:21 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: kanonmedia</title>
		<link>http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1050</link>
		<dc:creator>kanonmedia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 13:14:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kanonmedia.blogs.sonance.net/2006/12/11/moral-und-moral/#comment-1050</guid>
		<description>mit wechselndem staunen wie unmut verfolge ich nun die post-electionaeren streiteren.
ac fordert da von special gnauer, gelder aus dem bandbus clou winner team auch an
in der wahl nicht erfolgreiche projekte (was aber ueber deren qualitaet aber nichts aussagt)
weiterzu geben

nun wenn die namenslosen unter anleitung von special gnauer da von anbeginn an
ein ding gedreht haben, bin ich gar nicht bereit einen cent anzunehmen und
das im nachhinein auch noch zu legitimieren.

mir gehts auch nicht besonders, aber so leicht liesse ich mich nicht ueber den
tisch ziehen. obendrein gabs da ein mail von leuten, das mich besonders
beruehrt hat. zwei erwachsene spielen essen, um ihr kind satt zu machen.
denen sollte der gnauer oeffentlich marie abgeben, aber so, dass das nicht
als retrospektive bestechung angesehen werden kann.

gut, wir haben da an keinem licht ins dunkel wettbewerb teilgenommen, aber jeder
sollte ein faire chance haben, in der auch die qualitaet des projektes eine rolle
zu spielen hat, sonst waere das immer ein wettbewerb mit falschen gewichten.

...
Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at 
Sam Mai 20 08:25:29 CEST 2006</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mit wechselndem staunen wie unmut verfolge ich nun die post-electionaeren streiteren.<br />
ac fordert da von special gnauer, gelder aus dem bandbus clou winner team auch an<br />
in der wahl nicht erfolgreiche projekte (was aber ueber deren qualitaet aber nichts aussagt)<br />
weiterzu geben</p>
<p>nun wenn die namenslosen unter anleitung von special gnauer da von anbeginn an<br />
ein ding gedreht haben, bin ich gar nicht bereit einen cent anzunehmen und<br />
das im nachhinein auch noch zu legitimieren.</p>
<p>mir gehts auch nicht besonders, aber so leicht liesse ich mich nicht ueber den<br />
tisch ziehen. obendrein gabs da ein mail von leuten, das mich besonders<br />
beruehrt hat. zwei erwachsene spielen essen, um ihr kind satt zu machen.<br />
denen sollte der gnauer oeffentlich marie abgeben, aber so, dass das nicht<br />
als retrospektive bestechung angesehen werden kann.</p>
<p>gut, wir haben da an keinem licht ins dunkel wettbewerb teilgenommen, aber jeder<br />
sollte ein faire chance haben, in der auch die qualitaet des projektes eine rolle<br />
zu spielen hat, sonst waere das immer ein wettbewerb mit falschen gewichten.</p>
<p>&#8230;<br />
Franz Krahberger franz.krahberger at ejournal.at<br />
Sam Mai 20 08:25:29 CEST 2006</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
